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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 11.07.2005   

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30. April 2004

Frühkindliche Infektionen schützen nicht vor Ekzemen
Haustiere, Geschwister und Tagesstätten verhindern Allergien

Kopenhagen (pte, 30. April 2004 09:15) - Die Ansteckung mit Infektionskrankheiten als Kleinkind schützt nicht vor Ekzemen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Danish Epidemiology Science Centre http://www.epidemiology.dk gekommen. Es wurde davon ausgegangen, dass frühe Erkrankungen allergische Krankheitsbilder wie Ekzeme, Asthma und Heuschnupfen mitverhindern können. Eine Studie mit 24.000 dänischen Familien widerlegte diese Annahme. Bestätigt wurde, dass Haustiere, Geschwister und Tagesstätten tatsächlich das Auftreten von Allergien verringerten. Das Leben auf einem Bauernhof wurde ebenfalls als positiver Faktor bestätigt. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal http://bmj.bmjjournals.com veröffentlicht.

Die Wissenschaftler interviewten laut BBC Frauen vor und nach der Geburt ihrer Kinder. Von den teilnehmenden 24.000 Kindern waren 13.000 bereits zumindest an einer klinisch signifikanten Infektionskrankheit wie einer Erkältung oder einem Durchfall erkrankt. Bis zum Alter von 18 Monaten erkrankten unter zehn Prozent an einem Ekzem. Das Team um Christine Stabell Benn kam zu dem Schluss, dass Infektionskrankheiten in den ersten sechs Lebensmonaten mit einem erhöhten Risiko einer atopischen Dermatitis in Zusammenhang stehen. Das Gegenteil gelte jedoch für mehrere Umweltfaktoren, die auf mikrobische Einwirkungen zurückzuführen sind.

Aussender: pressetext.austria

 

29. April 2004

Weltasthmatag 2004

Von Waltraud Jakob

www.asthma-info.at gibt es nun seit einem Jahr. Ein Jahr des Sammelns und Verbreitens von Informationen rund um Asthma und Allergien.

www.asthma-info.at ist ein Projekt, das offenkundig macht, wie wichtig die weltweite Vernetzung durch das Internet ist. Was früher mühsam in Bibliotheken erhoben werden musste und einem Fachpublikum vorbehalten blieb, ist nun von beinahe jedem Interessierten jederzeit rasch abrufbar. Der findige User weiß im Netz auch die Daten aufzuspüren, die nationale Gesetze dem Durchschnittsbürger vorenthalten, etwa Informationen und Kommentare über rezeptpflichtige Medikamente.

Das globale Informationsdefizit ist trotzdem geblieben. Der große GINA-Report „Global Burden of Asthma“, in dem Daten über Asthma in aller Welt zusammengetragen sind, verdeutlicht zum Weltasthmatag am 4. Mai 2004, dass Asthma weltweit noch längst nicht zufriedenstellend behandelt wird, dass immer noch viele Menschen an Asthma sterben.

Auch in Ländern wie Österreich, wo hochwirksame Asthma-Medikamente der breiten Bevölkerung zur Verfügung stehen, bleibt Asthma oft unerkannt und unbehandelt - und wird dadurch zur lebensbedrohenden Gefahr.

Ob es sie immer noch gibt, die Homöopathin, die ein paar Kügelchen verabreichte, als ein modernes Asthma-Medikament blitzschnell hätte helfen können? Den Apotheker, der zum simpelsten Säftchen griff, anstatt den hilflos Hustenden auf die Möglichkeit von Asthma hinzuweisen? Den Coach, der sich über Niesanfälle belustigte und beschwerte? Es gab sie in Wien zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Und ich fürchte, solches gibt es immer noch.

Helfen kann in derartigen Fällen vor allem fundierte, wiederholte, verständliche, niederschwellige Information. Aus möglichst vielen sachkundigen Quellen. So aufbereitet, dass jede Frau und jeder Mann, auch ohne viel Interneterfahrung und ohne Englischkenntnisse, die gewünschte Auskunft finden kann.

Informationsvermittler und Meinungsbildner, die sich den Zugang zu den Quellen der Informationen zu verschaffen wissen, sollten Abschied nehmen können von überholten Vorstellungen von Exklusivnachrichten, Zugangsbeschränkungen und herrschaftlichen Informationsmonopolen. Wichtig ist nicht, dass einer oder eine Berufsgruppe die Informationen allein hat, sondern dass möglichst viele möglichst viel wissen dürfen, können und wollen.

Der Weltasthmatag ist ein Anlass, auf die weltweiten Probleme mit Asthma und Allergien hinzuweisen. Noch ist der Tag im Bewusstsein der Bevölkerung in Österreich kaum präsent. Noch ist Asthma in Österreich nicht das größte und nicht das wichtigste Gesundheitsproblem. Noch kann verharmlost werden, weil man bei adäquater Therapie die Krankheit medikamentös im Griff hat oder zumindest haben könnte. Doch 300 Millionen Menschen leiden weltweit bereits an Asthma und ihre Zahl steigt sprunghaft.

Für www.asthma-info.at gibt es noch viel zu tun. Mögen viele weitere Sites, Zeitschriften, Aussendungen und Artikel auch in Österreich im Sinne der Informationsvielfalt wirken.

 

29. April 2004

Weltasthmatag 4. Mai 2004
300 Millionen Menschen leiden an Asthma, viele werden nicht ausreichend behandelt - GINA verbreitet „Global Burden of Asthma Report“

Wien (w.j.) - Der erste Dienstag im Mai ist jedes Jahr Weltasthmatag. Gesponsert von GINA, Global Initiative for Asthma, soll durch Veranstaltungen und Aktionen, die anlässlich dieses Tages – 4. Mai 2004 - abgehalten werden, auf die Bedrohung durch Asthma aufmerksam gemacht werden, was zu einer effektiveren Behandlung führen soll.

Weltweit sind ca. 300 Millionen Menschen an Asthma erkrankt und sehr viele von ihnen werden nicht ausreichend behandelt. Zum Weltasthmatag 2004 verbreitet GINA den vollständigen „Global Burden of Asthma Report“, einen Bericht, der einen weltweiten Überblick über die Belastungen durch Asthma liefert und auf Studienergebnissen aus mehr als 80 Ländern beruht.

