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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 07.03.2006   

Alternatives

Neben der Schulmedizin gibt es zahlreiche alternative Mittel und Methoden, die zur Vorbeugung und Bekämpfung von Asthma und Allergien eingesetzt werden. Vieles davon ist umstritten und in seiner Wirkung fraglich. Manches wird jedoch auch von Schulmedizinern inzwischen anerkannt und mitunter verordnet.

Weitgehende Einigkeit besteht darin, dass die alternativen Möglichkeiten - ganz besonders bei Asthma - die hochwirksamen modernen Medikamente der Schulmedizin nicht ersetzen können.

Die folgende Auflistung und Beschreibung alternativer / ergänzender Verfahren dient der Information und Übersicht, versteht sich nicht als Empfehlung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Akupressur
Akupunktur
Aromaöle / Ätherische Öle / Duftöle

B
ach-Blüten
B
iofeedback
Bioresonanztherapie

Chinesische Ernährungslehre / Fünf-Elemente-Ernährung

Homöopathie

Kinesiologie
Kräuter

Lithotherapie / Heilsteine

N
LP Neurolinguistisches Programmieren

OPC Oligomere ProCyanidine

Rotbusch / Rooibos

Salzkristalllampe
Schüßler-Salze
Schwarzkümmel / Nigella sativa

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

 

Bücherliste

 

 

Akupressur
Stimulierung von Akupunkturpunkten am Körper durch Druck (in verschiedenen Stärken und unterschiedlicher Dauer), wobei zumeist die Finger oder Stäbchen eingesetzt werden. Durch die einfache Anwendung wird diese Technik, die den Körper ins Gleichgewicht bringen soll, oft für den Hausgebrauch empfohlen. Bei unsachgemäßer Anwendung sind aber auch unerwünschte Wirkungen nicht auszuschließen.

Die folgende Auswahl wurde dem Buch "Heilende Punkte" (Knaur Taschenbuch 1992) von Michael Reed Gach entnommen:
Bei Allergien:
Di 4 (4. Punkt auf dem Dickdarmmeridian, in der Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger),
Le 3 (3. Punkt auf dem Lebermeridian, in der Senke zwischen der großen und der zweiten Zehe),
N 27 (27. Punkt auf dem Nierenmeridian, in der Vertiefung unterhalb des Schlüsselbeins beim Brustbein),
Ma 36 (36. Punkt des Magenmeridians, vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe außen am Bein)
u.v.a.
Bei Asthma:
Lu 9 (9. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Furche der Handgelenkfalte unterhalb des Daumenballens)
Lu 10 (10. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Mitte des Daumenballens)
B 13 (13. Punkt auf dem Blasenmeridian, einen Fingerbreit unterhalb der oberen Spitze des Schulterblatts zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt)
u.v.a.

Akupunktur
Akupunktur als Regulationstherapie ist vor allem dann angezeigt, wenn eine Funktion gestört ist, wie es bei Asthma und Allergien der Fall ist. Akupunktur bedeutet primär das Einstechen von Nadeln in genau definierte Punkte des Körpers zu therapeutischen Zwecken.

Unter den Oberbegriff Akupunktur werden jedoch auch andere Reizmethoden als die alleinige Nadelung eingereiht, z.B. Laserakupunktur. Die klassischen Akupunkturpunkte liegen auf linearen Leitlinien, den "Meridianen" (Beispiele für diese Punkte auf den Meridianen des Körpers siehe unter Akupressur).

Akupunktur ist eine Ergänzung, jedoch kein Ersatz für die Schulmedizin.

Ziel des Einsatzes von Akupunktur ist, den Körper in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen. Die Chinesen sprechen von der Balance zwischen Yin und Yang.

