asthma-info.at
Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 16.02.2005   

Archiv

Juli 2004 (6)

21. Juli 2004 Saison der Gräserpollen geht zu Ende
Starke Konzentration von Pilzsporen im Flachland
21. Juli 2004 Millionen tägliche Asthmaanfälle vermeidbar
Asthma UK fordert regelmäßige Rücksprachen mit Ärzten
08. Juli 2004 Hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen begünstigt Asthma
Details aus der ISAAC-Studie - Klimatische Gegebenheiten beeinflussen die Häufigkeit von Asthma und Neurodermitis bei Kindern
07. Juli 2004 Zusammenhänge zwischen Multivitaminen und Asthma umstritten
US-Studie: Erhöhtes Risiko für Kinder, die Multivitaminpräparate nehmen
07. Juli 2004 Experten warnen: Insektengiftallergie nicht auf die leichte Schulter nehmen
In Österreich jährlich bis zu zehn Tote durch Bienen- oder Wespenstiche
01. Juli 2004 Gendefekt und Passivrauchen erhöhen Asthmarisiko
Münchner Studie: Gefährdung steigt um das Fünffache

 

 

21. Juli 2004

Saison der Gräserpollen geht zu Ende
Starke Konzentrationen von Pilzsporen im Flachland

Die Saison der Gräserpollen geht zu Ende, jedoch kommt es in den nächsten Tagen noch immer zu mäßigen Belastungen.

Starke Konzentrationen durch Pilzporen treten im Flachland auf.

Weiterhin geringer Pollenflug von Gänsefuß und Wegerich. Im Donauraum kommen erste Beifußpollen in sehr geringer Menge vor.

Text: Aussendung des Allergiezentrums Wien-West vom 20. Juli 2004

 

21. Juli 2004

Millionen tägliche Asthmaanfälle vermeidbar
Asthma UK fordert regelmäßige Rücksprachen mit Ärzten

London (pte, 20. Juli 2004 16:10) - In Großbritannien haben täglich mehr als 500.000 Menschen einen Asthmaanfall, obwohl ihr Zustand eigentlich stabil sein sollte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Asthma UK http://www.asthma.org.uk/ . Eine weitere Mio. Menschen hat zumindest jede Woche eine vermeidbare Attacke. Als Grund für diese Missstände führt die Organisation eine schlechte Kommunikation zwischen den Asthmapatienten und ihren behandelnden Medizinern an und empfiehlt in diesem Zusammenhang, alle Patienten sollten einen regelmäßigen Rückblick auf ihren Zustand durchführen, um sicherzustellen, dass er entsprechend kontrolliert ist.

Der Wohltätigkeitsverband befragte 1.391 Personen mit Asthma. 75 Prozent jener Menschen mit leichten bis mittleren Ausprägungen der Krankheit leiden an schwächenden Symptomen, die sie in ihrem alltäglichen Leben einschränken. Dabei sollte die allgemeine Gesundheitsfürsorge den meisten Menschen mit nicht so schweren Formen von Asthma ein symptomfreies Leben ermöglichen. Doch fast die Hälfte der Befragten gab an, dass sie von ihren Ärzten nie oder nur selten gefragt würden, wie oft sie Asthma-Attacken hätten. Vier von zehn sagten, sie würden nie oder nur selten allgemein zu ihren Symptomen befragt. Und 68 Prozent kritisierten, ihr Betreuer hätte es versäumt zu fragen, ob Asthma ihre Teilnahme an physischen Aktivitäten einschränke.

Für Donna Covey, Vorsitzende von Asthma UK, sind diese Ergebnisse schockierend. In ihren Augen ist die derzeitige Situation für Asthmapatienten angesichts vorhandener Behandlungsmethoden und auch des entsprechenden Gesundheitsmanagements nicht tragbar. Martyn Partridge, medizinischer Beratungsleiter bei Asthma UK, fordert regelmäßige Rücksprachen der Asthmapatienten mit ihren behandelnden Ärzten und die Errichtung eines persönlichen Asthma-Action-Planes, um eine bessere Kontrolle des Zustandes zu erreichen und sicherzustellen, dass sie nicht von unnötigen Symptomen eingeschränkt werden. (Ende)

Aussender: pressetext.austria

 

8. Juli 2004

Hohe Luftfeuchtigkeit in
Innenräumen begünstigt Asthma

Details aus der ISAAC-Studie - Klimatische Gegebenheiten beeinflussen die Häufigkeit von Asthma und Neurodermitis bei Kindern

Ulm- In einer grossangelegten Studie hat eine internationale Forschergruppe unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Weiland, Leiter der Abteilung Epidemiologie der Universitaet Ulm, den Zusammenhang zwischen klimatischen Bedingungen und der Haeufigkeit von Asthma und Allergien bei Kindern untersucht.

