| asthma-info.at Informationen über Asthma und Allergien |
| aktualisiert: 16.02.2005 |
| Archiv August 2004 (5)
30. August 2004 Wien – Die gute Nachricht für Allergiker: Langsam geht auch die Pollensaison 2004 dem Ende zu. Die schlechte Nachricht: Mit den Ragweed-Pollen dominiert am Ende der Pollensaison ein besonders aggressives Allergen, das schwere Rhinitis-Symptome und sehr oft auch Asthma auslösen kann. Für Ragweed-Allergiker ist bereits seit längerem ein spezieller Impfstoff verfügbar, der eine erfolgreiche Therapie ermöglicht und das Asthmarisiko wesentlich senkt. Auch Ende August und im September sind tränende Augen und eine rinnende Nase die typischen Begleiterscheinungen einer Pollenallergie. Kaum hat die Belästigung durch die Gräser-Pollen abgenommen, lauert mit den Ragweed-Pollen schon die nächste Belastung. Aufgrund der Witterungsentwicklung erwartet der Wiener Spezialist Ass.Prof Dr. Siegfried Jäger von der HNO-Universitätsklinik eine „starke bis sehr starke Ragweed-Saison“.
Ragweed-Foto:Ass.Prof. Dr. Siegfried Jäger Hohe Kosten durch
Damit verbunden sind auch enorme volkswirtschaftliche
Kosten: Pro Allergiker und Jahr verursacht Ragweed geschätzte Kosten
in der Höhe von 630 Euro. Hochgerechnet ergibt das einen Betrag
von rund 88 Millionen Euro pro Jahr. Nicht zuletzt wegen dieser Kosten
werden immer häufiger aktive Maßnahmen gegen die weitere
Ausbreitung von Ragweed gefordert.
Einfache Diagnose
- Eine vielfach bewährte Therapie gegen die Ragweed-Allergie ist die Allergieimpfung oder Hyposensibilisierung. Durch regelmäßige Injektionen mit dem speziell für Ragweed-Allergiker entwickelten Impfstoff wird das Immunsystem des Patienten schrittweise an das Allergen gewöhnt. Damit wird der chronische Verlauf der allergischen Erkrankung verhindert. Die Ragweed-Impfung wird von Fachärzten und Allergieambulatorien durchgeführt. Die Kosten für die in Spritzen- und Tropfenform erhältliche Impfung werden zur Gänze von der Krankenkasse übernommen. IGAV-Ratgeber und
Pollenwarndienst Mit Hilfe des Pollenwarndienstes lassen sich Freizeitaktivitäten im Freien, Ausflüge und Urlaube vorausschauend planen: unter www.pollenwarndienst.at können Allergiker die aktuellen Pollenflugprognosen für Österreich und Europa abrufen und so den auslösenden Allergenen entkommen. Laufend aktualisierte Diagramme zeigen den Verlauf der heurigen Saison im Vergleich zum langjährigen Mittel in allen Regionen Europas und Österreichs, und Pollen-Verbreitungskarten (3 pro Monat und Pollentyp) helfen bei der Urlaubsplanung. Der von der Aerobiologie-Gruppe der Wiener HNO-Klinik erstellte „Pollenkalender“ gibt einen groben Überblick über den Pollenflug in Österreich und die Pollensaisonen im Jahresverlauf. Text: Presseinformation der IGAV (Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung) in Kooperation mit der Aerobiologie an der Wiener HNO-Klinik und www.pollenwarndienst.at
30. August 2004 ADF/ECARF-Award
for European Allergy Research Der von ECARF gestiftete Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und soll zu weiteren Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Allergologie motivieren. Teilnahmeberechtigt sind alle bis zum 10. Oktober fristgerecht bei der ADF eingereichten allergologischen Beiträge (Poster/Vortrag) für die ADF-Jahrestagung vom 03. bis 05.März 2005 in Innsbruck. Die Preisauswahl erfolgt durch eine Jury auf der
ADF-Tagung und wird einer Arbeitsgruppe bzw. einem Kollaborationsteam
