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| aktualisiert: 16.02.2005 |
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10. Dezember 2004 Patienten
sollten Zugang zu allen Informationen haben Brüssel, Belgien (ots/PRNewswire) - Europäische Patienten verfügen über zu wenig kritische Informationen zu neuen Medikamenten und Behandlungsoptionen, sagen John Bowis, Mitglied des Europäischen Parlaments, und der tschechische Autor Pavel Kohout. Bowis (Anm.:konservativer britischer Abgeordneter) würdigte eine Abhandlung Kohouts, die Berichte von Patienten beinhaltet, denen die Ärzte wenig Hoffnung machten und die später zufällig über die Medien oder das Internet von neu entwickelten Behandlungsoptionen erfuhren. "Der europäische Patient sollte mit Würde behandelt werden. Er hat ein Recht zu erfahren, wenn neuen Behandlungsmöglichkeiten verfügbar werden", sagte Bowis. Bowis äusserte dieses auf einem Empfang für Kohout im Europäischen Parlament, wo er dem tschechischen Autor einen Scheck über EUR 2500 für den Gewinn des Autorenwettbewerbs überreichte "Die Patienten müssen zuerst kommen: Visionen für das europäische Gesundheitswesen." Der Wettbewerb wurde von Tech Central Station organisiert, einem Online-Meinungsblatt. In seiner Abhandlung argumentiert Kohout, dass die aktuelle europäische Gesundheitspolitik den Patienten tendenziell als "ein Objekt begreift, das behandelt wird, ohne dass es weiss, was mit ihm geschieht". Wie Bowis erläuterte, haben es bestimmte Patientengruppen, wie psychisch Kranke, besonders schwer, Informationen über ihren medizinischen Zustand und eine mögliche Behandlung zu erhalten. Bowis fügte hinzu, dass die EU z. Zt. nach Möglichkeiten sucht, allen Europäern einen besseren Zugang zu gesundheitsrelevanten Informationen zu ermöglichen. Kohouts Abhandlung kann der EU-Legislative als Inspiration dienen. Die Abhandlung schlägt vor, die aktuellen Beschränkungen beim Zugang zu Informationen durch die Patienten in der EU abzuschaffen. Kohout zufolge könnten die Verantwortlichen in der EU auch von den Gesundheitssystemen ausserhalb der Europäischen Union lernen. "Die Schweiz hat vielleicht das effizienteste System in Europa", bemerkte Kohout. "Ihr Modell beruht auf Wettbewerb und Marktprinzipien. Dieses Modell gilt es zu studieren und zu kopieren. Das sollte die EU sehr ernst nehmen."
8. Dezember 2004 Aber auch für Menschen ohne Allergien birgt der Tannenbaum Gesundheitsgefahren. Die meisten der 25 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland werden gegen Unkraut und Schädlinge gespritzt. Manche werden außerdem mit Flammschutzmitteln behandelt. Neben den Schäden für die Umwelt haben diese Gifte auch schädliche Wirkungen auf empfindliche Menschen – vor allem auf Kinder. Deshalb empfehlen Gesundheits- und Umweltverbände Bäume mit “Bio-Siegel”. Doch selbst Bio-Weihnachtsbäume sind für Allergiker nicht ungefährlich. Auch der Schmuck ist oft schädlich. Lametta aus Blei – erkennbar an der Bezeichnung “Stanniol” – belastet die Umwelt und ist nach Weihnachten Sondermüll. Andere Lametta-Sorten setzen bei der Verbrennung krebserregende Stoffe frei. So genanntes “Engelshaar” besteht aus feinsten Glasfasern und kann Reizungen der Haut, Augen und Atemwege verursachen. Glitzersprays enthalten teilweise gesundheitsschädliche Lösungsmittel. Quelle: DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) 8. Dezember 2004 Erdnuss-Allergiker müssen Lebensmittelzutaten gut kennen Bei sehr empfindlichen Menschen können schon winzige Erdnussmengen eine allergische Reaktion in Gang setzen. Wer an einer Erdnuss-Allergie leidet, muss deshalb alle Lebensmittel meiden, die auch nur Spuren von Erdnüssen enthalten. Das ist nicht leicht. Obwohl die meisten Erdnuss-Allergiker sich ihrer Krankheit bewusst sind, kommt es immer wieder zu Todesfällen. Dr. Ernst Rietschel von der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) berichtete auf dem Aachener Allergie-Kongress, dass der unbeabsichtigte Kontakt mit dem Allergieauslöser bei bekannter Allergie die häufigste Ursache für einen tödlich verlaufenden anaphylaktischen Schock ist. Laut Rietschel betrifft dies nicht nur das versehentliche Essen von Erdnuss-haltigen Lebensmitteln: Wer ein Kind mit einer Erdnussallergie hat, sollte beispielsweise selbst keine Erdnussflips essen und danach sein Kind küssen. Der Kuss kann bei dem Kind allergische Symptome bis hin zum Schock auslösen!" Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie sollten unbedingt einen auf Allergien spezialisierten Arzt aufsuchen, damit die Auslöser (Allergene) sicher festgestellt werden können. Der Arzt kann dann wichtige Hinweise geben, welche Lebensmittel gemieden werden müssen und was bei der Nahrungszubereitung zu beachten ist. Heutzutage sind Erdnussspuren in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. Große Vorsicht ist beispielsweise bei allen Fertiggerichten, Backwaren, Süßigkeiten und Knabbereien geboten. Zum Schutz von Allergiekranken ist eine EU-weite Deklarationspflicht für Nahrungsmittel in Kraft getreten, nach der allergieauslösende Inhaltsstoffe auf der Verpackung angegeben werden müssen, auch wenn sie nur in kleinsten Mengen enthalten sind. Aber die neue Lebensmittelkennzeichnung kann Allergikern keine vollkommene Sicherheit bieten, denn produktionsbedingte Verunreinigungen, beispielsweise von Erdnussspuren in Vollmilchschokolade, können weiterhin vorkommen. Wichtig auch: Die Hersteller ändern die Rezepturen ihrer Produkte manchmal. Deshalb müssen die Inhaltsangaben auf den Packungen immer wieder neu sorgfältig überprüft werden", sagt der an der Kölner Universitätskinderklinik tätige Allergologe Rietschel. Bei Allergieschock sofort den Notarzt rufen Wenn Kinder mit einer Erdnuss-Allergie einen anaphylaktischen Schock erleiden, passiert dies meistens zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule. Bis der Notarzt vor Ort ist, kann einige Zeit vergehen. Das ist gefährlich. Denn ein allergischer Schock ist ein absoluter Notfall. Wird nicht rechtzeitig eingegriffen, können die Betroffenen sterben. Kinder und Eltern, aber auch Kindergärtnerinnen und Lehrer sollten deshalb unbedingt die Symptome kennen, mit denen sich ein allergischer Schock ankündigt: Juckreiz, Brennen und Schwellungen von Haut, Zunge, Rachen oder Lippen, Heiserkeit, Engegefühl im Hals, Luftnot, Erbrechen, Durchfall, heftige Bauchschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme und Blässe können auf eine heftige allergische Reaktion hindeuten. Zur Vorsicht sollten Patienten mit einer ausgeprägten Erdnuss-Allergie stets ein vom Allergologen verordnetes Notfallset bei sich tragen. Dieses enthält das schnell wirksame kreislaufstabilisierende Medikament Adrenalin. Zusätzlich sollten bei einer ungewollten Aufnahme von Erdnussallergenen antiallergische Medikamente und Kortison zur Beschwerdeminderung zur Verfügung stehen. Quelle: ÄDA / DGAI
Bei Verdacht auf eine Duftstoffallergie sollten die Auslöser von einem auf Allergien spezialisierten Arzt festgestellt werden. Dazu wird bei den Betroffenen ein Hauttest mit einem Duftstoff-Mix, einer Mischung verschiedener allergener Duftstoffe, durchgeführt. Die Behandlung einer akuten Duftstoffallergie ist eigentlich nicht schwierig, denn uns stehen wirksame Arzneimittel dafür zur Verfügung", sagt Professor Thomas Fuchs vom Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA). "Es ist wichtig, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu einer Allergie kommt. Deshalb sollten Kosmetikprodukte möglichst keine allergieauslösenden Substanzen enthalten. Ist es bereits zu einer Kontaktallergie gekommen, muss die Ursache von einem allergologisch ausgebildeten Arzt festgestellt und Produkte mit den auslösenden Substanzen zukünftig gemieden werden." Deklarationspflicht schützt Allergiekranke nicht ausreichend Nachdem die Häufigkeit von Duftstoffallergien
jahrelang anstieg, kann seit 1999 ein leichter Rückgang verzeichnet
werden. Das zeigte eine Studie (2) des Informationsverbundes Dermatologischer
Kliniken (IVDK). (1)ÖKO-TEST 12/2002 S. 52-56.
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