Im Verlauf der Studie, die Teil der weltweit durchgefuehrten
International Study of Asthma and Allergies in Childhood (ISAAC) und
jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Occupational and
Environmental Medicine (Juli 2004) veroeffentlicht worden ist, wurden
Daten von ueber 660.000 Kindern im Alter von 6-7 und 13-14 Jahren
analysiert. Die Haeufigkeit der Erkrankungen wurde zu den klimatischen
Langzeitbedingungen von 146 Studienzentren in 54 Laendern in Beziehung
gesetzt. Dabei zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen der
relativen Luftfeuchtigkeit in Innenraeumen und der Haeufigkeit von
Asthma in Westeuropa (220.000 Kinder in 12 Laendern). Mit einem Anstieg
der relativen Luftfeuchtigkeit in Innenraeumen von 10 % war ein Anstieg
von 2,7 % in der Haeufigkeit von Asthma verbunden.

Die Forscher fanden ferner, dass mit zunehmender Hoehe ueber dem
Meeresspiegel sowie mit zunehmender Variabilitaet von relativer
Feuchtigkeit und Temperatur der Aussenluft im Jahresverlauf die
Haeufigkeit von Asthma abnahm. Die Haeufigkeit von Neurodermitis nahm
mit dem Abstand der Studienregion vom Aequator, das heisst mit
wachsender geographischer Breite zu.

Die Studie ist derzeit die mit Abstand größte zum Zusammenhang
zwischen klimatischen Langzeitbedingungen und dem Auftreten von Asthma
und Allergien bei Kindern. Die Ergebnisse legen nahe, dass klimatische
Gegebenheiten die Haeufigkeit von Asthma und Neurodermitis bei Kindern
beeinflussen. Auch fuer die Abschaetzung von potentiellen
gesundheitlichen Auswirkungen der globalen Klimaveraenderung sind die
Studienergebnisse von Bedeutung.

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Universitaet Ulm, 08.07.2004

 

7. Juli 2004

Zusammenhang zwischen Multivitaminen
und Asthma umstritten

US-Studie: Erhöhtes Risiko für Kinder, die Multivitaminpräparate nehmen

Washington (pte, 7. Juli 2004 08:35) - Kinder, die Multivitaminpillen nehmen, haben ein erhöhtes Risiko an Asthma und Nahrungsallergien zu erkranken. Von dieser neuen Erkenntnis berichten Forscher vom Nationalen Medizinischen Zentrum für Kinder in Washington http://www.cnmcresearch.org/

Die Mediziner glauben, dass die Vitamine Veränderungen der Zellen auslösen könnten, die die Chancen auf eine allergische Reaktion erhöhen, geben aber zu, noch keinen Beweis dafür zu haben. Die Studie an mehr als 8.000 Kindern basiert auf Daten der US-Regierung, die Mütter und Kinder seit 1991 begleitet hat. Basierend auf dieser Studie sehen die Forscher einen Zusammenhang zwischen der Multivitamin-Einnahme von Kleinkindern und Asthma unter schwarzen Kindern, sowie einen Zusammenhang zwischen frühkindlicher Multivitamin-Einnahme und Nahrungsallergien bei Flaschenbabys. Außerdem erkennt die Studie einen Zusammenhang zwischen Nahrungsallergien unter allen Kindern, die mit drei Jahren Multivitamine bekamen.

In einem Journal schreiben die Forscher: "Frühe Vitaminergänzungen sind verbunden mit einem erhöhten Risiko für Asthma bei schwarzen Kindern und Nahrungsallergien bei ausschließlich mit der Flasche ernährten Kindern." Es seien weitere Untersuchungen nötig, um die Komponenten zu identifizieren, die die Hauptursache für dieses Risiko darstellen. Asthma-Experten aus Großbritannien fordern ebenfalls weitere Studien: "Diese Ergebnisse widersprechen früheren Studien, die gezeigt haben, dass niedrigere Vitaminniveaus mit höheren Raten von Asthma in Zusammenhang stehen." Es sei extrem schwierig, nur aus dieser einen Studie Schlüsse zu ziehen.

