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Alternatives
Neben der Schulmedizin gibt es zahlreiche alternative Mittel und Methoden,
die zur Vorbeugung und Bekämpfung von Asthma und Allergien eingesetzt
werden. Vieles davon ist umstritten und in seiner Wirkung fraglich.
Manches wird jedoch auch von Schulmedizinern inzwischen anerkannt und
mitunter verordnet.
Weitgehende Einigkeit besteht darin, dass die alternativen Möglichkeiten
- ganz besonders bei Asthma - die hochwirksamen modernen Medikamente
der Schulmedizin nicht ersetzen können.
Die folgende Auflistung und Beschreibung alternativer
/ ergänzender Verfahren dient der Information und Übersicht,
versteht sich nicht als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Akupressur
Akupunktur
Aromaöle
/ Ätherische Öle / Duftöle
Bach-Blüten
Biofeedback
Bioresonanztherapie
Chinesische
Ernährungslehre / Fünf-Elemente-Ernährung
Homöopathie
Kinesiologie
Kräuter
Lithotherapie
/ Heilsteine
NLP Neurolinguistisches Programmieren
OPC
Oligomere ProCyanidine
Rotbusch
/ Rooibos
Salzkristalllampe
Schüßler-Salze
Schwarzkümmel
/ Nigella sativa
Traditionelle
Chinesische Medizin (TCM)
Bücherliste
Akupressur
Stimulierung von Akupunkturpunkten am Körper
durch Druck (in verschiedenen Stärken und unterschiedlicher Dauer),
wobei zumeist die Finger oder Stäbchen eingesetzt werden. Durch
die einfache Anwendung wird diese Technik, die den Körper ins Gleichgewicht
bringen soll, oft für den Hausgebrauch empfohlen. Bei unsachgemäßer
Anwendung sind aber auch unerwünschte Wirkungen nicht auszuschließen.
Die folgende Auswahl
wurde dem Buch "Heilende Punkte" (Knaur Taschenbuch 1992)
von Michael Reed Gach entnommen:
Bei Allergien:
Di 4
(4. Punkt auf dem Dickdarmmeridian, in der Hautfalte zwischen Daumen
und Zeigefinger),
Le 3
(3. Punkt auf dem Lebermeridian, in der Senke zwischen der großen
und der zweiten Zehe),
N 27
(27. Punkt auf dem Nierenmeridian, in der Vertiefung unterhalb des Schlüsselbeins
beim Brustbein),
Ma 36
(36. Punkt des Magenmeridians, vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe
außen am Bein)
u.v.a.
Bei Asthma:
Lu 9
(9. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Furche der Handgelenkfalte
unterhalb des Daumenballens)
Lu 10
(10. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Mitte des Daumenballens)
B 13
(13. Punkt auf dem Blasenmeridian, einen Fingerbreit unterhalb der oberen
Spitze des Schulterblatts zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt)
u.v.a.
Akupunktur
Akupunktur als Regulationstherapie ist vor
allem dann angezeigt, wenn eine Funktion gestört ist, wie es bei
Asthma und Allergien der Fall ist. Akupunktur
bedeutet primär das Einstechen von Nadeln in genau definierte Punkte
des Körpers zu therapeutischen Zwecken.
Unter den Oberbegriff Akupunktur werden jedoch auch andere Reizmethoden
als die alleinige Nadelung eingereiht, z.B. Laserakupunktur. Die klassischen
Akupunkturpunkte liegen auf linearen Leitlinien, den "Meridianen"
(Beispiele für diese Punkte auf den Meridianen des Körpers
siehe unter Akupressur).
Akupunktur ist eine Ergänzung, jedoch kein Ersatz für die
Schulmedizin.
Ziel des Einsatzes von Akupunktur ist, den Körper in ein dynamisches
Gleichgewicht zu bringen. Die Chinesen sprechen von der Balance zwischen
Yin und Yang.
Akupunktur ist in Österreich seit 1986 vom obersten Sanitätsrat
als Heilmethode offiziell anerkannt.