Die Ergebnisse des „Global Burden of Asthma Report“ wurden heuer im Februar auf dem Welt-Asthma-Kongress in Bangkok vorgestellt und diskutiert. Demnach leidet heute einer von 20 Menschen auf der Welt an Asthma und es werden immer mehr. Zwar gibt es inzwischen Medikamente, die Asthma so effektiv behandeln können, dass in manchen Ländern die Zahl der Asthma-Toten sehr zurückgegangen ist, etwa in Österreich, wo im Jahr 2001 185 Menschen an Asthma starben (aus: „Chronische Krankheiten in Wien“). Doch weltweit steht effiziente Behandlung vielen Patienten nicht zur Verfügung, oft aus Kostengründen. Auch in Ländern wie Österreich sind viele Fälle von Asthma nicht diagnostiziert oder werden unzureichend therapiert.

Im westlichen Europa leiden durchschnittlich 5,9 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an Asthma. Die Zahl der Asthma-Patienten in Österreich entspricht diesem Durchschnitt. Asthma kommt verstärkt in Großstädten vor. Am wenigsten gefährdet, an Asthma zu erkranken, sind Menschen, die ihre Kindheit auf einem Bauernhof verbracht haben.

Die Zahl der Erkrankungen steigt teilweise drastisch, so etwa in den neuen Bundesländern in Deutschland, wo der vormalige Osten bereits ähnlich viele Asthma-Fälle aufweist wie das frühere Westdeutschland. Die Versorgung mit Medikamenten ist in den einzelnen europäischen Ländern sehr unterschiedlich.

GINA wurde 1989 vom amerikanischen staatlichen National Heart, Lung and Blood Institute (NIH) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert, um die Aufmerksamkeit auf die zunehmende Asthma-Problematik zu lenken. Seit 1993 wurde am „Global Burden of Asthma Report“ gearbeitet, 2003 wurden erste Ergebnisse veröffentlicht. Federführend beim Bericht ist Professor Richard Beasley, Medical Reasearch Institute, Wellington, Neuseeland. Beasley und seine Kollegen nahmen 20 Regionen der Welt bzgl. Asthma unter die Lupe, wobei sie u.a. die Daten der ISAAC-Studie (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) und der ECRHS-Studie (European Community Respiratory Health Survey) einbezogen.

GINA hat auch Richtlinien für die Diagnose und Therapie von Asthma herausgegeben. In Zusammenarbeit mit Asthma-Experten aus aller Welt propagiert GINA jährlich den Weltasthmatag, der von Jahr zu Jahr mehr Beteiligung verzeichnen kann.

Quellen:
www.ginasthma.com Global Initiative for Asthma (GINA)
www.asthma2004.com World Asthma Meeting 2004 in Bangkok
www.ecrhs.org European Community Respiratory Health Survey (ECRHS)
www.wien.gv.at/who/chronkrank/ Chronische Krankheiten in Wien (Stadt Wien, 2004)

29. April 2004

Allergenvermeidung - Fit durch die Birkenpollensaison

Wien - In Österreich gibt es mehrere große Belastungswellen für Pollenallergiker, wobei jetzt im April die meisten Beschwerden durch Birken- und Eschenpollen hervorgerufen werden. Besonders Birkenpollenallergien werden in den letzten Jahren immer häufiger diagnostiziert und führen zu immer schwerwiegenderen Beschwerden. Das Vermeiden des Allergenkontaktes und eine Reduktion der Pollenbelastung ist daher die beste Lösung, um die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend zu verbessern.

Birkenpollen sind als starkes Allergen bekannt. In der Allergieambulanz der HNO-Klinik im Wiener AKH wurde im Beobachtungszeitraum von 20 Jahren (1984-2003) festgestellt, dass immer mehr Patienten mit Inhalationsallergie auch spezifische Antikörper gegen Birkenpollen produzierten. „Der Anteil der Patienten, die auf Birkenpollen positiv reagierten stieg von etwa 35% auf ca. 50% an. Das heißt, Birkenpollenallergien werden immer häufiger und auch schwerwiegender, während Eschenpollenallergien noch vielfach unterdiagnostiziert sind“, so der Botaniker und Pollenexperte Ass. Prof. Dr. Siegfried Jäger.

Kreuzallergien – die unterschätzte Gefahr

Birkenpollen lösen auch starke Kreuzreaktionen mit einer Reihe von anderen Pollen aus, so z.B. mit Erle, Hasel, Hainbuche, Hopfenbuche, Rotbuche, Eiche, Edelkastanie und Platane. Darüber hinaus stellen viele Allergiker fest, dass sie zunehmend auch auf Nahrungsmittel allergisch reagieren. „Bei der so genannten pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie kommt es zu Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln. Birkenpollenallergiker sollten daher – ganz besonders zur Zeit des Birkenpollenfluges – auf Nahrungsmittel wie Apfel, Pfirsich, Kirsche, Kiwi, Maracuja, Nüsse, Mandeln sowie rohe Karotten und Tomaten verzichten“, erklärt Jäger.

Therapie und Allergenvermeidung

„Die optimale Therapie für Atemwegs-Allergiker ist eine Kombination aus Allergenvermeidung, der Behandlung der Symptome mit antiallergischen Medikamenten und anderen Anwendungen und der spezifischen Immuntherapie wie der Hyposensibilisierung. Weitere Arten dieser Allergie-Impfung sind Schluckimpfungen für Kinder oder die Verabreichung der Allergenlösung unter der Zunge“, so Jäger von der Wiener HNO-Klinik. Das komplette Vermeiden des Allergenkontaktes ist zwar nicht immer möglich, aber eine Reduzierung der Pollenbelastung auf das absolute Minimum bringt eine Linderung der Symptome und mehr Lebensfreude für die Betroffenen.

Birken- und Eschenpollen vermeiden:
Pollenwarndienst und IGAV-Ratgeber


Die Blütezeiten sowie die Dauer und Intensität der Birkenpollensaison unterliegt sowohl regionalen als auch witterungsbedingten Schwankungen. Allergiker können sich über den „Pollenkalender 2004“ der Aerobiologie-Gruppe der Wiener HNO-Klinik sowie über den Pollenwarndienst im Internet über die jeweils tagesaktuellen Belastungen in Österreich sowie in Europa informieren.

Wie man sich vor Pollen effektiv schützen kann haben die Allergie-Experten der IGAV (Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung) in einem praktischen Ratgeber zusammengefasst. Der Ratgeber „Allergenvermeidung im Freien“ enthält neben hilfreichen Tipps und Tricks für den Alltag auch den Pollenkalender 2004 sowie Bezugsquellen von Produkten zum Pollenschutz. Der Folder kann im Internet unter www.allergenvermeidung.org oder über die IGAV Telefon-Hotline 01/212 60 60 kostenlos angefordert werden.

