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Literatur
Nicht alles ist eine Allergie. Nahrungsmittelunverträglichkeiten
GINA-Report "Global Burden
of Asthma"
Chronische Krankheiten in Wien
Weißbuch Allergie in Deutschland
European Lung White Book
Nicht
alles ist eine Allergie
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Broschüre der AKNÖ. Stand: Dezember
2004, 104 Seiten.
Wien
- Jeder Vierte gibt an, an einer Lebensmittelallergie zu leiden. Die
Spurensuche nach den allergisch machenden Stoffen gestaltet sich aber
manchmal äußerst schwierig. Nüsse in angeblich purer
Milchschokolade und Milcheiweiß im Lachsaufstrich sind nur zwei
Beispiele von Stoffen, die sich in Lebensmitteln verbergen, in denen
man sie nicht vermuten würde. Information und Orientierung bietet
die neue Broschüre der niederösterreichischen Arbeiterkammer
an, die am 16. März 2005 vorgestellt wurde.
"Wir haben diese Broschüre gemeinsam
mit dem Land Niederösterreich in Auftrag gegeben, weil wir Allergikern
einerseits den Arbeitsalltag erleichtern wollen und ihnen andererseits
Wege aufzeigen wollen, wie sie trotz Allergie ihr Essen genießen
können", erklärte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger.
Den Zeitpunkt der Präsentation habe man nicht zuletzt in Hinblick
auf die beginnende Pollensaison gewählt, denn Pollenallergiker
sind auch häufig empfindlich gegen bestimmte Nahrungsmittel.
2,4 Prozent erwachsene Lebensmittelallergiker
Eine echte Lebensmittelallergie liegt bei 2,4 Prozent
der Erwachsenen und bei bis zu 6 Prozent der Kinder vor. Daneben gibt
es noch Unverträglichkeiten, Pseudoallergien, Kreuzallergien und
Intoleranzen, die das Leben im Alltag beeinträchtigen können.
Nicht alles, was wie eine Allergie aussieht, ist auch eine. Die Broschüre
bringt Klarheit in den Begriffsdschungel und zeigt Wege in Richtung
genussvolles Essen auf.
Allergiekompass als Einkaufshilfe
Der Broschüre liegt außerdem ein Allergiekompass
bei. Allergiker sehen auf einen Blick, was sie meiden sollten und welche
Ersatzprodukte sie kaufen können. Der Kompass gibt Orientierung
bei den fünf häufigsten Lebensmittelallergien, das sind jene
gegen Kuhmilch, Hühnereier, Fisch, Soja und die Unverträglichkeit
von Gluten. Die Broschüre kann und soll den Arzt nicht ersetzen.
Der erste und wichtigste Schritt ist eine umfassende Diagnose, die vom
Facharzt, dem Allergologen, erstellt wird. Die 104 Seiten umfassende
Broschüre "Nicht alles ist eine Allergie" ist zum Ortstarif
unter 05 7171-1212 bei der Niederösterreichischen Arbeiterkammer
zu bestellen und gratis erhältlich. Im Internet steht sie als Download
auf http://noe.arbeiterkammer.at
zur Verfügung.
GINA-Report „Global Burden
of Asthma"
Etwa 300 Millionen Menschen leiden an
Asthma und ihre Zahl steigt sprunghaft. Zum Weltasthmatag, 4. Mai 2004,
hat GINA (Global Initiative for Asthma) alle Informationen des weltweiten
Asthma-Reports „Global Burden of Asthma“ zur Veröffentlichung
freigegeben.
Der Report wurde im Medical Research Institute
of New Zealand, Wellington, Neuseeland, und an der britischen Universität
von Southampton erstellt. Als Autoren zeichnen Matthew Masoli, Denise
Fabian, Shaun Holt und Richard Beasley.
Die Autoren verarbeiteten Daten aus 80 Ländern
und stützten sich auf zahlreiche nationale und internationale Studien,
so die ISAAC-Studie (International Study of Asthma and Allergies in
Childhood) und die ECRHS-Studie (European Community Respiratory Health
Survey). Kontaktperson in Österreich war Univ.Prof. Dr. Josef Riedler
(Lungenambulanz, Salzburger Kinderspital).
Österreich rangiert mit 5,8 % von Erwachsenen
mit klinischem Asthma im westeuropäischen Durchschnitt (5,9 %).
