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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 21.06.2005   

Literatur


Nicht alles ist eine Allergie. Nahrungsmittelunverträglichkeiten

GINA-Report "Global Burden of Asthma"

Chronische Krankheiten in Wien

Weißbuch Allergie in Deutschland

European Lung White Book

 

 

 

Nicht alles ist eine Allergie
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Broschüre der AKNÖ. Stand: Dezember 2004, 104 Seiten.

Wien - Jeder Vierte gibt an, an einer Lebensmittelallergie zu leiden. Die Spurensuche nach den allergisch machenden Stoffen gestaltet sich aber manchmal äußerst schwierig. Nüsse in angeblich purer Milchschokolade und Milcheiweiß im Lachsaufstrich sind nur zwei Beispiele von Stoffen, die sich in Lebensmitteln verbergen, in denen man sie nicht vermuten würde. Information und Orientierung bietet die neue Broschüre der niederösterreichischen Arbeiterkammer an, die am 16. März 2005 vorgestellt wurde.

"Wir haben diese Broschüre gemeinsam mit dem Land Niederösterreich in Auftrag gegeben, weil wir Allergikern einerseits den Arbeitsalltag erleichtern wollen und ihnen andererseits Wege aufzeigen wollen, wie sie trotz Allergie ihr Essen genießen können", erklärte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger. Den Zeitpunkt der Präsentation habe man nicht zuletzt in Hinblick auf die beginnende Pollensaison gewählt, denn Pollenallergiker sind auch häufig empfindlich gegen bestimmte Nahrungsmittel.

2,4 Prozent erwachsene Lebensmittelallergiker

Eine echte Lebensmittelallergie liegt bei 2,4 Prozent der Erwachsenen und bei bis zu 6 Prozent der Kinder vor. Daneben gibt es noch Unverträglichkeiten, Pseudoallergien, Kreuzallergien und Intoleranzen, die das Leben im Alltag beeinträchtigen können. Nicht alles, was wie eine Allergie aussieht, ist auch eine. Die Broschüre bringt Klarheit in den Begriffsdschungel und zeigt Wege in Richtung genussvolles Essen auf.

Allergiekompass als Einkaufshilfe

Der Broschüre liegt außerdem ein Allergiekompass bei. Allergiker sehen auf einen Blick, was sie meiden sollten und welche Ersatzprodukte sie kaufen können. Der Kompass gibt Orientierung bei den fünf häufigsten Lebensmittelallergien, das sind jene gegen Kuhmilch, Hühnereier, Fisch, Soja und die Unverträglichkeit von Gluten. Die Broschüre kann und soll den Arzt nicht ersetzen. Der erste und wichtigste Schritt ist eine umfassende Diagnose, die vom Facharzt, dem Allergologen, erstellt wird. Die 104 Seiten umfassende Broschüre "Nicht alles ist eine Allergie" ist zum Ortstarif unter 05 7171-1212 bei der Niederösterreichischen Arbeiterkammer zu bestellen und gratis erhältlich. Im Internet steht sie als Download auf http://noe.arbeiterkammer.at zur Verfügung.

 

GINA-Report „Global Burden of Asthma"

Global Burden of Asthma Report Etwa 300 Millionen Menschen leiden an Asthma und ihre Zahl steigt sprunghaft. Zum Weltasthmatag, 4. Mai 2004, hat GINA (Global Initiative for Asthma) alle Informationen des weltweiten Asthma-Reports „Global Burden of Asthma“ zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Report wurde im Medical Research Institute of New Zealand, Wellington, Neuseeland, und an der britischen Universität von Southampton erstellt. Als Autoren zeichnen Matthew Masoli, Denise Fabian, Shaun Holt und Richard Beasley.

Die Autoren verarbeiteten Daten aus 80 Ländern und stützten sich auf zahlreiche nationale und internationale Studien, so die ISAAC-Studie (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) und die ECRHS-Studie (European Community Respiratory Health Survey). Kontaktperson in Österreich war Univ.Prof. Dr. Josef Riedler (Lungenambulanz, Salzburger Kinderspital).