Akupunktur ist in Österreich seit 1986 vom obersten Sanitätsrat als Heilmethode offiziell anerkannt.
Österreichische Gesellschaft für Akupunktur www.akupunktur.at

Aromaöle / Ätherische Öle / Duftöle
Aromaöle werden mit diversen Verfahren aus den duftenden Bestandteilen von Früchten, Kräutern, Blumen, Bäumen, Gewürzpflanzen gewonnen. Sie werden mittels Duftlampen zum Inhalieren verwendet, aber u.a. auch für Massagen und Bäder eingesetzt. Die Öle sind hoch konzentriert, reizen die Schleimhäute und sollten nur in kleinsten Mengen angewendet werden.

Für Allergiker und Asthmatiker ist der Umgang mit aromatischen Ölen oft problematisch. Allergische Reaktionen und Asthmaanfälle können durch die Inhaltsstoffe ausgelöst werden. In einigen Ratgeber-Büchern über Duftöle wird bei einzelnen Ölen speziell darauf hingewiesen. Manchmal werden jedoch bestimmte Düfte für Asthmatiker sogar empfohlen, während in anderen Büchern vor genau diesen Düften bei der Anwendung bei Asthma gewarnt wird (z.B. Eukalyptusöl).

Warnungen für Asthmatiker/Allergiker wurden gefunden u.a. für die Anwendung von Citrusölen, für Salbei-, Thymian- und Rosmarinöl, Teebaumöl, Zimt- und Nelkenöl, bei Asthma speziell auch für Pfefferminz- und Eukalyptusöl.
Literaturhinweis:
Ingeborg Stadelmann: Bewährte Aromamischungen, 3. Auflage 2003.


Bach-Blüten
Das System der 38 Blüten
, das auf den englischen Arzt Dr. Edward Bach zurückgeht, versteht sich als "feinstoffliche Methode zur Selbstharmonisierung der menschlichen Persönlichkeit".
Im Standardwerk "Bach-Blütentherapie" (Hugendubel Verlag 1981) von Mechthild Scheffer heißt es weiters: "Zielsetzung ist die seelische Reinigung, Selbsterkenntnis, harmonische Entfaltung, damit eine größere Stabilität der Persönlichkeit. Daraus folgt dann indirekt auch eine höhere Resistenz gegenüber seelischen und gegebenenfalls psychosomatischen Störungen. Es wäre deshalb falsch, die Wirkung der 38 Bach-Blüten in direktem Zusammenhang mit körperlichen Krankheitssymptomen zu betrachten und zu bringen."

In "Das neue Bach-Blüten-Buch" (Bauer Verlag 1992) von Götz Blome wird empfohlen:

Bei Asthma:
Rescue Remedy
, von dem im akuten Anfall alle paar Minuten einige Tropfen genommen werden sollten, um Panik zu bekämpfen.
Rescue ist das Notfallmittel der Bach-Blüten-Therapie, das in einer Standardkombination von fünf Blüten am Markt ist:
Star of Bethlehem, Rock Rose, Impatiens, Cherry Plum und Clematis.
Anmerkung, nur teilweise aus der Literatur: Die meisten Menschen, die über Erfahrungen mit den Bach-Blüten berichten, konnten nach der Einnahme von Rescue-Tropfen eine Beruhigung feststellen. Wird Rescue über einen längeren Zeitraum eingenommen, wurden aber auch Antriebslosigkeit und vorübergehende Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis als mögliche Nebenwirkungen beobachtet.

Bei Allergien:
Beech (gegen Unverträglichkeiten), Crab Apple (Reinigungsblüte), Holly (bei schweren Niesanfällen).
Bei allergischen Schockreaktionen die Kombination von Beech und Holly.


Biofeedback
Die Kombination von Herzfrequenz-Variabilitäts-Biofeedback und Atemtraining ist eine höchst effektive Therapieform bei Asthma. Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Paul Lehrer, Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Biofeedback.