Text: Presseinformation der IGAV (Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung in Kooperation mit der
Aerobiologie an der Wiener HNO-Klinik und www.pollenwarndienst.at

 

23. April 2004

Maximale Konzentration an Birkenpollen

Seit zwei Wochen herrscht die Birkenblüte über Wohl und Übel unserer Patienten. Wenn auch gelegentlich durch eine Kaltwetterfront der Höhenflug etwas eingebremst wird, bis zum kommenden Wochenende werden wieder maximale Birkenpollenkonzentrationen intensive therapeutische Maßnahmen erfordern.

Die Eschenpollensaison geht langsam zu Ende, was sonst noch in der Luft ist (Pappel, Weide, Ahorn, Hainbuche, ... ) ist von relativ geringer Bedeutung.

Bedenken Sie bei der Therapieplanung, dass der Einsatz von zwei korrespondierenden Medikamenten viel mehr Wirkung entfaltet als die Dosiserhöhung eines einzelnen Medikamentes (welche im Wesentlichen ein Mehr an Nebenwirkungen zur Folge hätte).

Text: Aussendung des Allergie-Ambulatoriums Wien-West vom 23. April 2004

 

23. April 2004

Bewusst atmen - von Anfang an
Aufklärungskampagne über Asthma in Wiener Kindergärten:
"AIRleben - Initiative für das hustende Kind"

Wien (w.j.) - Am 4. Mai 2004 ist Weltasthmatag - www.ginasthma.com. Eine Aufklärungskampagne über Asthma bei Kleinkindern, "AIRleben - Initiative für das hustende Kind", wurde am 23. April 2004 im Wiener Rathaus anläßlich der Veranstaltung Welt-Allergie- und Asthmatag der Österreichischen Lungenunion gestartet.

Im Bild von links: Alfons Haider, die beiden Veras, Bundesministerin Rauch-Kallat mit KindergartenkindernUnterstützt von Prominenten - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, Moderatorin Vera Russwurm, Schauspieler Alfons Haider (der sich als Asthma-Patient outete), Starmaniac Vera - erfolgte der Auftakt der Initiative in eher unterhaltsamer Form.

Der ernste Hintergrund: In den kommenden Monaten sollen möglichst viele Eltern, Kindergärtnerinnen und Kinder möglichst viel über das Atmen, über Husten und schließlich auch über Asthma erfahren.

"Bewußt atmen, von Anfang an" heißt die Aufklärungskampagne, die in den Wiener Kindergärten für die Thematik sensibilisieren soll. Richtig atmen könnte man somit schon bald im Kindergarten lernen.

Für einige Kindergärten steht auch ein Ausflug in die Wiener Staatsoper auf dem Programm. Atemübungen mit Sängern und Gesangslehrern inklusive. Bewusste Atmung soll anhand des Beispieles großer Vorbilder an der Oper gelernt werden.
Ein Kasperltheater zum Thema Oper/Gesang sowie das Vorlesebuch "Singuline Superstar" sollen dazu beitragen, die Thematik in den Kindergartenalltag zu integrieren. Eine Informationsbroschüre für Eltern und ein Handbuch für KindergartenpädagogInnen wird an beteiligte Kindergärten geliefert. In den Kindergärten sind auch Informationsabende für Eltern geplant.

"AIRleben"-Schirmherrin ist Vera Russwurm: "Weil ich selber Mutter von drei Kindern bin, ist mir dieses Thema ein besonderes Anliegen. Nehmen Sie den unangenehmen Dauer-Husten Ihres Kindes nicht auf die leichte Schulter. Gehen Sie zur Sicherheit zum Arzt, um auszuschließen, dass sich dahinter Schlimmes verbirgt."

Mehr als die Hälfte aller Asthmaerkrankungen beginnt schon im Kindergartenalter. Es wird geschätzt, dass in Österreich 42.000 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren an Asthma erkrankt sind. Nur bei jedem zweiten Kleinkind wird die Diagnose richtig gestellt.

Univ.Prof. Dr. Manfred Götz, Kinder- und Jugendabteilung am Wiener Wilhelminenspital, erklärt: "Weil bei Kleinkindern ein Lungenfunktionstest nicht durchgeführt werden kann, ist Asthma so schwer diagnostizierbar. Bei Kleinkindern sollten Eltern deshalb besonders wachsam sein. Ein immer wiederkehrender Husten kann auf eine mögliche Asthma-Erkrankung hindeuten. Die richtige Therapie kann und muss schon im Kindergartenalter anfangen." Inzwischen gibt es sehr wirksame Medikamente, mit und ohne Kortison, die leicht einzunehmen sind.

Univ. Prof. Dr. Thomas Frischer, AKH-Kinderklinik Wien, nennt folgende Faktoren auf die Frage: "Wann ist Husten Asthma?":
• Husten nach körperlichen Belastungen
• wochenlang andauernder Husten
• Husten ohne gleichzeitige Infekte
• Husten nach Kontakt mit Tieren, Pollen und anderen Allergenen
• Husten zusätzlich zu einer allergischen Erkrankungen

22. April 2004

AIRleben – Initiative für das hustende Kind
Gratis-Infos im Wiener Rathaus zum Welt-Allergie- und Asthma-Tag

Wien - Informationen rund um das Thema "Gesunde Lunge" werden am 23. April, dem Welt-Allergie- und Asthma-Tag, im Wiener Rathaus geboten (international findet der Weltasthmatag am 4. Mai statt). Die Österreichische Lungenunion lädt ein, sich wertvolle Tipps zur Prävention und Therapie von Lungenerkrankungen und Neurodermitis zu holen. An mehreren Stationen können die Besucher Gratis-Gesundheits-Checks durchführen lassen. Zahlreiche Kurzvorträge von Fachärzten sowie die Vorstellung des Projektes "AIRleben - Initiative für das hustende Kind" bilden den fachlichen Rahmen der Veranstaltung. Als Moderatorin wird Vera Russwurm durch das Programm führen.

