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| aktualisiert: 16.02.2005 |
| Archiv Jänner 2004 (5)
29. Jänner 2004 Influenza-Mittel nur noch eingeschränkt verschreibbar Ärztekammer fordert "umgehende Rücknahme" der Entscheidung des Hauptverbandes - Steigende Zahl von Grippe-Erkrankungen Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) fordert den Hauptverband der Sozialversicherungen am Donnerstag, 29. Jänner 2004, in einer Aussendung auf, Einschränkungen zur Verschreibung von Influenza-Medikamenten zurück zu nehmen. Diese Einschränkungen wurden jüngst für sogenannte Neurominidase-Hemmer erlassen, die Influenza-Erkrankungen effizient bekämpfen können und damit in der Lage sind, Komplikationsraten drastisch zu senken. Demnach können die gegen Influenza wirksamen Arzneimittel nur noch chronisch kranken Risikopatienten auf Kassenkosten verschrieben werden. "Diese Vorgangsweise wirft ein schlechtes Licht auf das Selbstverständnis des Hauptverbandes, der offenbar nur noch eine Versorgung auf niedrigem Niveau zulassen möchte", kritisierte ÖÄK-Präsident Dr. Reiner Brettenthaler. Der Leiter des Referats für Medikamentenangelegenheiten
der ÖÄK und Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich,
Dr. Otto Pjeta, kritisierte diese Entscheidung des Hauptverbandes, da
zur Zeit in ganz Österreich stark ansteigende Erkrankungszahlen
bei Influenza zu verzeichnen seien. Alle, die kein besonderes Risiko
hätten, wären dadurch den Folgen und möglichen Komplikationen
einer schweren Influenza-Erkrankung unnötigerweise ausgesetzt.
"Die Influenza führt oftmals zu schweren Begleiterscheinungen
und auch zu Komplikationen. Sie belastet die gesamte Wirtschaft durch
Arbeitsausfälle und Krankenstände", sagte Pjeta. Er forderte
abschließend die "umgehende Revision" der Hauptverband-Entscheidung. Seit vergangenem Jahr gibt es die Möglichkeit, der Gefährdung durch Influenzaviren schnell und effektiv zu begegnen: Es handelt sich dabei um einen sogenannten Neurominidasehemmer, der in Kapselform oral eingenommen wird und sofortigen Schutz vor der Grippe bietet. Wird das Medikament innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen, werden Krankheitsintensität und -dauer und somit eventuelle Komplikationen der Influenza drastisch reduziert. Grippe-Spezialist Univ.-Prof. Dr. Christoph Wenisch, Uni-Klinik Graz: "Die Neuraminidasehemmer stellen einen enormen Fortschritt dar. Die Patienten leiden weniger und fühlen sich rascher wieder wohl. Darüber hinaus wird auch das Risiko von gefährlichen Folgeerkrankungen der Grippe wie Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündung (Otitis media) und Lungenentzündung (Pneumonie) um bis zu 55% verringert. So können auch Antibiotikaeinsatz und Hospitalisierungsrate sowie das Risiko einer Ansteckung weiterer Personen deutlich gesenkt werden." Impfung bietet heuer nur partiellen Schutz Infektions-Spezialist Univ.-Prof. DDr. Wolfgang
Graninger: "Auch wenn man geimpft ist - die Grippe kann einen heuer
trotzdem 'erwischen'. Da es sich um Erreger des Stammes H3N2 Fujian
handelt, der im heurigen Impfstoff nicht enthalten ist, bietet die Grippeimpfung
2003/2004 nur partiellen Schutz." Wien (pts) - "Es ist nach wie vor so, dass die Österreicher viel zu lange auf neue Medikamente warten müssen", kritisiert Erhard P. Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, der Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen. Im Durchschnitt, so Geisler, dauere es zwei Jahre, bis neue Medikamente ins sogenannte Heilmittelverzeichnis, der Liste der frei verschreibbaren Präparate, aufgenommen würden. In dieser Zeit werde das Leiden der österreichischen Patienten unnötig verlängert - falls sie die neuen Medikamente überhaupt je auf Kosten der Krankenkassen bekommen, was keineswegs sicher sei. Immerhin, schätzt der Pharmig-Chef, gebe es rund 300 neue Arzneien, die in so gut wie allen EU-Staaten von den