Bei einer Biofeedback-Sitzung werden Körperfunktionen, wie etwa Herzfrequenz, Muskelspannung oder Durchblutung, gemessen und dem Klienten zurückgemeldet. Er lernt dadurch sehr rasch, diese Funktionen zu beeinflussen und "behandelt" seine Störung selbst. Biofeedback ist u.a. bereits erprobt bei Kopf- und Rückenschmerzen, bei Hypertonie (zu hohem Blutdruck), zur Verbesserung der Stressverarbeitung etc. Biofeedback ist wissenschaftlich überprüft und anerkannt.
http://www.austria-biofeedback.at


Bioresonanztherapie
Die Bioresonanztherapie wird der Komplementär- oder Alternativmedizin zugeordnet und ist umstritten. Besonders verbreitet ist die Bioresonanztherapie in der Behandlung von Allergien und chronischen Schmerzen. Andere Bezeichnungen für die Bioresonanztherapie sind Mora-Therapie, Biophysikalische Informationstherapie oder Mutiresonanztherapie.

Der deutsche Arzt Franz Morell und sein Schwiegersohn Erich Rasche brachten 1977 erstmals ihr "MORA"-Gerät zur Bioresonanztherapie auf den Markt. Ihre Grundidee war, dass viele Krankheiten durch Störungen körpereigener elektromagnetischer Schwingungen verursacht werden.
Ihre Geräte seien in der Lage, diese krankmachenden Schwingungen zu registrieren und in gesunde Schwingungen umzuwandeln. Die umgewandelten Schwingungen würden den Patienten zurückgegeben und sollen so eine Heilung bewirken.

Während der Sitzung bekommt der Patient zwei Elektroden in die Hand, die mit dem Bioresonanz-Gerät verbunden sind. Über die eine Elektrode sollen die körpereigenen Schwingungen zum Gerät geleitet werden. Nach der Umwandlung leitet das Gerät die Schwingungen über die Elektrode der anderen Hand zurück in den Körper.
In einer Variante des Verfahrens sollen Schwingungen von Edelsteinen, Farben, Metallen oder Spurenelementen über die Elektrode in den Körper geleitet werden.

Viele Schulmediziner halten die Bioresonanztherapie für wirkungslos, andere bieten sie in ihrer Praxis an. Ebenso berichten manche Patienten von Erfolgen, die sie auf diese Methode zurückführen, andere konnten keine Wirkung festellen.

 

Chinesische Ernährungslehre / Fünf-Elemente-Ernährung
Im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat sich auch eine Ernährungslehre entwickelt, die jedes Nahrungsmittel in den Kreislauf der fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) einbindet. Entsprechend wird jedem Nahrungsmittel ein Bezug zu einem oder mehreren Organen zugeschrieben (Blase, Dickdarm, Dünndarm, Gallenblase, Herz, Leber, Lunge, Magen, Milz/Pankreas, Nieren), weiters eine Wirkrichtung (steigend, fallend, schwebend, hebend), ein Geschmack (süß, salzig, scharf, bitter, sauer) und ein Temperament/Temperatur (kalt, kühl, neutral, warm, heiß).

Aus dem Zusammenspiel dieser Komponenten werden die Wirkungen von Nahrungsmitteln abgeleitet und auch Kräutermischungen (aus in Europa meist kaum bekannten Kräutern) zusammengestellt, die Krankheiten energetisch entgegenwirken sollen.

Zu Nahrungsmitteln, die bei Asthma günstig sein sollen, zählen Walnüsse, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer, Senfkörner, Kürbisse, Aprikosen.
Quelle: Christoph Kunkel: Chinesische Fünf-Elemente-Ernährung, Falken Verlag 1997

Homöopathie
In der Homöopathie geht man davon aus, dass Gleiches durch Gleiches geheilt werden kann. Naturstoffe, die beim gesunden Menschen ohne Verdünnung bestimmte Symptome auslösen, können genau diese Symptome beim Kranken zum Verschwinden bringen, sind Homöopathen überzeugt.

Homöopathische Arzneien werden hergestellt, indem Kräuter, Pflanzen und andere Naturprodukte potenziert, d.h. mit Wasser „verschüttelt“ werden. Dieser Prozess wird je nach gewünschter Potenz des Präparats mehrmals wiederholt. Je höher die Potenz, desto geringer ist der real messbare Wirkstoffanteil im Produkt. Umso größer sei jedoch die angenommene Wirkung.