AIRleben – Initiative für das hustende Kind

Die ÖLU nutzt den Aktionstag gleichzeitig zur öffentlichen Präsentation einer neu ins Leben gerufenen Informationskampagne. Unter der Patronanz von VeraRusswurm – selbst Ärztin und Mutter – wird der Kick-off zur Initiative "AIRleben" gegeben. Ziel dieser "Initiative für das hustende Kind" ist, den Wissensstand zum Thema "Kindliches Asthma" bei Eltern und Pädagogen zu erhöhen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Die Aktion wird in Zusammenarbeit mit den MA 11 A und 15 von April bis November 2004 in Wiener Gemeinde- und Privatkindergärten durchgeführt.

Es ist viel los am 23. April im Wiener Rathaus

Der Aktionstag wird von der Österreichischen Lungenunion (ÖLU) organisiert und findet am 23. April zwischen 9 und 17 Uhr im Wappensaal des Wiener Rathauses statt. Der Eintritt ist frei.In Österreich leiden inzwischen ca. 30 Prozent der Bevölkerung an Erkrankungen der Atemwege. Die österreichische Lungenunion, eine bundesweit aktive Selbsthilfegruppe, nimmt auch heuer wieder den Welt-Allergie- und Asthma-Tag zum Anlass, ihrem Ziel – der umfassenden Information der breiten Bevölkerung über die Gefahren von Lungenerkrankungen – mit der Abhaltung eines Aktionstages ein Stückchen näher zu kommen.

Gratis Gesundheits-Checks vom Allergietest bis zum Lungenfunktionstest, Beratungen für Allergiker, Asthmapatienten und Neurodermitiker, , Raucherberatung, Pollenwarndienst, Urlaubstipps für Atemwegserkrankte, Ernährungsberatung, Atemschule, Shiatsumassagen und vieles mehr...Das Programm des Aktionstages am 23.4. ist vielfältig und bietet für jeden die passende Information oder Beratung.

Zwischen 9.00 und 16 Uhr werden zusätzlich im Wappensaal jede halbe Stunde Kurzvorträge stattfinden, in denen Fachärzte u.a. über Neurodermitis, Heuschnupfen, kindliches Asthma, Passivrauchen und Asthma oder die Wechselwirkung zwischen Psyche und Asthma informieren werden.

Aber auch Spaß und Unterhaltung werden nicht zu kurz kommen: Ein Gewinnspiel und künstlerische Darbietungen z.B. von Shaolin-Mönchen bilden den bunten Rahmen der Veranstaltung.Durch das Programm wird die bekannte ORF-Moderatorin Vera Russwurm führen. Als prominenter Gast wird Alfons Haider beiVera auf der Interview-Couch Platz nehmen.

22. April 2004

Allergisch auf Farben, Schmuck, Textilien, KosmetikaEin unterschaetztes Problem: Umweltbedingte Kontaktallergien

Berlin - Etwa 15 bis 20 Prozent der Bevoelkerung in Deutschland reagieren
sensibel auf mindestens ein haeufiger vorkommendes Kontakt-Allergen. Zudiesen gehoeren zum Beispiel Nickel - aus Modeschmuck - oder auch
Duftstoffe, die in Kosmetika und vielen Produkten des taeglichen Lebens
enthalten sind. Rund sieben Prozent der Bevoelkerung Deutschlands - das
sind mehr als fuenf Millionen Menschen - erkranken jaehrlich am
allergischen Kontaktekzem. Das Problem ist: Eine erworbene
Sensibilisierung bleibt in der Regel ein Leben lang bestehen.


Den Betroffenen bleibt nur, sich vor dem Kontakt mit dem allergenen
Stoff zu schuetzen. Das geht aus einer neu veroeffentlichten Studie der
Zentrale des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK),
Institut an der Universitaet Goettingen, hervor, die im Auftrag des deutschen
Umweltbundesamtes (UBA) erarbeitet wurde. In der gross angelegten
Studie wurden ueber 60.000 Patienten auf Kontaktallergien im privaten
Bereich untersucht.

Das allergische Kontaktekzem wird durch Hautkontakt mit allergenen
Stoffen hervorgerufen, nachdem es bei einem frueheren Kontakt mit diesem
Stoff bereits zu einer Sensibilisierung - einer anhaltenden Erhoehung
der Empfindlichkeit - gekommen war. Das Problem ist: Eine erworbene
Sensibilisierung bleibt in der Regel ein Leben lang bestehen. Den
Betroffenen bleibt nur, sich vor dem Kontakt mit dem allergenen Stoff zu
schuetzen. Voraussetzung dafuer ist, die wichtigsten Kontakt-Allergene
zu kennen
.
Am haeufigsten reagieren die Menschen auf
Nickel. Vor allem Modeschmuck
und
Piercings fuehren gerade bei jungen Leuten zu Sensibilisierungen.
Erste Erfolge einer Vermeidungsstrategie sind hier aber zu verzeichnen:
Nachdem zunaechst in Deutschland und spaeter auch in der Europaeische
Union die Freisetzung von Nickel aus Produkten begrenzt wurde, ging
zwischen 1992 und 2001 die Zahl der Sensibilisierungen zurueck. Eine
Zunahme von Allergie-Problemen durch die Einfuehrung nickelhaltiger
EURO-Muenzen ist nicht nachzuweisen.

Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland reagiert empfindlich auf
Duftstoffe oder Duftstoff-Mischungen. Etwa 30.000 Duftstoffe sind
bekannt. Zu den wichtigsten Allergenen gehoeren hier die Stoffe
Eichenmoos (mit 6,8 Prozent positiver Reaktionen bei den Probanten) und
Isoeugenol (4 Prozent). Bisher liegen noch keine Erkenntnisse vor, ob
die Zahl der Duftstoff-Allergiker durch die zunehmende Verwendung von
Duftstoffen in Innenraeumen ansteigt. Hier sind weitere Untersuchungen
erforderlich.

Ein weiterer Geruchsstoff mit allergenen Eigenschaften ist
Perubalsam,
ein Wundsekret aus dem Perubalsam-Baum. Perubalsam wird zum Beispiel in
Kosmetika, Suessspeisen, Tabak und Getraenken eingesetzt. Die
Allergiequote steigt hier an, aeltere Jahrgaenge sind davon staerker
betroffen.