Krankenkassen erstattet würden - nur in Österreich nicht. Geisler: "Damit können und dürfen wir uns einfach nicht abfinden! Denn nur ein rascher und unbürokratischer Zugang zu innovativen Arzneien garantiert den Österreichern auch die beste Therapie." Ins Bild passe auch der heutige Aufschrei der österreichischen Ärztekammer, dass Influenza-Mittel nur noch eingeschränkt verschreibbar seien. "Zu Recht wehrt sich Ärztekammerpräsident Brettenthaler dagegen, dass, wie er sagt, der Hauptverband offenbar nur noch eine Versorgung auf niedrigem Niveau zulassen möchte." Andere Länder haben hingegen die Zeichen der Zeit erkannt und gehen längst andere Wege, zum Beispiel die USA. Dort hat sich die Regierung das erklärte Ziel gesetzt, die Versorgung der Patienten mit neuen, innovativen Arzneimitteln zu beschleunigen. 2002 sind exakt 17 neue Medikamente in den USA zugelassen worden, 2003 waren es 21. Zum Vergleich: Der österreichische Hauptverband hat 2003 nur ein einziges innovatives Präparat ins Heilmittelverzeichnis aufgenommen, während 97 Präparate sogar gestrichen worden sind. Laut Geisler hat das dramatische Folgen: "Eine solche restriktive Aufnahmepolitik geht zu Lasten der Patienten. Und für die österreichische Pharma-Industrie heißt es, dass sich der Abstand zu den USA weiterhin vergrößern wird. Beides kann nicht im Interesse der Verantwortlichen sein." Weitere Informationen: http://www.influenza.at
29. Jänner 2004 Erste Belastungen durch Haselpollen im Februar Auch wenn es zur Zeit gar nicht nach einer Pollensaison aussieht, dennoch, sie steht vor der Türe! Ab der 2. Februarwoche muss man mit den ersten
Belastungen durch Haselpollen von Salzburg bis Bregenz und von Wien
bis Eisenstadt rechnen. Merkbar wird der Pollenflug nur bei entsprechender
Tageserwärmung und in der Regel nur im Umkreis von blühenden
Sträuchern.
27. Jänner 2004 Tropfen
für Tropfen allergiefrei in den Frühling Einzeln abgepackte Blister mit der genauen Tagesdosis ersetzen das bisherige genaue Abzählen der Tropfen. Die neue SLIT ist seit Jänner 2004 in Österreich als verschreibungspflichtiges Medikament auf dem Markt. Die Verordnung erfolgt durch den Facharzt oder im Allergieambulatorium, nachdem die Eignung des Allergikers für diese Therapieform durch entsprechende Tests festgestellt wurde. Der Beginn der heurigen Pollensaison steht in wenigen Wochen bevor. Bereits Ende Jänner können erste Pollenbelastungen bei Betroffenen allergische Reaktionen auslösen. Die Therapieformen für Allergiker sind mittlerweile vielfältig. Besonders die spezifischen Immuntherapie (SIT), die einzige kausale Therapieart, wurde in den letzten Jahren immer weiterentwickelt und noch bequemer und effektiver gemacht. Tropfen für Tropfen der Allergie entkommen Neben der klassischen SIT mit regelmäßigen Injektionen durch den Arzt ist die seit einigen Jahren erfolgreich angewandte Sublinguale Immuntherapie (SLIT) für immer mehr Allergiker die bevorzugte Therapieform. Bei der SLIT wird das betreffende, standardisierte Allergen, z. B. ein Pollen- oder Milbenextrakt, vom Patienten selbst einmal täglich unter die Zunge getropft. Das Allergen wird über die Mundschleimhaut aufgenommen und der Körper - so das Prinzip der spezifischen Immuntherapie - Schritt für Schritt an den Allergieauslöser gewöhnt. Bereits nach wenigen Monaten Therapiedauer berichtet ein Großteil der Patienten über eine wesentliche Verbesserung der Krankheitssymptome. Nach Beendigung der Therapie, die rund drei Jahre dauert, haben sich bei vielen Patienten die allergischen Symptome signifikant verbessert. Der Verbrauch an antiallergischen Medikamenten (Antihistaminika) geht spürbar zurück. Dieser Effekt bleibt auch über mehrere Jahre nach Ende der Therapie bestehen. Eine aktuelle Studie von italienischen Forschern zeigt z. B. dass rund 35 Prozent der Probanden nach Abschluss der SLIT überhaupt keine zusätzlichen Allergiemedikamente