Österreich rangiert mit 5,8 % von Erwachsenen mit klinischem Asthma im westeuropäischen Durchschnitt (5,9 %). Die Weltrangliste führt Schottland mit 18,4 Prozent an (England 15,3 %, Australien 14,7 %, USA 10,9 %, Deutschland 6,9 %, Schweiz 2,3 %, Russland 2,2 %). Beim Asthma von Kindern und Jugendlichen liegen die Zahlen noch um einiges höher, sie sind im Report in Form von Grafiken wiedergegeben. Die Autoren weisen auf die Schwierigkeit der Vergleichbarkeit der Daten aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Studien hin. So zeigt sich ein großer Unterschied, ob diagnostiziertes Asthma angeführt wird oder Umfrageergebnisse bei der Bevölkerung, wo nach dem Auftreten von Husten, Atemnot, etc. gefragt wurde.

Im Folgenden ein übersetzter Auszug aus dem Report:

Globale Bürde Asthma – Zusammenfassung

1. Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen auf der Welt. Es wird geschätzt, dass gegenwärtig etwa 300 Millionen Menschen auf der Welt Asthma haben. Zu wesentlich höheren Schätzungen kann man gelangen, wenn man weniger strenge Kriterien für die Diagnose von klinischem Asthma anlegt.
2. Die internationalen Muster des Auftretens von Asthma werden durch das gegenwärtige Wissen über die Ursachen von Asthma nicht erklärt. Ursachenforschung bzgl. Asthma und bzgl. der Wirksamkeit von primären und sekundären Interventionsstrategien sind die Schüsselbereiche mit Priorität in der Asthmaforschung.
3. Asthma ist bei Kindern und Erwachsenen in den vergangenen Jahrzehnten in der ganzen Welt häufiger geworden. Der Anstieg im Auftreten von Asthma war verbunden mit einem Anstieg der atopischen Sensibilisierung und läuft parallel zur ähnlichen Zunahme allergischer Erkrankungen wie Ekzeme und Schnupfen.
4. Die Asthma-Rate steigt, wenn Gemeinschaften den westlichen Lebensstil annehmen und urbanisiert werden. Der Prozentsatz der Weltbevölkerung, die in Städten lebt, wird bis 2025 voraussichtlich von 45 % auf 59 % steigen, sodass ein Ansteigen der Zahl der weltweiten Asthmatiker in den nächsten zwei Jahrzehnten wahrscheinlich ist. Es wird geschätzt, dass es bis 2025 weitere 100 Millionen Asthmatiker geben könnte.
5. In vielen Regionen der Welt haben Menschen mit Asthma keinen Zugang zu Asthma-Basismedikamenten oder zu medizinischer Versorgung. Den ökonomischen Wohlstand zu steigern und die Verteilung der Ressourcen zwischen und innerhalb von Staaten zu verbessern, zählt zu den vorrangigen Prioritäten, um eine bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.
6. Die Zahl von Lebensjahren (DALYs - dissability-adjusted live years), die behinderungsbedingt durch Asthma weltweit verloren werden, wird gegenwärtig auf 15 Millionen pro Jahr geschätzt. Weltweit sind rund 1% aller verlorenen DALYs auf Asthma zurückzuführen, was das häufige Vorkommen und die Schwere von Asthma widerspiegelt. Die Zahl der aufgrund von Asthma verlorenen DALYs ist ähnlich der von Diabetes, Leberzirrhose oder Schizophrenie.
7. Die Belastung durch Asthma ist in vielen Ländern von ausreichender Größe, um sie als vorrangiges Problem bei den Gesundheitsstrategien der Regierungen wahrzunehmen. Spezielle Mittel sollten bereitgestellt werden, um die Versorgung benachteiligter Gruppen mit hoher Morbidität zu verbessern, wozu Gruppen verschiedener Ethnien gehören sowie Menschen von geringer Bildung, die in großen Städten leben oder arm sind. Auch sollten Mittel für die Prävention vermeidbarer Faktoren bereitgestellt werden, beispielsweise gegen die Luftverschmutzung, die Verschlechterungen von Asthma auslöst.
8. Es wird geschätzt, dass einer von 250 Todesfällen weltweit auf Asthma zurückzuführen ist. Viele dieser Todesfälle wären zu verhindern, da sie auf schlechte medizinische Langzeitversorgung oder auf fehlende Hilfe während des letzten Anfalls zurückzuführen sind.
9. Die wirtschaftlichen Kosten von Asthma sind beträchtlich, sowohl was die direkten Kosten der medizinischen Versorgung betrifft (wie stationäre Aufenthalte und Kosten für Medikamente) als auch bezüglich der indirekten Kosten (wie verlorene Arbeitszeit und vorzeitiger Tod).
10. Bis die Faktoren, die Asthma verursachen, besser verstanden werden und die öffentliche Gesundheit novellieren und bis pharmakologische Mittel verfügbar werden, um das Auftreten von Asthma zu reduzieren, hat es Priorität sicherzustellen, dass ein kosteneffektiver Zugang zu einem Management der Erkrankung, der erwiesenermaßen Morbidität und Mortalität reduziert, so vielen Menschen mit Asthma auf der ganzen Welt wie möglich offen steht.