Auch
Konservierungsstoffe koennen Allergien ausloesen. Sie werden in
Kosmetika sowie in vielen anderen Produkten wie Dispersionsfarben und
-klebern, Putz- und Reinigungsmitteln sowie in Klimaanlagen eingesetzt.
Durch die Anforderungen des Umweltzeichens "Blauer Engel" -
beispielsweise fuer Dispersionsfarben - wurde der Einsatz einiger
Konservierungsstoffe reduziert. Als Folge ist ein Rueckgang der
Sensibilisierungsquoten eindeutig nachweisbar. Aehnlich positive
Entwicklungen lassen sich als Folge von Massnahmen gegen
Formaldehyd
sowie auf
Terpentinoel beobachten - ein Stoffgemisch, das Allergien
gegen verschiedene Terpen-Molekuele anzeigt, die in Naturprodukten
enthalten sind.

Als weitere problematische Allergene fielen den Forscherinnen und
Forschern auf: Verschiedene
Kleiderfarbstoffe (insbesondere Dispers Blau
106/124); in Haarfarben verwendete Stoffe wie Phenylendiamin und
para-Toluylendiamin sowie Epoxidharze, die in Lacken, Farben und Klebern
oder in der Glasfaserkunststoffherstellung, zum Beispiel im
Windrotorenbau, Anwendung finden.

Im Untersuchungszeitraum von 1995 bis 2002 waren mehr als 60.000
Patienten mit Ekzemen in dem Forschungsprojekt des IVDK mit dem
Epikutantest auf vorhandene Sensibilisierungen untersucht worden. Neben
Informationen zur Person (wie Alter, Geschlecht und Beruf) wurden dabei
auch moegliche Ausloeser von Allergie-Erkrankungen - zum Beispiel
Farben, Schmuck, Textilien oder Kosmetika - erfasst.

Die Studie "Untersuchung zur Verbreitung umweltbedingter
Kontaktallergien mit Schwerpunkt im privaten Bereich" ist in der Reihe
WaBoLu-Hefte des Umweltbundesamtes als Nr. 01/04 erschienen, umfasst 313
Seiten und kostet 10 Euro. Sie ist erhaeltlich bei Werbung und Vertrieb,
Wolframstrasse 95-96, 12105 Berlin, Telefon: 030/2 11 60 61, Fax: 2 18
13 79; e-Mail: berlin@wundv.com

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Umweltbundesamt (UBA), 22.04.2004

 

19. April 2004

Neurodermitis erfolgreich managen
München: Symposium über aktuellste Diagnose- und Therapiemöglichkeiten

München - Am 21. April 2004 findet im Rahmen der Aerztlichen Fortbildung und Wissenschaftlichen Forschung an der Dermatologischen Klinik der Universität München ein Symposium statt, auf dem 150 erwarteten Aerzten die aktuellsten Diagnose- und Therapiemoeglichkeiten von Neurodermtis vorgestellt werden.

Die Neurodermitis (auch allergisches Ekzem oder atopische Dermatitis)
ist eine der haeufigsten Hauterkrankungen. In Deutschland leiden
zwischen 3,5 und 5 Millionen Menschen unterschiedlich stark unter der
chronischen Hauterkrankung, die Haeufigkeit nimmt zu. Schulkinder sind
bis zu 10 %, Kleinkinder unter zwei Jahren sogar bis zu 20 % betroffen,
wobei Lebensfuehrung und Umweltbelastung zu oertlichen Schwankungen
fuehren koennen. Man nimmt heute an, dass Gene zu einer
Atopieveranlagung fuehren koennen und letztendlich Umweltfaktoren
darueber entscheiden, ob eine Veranlagung zu einer Erkrankung fuehrt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mutter Neurodermitis vererbt, ist etwas
hoeher als die Wahrscheinlichkeit der Vererbung durch den Vater. Die
Neurodermitis ist gekennzeichnet durch Ekzeme, Juckreiz und sehr
trockene Haut. Neurodermitis tritt in Schueben auf, zwischen denen
relativ beschwerdefreie Intervalle liegen koennen. Die chronische
Erkrankung ist nicht ansteckend. Neurodermitis gilt als nicht heilbar im
medizinischen Sinne. Der Betroffene kann in vielen Faellen
Symptomfreiheit erreichen.

Diagnostik und Therapie der
Nahrungsmittelallergie im Kindesalter


Bei den von Neurodermitis betroffenen Kindern unter zwei Jahren ist die haeufigste Ursache eine Nahrungsmittelallergie. Frueher dachte man nur an Milch- und
Eiweißallergien, heute weiss man, dass "multiple food protein
intolerance" das jetzige Bild der Nahrungsmittelallergie ist. Milch, Ei,
Fisch, Weizen, Soja und Erdnuss sind in vielen Laendern fuer mehr als
80% der Symptome verantwortlich.

Bei genaueren Untersuchungen findet man - je nach Essgewohnheiten in der Region - auch weitere Lebensmittel. So ist zum Bespiel in Finnland ueberraschenderweise die Kartoffel als wichtiges Allergen gefunden worden. Die Mehrzahl der
Nahrungsmittelallergien treten unmittelbar ein, es gibt aber auch
verspaetete Formen, wo die Symptome erst verzoegert auftreten. In der
Diagnostik wird in einem Provokationstest der Zusammenhang zwischen
Symptom und betreffendem Nahrungsmittel ueberprueft, die
Standard-Hauttests (Prick- und Epikutantest) sind relativ
unzuverlaessig. Die Therapie ist prinzipiell einfach, die Nahrungsmittel
ersetzt man durch solche, die gut toleriert werden. Wenn viele Sorten
vermeiden werden muessen, ist eine enge Zusammenarbeit mit einer
Diaetikerin notwendig.

Neue Therapieansaetze in der
aeusserlichen Behandlung


Neben einer konsequenten Vermeidung der Neurodermitis ausloesenden Faktoren
(sogenannter Triggerfaktoren) und einer taeglichen Basispflege, die die
Grundpfeiler einer erfolgreichen Therapie darstellen, benoetigen die
meisten Patienten waehrend der entzuendlichen Schuebe eine
antientzuendliche Therapie. Die seit zwei Jahren in Deutschland
zugelassenen topischen Immunmodulatoren (TIM) - entwickelt fuer die
Transplantationsmedizin zur Verhinderung einer Abstoßungsreaktion -
bieten eine moegliche Alternative zu Kortison. Tacrolimus und
Pimecrolimus, derzeit die am besten untersuchten Substanzen, koennen die
entzuendlich veraenderte Epidermis durchdringen und die zahlreichen an
der Entzuendung beteiligten Zelltypen hemmen.