Auch Frankie Phillips, Ernährungswissenschaftlerin bei der British Nutrition Foundation http://www.nutrition.org.uk/ , findet die Ergebnisse "überraschend". Sie unterstreicht, dass diese Studie nicht beweist, dass Multivitamine direkt für ein erhöhtes Risiko, eine Allergie zu entwickeln, verantwortlich sind. (Ende)

Aussender: pressetext.austria

 

7. Juli 2004

Experten warnen: Insektengiftallergie
nicht auf die leichte Schulter nehmen
In Österreich jährlich bis zu zehn Tote durch Bienen- oder Wespenstiche

Linz -Endlich ist das heiß ersehnte Sommerwetter da. Was für die einen die reine Freude bedeutet, führt für andere zu Angst und Unbehagen. Denn mit der Hitze haben auch Bienen und Wespen wieder Hochsaison und das ist für Allergiker sehr gefährlich. Bereits ein einziger Stich kann innerhalb kürzester Zeit bei sensibilisierten Menschen zu schweren Folgen führen: Schwellungen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit bis hin zum lebensbedrohlichen allergischen Schock mit möglichem tödlichen Ausgang.

Bis zu zehn Menschen sterben jedes Jahr allein in Österreich. Zehn Todesfälle, die mit der richtigen Notfall-Versorgung wahrscheinlich hätten gerettet werden können. Experten empfehlen Allergikern deshalb, immer Erste-Hilfe-Medikamente griffbereit zu haben.

Allergologen schätzen, dass in Österreich bei bis zu zehn Prozent der Bevölkerung eine Sensibilisierung auf Insektengift nachgewiesen werden kann. Diese erlangt man, wenn der Körper nach früheren Bienen- oder Wespenstichen einen Abwehrmechanismus in Gang setzt. Kommt nun ein neuer Insektenstich dazu, reagiert der Körper mit heftigen Abwehrreaktionen, die bis zum Kreislaufzusammenbruch führen können.

"Jeder Patient, der schon einmal heftig - also z. B. mit übermäßigen Schwellungen, Atemnot oder Nesselausschlag am ganzen Körper - auf einen Insektenstich reagiert hat, sollte unbedingt beim Facharzt oder im Allergieambulatorium einen Test durchführen lassen. Nur so kann mit Sicherheit festgestellt werden, ob und wenn ja in welchem Grad eine Allergie besteht. Die meisten schweren Zwischenfälle nach Insektenstichen passieren bei Menschen, die über ihre Sensibilisierung gar nicht Bescheid wussten", so Primarius Univ. Doz. Dr. Klein, Leiter der dermatologischen Abteilung des Krankenhauses der Elisabethinen in Linz.

Wurde eine Insektenallergie festgestellt, sollte sich der Patient genau über die Vorsorge- und Therapiemaßnahmen informieren lassen.

"Autoinjektor": Spritze
für Notfallsituationen


Dänische Forscher haben für Notfallsituationen ein Präparat zur Selbstinjektion entwickelt. Der sogenannte "Autoinjektor" enthält den Wirkstoff Adrenalin, der bei allergischen Reaktionen kreislaufstabilisierend ist. Die Notfallspritze wird vom Patienten bei ersten Anzeichen einer starken allergischen Reaktion selbst oder von Begleitpersonen außen am Oberschenkel angesetzt, durch den Mechanismus des Injektors wird dann das Adrenalin in der richtigen Menge automatisch injiziert. Die Handhabung ist sehr einfach und kann selbst von Kindern alleine ohne Probleme durchgeführt werden. Durch den Wirkstoff Adrenalin wird eine Überreaktion des Immunsystems verhindert. Noch bevor der Notarzt zur Stelle ist, kann damit eine wirksame Erste-Hilfe-Maßnahme gesetzt werden, die lebensrettend sein kann.