Österreichische Gesellschaft für Akupunktur www.akupunktur.at
Aromaöle
/ Ätherische Öle / Duftöle
Aromaöle werden mit diversen Verfahren
aus den duftenden Bestandteilen von Früchten, Kräutern, Blumen,
Bäumen, Gewürzpflanzen gewonnen. Sie werden mittels Duftlampen
zum Inhalieren verwendet, aber u.a. auch für Massagen und Bäder
eingesetzt. Die Öle sind hoch konzentriert, reizen die Schleimhäute
und sollten nur in kleinsten Mengen angewendet werden.
Für Allergiker und Asthmatiker ist der Umgang mit aromatischen
Ölen oft problematisch. Allergische Reaktionen und Asthmaanfälle
können durch die Inhaltsstoffe ausgelöst werden. In einigen
Ratgeber-Büchern über Duftöle wird bei einzelnen Ölen
speziell darauf hingewiesen. Manchmal werden jedoch bestimmte Düfte
für Asthmatiker sogar empfohlen, während in anderen Büchern
vor genau diesen Düften bei der Anwendung bei Asthma gewarnt wird
(z.B. Eukalyptusöl).
Warnungen
für Asthmatiker/Allergiker wurden gefunden u.a. für die Anwendung
von Citrusölen, für Salbei-, Thymian- und Rosmarinöl,
Teebaumöl, Zimt- und Nelkenöl, bei Asthma speziell auch für
Pfefferminz- und Eukalyptusöl.
Literaturhinweis:
Ingeborg Stadelmann: Bewährte Aromamischungen, 3. Auflage 2003.
Bach-Blüten
Das System der 38 Blüten, das
auf den englischen Arzt Dr. Edward Bach zurückgeht, versteht sich
als "feinstoffliche Methode zur Selbstharmonisierung der menschlichen
Persönlichkeit".
Im Standardwerk "Bach-Blütentherapie" (Hugendubel
Verlag 1981) von Mechthild Scheffer heißt es weiters: "Zielsetzung
ist die seelische Reinigung, Selbsterkenntnis, harmonische Entfaltung,
damit eine größere Stabilität der Persönlichkeit.
Daraus folgt dann indirekt auch eine höhere Resistenz gegenüber
seelischen und gegebenenfalls psychosomatischen Störungen. Es wäre
deshalb falsch, die Wirkung der 38 Bach-Blüten in direktem Zusammenhang
mit körperlichen Krankheitssymptomen zu betrachten und zu bringen."
In "Das neue Bach-Blüten-Buch" (Bauer Verlag 1992)
von Götz Blome wird empfohlen:
Bei Asthma:
Rescue Remedy, von dem im akuten Anfall
alle paar Minuten einige Tropfen genommen werden sollten, um Panik zu
bekämpfen.
Rescue ist das Notfallmittel der Bach-Blüten-Therapie, das in einer
Standardkombination von fünf Blüten am Markt ist: Star
of Bethlehem, Rock Rose, Impatiens, Cherry Plum und Clematis.
Anmerkung, nur teilweise aus der Literatur: Die meisten Menschen, die
über Erfahrungen mit den Bach-Blüten berichten, konnten nach
der Einnahme von Rescue-Tropfen eine Beruhigung feststellen. Wird Rescue
über einen längeren Zeitraum eingenommen, wurden aber auch
Antriebslosigkeit und vorübergehende Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis
als mögliche Nebenwirkungen beobachtet.
Bei Allergien:
Beech
(gegen Unverträglichkeiten),
Crab Apple (Reinigungsblüte),
Holly
(bei schweren Niesanfällen).
Bei allergischen Schockreaktionen die Kombination von Beech und Holly.
Biofeedback
Die Kombination von Herzfrequenz-Variabilitäts-Biofeedback
und Atemtraining ist eine höchst effektive Therapieform bei Asthma.
Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Paul Lehrer, Präsident
der Amerikanischen Gesellschaft für Biofeedback.