In allen bisherigen Studien konnten keine schweren Nebenwirkungen
beobachtet werden. Die haeufigste unerwuenschte Wirkung ist eine
subjektiv unangenehme, meist als Brennen oder Hitzegefuehl beschriebene
Missempfindung am Auftragungsort, die aber nach 30 bis 90 Minuten von
selbst wieder abklingt. Im Gegensatz zu Kortison findet sich keine
Beeinflussung der Kollagensynthese oder der Hautatrophie. Dies ist vor
allem bei der Behandlung der oft betroffenen Augenlider ein Fortschritt
in der Therapie.

Die Anwendung der Immunmodulatoren wird wegen guenstiger Relation
erwuenschter und unerwuenschter Arzneimittelwirkung in den kommenden
Jahren weiter zunehmen und ist bereits nach zwei Jahren eine etablierte
Behandlungsmoeglichkeit. Da es bisher noch keine Langzeitstudien gibt,
sollten aber einige Prophylaxen, zum Bespiel konsequenter Lichtschutz,
beachtet werden.

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Klinikum der Universitaet Muenchen, 19.04.2004

 

16. April 2004

Allergien als unterschätzte Gefahr beim Autofahren
ÖAMTC-Tipps für alle Lenker, die unter der Pollenbelastung leiden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die Pollensaison ist eröffnet und alle Allergiker wissen ein gequältes Lied von verquollenen Augen und Niesattacken zu singen. Jeder fünfte Österreicher leidet unter dem fliegenden Blütenstaub von Bäumen, Gräsern und Kräutern. Zur allgemeinen Beeinträchtigung der Lebensqualität kommen oft unterschätzte Gefahrenquellen beim Autofahren dazu. "Unbehandelte Allergie-Erkrankungen erhöhen das Unfallrisiko ganz dramatisch", gibt ÖAMTC-Verkehrsmediziner Raimund Saam zu bedenken, "sie besitzen ein ähnlich hohes Gefährdungspotenzial wie Sekundenschlaf oder Alkohol am Steuer."

Laut deutschen Studien ist bei jemandem, der allergisch hinter dem Steuer sitzt, das Unfallrisiko bis zu 30 Prozent höher. Die Sehkraft der verquollenen Augen ist stark beeinträchtigt, bei einem ausgiebigen Niesanfall ist man durch das unwillkürliche Schließen der Augen beim Autofahren im Blindflug unterwegs. "Es besteht die Gefahr, dass man bei einer plötzlichen Niesattacke das Lenkrad verreißt und das Fahrzeug unkontrolliert ausbricht. Und auch allergiebedingte Schlafstörungen können sich auf die Fahrtüchtigkeit auswirken," sagt Saam. Aber nicht nur unbehandelte Allergie-Symptome bergen Gefahren, auch ungezielte Medikamenten-Einnahme kann die Fahrtüchtigkeit enorm beeinträchtigen. Müdigkeit, verlängerte Reaktionszeiten und Benommenheit sind mögliche Auswirkungen.

Um sicher durch die Pollensaison zu kommen, hier einige ÖAMTC-Tipps für alle Allergie geplagten Autofahrer:

Innenreinigung: Um Pollen zu entfernen, sollte das Wageninnere durch Absaugen gründlich gereinigt werden.

Filter einbauen: Vor beziehungsweise während der Fahrt müssen die Autofenster unbedingt geschlossen bleiben und auch die Lüftung sollte ausgeschaltet sein. Auf jeden Fall empfiehlt sich der Einbau eines Kombifilters (aus Aktivkohle und Vlies), der sowohl Partikel als auch kleinste Pollen auffängt. Achtung: Vor dem Kauf eines solchen Filters muss man sich auf jeden Fall informieren, welcher Filter zum Auto passt. Außerdem gehört der Filter regelmäßig gewartet und erneuert, und zwar einmal im Jahr oder nach 15.000 Kilometern.

Gut informieren: Vor Fahrtantritt sollte man sich über die vorherrschende Pollenflug-Situation informieren, die sich durch wechselnde Wetterverhältnisse rasch ändern kann.

Ärztlichen Rat einholen: Um Gegenmaßnahmen zu treffen, muss man die eigene Sensibilität gegenüber den verschiedenen Pollenarten kennen. Das kann durch einen Allergietest festgestellt werden. Eine Desensibilisierungs-Behandlung kann ebenso Erfolg bringen wie die gezielte Einnahme von sogenannten Anti-Histaminika, die allergische Symptome mildern.

Ganz wichtig: Die Medikamente dürfen keine negativen Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit haben. "Unbedingt Rücksprache mit dem Arzt halten, wie sich Medikamente auf das Fahrverhalten auswirken können. Im Notfall Fahrten verschieben", appelliert der ÖAMTC-Verkehrsmediziner.

 

7. April 2004

Tattoos und Permanent Make-up sind nicht ohne Risiko
Verwendete Farben sind fuer diesen Zweck nicht geprueft

Fast jeder zehnte Deutsche traegt laut Umfrage eines grossen deutschen
Meinungsforschungsinstituts ein Tattoo. Auch die Zahl derjenigen, die
sich mit einem sogenannten Permanent Make-Up als Ersatz fuer das
Schminken nur an bestimmten Stellen im Gesicht die Haut einfaerben
lassen, nimmt zu. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist vorsorglich darauf hin, dass die Taetowierten dabei unter Umstaenden ein gesundheitliches Risiko eingehen, das derzeit wissenschaftlich nur bedingt abgeschaetzt werden kann.

Beim Taetowieren und Aufbringen von Permanent Make-Up werden
Farbpigmente mit Hilfe von Nadelstichen in die mittlere Hautschicht
(Dermis) eingebracht. Von dort koennen sie auch in tiefere Hautschichten
gelangen, von wo sie ueber die Blutbahn im Koerper verteilt und
umgewandelt werden koennen.

Schwere allergische Hautreaktionen sowie Entzuendungen sind nach
Mitteilungen der deutschen Hautaerzte die haeufigsten unerwuenschten
Folgen einer Taetowierung. Allergische Reaktionen werden in den meisten
Faellen auf den Stoff para-Phenylendiamin (PPD) zurueckgefuehrt. Er wird
in Henna zum Abdunkeln verwendet und gelangt folglich beim Anfertigen
schwarzer Henna-Tattoos auf oder in die Haut. PPD kann folgenschwere
Dermatosen ausloesen. Personen, die einmal gegenueber PPD sensibilisiert
sind, koennen lebenslaenglich allergische Reaktionen gegen den Stoff
oder gegen Farben mit aehnlicher chemischer Struktur zeigen.
Metallhaltige Bestandteile der Farbmischungen koennen ebenfalls
Allergien ausloesen.