Die Wirksamkeit der Homöopathie wird von Schulmedizinern oft bezweifelt. Als Homöopathen tätige Ärzte vertreten die Ansicht, dass homöopathische Mittel erfolgreich u.a. bei Asthma und Allergien eingesetzt werden können.

Die folgenden Beispiele bzgl. Asthma wurden dem Buch "Homöopathie heute" (Rowohlt Taschenbuch Verlag 1990) von Mathias Dorcsi entnommen, wobei auch die Leitsymptome/Situationen angeführt sind:

Bei Asthma:
Aconitum D 30 3x5 Kügelchen - Angst, Trockenheit
Belladonna D 30 3x5 Kügelchen - Benommen, schweißbedeckt
Ambra D 3 3x5 Kügelchen - Nervös
Lobelia D 4 alle 10 Minuten 5 Tropfen bei nächtlicher Atemnot
Spongia D 3 5 Kügelchen - Beim Niederlegen
Aralia racemosa D 4 3x5 Tropfen - Allergischer Kitzelhusten
Natrium sulfuricum D 12 3x5 Tropfen - Feuchtes Klima
u.v.a.

Bei Allergien:
In mehreren Büchern wird vor allem auf Allium cepa (Zwiebel) bei akutem allergischem Schnupfen hingewiesen. Weiters werden Euphrasia, Apis und Histaminum immer wieder genannt.

www.homoeopathie.at

Kinesiologie
Lehre von der Bewegung. Seit den 1960er Jahren entstanden mehrere Schulen, die durch Bewegungsübungen, Berührungen und "Balancen" dem Körper zu mehr Ausgeglichenheit und Harmonie verhelfen wollen und ihre Angebote speziell auch für Allergiker empfehlen. Unerwünschte Wirkungen durch die Übungen sind nicht auszuschließen.

Die folgenden Beispiele sind dem Buch "Gesundheit in unseren Händen. Mudras - die Kommunikation mit unserer Lebenskraft durch Anregung der Finger-Reflexzonen" (Knaur Taschenbuch 1991) von Kim da Silva entnommen:
Bei Asthma:
Rechten und linken Mittelfingernagel aneinanderlegen. 4 Minuten, 3xtäglich, 3 Minuten Mindestabstand. Im Krankheitsfall:18 Minuten, 5xtäglich, 7 Minuten Mindestabstand
Bei Allergien:
Zeigefinger in die Daumengrube, Fingerkuppen von Daumen und Mittelfinger aneinander legen. 7 Minuten, 4xtäglich, 15 Minuten Mindestabstand. Im Krankheitsfall: 17 Minuten, 8xtäglich, 16 Minuten Mindestabstand, mit beiden Händen

Kräuter
Mit Kräutern Asthma lindern zu wollen, hat eine lange Tradition. Seit der Zusammenhang von Asthma und Allergien bekannt ist, ist klar, dass dabei besondere Vorsicht geboten ist, vor allem wenn Kräuter - zumeist als Tee - ausprobiert werden.
In "Das große Handbuch der Heilkräuter" (Nikol-Verlag Sonderausgabe 1997, Originalausgabe 1959) von Richard Willfort wird empfohlen:
Bei Asthma:
Benediktenwurzel, Fenchel, Flachs, Gundelrebe, Holunder, Kren, Kraut-Weißkohl, Rossfenchel, Spitzwegerich, Thymian, Wacholder, Honig u.a.