mehr brauchten und die allergische Sensitivität gemessen im Hauttest um das bis zu 64fache zurückgingen. Forscher haben SLIT weiterentwickelt: Basierend auf den positiven Erfahrungen mit den bisherigen Anwendungen und den Ergebnissen zahlreicher klinischer Studien ist es skandinavischen Wissenschaftlern nun gelungen, die SLIT noch weiter zu verbessern. Die Anfangsphase der Therapie zur Erreichung der Erhaltungsdosis konnte von vier Wochen auf 14 Tage verkürzt werden. Das hat für Patienten den Vorteil, dass sie auch noch sehr kurzfristig vor Beginn der Pollensaison mit der Behandlung beginnen können. Eine weitere Neuerung bei der SLIT Fortsetzungstherapie ist die Verpackung in praktischen Einzeldosen. Der Patient muss nicht mehr die genaue Tropfenanzahl aus dem Fläschchen selbst abzählen, sondern nur mehr täglich einen Kunststoff-Blister öffnen und die darin enthaltene Dosis vorschriftsmäßig unter die Zunge tropfen. Die Tropfen müssen nicht mehr gekühlt gelagert werden und sind bruchsicher verpackt, was besonders auf Reisen eine wesentliche Erleichterung darstellt. Patienten, die bereits die sublinguale Immuntherapie aus der Tropfflasche benutzen, können nach einer 14-tägigen Aufdosierphase leicht auf das neue Präparat umsteigen. Univ. Prof. Dr. Eva-Maria Varga, Kinderärztin an der Abtlg. f. Pulmonologie/Allergologie der Univ.Klinik f. Kinder- u. Jugendheilkunde Graz über die Sublinguale Immuntherapie:"Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben die Wirksamkeit der sublingualen Immuntherapie bei Kindern mit allergischen Erkrankungen nachgewiesen. Die äußerst geringe Nebenwirkungsrate und die schmerzlose Verabreichung in Tropfenform sind besonders hervorzuheben. Zum Therapieerfolg der SLIT trägt die Konsequenz der Patienten entscheidend bei. Die neue Darreichungsform im Einzeldosisblister, ohne Tropfenzählen, stellt eine wesentliche Erleichterung dar. Die Blister können ungekühlt auch auf Reisen mitgenommen werden. Zur verbesserten Compliance wurde das Volumen pro Dosis halbiert, sodass auch kleine Kinder die Tropfen leichter im Mund halten können." WHO empfiehlt spezifische Immuntherapie Ein wesentlicher Vorteil der kausalen Therapie ist neben den kurzfristigen Behandlungserfolgen vor allem der Langzeiteffekt. Durch die spezifische Immuntherapie kann die Entwicklung von allergischem Asthma gestoppt bzw. zumindest wesentlich hinausgezögert werden. Das beweisen zahlreiche klinische Studien. Besonders bei Kindern und jungen Patienten konnten sehr gute Therapieerfolge erzielt werden. Die zahlreichen positiven Studienergebnisse haben sogar die WHO dazu bewogen, die spezifische Immuntherapie als einzige kausale Behandlungsform im Kampf gegen chronische allergische Beschwerden ausdrücklich zu empfehlen. Die Allergieimpfung wird von Fachärzten und in Allergieambulanzen durchgeführt. Die Kosten der Behandlung wird nach fachärztlicher Indikation im Allgemeinen von den Krankenkassen übernommen. Weitere Informationen: http://www.alk-abello.at
22. Jänner 2004 Richtig Lüften hilft gegen Schimmelbildung Wien (AKNÖ) - Im Winter hat er Hochsaison – der Schwarzschimmel. Er wächst an feuchten Wänden, in Küchen- und hinter Kleiderkästen. AKNÖ- Konsumentenschützer warnen: Der Schimmel sieht nicht nur unappetitlich aus, er gefährdet auch die Gesundheit. Durch richtiges Lüften könnte die Schimmelbildung in vielen Fällen vermieden werden. In der kalten Jahreszeit häufen sich in der AKNÖ-Konsumentenberatung die Anfragen und Beschwerden zum Thema Schimmel. Oft werden Wohnbauträger oder Handwerker für dieses Problem verantwortlich gemacht. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass unzureichendes Lüften die häufigste Ursache für den Einzug des unangenehmen Gastes ist. Sind Fenster und Türen dicht und wird aufgrund des ausgeprägten Energiebewusstseins selten gelüftet, steigt die Luftfeuchte in den Räumen schnell an. Man muss gar keinen Zimmerbrunnen als Luftbefeuchter stehen haben, - allein der Mensch gibt täglich mindestens einen Liter Flüssigkeit an seine Umgebung ab. Sind die Wände nicht in der Lage, die Feuchtigkeit nach außen abzuleiten, kommt es zu Feuchtigkeitsansammlungen – ideale Lebensbedingungen für den Schwarzschimmel. Ecken, Nischen und Laibungen stellen zudem trotz guter Wärmedämmung Wärmebrücken dar. – In diesen Bereichen kann es daher leicht zu Kondensatbildung kommen. Findet der Schimmelpilz Nahrung in der Tapete oder im Anstrich, breitet er sich rasch aus. Was tun? „Im Prinzip braucht man nur die Kondenswasserbildung durch konsequentes Lüften nach außen ableiten“, meint Helmut Schafrath, Bauexperte der NÖ Arbeiterkammer. Dabei sollte man die Fenster immer wieder für kurze Zeit zur Gänze öffnen. Im Idealfall öffnet man die Fenster raumdiagonal, langanhaltendes Kippen der Fenster ist zu vermeiden. Außerdem sollte man die Heizung aus Energiespargründen abends niemals abstellen und morgens wieder in Betrieb nehmen. Besser ist es, durch einen Thermostat eine gleich bleibende Raumtemperatur zu schaffen, die eventuell während der Nacht leicht abgesenkt wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte in sensiblen Räumen wie Schlaf- oder Badezimmer, ein Hygrometer aufhängen. Steigt die relative Luftfeuchte über 65-70% an, wird es kritisch. Durch gezieltes Lüften kann die Luftfeuchtigkeit jedoch rasch gesenkt werden. Ein weiterer Vorteil: Die frische trockene Luft erwärmt sich wesentlich rascherer als feuchte abgestandene Luft. Auch aus gesundheitlichen Gründen sollte man darauf achten, Schimmelbildung zu vermeiden. Häufig sind Atemwegserkrankungen, erhöhte Infektanfälligkeit und Allergien auf Schimmelpilz zurückzuführen. Für Rückfragen steht Ihnen Ing, Helmut
Schafrath, Bauexperte der NÖ Arbeiterkammer, unter der Telefonnummer
0800/232323-1301 gerne zur Verfügung.
5. Jänner 2004 Teebaumöl
als Allergen Dortmund (pte, 5. Januar 2004 17:29) - Das Öl des australischen Teebaumes (Melaleuca alternifolia) erfreut sich auch in Europa als alternatives Mittel zur Anwendung bei Hautkrankheiten und -problemen. Nach einem am Montag, 5. Jänner 2004, in der Medical Tribune Deutschland veröffentlichten Bericht, kommt es nach der Anwendung des Öles häufig zu Allergien. Die Palette der Anwendungsmöglichkeiten von Teebaumöl reicht von Insektenstichen über Hauterkrankungen bis hin zu Wunden. Auch als Mund- und Rachendesinfiszienz wird es verwendet. Einen Haken hat das Teebaumöl aber: Bereits nach vier Tagen beginnt der Oxidationsprozess des Öls. Dabei bilden sich vermehrt Peroxide, die besonders auf vorerkrankter Haut eine allergene Wirkung entfalten können. Die Wunde heilt zwar schnell ab, es kann aber zu einem Kontaktekzem kommen. Wie weit verbreitet die Sensibilisierung auf Teebaumöl ist, hat die Deutsche Kontaktallergiegruppe http://www.ivdk.gwdg.de/dkg/ untersucht: Knapp 3.400 Patienten an elf deutschen und österreichischen Hautkliniken wurden nach dem Epikutantest untersucht. 36 mal war das Ergebnis positiv. Bei 20 Patienten hatte der Befund klinische Relevanz. Bei 14 der positiv getesteten Personen wurde auch eine Allergie gegen Terpentinöl festgestellt. Dieses enthält zum Teil gleiche und ähnliche Terpene wie Teebaumöl. Von den positiv getesteten Patienten hatten aber nur drei mit Terpentin Kontakt gehabt. Die Forscher vermuten, dass ein Teil der zunehmenden Terpentin-Sensibilisierungen auf Teebaumöl zurückzuführen ist. Interessanterweise gab es bei den Testergebnissen deutliche regionale Unterschiede, die nichts mit der Anwendungshäufigkeit zu tun hatten. Die Wissenschaftler konnten keine Erklärung dafür finden. Teebaumöl ist in der traditionellen Medizin der Aborigines seit mehr als 4.000 Jahren bekannt und findet auch in Europa und Amerika immer mehr Anhänger. Aussender: pressetext.austria
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