Die Weltrangliste führt Schottland mit 18,4 Prozent an (England
15,3 %, Australien 14,7 %, USA 10,9 %, Deutschland 6,9 %, Schweiz 2,3
%, Russland 2,2 %). Beim Asthma von Kindern und Jugendlichen liegen
die Zahlen noch um einiges höher, sie sind im Report in Form von
Grafiken wiedergegeben. Die Autoren weisen auf die Schwierigkeit der
Vergleichbarkeit der Daten aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen
Studien hin. So zeigt sich ein großer Unterschied, ob diagnostiziertes
Asthma angeführt wird oder Umfrageergebnisse bei der Bevölkerung,
wo nach dem Auftreten von Husten, Atemnot, etc. gefragt wurde.
Im Folgenden ein übersetzter Auszug aus dem
Report:
Globale Bürde Asthma – Zusammenfassung
1. Asthma ist eine der häufigsten chronischen
Erkrankungen auf der Welt. Es wird geschätzt, dass gegenwärtig
etwa 300 Millionen Menschen auf der Welt Asthma haben. Zu wesentlich
höheren Schätzungen kann man gelangen, wenn man weniger strenge
Kriterien für die Diagnose von klinischem Asthma anlegt.
2. Die internationalen Muster des Auftretens von Asthma werden durch
das gegenwärtige Wissen über die Ursachen von Asthma nicht
erklärt. Ursachenforschung bzgl. Asthma und bzgl. der Wirksamkeit
von primären und sekundären Interventionsstrategien sind die
Schüsselbereiche mit Priorität in der Asthmaforschung.
3. Asthma ist bei Kindern und Erwachsenen in den vergangenen Jahrzehnten
in der ganzen Welt häufiger geworden. Der Anstieg im Auftreten
von Asthma war verbunden mit einem Anstieg der atopischen Sensibilisierung
und läuft parallel zur ähnlichen Zunahme allergischer Erkrankungen
wie Ekzeme und Schnupfen.
4. Die Asthma-Rate steigt, wenn Gemeinschaften den westlichen Lebensstil
annehmen und urbanisiert werden. Der Prozentsatz der Weltbevölkerung,
die in Städten lebt, wird bis 2025 voraussichtlich von 45 % auf
59 % steigen, sodass ein Ansteigen der Zahl der weltweiten Asthmatiker
in den nächsten zwei Jahrzehnten wahrscheinlich ist. Es wird geschätzt,
dass es bis 2025 weitere 100 Millionen Asthmatiker geben könnte.
5. In vielen Regionen der Welt haben Menschen mit Asthma keinen Zugang
zu Asthma-Basismedikamenten oder zu medizinischer Versorgung. Den ökonomischen
Wohlstand zu steigern und die Verteilung der Ressourcen zwischen und
innerhalb von Staaten zu verbessern, zählt zu den vorrangigen Prioritäten,
um eine bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.
6. Die Zahl von Lebensjahren (DALYs - dissability-adjusted live years),
die behinderungsbedingt durch Asthma weltweit verloren werden, wird
gegenwärtig auf 15 Millionen pro Jahr geschätzt. Weltweit
sind rund 1% aller verlorenen DALYs auf Asthma zurückzuführen,
was das häufige Vorkommen und die Schwere von Asthma widerspiegelt.
Die Zahl der aufgrund von Asthma verlorenen DALYs ist ähnlich der
von Diabetes, Leberzirrhose oder Schizophrenie.
7. Die Belastung durch Asthma ist in vielen Ländern von ausreichender
Größe, um sie als vorrangiges Problem bei den Gesundheitsstrategien
der Regierungen wahrzunehmen. Spezielle Mittel sollten bereitgestellt
werden, um die Versorgung benachteiligter Gruppen mit hoher Morbidität
zu verbessern, wozu Gruppen verschiedener Ethnien gehören sowie
Menschen von geringer Bildung, die in großen Städten leben
oder arm sind. Auch sollten Mittel für die Prävention vermeidbarer
Faktoren bereitgestellt werden, beispielsweise gegen die Luftverschmutzung,
die Verschlechterungen von Asthma auslöst.
8. Es wird geschätzt, dass einer von 250 Todesfällen weltweit
auf Asthma zurückzuführen ist. Viele dieser Todesfälle
wären zu verhindern, da sie auf schlechte medizinische Langzeitversorgung
oder auf fehlende Hilfe während des letzten Anfalls zurückzuführen
sind.