Bei einer Biofeedback-Sitzung werden Körperfunktionen,
wie etwa Herzfrequenz, Muskelspannung oder Durchblutung, gemessen und
dem Klienten zurückgemeldet. Er lernt dadurch sehr rasch, diese
Funktionen zu beeinflussen und "behandelt" seine Störung
selbst. Biofeedback ist u.a. bereits erprobt bei Kopf- und Rückenschmerzen,
bei Hypertonie (zu hohem Blutdruck), zur Verbesserung der Stressverarbeitung
etc. Biofeedback ist wissenschaftlich überprüft und anerkannt.
http://www.austria-biofeedback.at
Bioresonanztherapie
Die Bioresonanztherapie wird der Komplementär-
oder Alternativmedizin zugeordnet und ist umstritten. Besonders verbreitet
ist die Bioresonanztherapie in der Behandlung von Allergien und chronischen
Schmerzen. Andere Bezeichnungen für die Bioresonanztherapie sind
Mora-Therapie, Biophysikalische
Informationstherapie oder Mutiresonanztherapie.
Der deutsche Arzt Franz Morell und sein Schwiegersohn
Erich Rasche brachten 1977 erstmals ihr "MORA"-Gerät
zur Bioresonanztherapie auf den Markt. Ihre Grundidee war, dass viele
Krankheiten durch Störungen körpereigener elektromagnetischer
Schwingungen verursacht werden.
Ihre Geräte seien in der Lage,
diese krankmachenden Schwingungen zu registrieren und in gesunde Schwingungen
umzuwandeln. Die umgewandelten Schwingungen würden den Patienten
zurückgegeben und sollen so eine Heilung bewirken.
Während der Sitzung bekommt der Patient zwei Elektroden in die
Hand, die mit dem Bioresonanz-Gerät verbunden sind. Über die
eine Elektrode sollen die körpereigenen Schwingungen zum Gerät
geleitet werden. Nach der Umwandlung leitet das Gerät die Schwingungen
über die Elektrode der anderen Hand zurück in den Körper.
In einer Variante des Verfahrens sollen Schwingungen von Edelsteinen,
Farben, Metallen oder Spurenelementen über die Elektrode in den
Körper geleitet werden.
Viele Schulmediziner halten die Bioresonanztherapie für wirkungslos,
andere bieten sie in ihrer Praxis an. Ebenso berichten manche Patienten
von Erfolgen, die sie auf diese Methode zurückführen, andere
konnten keine Wirkung festellen.
Chinesische
Ernährungslehre / Fünf-Elemente-Ernährung
Im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat sich auch
eine Ernährungslehre entwickelt, die jedes Nahrungsmittel in den
Kreislauf der fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser)
einbindet. Entsprechend wird jedem Nahrungsmittel ein Bezug zu einem
oder mehreren Organen zugeschrieben (Blase, Dickdarm, Dünndarm,
Gallenblase, Herz, Leber, Lunge, Magen, Milz/Pankreas, Nieren), weiters
eine Wirkrichtung (steigend, fallend, schwebend, hebend), ein Geschmack
(süß, salzig, scharf, bitter, sauer) und ein Temperament/Temperatur
(kalt, kühl, neutral, warm, heiß).
Aus dem Zusammenspiel dieser Komponenten werden die Wirkungen von Nahrungsmitteln
abgeleitet und auch Kräutermischungen (aus in Europa meist kaum
bekannten Kräutern) zusammengestellt, die Krankheiten energetisch
entgegenwirken sollen.
Zu Nahrungsmitteln, die bei Asthma günstig sein sollen, zählen
Walnüsse, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer, Senfkörner, Kürbisse,
Aprikosen.
Quelle: Christoph Kunkel: Chinesische Fünf-Elemente-Ernährung,
Falken Verlag 1997
Homöopathie
In der Homöopathie geht man davon aus,
dass Gleiches durch Gleiches geheilt werden kann. Naturstoffe, die beim
gesunden Menschen ohne Verdünnung bestimmte Symptome auslösen,
können genau diese Symptome beim Kranken zum Verschwinden bringen,
sind Homöopathen überzeugt.
Homöopathische Arzneien werden hergestellt, indem Kräuter,
Pflanzen und andere Naturprodukte potenziert, d.h. mit Wasser „verschüttelt“
werden. Dieser Prozess wird je nach gewünschter Potenz des Präparats
mehrmals wiederholt. Je höher die Potenz, desto geringer ist der
real messbare Wirkstoffanteil im Produkt. Umso größer sei
jedoch die angenommene Wirkung.