Lithotherapie
Die Therapie mit Steinen ist umstritten, wird alternativ aber vor allem von an Esoterik Interessierten immer wieder angewendet. Dabei werden dem Auflegen sogenannter Heilsteine auf Energiezentren ("Chakren") des Körpers Wirkungen zugeschrieben. Dies gilt auch für das Tragen von Schmuck mit diesen Steinen.
Die Empfehlungen, welche Steine bei Asthma und Allergien günstig sind, variieren in der einschlägigen Literatur.
Empfehlungen einer "kleinen Edelsteinkunde" im Internet:
Asthma: Aventurin-Feldspat (Sonnenstein), Bernstein, Rutilquarz, Tigerauge
Allergie: Aquamarin, Aventurin, Bernstein, Hyazinth
Atemwege: Aquamarin, Bernstein, Gagat, Hyazinth
www.udiljak.de
Empfehlungen aus der Literatur:
Asthma: Apophyllit, Aquamarin, Falkenauge, Malachit, Rhodonit, Tigerauge, Zirkon
Allergien: Aquamarin(wasser), Aventurin, Bernstein, Dioptas, Perlen, Rhodonit
Quelle: Gaby Freiburg: Die heilende Kraft der Edelsteine. Gondrom Verlag 2001

 

NLP Neurolinguistisches Programmieren
Neuro - neuron (griechisch) = Nerv
Linguistisch - lingua (lateinisch) = Sprache
Programmieren - Prozess der Organisation von Systemkomponenten

Das Neurolinguistische Programmieren wurde in den Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Kalifornien von John Grinder (Linguistik-Professor) und Richard Bandler (Informatik-Student und Gestalttherapeut) begründet. Sie wollten die Hintergründe erfolgreicher Kommunikation erforschen, herausfinden, was erfolgreiche Therapeuten erfolgreich macht. Dazu nutzten sie die Methode des Master Modeling. Sie beobachteten u.a. Viriginia Satir (Systemische Familientherapie), Frederick Perls (Gestaltherapie) und Milton H. Erickson (Hypnotherapie) bei der therapeutischen Arbeit und analysierten die Video- und Tonbandmitschnitte bis ins kleinste Detail. Dabei konnten sie gemeinsame sprachliche Muster herausfiltern und formalisieren.
In der Folge entstand ein psychologischer Werkzeugkoffer therapeutisch nützlicher Verhaltensweisen, der sich als sehr effizient erwies und schnelle Verbreitung fand.
Techniken des NLP können in allen Bereichen angewendet werden, in denen Kommunikation stattfindet. Eine Vielzahl effizienter Techniken kann man sich freilich nur in aufwendiger Kleinarbeit und mit langfristigem Verhaltenstraining aneignen.
Einige Grundannahmen des NLP:
Die Landkarte ist nicht das Gebiet (jeder Mensch hat seine innere Landkarte von der Welt als Modell im Gehirn, das optimiert werden kann)
Geist und Körper beeinflussen sich gegenseitig
Wahlfreiheit ist besser als keine Wahlfreiheit (Ziel ist es, möglichst viele Verhaltensweisen zu erwerben. Wer am flexibelsten ist, erreicht am meisten)
Wir können nicht nicht kommunizieren
Alle benötigten Ressourcen sind vorhanden (die vorhandenen Ressourcen könen neu organisiert werden, so dass sie zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Zusammenhang verfügbar werden)
Hinter jedem Verhalten gibt es eine positive Absicht
Jede Reaktion ist ein wertvolles Feddback
Jedes Verhalten ist eine Ressource
Veränderung ist nur gut, wenn sie ökologisch ist