9. Die wirtschaftlichen Kosten von Asthma sind beträchtlich, sowohl
was die direkten Kosten der medizinischen Versorgung betrifft (wie stationäre
Aufenthalte und Kosten für Medikamente) als auch bezüglich
der indirekten Kosten (wie verlorene Arbeitszeit und vorzeitiger Tod).
10. Bis die Faktoren, die Asthma verursachen, besser verstanden werden
und die öffentliche Gesundheit novellieren und bis pharmakologische
Mittel verfügbar werden, um das Auftreten von Asthma zu reduzieren,
hat es Priorität sicherzustellen, dass ein kosteneffektiver Zugang
zu einem Management der Erkrankung, der erwiesenermaßen Morbidität
und Mortalität reduziert, so vielen Menschen mit Asthma auf der
ganzen Welt wie möglich offen steht.
Hindernisse für die Reduzierung der
Belastung durch Asthma
1. Zu generellen Hindernissen zählen Armut,
schlechte Bildung und ungenügende Infrastruktur.
2. Zu den Barrieren durch Umweltfaktoren gehören Luftverschmutzung
in Gebäuden und im Freien, Rauchen und Belastungen am Arbeitsplatz.
3. Ein Hindernis ist auch die geringe Priorität bei den Regierenden,
zurückzuführen auf die Bedeutung anderer Erkrankungen der
Atmungsorgane, wie Tuberkulose oder Lungenentzündung, und ein Fehlen
von Daten über Morbidität und Mortalität an Asthma.
4. Das Fehlen von auf Symptomen basierenden statt auf Krankheit basierenden
Zugängen zum Management von Atemwegserkrankungen, inklusive Asthma.
5. Unstatthafte Generalisierungen für verschiedene Kulturen und
Gesundheitssysteme, wodurch Richtlinien, die für das Asthma-Management
in Ländern mit hohen Einkommen entwickelt wurden, in Ländern
mit mittleren und niedrigen Einkommen schwer durchgeführt werden
können.
6. Hindernisse innerhalb der Dienste der Gesundheitsversorgung, abhängig
von
a) geografischen Gegebenheiten
b) der Art der professionellen Reaktion
c) dem Erziehungs- und Ausbildungssystem
d) öffentlicher und privater Versorgung
e) eher Notfall- als Routineversorgung
7. Beschränkte Verfügbarkeit und Gebrauch von Medikamenten,
inklusive
a) Weglassen von Basismedikamenten der WHO oder wichtiger nationaler
Medikamentenlisten
b) schlechte Versorgungs- und Verteilungsstruktur
c) Kosten
d) kulturell bedingte Ablehnung von Systemen zur Medikamenteneinnahme,
z.B. von Inhalatoren
8. Barrieren durch den Patienten, inklusive
a) kulturelle Faktoren
b) Informationsmangel
c) mangelndes Selbstmanagement
d) sich zuviel auf Notfallversorgung verlassen
e) Verwendung alternativer, unbewährter Therapien
9. Unzulängliche Mittel der Regierungen für die Gesundheitsversorgung,
inklusive Asthma.
10. Die Anforderungen an Lungenspezialisten und verwandte Einrichtungen,
die sich um eine große Bandbreite von Erkrankungen kümmern
müssen, was in einigen Regionen zum Versäumnis führte,
sich adäquat um die Bewusstseinsbildung bzgl. Asthma zu kümmern.
Erforderliche Maßnahmen, um die Belastung durch Asthma zu reduzieren
1. Asthma sollte weltweit als wichtiger Verursacher
von Morbidität, Kosten und Mortalität erkannt werden.
2. Das Auftreten von Asthma sollte registriert und beobachtet werden,
ebenso wie die Morbidität und Mortalität, die in der ganzen
Welt aus Asthma resultieren.
3. Die ökonomischen und politischen Faktoren, die den Zugang zur
Gesundheitsversorgung begrenzen, sind zu identifizieren und anzusprechen.
4. In Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen ist der Zugang
zu wichtigen Medikamenten für das Management von Asthma zu verbessern.
5. Umweltfaktoren wie Verschmutzung in und außerhalb von Gebäuden
sind zu identifizieren und anzusprechen, da sie zu Atemwegserkrankungen
führen, inklusive Asthma.
6. Einsatz und Durchführung von gesundheitspolitischen Maßnahmen
gegen das Rauchen, um den Tabakkonsum zu reduzieren.