Der Autoinjektor in Kugelschreiberform ist ca. 12 Monate haltbar. In zwei Dosierungen für Erwachsene und für Kinder unter 30 kg Körpergewicht ist er mittels ärztlicher Verschreibung (chefarztpflichtig) über jede Apotheke zu beziehen. Er wird auch als Notfallmedikament bei Lebensmittel-Allergien empfohlen.

Insektengiftallergie kann
man unter Kontrolle halten


So gefährlich eine Insektengiftallergie auch ist, sie ist gleichzeitig jene Allergieform, die zu beinahe 100 Prozent unter Kontrolle gehalten werden kann. Studien zeigen, dass bei rund 98 Prozent der Patienten, die über einen Zeitraum von rund drei Jahren mit der spezifischen Immuntherapie gegen Insektengiftallergie behandelt wurden, keine oder nur mehr sehr geringe Reaktionen auf das Bienen- und Wespenallergen zeigen. Die Wirkung dieser Allergieimpfung hält viele Jahre an und kann immer wieder aufgefrischt werden.

Die Allergieimpfung wird nach eingehender Diagnose vom Facharzt oder im Allergieambulatorium durchgeführt. Die Therapiekosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

Eine Broschüre mit Informationen zum Thema Insektengiftallergien kann kostenlos unter info@at.alk-abello.com oder 0732/38 53 72 angefordert werden.


Interview mit Univ. Doz. Dr. Georg Klein, Leiter der dermatologischen Abteilung der Krankenhauses Elisabethinen, Linz, zum Thema Insektengiftallergie:

Allergien auf Insektenstiche können lebensbedrohlich sein, welche Rolle spielt diese Art von Allergie in Österreich?
Genaue epidemiologische Daten sind in Österreich leider nicht verfügbar. Wir wissen allerdings aus dem süddeutschen Raum, dass etwa 3% der Bevölkerung tatsächlich echte allergische Symptome gegen Insektengifte haben, Sensibilisierungen sind häufiger und werden bis zu 10 % nachgewiesen. In Südeuropa sind die Sensibilisierungsraten etwas höher, interessanterweise auch in Skandinavien, vor allem in städtischen Regionen. Während in weiten Teilen Europas Wespengiftallergiker häufiger zu finden sind als Bienengiftallergiker ist dies in Österreich umgekehrt, das ist wohl darauf zurückzuführen, dass in alpinen Regionen wesentlich mehr Bienen gezüchtet werden als anderswo.

Wie äußert sich eine Insektengiftallergie?
Insektengiftallergien äußern sich meist, aber nicht immer, durch Juckreiz, der oft an den Handflächen und Fußsohlen oder auch im Rachen beginnt und sich dann auf den ganzen Körper ausdehnt. Weiters können Nesselausschläge, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Atemnot, Kreislaufkollaps, bis hin zum Schock auftreten. Eine starke Schwellung an der Einstichstelle ist zwar oftmals über das normale Maß hinausgehend, gilt allerdings nicht als Zeichen einer systemischen Reaktion.

Wenn jemand nach einem Insektenstich derartige Symptome gehabt hat, wie soll er dann vorgehen und was erwartet ihn bei der Abklärung?
Die Abklärung der Insektengiftallergie erfolgt beim Facharzt. Dieser nimmt zuerst Blut zur Durchführung eines Bluttestes ab. Wenn das Resultat vorliegt, wird in der Regel ein Hauttest durchgeführt, der etwa 2 Stunden in Anspruch nimmt. Es werden dabei kleine Mengen von Insektengift unter die Haut gespritzt. Der Hautarzt trifft dann im Gespräch mit dem Patienten aufgrund der vorangegangenen Reaktionen die Entscheidung darüber, welche Therapie durchgeführt werden soll.

Der Arzt stellt die Diagnose Insektengiftallergie, wie sieht nun die weitere Vorgangsweise aus?
Der Arzt entscheidet auf Grund der Befunde und im Gespräch mit dem Patienten, ob eine sogenannte Hyposensibilisierung (Allergieimpfung) durchgeführt werden soll oder nicht. Auf jeden Fall wird der Arzt ein sogenanntes „Notfallset“ verordnen, das in leichten Fällen aus Kortisontabletten und Antihistaminikatropfen besteht, bei
schwereren Reaktionen soll auf jeden Fall auch ein Adrenalin-Autoinjektor verordnet werden.