Von den Mit-Begründern des NLP hat sich Robert Dilts auf die Entwicklung von Techniken zur Therapie von Krankheiten spezialisiert, wobei er sich vor allem auch mit Allergien ausführlich beschäftigt hat. Aus dem von Dilts entwickelten "Drei Anker Allergie-Prozess" haben seine Mitarbeiter Tim Hallbom und Susi Smith den "Schnellen Allergie-Prozess" herauskristallisiert.
Die folgende Zusammenfassung wird zitiert aus:
Robert B. Dilts: Identität, Glaubenssätze und Gesundheit. Höhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit. 2. Auflage, Junfermann Verlag 1993, S 205 f.:
Schneller Allergie-Prozess:
1. Kalibrieren Sie sich. Fragen Sie (den/die Klienten/in):"Wie ist es für Sie, in der Gegenwart des Allergens zu sein?"...
2. Erklären Sie den Fehler des Immunsystems. Erklären Sie, dass sein/ihr Immunsystem einen Fehler gemacht hat, indem es davon ausging, daß etwas gefährlich sei, was es in Wirklichkeit nicht ist. Es kann ziemlich schnell umtrainiert werden und umlernen.
3. Testen Sie die Ökologie/den sekundären Gewinn. Wie würde sein/ihr Leben ohne Allergie sein? Gibt es irgendwelche positiven oder negativen Konsequenzen?...
4. Finden Sie eine geeignete Gegenbeispiel-Ressource. Finden Sie ein Gegenbeispiel, das dem Allergen so ähnlich wie möglich ist; eines, auf das das Immunsystem angemessen reagiert (bei Kuhmilchallergie also z.B. Soyamilch oder Kokossaft). Ankern Sie die Reaktion und halten Sie den Anker während des ganzen Prozesses. Stellen Sie sicher, dass die Person assoziiert ist, wenn Sie den Anker setzen.
5 . Lassen Sie die Person dissoziieren.
Eine imaginierte Plexiglasscheibe von Wand zu Wand ist ein einfacher Weg, Dissoziation aufzubauen. Während Sie den Anker halten, veranlassen Sie die Person, sich selbst auf der anderen Seite des Plexiglases zu sehen, wie sie die Ressource hat....
6. Nach und nach führen Sie das Allergen ein. Während die Person sich selbst dort drüben hinter dem Schirm aus Plexiglas beobachtet, lassen Sie sie langsam das Allergen in die Situation einbringen, die Sache, die früher das Problem machte. Warten Sie an diesem Punkt, bis sie eine physiologische Veränderung sehen, in dem Sinn, als würde das Immunsysten sagen, daß es kapiert hat.
7. Reassoziieren Sie. Bringen Sie die Person in ihren eigenen Körper zurück und veranlassen Sie sie, sich vorzustellen, dass sie in der Gegenwart des Allergens ist, während sie weiterhin den Ressource-Anker halten.
8. Futur Pace. Veranlassen Sie die Person, sich einen Zeitpunkt in ihrer Zukunft vorzustellen, an dem sie in der Gegenwart des Stoffes ist, der früher eine allergische Reaktion auslöste.
9. Testen Sie. Wenn Sie in der Situation vorsichtig einen realen Test machen können, tun sie das. ...

Erklärung der verwendeten NLP-Fachausdrücke:
Anker: auslösende Reize für bestimmte innere Reaktionen. Anker können im NLP gezielt installiert und bei Bedarf aktiviert werden. Ein Anker ist ein äußerer Reiz, der im Gehirn eines Menschen eine bestimmte Erinnerung aktiviert (z.B. der Knoten im Taschentuch, der an etwas erinnern soll).
dissoziiert: Wahrnehmungsmodus, der innere Distanz erzeugt und das Erleben relativiert
Future Pace: Gezieltes Gestalten der Zukunft, indem Ideen, Ziele oder Pläne konkret benannt und zur Transfersicherung neurologisch verankert werden
kalibrieren: Die Wahrnehmung auf bestimmte Aspekte der Realität einstellen, um sie konzentriert zu beobachten und später wiederzuerkennen
Ökologie: Im NLP Bezeichnung für das gesunde Gleichgewicht des Menschen als psycho-physiologisches System und als interagierendes Element von sozialen Systemen
Ressourcen: Das vorhandene Potential für die persönliche Lebensgestaltung; viele Fähigkeiten schlummern im Unbewußten und können gezielt organisiert werden


OPC Oligomere ProCyanidine

OPC, ein Naturstoff, der u.a. in den Kernen von Weintrauben enthalten ist, gilt als mächtiges Antioxidans, mit dem die sogenannten Freien Radikalen im Körper bekämpft werden können. OPC gehört zu den Flavonolen. Diese werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt, die von den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen schädliche äußere, umweltbedingte Belastungen eingesetzt werden. OPC ist hochkonzentriert in verschiedenen Pflanzenteilen vorhanden. Eine sehr hohe Konzentration befindet sich in Weintraubenkernen.