7. Internationale Asthma-Richtlinien sind für Entwicklungsländer
zu modifizieren, um sicherzustellen, dass sie praktisch und realistisch
für die Umsetzung in unterschiedlichen Systemen der Gesundheitsversorgung
sind.
8. Die GINA-Richtlinien sind mit anderen globalen entsprechenden Richtlinien
für Kinder und Erwachsene zu vereinbaren. Schlüsselelemente
der einzelnen Richtlinien sollten vermischt werden, um sofort eingesetzt
zu werden, sobald ein Asthma-Patient erstmals Kontakt mit Gesundheitsdiensten
aufnimmt.
9. Kosteneffektive Maßnahmen des Asthma-Managements, die Morbidität
und Mortalität nachweislich reduziert haben, sollten verbreitet
werden, wobei sichergestellt sein sollte, dass die optimale Behandlung
für so viele Asthmatiker wie möglich weltweit verfügbar
ist.
10. Zu erforschen gilt es die Ursachen von Asthma, primäre und
sekundäre Interventionsstrategien und Management-Programme, inklusive
jener für den Einsatz in der Dritten Welt.
Übersetzung der Abschnitte aus dem "Global
Burden of Asthma"-Report aus dem Englischen: Dr. Waltraud Jakob
www.ginasthma.com
Chronische Krankheiten in
Wien
Herausgegeben
von der Stadt Wien - Bereichsleitung für Gesundheitsplanung und
Finanzmanagement,
304 Seiten, Wien 2004
Zu den "ausgewählten Krankheiten",
zu denen in "Chronische Krankheiten in Wien" Informationen
zusammengetragen sind, zählt Asthma.
Von der Wiener Bevölkerung ab 16 Jahren waren demnach 3,4 Prozent
der Männer und 3,0 Prozent der Frauen nach Eigenangaben irgendwann
in ihrem Leben von Asthma betroffen. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten
2,1 Prozent der Männer und 2,8 Prozent der Frauen Asthma.
Asthma wurde am häufigsten in der untersten
Einkommensschicht festgestellt, was u.a. auf eine ungünstige Wohnsituation
zurückzuführen sein kann. Auch haben Personen mit einer Häufung
negativer Lebensereignisse nahezu doppelt so häufig Asthma als
andere.
Im Jahr 2000 waren je 0,4 Prozent der stationären
Aufenthalte derWohnbevölkerung Wiens und Österreichs auf Asthma
zurückzuführen. In Wien verstarben im Jahr 2001 exakt 44 Personen
an Asthma (17 Männer, 27 Frauen), österreichweit waren es
185 Personen (92 Männer, 93 Frauen).
Um Auftreten von und Sterblichkeit an Asthma zu
senken, sei es notwendig, "die bestehenden präventiven Möglichkeiten
für das Auftreten und die Verschlimmerung der Krankheit zu nutzen,
den Wissensstand bei nicht pneumologisch ausgebildeten ÄrztInnen
und PatientInnen zu verbessern und die Forschung in Epidemiologie, Pathogenese,
Diagnostik und Therapie der Erkrankung voranzutreiben."
www.wien.gv.at/who/chronkrank/
Weißbuch Allergie
in Deutschland
Herausgegeben
von Johannes Ring , Thomas Fuchs, Gerhard Schultze-Werninghaus
Broschiert - 336 Seiten - Urban & Vogel
2., aktualisierte und erweiterte Auflage
Erscheinungsdatum: Januar 2004
Preis (Österreich): 36 Euro
ISBN: 3899351827
Allergische Erkrankungen gehören zu
den großen medizinischen Herausforderungen unserer Gesellschaft.
Um die Versorgung Allergiekranker zu verbessern und die Zunahme von
Allergien zu stoppen, sind fachübergreifende Maßnahmen erforderlich.
Deshalb stellen die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und
klinische Immunologie (DGAI) und der Ärzteverband Deutscher Allergologen
(ÄDA), unter dem Dach der Deutschen Akademie für Allergologie
und Umweltmedizin (DAAU) den aktuellen Wissensstand der Allergologie
in dem "Weißbuch Allergie in Deutschland" dar. 29 Autoren
und 43 Kommentatoren haben an dem Weißbuch mitgearbeitet. Es enthält
neben einer umfassenden Bestandsaufnahme konkrete Lösungsvorschläge
für kurz- und mittelfristige Verbesserungen.