verliehen. Ausführliche Informationen zur Ausschreibung
gibt es unter Das European Centre for Allergy Research Foundation
– ECARF wurde im Jahr 2003 durch das Engagement des in England
lebenden, gründenden Stifters 26. August 2004 Saubere
Haushalte fördern Asthma Perth (pte, 26. Aug 2004 12:29) - Einer australischen Studie zufolge fördern extrem saubere und staubfreie Haushalte die Asthmarate bei Kindern. Die schlimmsten Asthmaförderer sind Politurmittel, Lacke, Haushaltsreiniger und Luftverbesserer, berichten die Wissenschaftler der Curtin University http://www.curtin.edu.au im Fachmagazin der British Medical Society Thorax http://thorax.bmjjournals.com . Am schlimmsten für die Gesundheit der Kleinkinder und Babys sind flüchtige organische Bestandteile, so genannte VOC. Kinder, die diesen in großen Mengen ausgesetzt waren, litten viermal häufiger an Asthma, berichten die Forscher. Insgesamt hatten die Wissenschaftler 88 Asthma-Kinder 104 gesunden Kindern gegenübergestellt und die Wohnräume untersucht. Dabei wurden Werte sowohl im Sommer als auch im Winter gemessen. Die Kinder wurden auch auf allfällige Allergien untersucht. Die stärkste gesundheitsschädliche Wirkung entfaltet das Lösungsmittel Benzol. Es ist in der chemischen Industrie Ausgangsstoff für eine große Anzahl von Verbindungen und wird bei Lacken und anderen Produkten verwendet. Benzol ist eindeutig blutschädigend, krebserregend, fruchtschädigend und erbgutverändernd. Vergiftungssymptome sind Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute, Schwindel, Kopfschmerz, Brechreiz, Trunkenheitsgefühl und Euphorie. Folgen von Einatmen schwach konzentrierter Dämpfe über einen längeren Zeitraum sind Abnahme der roten Blutkörperchen, Blutungen in der Haut, Blutgefäßveränderungen, Leukämie infolge der Schädigung der blutbildenden Stammzellen im Knochenmark und Knochenmarksschädigungen. Für die Abschätzung des Krebsrisikos von Benzol wurde ermittelt, dass bei einer lebenslangen (70 Jahre) inhalativen Aufnahme von einem Mikrogramm pro Kubikmeter ein Krebsfall von 110.000 Personen zusätzlich entsteht. Forschungsleiter Krassi Rumchev forderte erneut,
dass insbesondere für VOC dringend Grenzwerte ermittelt werden
müssten. Erschreckend in der Studie war auch, dass Asthma und Allergien
häufig als Einheit auftraten. So litten drei Viertel der Asthma-Kinder
auch an Allergien, während von den Gesunden nur die Hälfte
an Allergien litt. Aussender: pressetext.austria
2. August 2004 Glaxo
ruft Asthma-Medikament zurück
Münchenbuchsee (ots) - Die Herstellerfirma
GlaxoSmithKline AG ruft Der Fehler hat zur Folge, dass die Folie beim Weitertransport
im Diskus® reisst und dann kein Medikament mehr abgegeben werden
kann. Das Risiko für den betroffenen Patienten besteht darin, dass
er bei der Inhalation trotz korrekter Anwendung des Diskus® gar
kein Medikament erhält und dies möglicherweise Betroffen von diesen Abweichungen sind ausschliesslich
die Für allfällige Fragen errichtete
GlaxoSmithKline eine gratis GlaxoSmithKline bedauert diesen Zwischenfall und
bittet die ots Originaltext: GlaxoSmithKline AG
2. August 2004 Belastungen
durch Pilzsporen Wien - Derzeit ist kaum noch eine Belastung durch Gräserpollen vorhanden. Im Flachland treten mäßige bis starke Belastungen durch Pilzsporen auf. Derzeit gibt es geringe Mengen an Beifußpollen in der Luft, diese können jedoch in den nächsten Tagen an Intensität zunehmen. Text: Aussendung des Allergieambulatoriums Wien-West vom 2. August 2004
|