Hindernisse für die Reduzierung der Belastung durch Asthma

1. Zu generellen Hindernissen zählen Armut, schlechte Bildung und ungenügende Infrastruktur.
2. Zu den Barrieren durch Umweltfaktoren gehören Luftverschmutzung in Gebäuden und im Freien, Rauchen und Belastungen am Arbeitsplatz.
3. Ein Hindernis ist auch die geringe Priorität bei den Regierenden, zurückzuführen auf die Bedeutung anderer Erkrankungen der Atmungsorgane, wie Tuberkulose oder Lungenentzündung, und ein Fehlen von Daten über Morbidität und Mortalität an Asthma.
4. Das Fehlen von auf Symptomen basierenden statt auf Krankheit basierenden Zugängen zum Management von Atemwegserkrankungen, inklusive Asthma.
5. Unstatthafte Generalisierungen für verschiedene Kulturen und Gesundheitssysteme, wodurch Richtlinien, die für das Asthma-Management in Ländern mit hohen Einkommen entwickelt wurden, in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen schwer durchgeführt werden können.
6. Hindernisse innerhalb der Dienste der Gesundheitsversorgung, abhängig von
a) geografischen Gegebenheiten
b) der Art der professionellen Reaktion
c) dem Erziehungs- und Ausbildungssystem
d) öffentlicher und privater Versorgung
e) eher Notfall- als Routineversorgung
7. Beschränkte Verfügbarkeit und Gebrauch von Medikamenten, inklusive
a) Weglassen von Basismedikamenten der WHO oder wichtiger nationaler Medikamentenlisten
b) schlechte Versorgungs- und Verteilungsstruktur
c) Kosten
d) kulturell bedingte Ablehnung von Systemen zur Medikamenteneinnahme, z.B. von Inhalatoren
8. Barrieren durch den Patienten, inklusive
a) kulturelle Faktoren
b) Informationsmangel
c) mangelndes Selbstmanagement
d) sich zuviel auf Notfallversorgung verlassen
e) Verwendung alternativer, unbewährter Therapien
9. Unzulängliche Mittel der Regierungen für die Gesundheitsversorgung, inklusive Asthma.
10. Die Anforderungen an Lungenspezialisten und verwandte Einrichtungen, die sich um eine große Bandbreite von Erkrankungen kümmern müssen, was in einigen Regionen zum Versäumnis führte, sich adäquat um die Bewusstseinsbildung bzgl. Asthma zu kümmern.