OPC wird als Anti-Aging-Produkt und Nahrungsergänzungsmittel angeboten, wobei es starke Konkurrenzkämpfe um diesen lukrativen Markt gibt.

Die Wirkungen des OPC, die Rotwein gesund für die Gefäße machen sollen, wurden von Prof. Dr. Masquelier in Frankreich entdeckt. Sein Name schmückt die OPC-Packungen, die als Original OPC Anthogenol, 25% isoliert aus Pinus Maritima/Strandkiefer und 75 % isoliert aus Vitis Vinifera/Weinrebe, in Apotheken und Fachdrogerien relativ teuer verkauft werden. Wie es auf der Packung heißt, kann dieses OPC die Struktur und Funktion von Venen, Haut und Augen optimal unterstützen und die Durchblutung, Sehkraft und Mobilität fördern.

Sehr gerühmt wird das Masquelier-OPC in einem Buch von Anne Simons/Alexander Rucker: Gesund länger leben durch OPC, 1999, 6. Auflage 2004. Einige Beispiele darin legen nahe, dass OPC auch hilfreich bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Allergien bis hin zu Asthma sein könnte.

OPC aus Traubenkernen wird als Nahrungsergänzungsmittel von diversen Herstellern auch zu günstigeren Preisen angeboten. Auch in zahlreichen Kosmetika ist OPC inzwischen zu finden.


Rotbusch / Rooibos
Die Rooibos Sträucher (Rotbusch) wachsen in Südafrika, wo Rooibos-Tee zu den traditionellen Getränken der einheimischen Bevölkerung zählt. Der Tee, der seit einiger Zeit auch in Europa erhältlich ist, enthält kein Koffein, dafür aber Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium, Fluor und Kupfer. Aspalathin und Nothofagin sollen antiallergisch wirken.

 

Salzkristalllampe
Salzkristalle als Lampen sind ein Modetrend aus dem Grenzbereich zur Esoterik. Sie werden mitunter als günstig bei Asthma beworben, da sie Luft und Raumklima verbessern sollen. Durch das meist angenehm empfundene orange Licht wird ihnen auch eine positive Wirkung auf die Psyche zugeschrieben. .


Schüßler-Salze

Die (Selbst)Therapie mit Mineralsalzen geht auf den deutschen Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 - 1898) zurück. Demnach soll Fehlendes aufgefüllt werden, mit positiven Auswirkungen auf Körper und Psyche. Basis sind die folgenden 12 Salze:
Nr. 1 Calcium fluoratum D12 - "Macht Weiches hart und Hartes weich"
Nr. 2 Calcium phosphoricum D 6 - Aufbau-, Kräftigungs- und Nervenmittel
Nr. 3 Ferrum phosporicum D12 - Erste-Hilfe-Mittel bei Schmerz und Wunden
Nr. 4 Kalium chloratum D6 - Zur Ausleitung von Giften
Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 - Nervenmittel, anregend
Nr. 6 Kalum sulfuricum D6 - Zur Förderung des Stoffwechsels, bei chronischen Entzündungen
Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 - Zur Beruhigung und bei Krämpfenl
Nr. 8 Natrium chloratum D6 - Zur Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes
Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 - Bei Übersäuerung
Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 - Zur Entschlackung
Nr. 11 Silicea D12 - Zur Stärkung von Bindegewebe und Nerven
Nr. 12 Calcium sulfuricum D6 - Zur Reinigung, Katalysator

Die Salze sind vor allem in Form von Pastillen und Salben erhältlich. In einigen österreichischen Apotheken werden umfangreiche kostenlose Beratungsgespräche angeboten, wobei die Antlitzdiagnostik nach Dr. Kurt Hickethier zur Ermittlung der benötigten Salze eingesetzt wird. (Verzeichnis der Apotheken siehe www.schuessler-mineralstoffe.at)

Es gibt zahlreiche Bücher über die Schüssler-Salze, in denen jedes einzelne Salz ausführlich beschrieben ist. Dosisempfehlungen sowie die Empfehlungen der Mischungen bei diversen Beschwerden variieren. Mitunter werden von einem Mittel 10-30 Pastillen pro Tag empfohlen, wobei diese langsam gelutscht werden sollen.