Wie beurteilen Sie den Einsatz der Allergieimpfung zur Therapie der Insektengiftallergie?
Die Allergieimpfung ist, wie bei anderen allergischen Erkrankungen auch, die einzige kausale Therapie die zur Verfügung steht. Sie ist gerade bei Insektengiftallergikern besonders wichtig, da die Insektengiftallergie eine akut lebensbedrohliche Erkrankung darstellt und daher ein Schutz des Patienten in jedem Fall angestrebt werden sollte. Erfreulicherweise ist die Erfolgsrate bei der Hyposensibilisierung von Insektengiftallergikern besonders hoch und liegt bei nahezu 100 Prozent.

Welche Patienten kommen für die spezifische Immuntherapie in Frage?
Die spezifische Immuntherapie sollte bei Insektengiftallergikern immer dann durchgeführt werden, wenn eine Systemreaktion aufgetreten ist, die über das Hautorgan hinausgegangen ist. Manchmal wird, besonders in Österreich, auch schon bei schwächeren Reaktionen zu einer Immuntherapie geraten, persönlich glaube ich, dass das in den wenigsten Fällen notwendig ist. Meine diesbezügliche Meinung basiert auch auf den internationalen Empfehlungen der europäischen Arbeitsgruppe.

Wie soll sich der Insektengiftallergiker im Sommer im Freien verhalten, gibt es dazu einige Tipps?
Das wichtigste ist, das der Patient im Sommer angesichts eines stechenden Insekts nicht sofort in Panik verfällt. „Herumfuchteln“ macht Insekten aggressiv, sollte daher unterlassen werden.
Es versteht sich von selbst, dass man nicht barfuss gehen soll, dass man bei Gartenarbeiten besondere Vorsicht walten lässt und sich entsprechend kleidet und auch mit Schuhwerk versorgt.
Wichtig ist das Tragen nicht zu weiter Kleidung, da sich Insekten darin verfangen können und dann zum Stechen angeregt werden.
Vermeiden Sie nach Möglichkeit Duft auf Ihrer Haut und halten Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen.
Schauen Sie in Ihr Glas, bevor Sie es zum Trinken ansetzen.
Der wichtigste Hinweis ist allerdings der, dass die vom Arzt verordneten Notfallmedikamente immer mitgenommen werden müssen, besonders dann, wenn man sich im Freien aufhält oder eine Bergwanderung unternimmt.

Quelle: ALK-Abelló Allergie-Service GmbH / Agentur comm.in / pts - Presseinformation (A)

 

1. Juli 2004

Gendefekt und Passivrauchen erhöhen Asthmarisiko
Münchner Studie: Gefährdung steigt um das Fünffache

München (pte, 1. Juli 2004 10:24) - Wissenschaftler des Dr. von Haunerschen Kinderspitals der Universität München http://hauner.klinikum.uni-muenchen.de haben einen Gendefekt nachgewiesen, der das Asthmarisiko bei Kindern erhöht, die passivem Rauchen ausgesetzt sind. Das Team um Michael Kabesch analysierte die Daten von 3.000 Schulkindern. Jene mit rauchenden Eltern und Defekten bei einem Gen, das für die Entgiftung des Körpers von Rauch verantwortlich ist, waren gefährdeter an Asthma zu erkranken. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Thorax http://thorax.bmjjournals.com veröffentlicht.

Das untersuchte Gen kontrolliert das Protein Glutathione S Transferase (GST). Eine der Aufgaben dieses Proteins ist, den Körper von jenen Giftstoffen zu befreien, die mit dem Zigarettenrauch eingeatmet werden. Jene Kinder mit rauchenden Eltern und dem genetischen Defekt waren fünf Mal gefährdeter an Atemwegserkrankungen zu leiden als jene mit Eltern, die nicht rauchten. Sie erkrankten fünf Mal häufiger an Asthma, niesten fünf Mal häufiger und waren neun Mal so häufig kurzatmig.

Kinder mit einer anderen Mutation des GST Gens litten laut BBC unter ähnlichen mit dem Passivrauchen in Zusammenhang stehenden Lungenproblemen. Jene Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht hatten, verfügten über eine schlechtere Lungenfunktion als jene mit genetischer Mutation, deren Mütter nicht geraucht hatten.

Aussender: pressetext.austria