Die Wirksamkeit der Homöopathie wird von Schulmedizinern oft bezweifelt.
Als Homöopathen tätige Ärzte vertreten die Ansicht, dass
homöopathische Mittel erfolgreich u.a. bei Asthma und Allergien
eingesetzt werden können.
Die folgenden Beispiele bzgl. Asthma wurden dem
Buch "Homöopathie heute" (Rowohlt Taschenbuch Verlag
1990) von Mathias Dorcsi entnommen, wobei auch die Leitsymptome/Situationen
angeführt sind:
Bei Asthma:
Aconitum D 30 3x5 Kügelchen
- Angst, Trockenheit
Belladonna D 30 3x5 Kügelchen
- Benommen, schweißbedeckt
Ambra D 3 3x5 Kügelchen -
Nervös
Lobelia D 4 alle 10 Minuten 5 Tropfen
bei nächtlicher Atemnot
Spongia D 3 5 Kügelchen -
Beim Niederlegen
Aralia racemosa D 4 3x5 Tropfen
- Allergischer Kitzelhusten
Natrium sulfuricum D 12 3x5 Tropfen
- Feuchtes Klima
u.v.a.
Bei Allergien:
In mehreren Büchern wird vor allem auf Allium
cepa (Zwiebel) bei akutem allergischem Schnupfen hingewiesen.
Weiters werden Euphrasia, Apis
und Histaminum immer wieder genannt.
www.homoeopathie.at
Kinesiologie
Lehre von der Bewegung. Seit den 1960er Jahren
entstanden mehrere Schulen, die durch Bewegungsübungen, Berührungen
und "Balancen" dem Körper zu mehr Ausgeglichenheit und
Harmonie verhelfen wollen und ihre Angebote speziell auch für Allergiker
empfehlen. Unerwünschte Wirkungen durch die Übungen
sind nicht auszuschließen.
Die folgenden Beispiele sind dem Buch "Gesundheit in unseren
Händen. Mudras - die Kommunikation mit unserer Lebenskraft durch
Anregung der Finger-Reflexzonen" (Knaur Taschenbuch 1991) von Kim
da Silva entnommen:
Bei Asthma:
Rechten und linken Mittelfingernagel aneinanderlegen. 4 Minuten, 3xtäglich,
3 Minuten Mindestabstand. Im Krankheitsfall:18 Minuten, 5xtäglich,
7 Minuten Mindestabstand
Bei Allergien:
Zeigefinger in die Daumengrube, Fingerkuppen von Daumen und Mittelfinger
aneinander legen. 7 Minuten, 4xtäglich, 15 Minuten Mindestabstand.
Im Krankheitsfall: 17 Minuten, 8xtäglich, 16 Minuten Mindestabstand,
mit beiden Händen
Kräuter
Mit Kräutern Asthma lindern zu wollen, hat eine lange Tradition.
Seit der Zusammenhang von Asthma und Allergien bekannt ist, ist klar,
dass dabei besondere Vorsicht geboten ist, vor allem wenn Kräuter
- zumeist als Tee - ausprobiert werden.
In "Das große Handbuch der Heilkräuter" (Nikol-Verlag
Sonderausgabe 1997, Originalausgabe 1959) von Richard Willfort wird
empfohlen:
Bei Asthma:
Benediktenwurzel, Fenchel, Flachs, Gundelrebe, Holunder, Kren, Kraut-Weißkohl,
Rossfenchel, Spitzwegerich, Thymian, Wacholder, Honig u.a.
Lithotherapie
Die Therapie mit Steinen ist umstritten, wird alternativ aber vor allem
von an Esoterik Interessierten immer wieder angewendet. Dabei werden
dem Auflegen sogenannter Heilsteine auf Energiezentren ("Chakren")
des Körpers Wirkungen zugeschrieben. Dies gilt auch für das
Tragen von Schmuck mit diesen Steinen.
Die Empfehlungen, welche Steine bei Asthma und Allergien günstig
sind, variieren in der einschlägigen Literatur.