Weitere Gefahrenquellen sind Verunreinigungen in den Farbmischungen
sowie bestimmte Azo- Farbstoffe, die in krebserzeugende aromatische
Amine gespalten werden koennen. Derartige Azo-Farbstoffe stellen auch
bei der Entfernung von Taetowierungen mittels der Lasertechnik eine
Gefahr dar. Sie koennen moeglicherweise auch durch Laserstrahlen in
krebserzeugende Amine gespalten werden, die dann ueber die Blutbahn im
ganzen Koerper verteilt werden. Weitere moegliche Folgen einer
Tattoo-Entfernung sind Narben, Pigmentstoerungen der Haut und
Entzuendungen.

Das BfR weist Verbraucher und insbesondere die Eltern von Jugendlichen
und Kindern ausdruecklich auf diese mit Tattoos und Permanent Make-Up
verbundenen Risiken hin. Anders als die Farbstoffe in kosmetischen
Mitteln zum Auftragen auf die Haut wie Rouge, Lidschatten oder Eyeliner
sind die Farben, die fuer Taetowierungen und Permanent Make-Up verwendet
werden, hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen nicht geprueft.
Auch ueber die Langzeitwirkung dieser Fremdstoffe im Koerper ist bisher
nichts bekannt, obwohl sie dort in der Regel ein Leben lang verbleiben.

Waehrend kosmetische Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, in Deutschland durch das deutsche Lebensmittel- und Bedarfsgegenstaendegesetz, die
europaeische Kosmetik-Richtlinie und die deutsche Kosmetik-Verordnung
gesetzlich geregelt sind, unterliegen Taetowierfarben gegenwaertig noch
keiner vergleichbaren Regelung. Es gibt keine gesetzlich festgelegten
Vorschriften hinsichtlich der Reinheit, Qualitaet und der Pruefung der
gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Taetowierfarben. Tattoos und
Permanent Make-Up dienen zwar aehnlich wie das Schminken dem Schmuck des
Koerpers und damit kosmetischen Zwecken. Weil die Farben aber beim
Taetowieren in die Haut gespritzt werden, sind sie keine kosmetischen
Mittel im Sinne der gueltigen gesetzlichen Definition.

Das BfR empfiehlt daher, fuer Taetowierungen und Permanent Make-up bis
zu einer gesetzlichen Regelung nur Farbmittel zu verwenden, die den
Anforderungen der europaeischen KosmetikRichtlinie und der deutschen
Kosmetik-Verordnung entsprechen und die fuer die Verwendung in
kosmetischen Mitteln geprueft und zugelassen sind. Allerdings ist auch
damit nicht sicher gewaehrleistet, dass keine unerwuenschten Reaktionen
auftreten koennen. Das BfR ruft die Aerzteschaft dazu auf, dem BfR
gesundheitliche Beeintraechtigungen, die moeglicherweise durch
Taetowierungsfarben verursacht wurden, zu melden.

Text: BfR - Pressedienst
Bundesinstitut fuer Risikobewertung
Thielallee 88 - 92, D - 14195 Berlin

Weitere Informationen:
www.bfr.bund.de, "Kosmetische Mittel"

 

4. April 2004

Pseudoallergien durch Farbstoffe zum Osterfest
Durch winzige Risse in der Eierschale gelangen Farbreste ins Ei

Ein Osterfest ohne bunt verzierte Eier beschämt jede Ostertafel. Doch Allergiker sollten bei der Auswahl der Eierfarben genauer hinsehen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. DAAB weißt darauf hin, dass oftmals künstliche oder natürliche Farbstoffe zum Einfärben von Ostereiern eingesetzt werden, die bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen - sogenannte Pseudoallergien - auslösen können.

In Deutschland leiden rund zwei Prozent der Gesamtbevölkerung unter Pseudoallergien. Gerade die häufig verwendeten Azofarbstoffe Azorubin (E 122), Brilliantschwarz (E 151), Tartrazin (E 102) und Chinolingelb (E104) und die natürlichen Farbstoffe Conechillin oder Kurkumin können Hautrötungen, Nesselsucht, einen Neurodermitis-Schub oder einen Asthmaanfall auslösen. Die Farbstoffe gelangen beim Färben durch winzige Risse in der Eierschale ins Innere des Eies und werden so in geringen Mengen mitverzehrt.

Deswegen sollten für das Färben Utensilien mit natürlichen Farbpigmenten benutzt werden. Naturfarben für Ostereier färben im Allgemeinen nicht so grell wie künstliche Farben. Dafür passen alle Farben harmonisch zueinander. Der Einsatz von künstlichen und natürlichen Farbstoffen in der Lebensmittelverarbeitung unterliegt der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung und muss auf einem Zutatenverzeichnis vermerkt sein.

Wer Eier selbst mit Pflanzen färbt, braucht sich über E-Nummern keine Gedanken zu machen. Eine unbedenkliche Alternative, die farblich zwar blasser, aber nicht weniger schön ist.

Durch Zwiebeln, Rote-Beete-Saft, Spinat, Kurmin oder Schwarztee lassen sich gut haftende Naturfarben herstellen. Allergiker müssen die Extrakte natürlich nach individuellen Unverträglichkeiten aussuchen. Geeignete Zutaten hat fast jeder im Küchenschrank oder im Gemüsefach, z.B.:

• Kamille und Kümmel tönen Eier gelb.

• Rotkohl und Rote Beete bringen rote Farben auf die Schale.

• Holunderbeersaft macht die Eier blau.

Ostern mit Hühnereiallergie

Das Hühnerei ist gerade zu dieser Zeit aus der Küche kaum wegzudenken. Gekocht zum Frühstück und als Bindemittel für Teig, Brot und Panaden, Emulgator für Saucen und Cremes, Lockerungsmittel für Süßspeisen und vieles andere mehr wird es eingesetzt. Alternativ kann als Bindemittel für Kuchen und Plätzchen eine Mischung aus Pflanzenöl (1 EL), Wasser (2 EL) und Backpulver (1/4 TL) verwendet werden.