Empfehlung aus "Lebensquell Schüßlersalze - Die 12 bewährten Selbstheilungsmittel" (Taschenbuch Goldmann Verlag 2003) von Monika Helmke Hausen:
Bei Asthma: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 6, Nr. 10
Bei Allergien: Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 7, Nr. 8, Nr. 10

Empfehlung aus "Gesund durch Schüßler-Salze" (Knaur Taschenbuch 2000) von Vistara Heike Haiduk:
Bei Asthma: Nr. 5; bei akuten Anfällen: Nr. 4; bei akuten Anfällen und Nervosität: Nr. 2 und Nr. 7; nach nächtlichen Anfällen: Nr. 6 im Wechsel mit Nr. 5 und Nr. 7
Bei Allergien: Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4, Nr. 6, Nr. 8, Nr. 10

Empfehlung aus "Schüßler-Salze kurz & bündig" (Haug Verlag 2001) von Thomas Feichtinger und Susanna Niedan:
Bei Asthma: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 6, Nr. 7, Nr. 8
Bei Allergien: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 6, Nr. 8, Nr. 10 (plus Ergänzungsmittel Nr. 24 Arsenum jodatum)
www.schuessler-mineralstoffe.at

 

Schwarzkümmel / Nigella sativa
Schwarzkümmelöl wird aus den Samen der u.a. in Ägypten angebauten Schwarzkümmelpflanze gewonnen. Zu den zahlreichen Inhaltsstoffen gehören Linolsäure, Saponine und Nigellon. In der Literatur über Schwarzkümmelöl wird über positive Wirkungen des Öls u.a. im Zusammenhang mit Asthma und Allergien berichtet

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Einer Erklärung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zufolge ist bei Asthma das Zusammenspiel von Lunge, Niere und Abwehr-Qi gestört, mit Ansammlung von Wind in der Lunge. Der Lunge wird als Emotion Trauer zugeordnet, der Niere Angst.
Zur Therapie setzt die TCM vor allem Akupunktur und Kräutermischungen ein.
www.drplatsch.de/VortragPsychosomatikAsthma.html

 

 

Liste der Bücher, aus denen zitiert wurde:

Blome, Götz: Das neue Bach-Blüten-Buch, Bauer Verlag 1992

Da Silva, Kim: Gesundheit in unseren Händen. Mudras - die Kommunikation mit unserer Lebenskraft durch Anregung der Finger-Reflexzonen, Knaur Taschenbuch 1991

Dilts, Robert B.: Identität, Glaubenssätze und Gesundheit. Höhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit. 2. Auflage, Junfermann Verlag 1993

Dorcsi, Mathias: Homöopathie heute, Rowohlt Taschenbuch Verlag 1990

Feichtinger, Thomas / Niedan, Susanna: Schüßler-Salze kurz & bündig, Haug Verlag 2001

Freiburg, Gaby: Die heilende Kraft der Edelsteine, Gondrom Verlag 2001

Gach, Michael Reed: Heilende Punkte, Knaur Taschenbuch 1992

Haiduk, Vistara Heike: Gesund durch Schüßler-Salze, Knaur Taschenbuch 2000

Hausen, Monika Helmke: Lebensquell Schüßlersalze - Die 12 bewährten Selbstheilungsmittel, Taschenbuch Goldmann Verlag 2003

Kunkel, Christoph: Chinesische Fünf-Elemente-Ernährung, Falken Verlag 1997

Scheffer, Mechthild: Bach-Blütentherapie, Hugendubel Verlag 1981

Simons, Anne / Rucker, Alexander: Gesund länger leben durch OPC, 1999, 6. Auflage 2004

Stadelmann, Ingeborg: Bewährte Aromamischungen, 3. Auflage 2003

Willfort, Richard: Das große Handbuch der Heilkräuter, Nikol-Verlag Sonderausgabe 1997, Originalausgabe 1959