Empfehlungen einer "kleinen Edelsteinkunde" im Internet:
Asthma: Aventurin-Feldspat (Sonnenstein),
Bernstein, Rutilquarz, Tigerauge
Allergie: Aquamarin, Aventurin,
Bernstein, Hyazinth
Atemwege: Aquamarin, Bernstein,
Gagat, Hyazinth
www.udiljak.de
Empfehlungen aus der Literatur:
Asthma: Apophyllit, Aquamarin,
Falkenauge, Malachit, Rhodonit, Tigerauge, Zirkon
Allergien: Aquamarin(wasser), Aventurin,
Bernstein, Dioptas, Perlen, Rhodonit
Quelle: Gaby Freiburg: Die heilende Kraft der Edelsteine. Gondrom
Verlag 2001
NLP
Neurolinguistisches Programmieren
Neuro - neuron (griechisch) = Nerv
Linguistisch - lingua (lateinisch)
= Sprache
Programmieren - Prozess der Organisation
von Systemkomponenten
Das Neurolinguistische Programmieren wurde in den Siebziger Jahren des
20. Jahrhunderts in Kalifornien von John
Grinder (Linguistik-Professor) und Richard
Bandler (Informatik-Student und Gestalttherapeut) begründet.
Sie wollten die Hintergründe erfolgreicher Kommunikation erforschen,
herausfinden, was erfolgreiche Therapeuten erfolgreich macht. Dazu nutzten
sie die Methode des Master Modeling.
Sie beobachteten u.a. Viriginia Satir (Systemische Familientherapie),
Frederick Perls (Gestaltherapie) und Milton H. Erickson (Hypnotherapie)
bei der therapeutischen Arbeit und analysierten die Video- und Tonbandmitschnitte
bis ins kleinste Detail. Dabei konnten sie gemeinsame sprachliche Muster
herausfiltern und formalisieren.
In der Folge entstand ein psychologischer Werkzeugkoffer therapeutisch
nützlicher Verhaltensweisen, der sich als sehr effizient erwies
und schnelle Verbreitung fand.
Techniken des NLP können in allen Bereichen angewendet werden,
in denen Kommunikation stattfindet. Eine Vielzahl effizienter Techniken
kann man sich freilich nur in aufwendiger Kleinarbeit und mit langfristigem
Verhaltenstraining aneignen.
Einige Grundannahmen des NLP:
Die Landkarte ist nicht das Gebiet
(jeder Mensch hat seine innere Landkarte von der Welt als Modell im
Gehirn, das optimiert werden kann)
Geist und Körper beeinflussen sich
gegenseitig
Wahlfreiheit ist besser als keine Wahlfreiheit
(Ziel ist es, möglichst viele Verhaltensweisen zu erwerben.
Wer am flexibelsten ist, erreicht am meisten)
Wir können nicht nicht kommunizieren
Alle benötigten Ressourcen sind vorhanden
(die vorhandenen Ressourcen könen neu organisiert werden, so dass
sie zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Zusammenhang verfügbar
werden)
Hinter jedem Verhalten gibt es eine positive
Absicht
Jede Reaktion ist ein wertvolles Feddback
Jedes Verhalten ist eine Ressource
Veränderung ist nur gut, wenn sie
ökologisch ist
Von den Mit-Begründern des NLP hat sich Robert
Dilts auf die Entwicklung von Techniken zur Therapie von Krankheiten
spezialisiert, wobei er sich vor allem auch mit Allergien
ausführlich beschäftigt hat. Aus dem von Dilts entwickelten
"Drei Anker Allergie-Prozess" haben seine Mitarbeiter Tim
Hallbom und Susi Smith den "Schnellen Allergie-Prozess" herauskristallisiert.
Die folgende Zusammenfassung wird zitiert aus:
Robert B. Dilts: Identität, Glaubenssätze und Gesundheit.
Höhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit. 2. Auflage, Junfermann
Verlag 1993, S 205 f.:
Schneller Allergie-Prozess:
1. Kalibrieren Sie sich. Fragen Sie (den/die Klienten/in):"Wie
ist es für Sie, in der Gegenwart des Allergens zu sein?"...
2. Erklären Sie den Fehler des Immunsystems. Erklären
Sie, dass sein/ihr Immunsystem einen Fehler gemacht hat, indem es davon
ausging, daß etwas gefährlich sei, was es in Wirklichkeit
nicht ist. Es kann ziemlich schnell umtrainiert werden und umlernen.