1. April 2004

Karwoche: Birke startet Blühperiode

Mit Beginn der Karwoche startet auch die Birke ihre Blühperiode. Bei
Fortbestand der schönen Wetterlage müssen wir daher auch zu den
Osterfeiertagen mit sehr starken Belastungen durch Birkenpollen
rechnen. Für Birkenpollenallergiker wird es daher ratsam sein, ab diesem
Wochenende ihre verordnete Medikation konsequent (täglich) anzuwenden und
Taschentücher jedenfalls bereit zu halten.

In den südlichen Regionen Österreichs ist auch schon mit Eschenpollen zu
rechnen, in der Folge dann auch im ganzen Bundesgebiet.

Achtung! Eschenpollen zeigen keine Kreuzreaktion zu Birkenpollen. Sie
sind nahe Verwandte des Ölbaums. Eine Eschenpollen-Allergie muss daher mit
einem gezielten Test nachgewiesen werden.

Weitere Bäume, die aus allergologischer Sicht nur wenig Bedeutung haben,
beginnen ebenfalls in den nächsten Tagen mit ihrer Blühperiode: Pappel,
Weide, Ulme, Ahorn und Hainbuche. Gleichfalls blühbereit ist die Eibe, die
aber allergologisch völlig unbedeutend ist. Die erste Welle ist vorbei!

Text: Aussendung des Allergiezentrums Wien-West vom 1. April 2004

 

1. April 2004

Rauchfrei ab Mai!
Aktion "Rauchfrei ab Mai" soll ÖsterreicherInnen zum Aufhören
bewegen

Wien (OTS) - Zum zweiten Mal in Österreich wird das Gewinnspiel "Rauchfrei ab Mai" Rauchern Ansporn geben, die allerletzte Zigarette zu rauchen. Wer ab 1. Mai mindestens vier Wochen rauchfrei bleiben kann, dem winken Geldpreise bis zu 10.000 Euro.

Zusammen mit der Österreichischen Ärztekammer, der Österreichischen Apothekerkammer und dem Unternehmen Pfizer organisiert die Arbeitsgruppe für Patientenschulung der ÖGLUT (Österreichische Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose) unter der Patronanz des Ministeriums für Gesundheit und Frauen einen Wettbewerb, der möglichst viele Raucher zum Stopp bewegen soll.

Sich Gesundheit schenken

"Wir unterstützen den Raucher im Kampf gegen die Abhängigkeit." So beschreibt Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf, der Leiter dieser Aktion, die wichtige Hilfestellung des Therapeuten bei der Raucherentwöhnung. Neben der potentiellen Gewinnchance kann sich jeder Teilnehmer eine Fülle an persönlichen Vorteilen erarbeiten, wenn er sich diesem 'Kampf' stellt: "In kürzerster Zeit ab der Entwöhnung steigt in der Regel die körperliche Leistungsfähigkeit", so Lichtenschopf. "Der Raucher erreicht eine Erhöhung der Genussfähigkeit: Geschmacks- und Geruchssinn verbessern sich. Das Nichtrauchen ist auch wichtig für das Jungbleiben der Haut und die Vitalität des Zahnfleisches. Insgesamt ist der Rauchstopp wahrscheinlich die beste Investition in die Gesundheit."

Rauchen erhöht zum Beispiel auch signifikant das Risiko, an einer COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) zu erkranken. Diese beginnt unscheinbar mit Symptomen wie morgendlichem Husten und Atemnot bei Anstrengung und ist in der Bevölkerung kaum bekannt. Experten berechnen, dass COPD im Jahr 2020 bereits die dritthäufigste Todesursache der westlichen Welt sein wird.

Die Abhängigkeit besiegen

"Nicht zuletzt ist der Rauchstopp aber ein Sieg über die Abhängigkeit", so Lichtenschopf. "Hermann Mayer, Thomas Muster, Renate Götschl, Stefanie Graf: Sieger rauchen nicht!"

Die Aktion, die in Österreich erstmals im Jahr 2002 durchgeführt wurde, erobert seit mehr als 10 Jahren von Finnland aus unter dem Titel "Quit and Win" die Welt.

"Sämtliche Apotheken österreichweit sind in die Kampagne eingebunden, um möglichst viele RaucherInnen und deren Angehörige zu erreichen", berichtet Dr. Körner von der Österreichischen Apothekerkammer. Neben Postern und Teilnahmefoldern erhalten RaucherInnen in den Apotheken qualifizierte Beratung zur Entwöhnung. "Wir hoffen auf sehr viele 'Gewinner' - allein die Tatsache, dass jemand es tatsächlich schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, ist schon ein großer persönlicher Gewinn an Gesundheit und Lebensqualität."

Auch alle niedergelassenen Ärzte werden mit Teilnahmefoldern und Plakaten ausgestattet. "Mehr als 500 Ärzte österreichweit haben die Ausbildung zum Rauchertherapeuten absolviert und geben professionelle Hilfe zur Raucherentwöhnung", so Dr. Jörg Pruckner, Obmann der Niedergelassenen Bundeskurie der Österreichischen Ärztekammer.

Medikamentöse Hilfsmittel erhöhen Erfolgschance

Die TeilnehmerInnen an diesem Gewinnspiel verpflichten sich, ab 1. Mai 2004 mindestens vier Wochen lang nicht mehr zu rauchen. Die Anmeldung muss pro Person persönlich erfolgen - entweder mittels Teilnahmekarte aus der Ordination oder Apotheke oder im Internet unter http://www.quitandwin.org (- Participants - Join - Austria). Die Gewinner eines österreichischen, eines europäischen und eines weltweiten Preises werden Ende Mai durch Verlosung ermittelt und müssen nachweisen (ausschließlich die ermittelten Sieganwärter - durch Kohlenmonoxidmessung in der Atemluft und Harnbestimmung), dass sie 4 Wochen lang tatsächlich auf jeden Zug verzichtet haben.

"Medikamentöse Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung dürfen verwendet werden, sie erhöhen sogar die Gewinnchance", sagt Lichtenschopf. "Die Nicorette(R)-Nikotinersatztherapie, als etablierte und nachweislich aussichtsreiche Behandlungsform, hilft den Rauchern bei der Entwöhnung und verdoppelt daher ihre Chance Nichtraucher zu werden. Die Nicorette(R)-Nikotinersatztherapie und der Wirkstoff Bupropion Hydrochlorid können bei der Bewältigung von Abhängigkeit, Entzugserscheinungen oder Gewichtszunahme entscheidend helfen. Holen Sie sich Rat und Unterstützung vom Arzt Ihres Vertrauens!"