Die Fortschritte der experimentellen Immunologie
und Allergologie der letzten Jahre haben eine Fülle neuer Erkenntnisse
verfügbar gemacht. Richtig umgesetzt könnten sie für
viele allergiekranke Patienten Linderung oder Heilung bringen. Derzeit
werden aber nur etwa zehn Prozent der Allergiker in Deutschland ausreichend
versorgt.
Die Herausgeber fordern die Gesundheitspolitiker
von Bund und Ländern auf, an einer breiten Debatte zur Bekämpfung
der Volkskrankheit Allergie und damit an einer Trendwende für eine
bessere Versorgung der Patienten mitzuwirken.
Sofortprogramm für eine bessere Versorgung
Allergiekranker
• Entbagatellisierung allergischer Krankheiten und finanzielle
Sicherung der notwendigen Therapie
• Förderung der Allergiefrüherkennung durch Vorsorgeuntersuchungen
und breite Aufklärung in Kindergärten und Schulen
• Umfassende Information der Öffentlichkeit über allergische
Erkrankungen und die Möglichkeiten zur Prävention
• Qualitätssicherung der allergologischen Weiterbildung und
der Weiterbildungsermächtigten
• Fachgebietsüberschreitende Kompetenz für Ärzte
mit der Zusatzbezeichnung Allergologie
• Aufbau von Lehrstühlen oder Abteilungen für Allergologie
und experimentelle Allergologie an deutschen Hochschulen
• Verstärkung der Forschungsanstrengungen zur Epidemiologie,
Pathogenese, Diagnostik, Therapie und Prävention von Allergien
Aufnahme der Allergologie als Pflicht-Querschnittsfach in die medizinische
Ausbildung
• Konsequente Umsetzung der WHO-Empfehlungen: Verstärkter
Einsatz der kausal wirkenden spezifischen Immuntherapie
• Verbesserter Verbraucherschutz durch geeignete Deklarationsregeln
allergierelevanter Produkte
European Lung White Book
Das
Anfang des Jahres 2004 erschienene European Lung White Book, herausgegeben
von der European Respiratory Society (ERS) und der European Lung Foundation
(ELF), stellt die erste umfassende Studie zum Thema Lunge und Lungenerkrankungen
in Europa vor und demonstriert, wie respiratorische Krankheiten das
europäische Gesundheitssystem nachhaltig beeinflussen.
Das Buch umfaßt ca. 200 Seiten und kann bei der ERS um
20 Euro (plus Versandkosten) bestellt werden.
www.ersnet.org/1/6/1_6asp
Zusätzlich zu epidemiologischen Daten, die
in 51 WHO-Staaten gesammelt wurden, präsentiert das Europäische
Weißbuch eine Einschätzung der finanziellen Auswirkungen
von Lungenkrankheiten auf die Gesellschaft, sowohl hinsichtlich der
Pflegekosten als auch bezüglich des Verlustes an Produktivität.
Enorme finanzielle Belastung der Gesundheitssysteme
Die jährlichen Gesamtkosten von Lungenkrankheiten
werden auf € 102 Milliarden geschätzt, eine Summe vergleichbar
mit dem BIP Irlands. COPD stellt dabei mit jährlichen Kosten von
geschätzten € 38,7 Milliarden die kostenintensivste respiratorische
Krankheit Europas dar.
European Respiratory Society (ERS)
Die 1990 gegründete ERS (European Respiratory Society) ist eine
nicht auf Gewinn ausgerichtete internationale medizinische Organisation
mit mehr als 6.000 Mitgliedern, unter denen sich Wissenschafter, Ärzte
und andere auf diesem Gebiet des Gesundheitswesens tätige Fachkräfte
aus mehr als 90 Ländern befinden.
Der Auftrag der Gesellschaft liegt vor allem in der Förderung der
respiratorischen Medizin, indem Aktivitäten ihrer Mitglieder angeregt
und koordiniert werden. Ziel ist, den höchstmöglichen medizinischen,
paramedizinischen und sozialen Standard bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen
zu erreichen.
European Lung Foundation
(ELF)
Die European Lung Foundation wurde vor kurzem von der Europäischen
Gesellschaft für Atemwegserkrankungen (European Respiratory Society
- ERS) mit dem Auftrag ins Leben gerufen, die auf diesem Gebiet tätigen
Forscher zu unterstützen und die Ergebnisse ihrer Arbeit verstärkt
in die Öffentlichkeit zu bringen. ELF ist die einzige im gesamten
europäischen Raum tätige Stiftung, die sich mit Fragen der
Lungengesundheit beschäftigt.
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