3. Testen Sie die Ökologie/den sekundären Gewinn.
Wie würde sein/ihr Leben ohne Allergie sein? Gibt es irgendwelche
positiven oder negativen Konsequenzen?...
4. Finden Sie eine geeignete Gegenbeispiel-Ressource. Finden
Sie ein Gegenbeispiel, das dem Allergen so ähnlich wie möglich
ist; eines, auf das das Immunsystem angemessen reagiert (bei Kuhmilchallergie
also z.B. Soyamilch oder Kokossaft). Ankern Sie die Reaktion und halten
Sie den Anker während des ganzen Prozesses. Stellen
Sie sicher, dass die Person assoziiert ist, wenn Sie den Anker setzen.
5 . Lassen Sie die Person dissoziieren. Eine imaginierte Plexiglasscheibe
von Wand zu Wand ist ein einfacher Weg, Dissoziation aufzubauen. Während
Sie den Anker halten, veranlassen Sie die Person, sich selbst auf der
anderen Seite des Plexiglases zu sehen, wie sie die Ressource hat....
6. Nach und nach führen Sie das Allergen ein. Während
die Person sich selbst dort drüben hinter dem Schirm aus Plexiglas
beobachtet, lassen Sie sie langsam das Allergen in die Situation einbringen,
die Sache, die früher das Problem machte. Warten Sie an
diesem Punkt, bis sie eine physiologische Veränderung sehen,
in dem Sinn, als würde das Immunsysten sagen, daß es kapiert
hat.
7. Reassoziieren Sie. Bringen Sie die Person in ihren eigenen
Körper zurück und veranlassen Sie sie, sich vorzustellen,
dass sie in der Gegenwart des Allergens ist, während sie weiterhin
den Ressource-Anker halten.
8. Futur Pace. Veranlassen Sie die Person, sich einen Zeitpunkt
in ihrer Zukunft vorzustellen, an dem sie in der Gegenwart des Stoffes
ist, der früher eine allergische Reaktion auslöste.
9. Testen Sie. Wenn Sie in der Situation vorsichtig einen realen
Test machen können, tun sie das. ...
Erklärung der verwendeten NLP-Fachausdrücke:
Anker: auslösende Reize für
bestimmte innere Reaktionen. Anker können im NLP gezielt installiert
und bei Bedarf aktiviert werden. Ein Anker ist ein äußerer
Reiz, der im Gehirn eines Menschen eine bestimmte Erinnerung aktiviert
(z.B. der Knoten im Taschentuch, der an etwas erinnern soll).
dissoziiert: Wahrnehmungsmodus,
der innere Distanz erzeugt und das Erleben relativiert
Future Pace: Gezieltes Gestalten
der Zukunft, indem Ideen, Ziele oder Pläne konkret benannt und
zur Transfersicherung neurologisch verankert werden
kalibrieren: Die Wahrnehmung auf
bestimmte Aspekte der Realität einstellen, um sie konzentriert
zu beobachten und später wiederzuerkennen
Ökologie: Im NLP Bezeichnung
für das gesunde Gleichgewicht des Menschen als psycho-physiologisches
System und als interagierendes Element von sozialen Systemen
Ressourcen: Das vorhandene Potential
für die persönliche Lebensgestaltung; viele Fähigkeiten
schlummern im Unbewußten und können gezielt organisiert werden
OPC Oligomere ProCyanidine
OPC, ein Naturstoff, der u.a. in den Kernen von Weintrauben enthalten
ist, gilt als mächtiges Antioxidans, mit dem die sogenannten Freien
Radikalen im Körper bekämpft werden können. OPC gehört
zu den Flavonolen. Diese werden zu den sekundären Pflanzenstoffen
gezählt, die von den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen schädliche
äußere, umweltbedingte Belastungen eingesetzt werden. OPC
ist hochkonzentriert in verschiedenen Pflanzenteilen vorhanden. Eine
sehr hohe Konzentration befindet sich in Weintraubenkernen.
OPC wird als Anti-Aging-Produkt und Nahrungsergänzungsmittel angeboten,
wobei es starke Konkurrenzkämpfe um diesen lukrativen Markt gibt.
Die Wirkungen des OPC, die Rotwein gesund für die Gefäße
machen sollen, wurden von Prof. Dr. Masquelier in Frankreich entdeckt.
Sein Name schmückt die OPC-Packungen, die als Original OPC Anthogenol,
25% isoliert aus Pinus Maritima/Strandkiefer und 75 % isoliert aus Vitis
Vinifera/Weinrebe, in Apotheken und Fachdrogerien relativ teuer verkauft
werden. Wie es auf der Packung heißt, kann dieses OPC die Struktur
und Funktion von Venen, Haut und Augen optimal unterstützen und
die Durchblutung, Sehkraft und Mobilität fördern.
Sehr gerühmt wird das Masquelier-OPC in einem Buch von Anne
Simons/Alexander Rucker: Gesund länger leben durch OPC, 1999, 6.
Auflage 2004. Einige Beispiele darin legen nahe, dass OPC auch
hilfreich bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Allergien bis hin
zu Asthma sein könnte.
OPC aus Traubenkernen wird als Nahrungsergänzungsmittel von diversen
Herstellern auch zu günstigeren Preisen angeboten. Auch in zahlreichen
Kosmetika ist OPC inzwischen zu finden.
Rotbusch / Rooibos
Die Rooibos Sträucher (Rotbusch) wachsen in Südafrika,
wo Rooibos-Tee zu den traditionellen Getränken der einheimischen
Bevölkerung zählt. Der Tee, der seit einiger Zeit auch in
Europa erhältlich ist, enthält kein Koffein, dafür aber
Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium, Fluor und Kupfer. Aspalathin und
Nothofagin sollen antiallergisch wirken.
Salzkristalllampe
Salzkristalle als Lampen sind ein Modetrend aus dem Grenzbereich zur
Esoterik. Sie werden mitunter als günstig bei Asthma beworben,
da sie Luft und Raumklima verbessern sollen. Durch das meist angenehm
empfundene orange Licht wird ihnen auch eine positive Wirkung auf die
Psyche zugeschrieben. .
Schüßler-Salze
Die (Selbst)Therapie mit Mineralsalzen geht auf den deutschen Arzt Wilhelm
Heinrich Schüßler (1821 - 1898) zurück. Demnach soll
Fehlendes aufgefüllt werden, mit positiven Auswirkungen auf Körper
und Psyche. Basis sind die folgenden 12 Salze:
Nr. 1 Calcium fluoratum D12 - "Macht
Weiches hart und Hartes weich"
Nr. 2 Calcium phosphoricum D 6
- Aufbau-, Kräftigungs- und Nervenmittel
Nr. 3 Ferrum phosporicum D12 -
Erste-Hilfe-Mittel bei Schmerz und Wunden
Nr. 4 Kalium chloratum D6 - Zur
Ausleitung von Giften
Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 -
Nervenmittel, anregend
Nr. 6 Kalum sulfuricum D6 - Zur
Förderung des Stoffwechsels, bei chronischen Entzündungen
Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
- Zur Beruhigung und bei Krämpfenl
Nr. 8 Natrium chloratum D6 - Zur
Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes
Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 -
Bei Übersäuerung
Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 -
Zur Entschlackung
Nr. 11 Silicea D12 - Zur Stärkung
von Bindegewebe und Nerven
Nr. 12 Calcium sulfuricum D6 -
Zur Reinigung, Katalysator
Die Salze sind vor allem in Form von Pastillen und Salben erhältlich.
In einigen österreichischen Apotheken werden umfangreiche kostenlose
Beratungsgespräche angeboten, wobei die Antlitzdiagnostik nach
Dr. Kurt Hickethier zur Ermittlung der benötigten Salze eingesetzt
wird. (Verzeichnis der Apotheken siehe www.schuessler-mineralstoffe.at)
Es gibt zahlreiche Bücher über die Schüssler-Salze, in
denen jedes einzelne Salz ausführlich beschrieben ist. Dosisempfehlungen
sowie die Empfehlungen der Mischungen bei diversen Beschwerden variieren.
Mitunter werden von einem Mittel 10-30 Pastillen pro Tag empfohlen,
wobei diese langsam gelutscht werden sollen.
Empfehlung aus "Lebensquell Schüßlersalze - Die
12 bewährten Selbstheilungsmittel" (Taschenbuch Goldmann Verlag
2003) von Monika Helmke Hausen:
Bei Asthma: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5,
Nr. 6, Nr. 10
Bei Allergien: Nr. 2, Nr. 3, Nr.
4, Nr. 5, Nr. 7, Nr. 8, Nr. 10
Empfehlung aus "Gesund durch Schüßler-Salze"
(Knaur Taschenbuch 2000) von Vistara Heike Haiduk:
Bei Asthma: Nr. 5; bei akuten Anfällen:
Nr. 4; bei akuten Anfällen und Nervosität: Nr. 2 und Nr. 7;
nach nächtlichen Anfällen: Nr. 6 im Wechsel mit Nr. 5 und
Nr. 7
Bei Allergien: Nr. 2, Nr. 3, Nr.
4, Nr. 6, Nr. 8, Nr. 10
Empfehlung aus "Schüßler-Salze kurz & bündig"
(Haug Verlag 2001) von Thomas Feichtinger und Susanna Niedan:
Bei Asthma: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5,
Nr. 6, Nr. 7, Nr. 8
Bei Allergien: Nr. 3, Nr. 4, Nr.
6, Nr. 8, Nr. 10 (plus Ergänzungsmittel Nr. 24 Arsenum jodatum)
www.schuessler-mineralstoffe.at
Schwarzkümmel
/ Nigella sativa
Schwarzkümmelöl wird aus den Samen der u.a. in Ägypten
angebauten Schwarzkümmelpflanze gewonnen. Zu den zahlreichen Inhaltsstoffen
gehören Linolsäure, Saponine und Nigellon. In der Literatur
über Schwarzkümmelöl wird über positive Wirkungen
des Öls u.a. im Zusammenhang mit Asthma und Allergien berichtet
Traditionelle
Chinesische Medizin (TCM)
Einer Erklärung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zufolge
ist bei Asthma das Zusammenspiel von Lunge, Niere und Abwehr-Qi gestört,
mit Ansammlung von Wind in der Lunge. Der Lunge wird als Emotion Trauer
zugeordnet, der Niere Angst.
Zur Therapie setzt die TCM vor allem Akupunktur und Kräutermischungen
ein.
www.drplatsch.de/VortragPsychosomatikAsthma.html
Liste der Bücher,
aus denen zitiert wurde:
Blome, Götz: Das neue Bach-Blüten-Buch,
Bauer Verlag 1992
Da Silva, Kim: Gesundheit in unseren Händen.
Mudras - die Kommunikation mit unserer Lebenskraft durch Anregung der
Finger-Reflexzonen, Knaur Taschenbuch 1991
Dilts, Robert B.: Identität, Glaubenssätze
und Gesundheit. Höhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit.
2. Auflage, Junfermann Verlag 1993
Dorcsi, Mathias: Homöopathie heute, Rowohlt
Taschenbuch Verlag 1990
Feichtinger, Thomas / Niedan, Susanna: Schüßler-Salze
kurz & bündig, Haug Verlag 2001
Freiburg, Gaby: Die heilende Kraft der Edelsteine,
Gondrom Verlag 2001
Gach, Michael
Reed: Heilende Punkte, Knaur Taschenbuch 1992
Haiduk, Vistara Heike: Gesund durch Schüßler-Salze,
Knaur Taschenbuch 2000
Hausen, Monika Helmke: Lebensquell Schüßlersalze
- Die 12 bewährten Selbstheilungsmittel, Taschenbuch Goldmann Verlag
2003
Kunkel, Christoph: Chinesische Fünf-Elemente-Ernährung,
Falken Verlag 1997
Scheffer, Mechthild: Bach-Blütentherapie, Hugendubel Verlag 1981
Simons, Anne / Rucker, Alexander: Gesund länger
leben durch OPC, 1999, 6. Auflage 2004
Stadelmann, Ingeborg: Bewährte
Aromamischungen, 3. Auflage 2003
Willfort, Richard: Das große Handbuch
der Heilkräuter, Nikol-Verlag Sonderausgabe 1997, Originalausgabe
1959
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