Erforderliche Maßnahmen, um die Belastung durch Asthma zu reduzieren

1. Asthma sollte weltweit als wichtiger Verursacher von Morbidität, Kosten und Mortalität erkannt werden.
2. Das Auftreten von Asthma sollte registriert und beobachtet werden, ebenso wie die Morbidität und Mortalität, die in der ganzen Welt aus Asthma resultieren.
3. Die ökonomischen und politischen Faktoren, die den Zugang zur Gesundheitsversorgung begrenzen, sind zu identifizieren und anzusprechen.
4. In Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen ist der Zugang zu wichtigen Medikamenten für das Management von Asthma zu verbessern.
5. Umweltfaktoren wie Verschmutzung in und außerhalb von Gebäuden sind zu identifizieren und anzusprechen, da sie zu Atemwegserkrankungen führen, inklusive Asthma.
6. Einsatz und Durchführung von gesundheitspolitischen Maßnahmen gegen das Rauchen, um den Tabakkonsum zu reduzieren.
7. Internationale Asthma-Richtlinien sind für Entwicklungsländer zu modifizieren, um sicherzustellen, dass sie praktisch und realistisch für die Umsetzung in unterschiedlichen Systemen der Gesundheitsversorgung sind.
8. Die GINA-Richtlinien sind mit anderen globalen entsprechenden Richtlinien für Kinder und Erwachsene zu vereinbaren. Schlüsselelemente der einzelnen Richtlinien sollten vermischt werden, um sofort eingesetzt zu werden, sobald ein Asthma-Patient erstmals Kontakt mit Gesundheitsdiensten aufnimmt.
9. Kosteneffektive Maßnahmen des Asthma-Managements, die Morbidität und Mortalität nachweislich reduziert haben, sollten verbreitet werden, wobei sichergestellt sein sollte, dass die optimale Behandlung für so viele Asthmatiker wie möglich weltweit verfügbar ist.
10. Zu erforschen gilt es die Ursachen von Asthma, primäre und sekundäre Interventionsstrategien und Management-Programme, inklusive jener für den Einsatz in der Dritten Welt.

Übersetzung der Abschnitte aus dem "Global Burden of Asthma"-Report aus dem Englischen: Dr. Waltraud Jakob

www.ginasthma.com

 

Chronische Krankheiten in Wien

Chronische Krankheiten in WienHerausgegeben von der Stadt Wien - Bereichsleitung für Gesundheitsplanung und Finanzmanagement,
304 Seiten, Wien 2004

Zu den "ausgewählten Krankheiten", zu denen in "Chronische Krankheiten in Wien" Informationen zusammengetragen sind, zählt Asthma. Von der Wiener Bevölkerung ab 16 Jahren waren demnach 3,4 Prozent der Männer und 3,0 Prozent der Frauen nach Eigenangaben irgendwann in ihrem Leben von Asthma betroffen. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten 2,1 Prozent der Männer und 2,8 Prozent der Frauen Asthma.

Asthma wurde am häufigsten in der untersten Einkommensschicht festgestellt, was u.a. auf eine ungünstige Wohnsituation zurückzuführen sein kann. Auch haben Personen mit einer Häufung negativer Lebensereignisse nahezu doppelt so häufig Asthma als andere.

Im Jahr 2000 waren je 0,4 Prozent der stationären Aufenthalte derWohnbevölkerung Wiens und Österreichs auf Asthma zurückzuführen. In Wien verstarben im Jahr 2001 exakt 44 Personen an Asthma (17 Männer, 27 Frauen), österreichweit waren es 185 Personen (92 Männer, 93 Frauen).

Um Auftreten von und Sterblichkeit an Asthma zu senken, sei es notwendig, "die bestehenden präventiven Möglichkeiten für das Auftreten und die Verschlimmerung der Krankheit zu nutzen, den Wissensstand bei nicht pneumologisch ausgebildeten ÄrztInnen und PatientInnen zu verbessern und die Forschung in Epidemiologie, Pathogenese, Diagnostik und Therapie der Erkrankung voranzutreiben."

www.wien.gv.at/who/chronkrank/

 

Weißbuch Allergie in Deutschland

Weißbuch Allergie in DeutschlandHerausgegeben von Johannes Ring , Thomas Fuchs, Gerhard Schultze-Werninghaus
Broschiert - 336 Seiten - Urban & Vogel
2., aktualisierte und erweiterte Auflage
Erscheinungsdatum: Januar 2004
Preis (Österreich): 36 Euro
ISBN: 3899351827

Allergische Erkrankungen gehören zu den großen medizinischen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Um die Versorgung Allergiekranker zu verbessern und die Zunahme von Allergien zu stoppen, sind fachübergreifende Maßnahmen erforderlich. Deshalb stellen die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) und der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA), unter dem Dach der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU) den aktuellen Wissensstand der Allergologie in dem "Weißbuch Allergie in Deutschland" dar. 29 Autoren und 43 Kommentatoren haben an dem Weißbuch mitgearbeitet. Es enthält neben einer umfassenden Bestandsaufnahme konkrete Lösungsvorschläge für kurz- und mittelfristige Verbesserungen.

Die Fortschritte der experimentellen Immunologie und Allergologie der letzten Jahre haben eine Fülle neuer Erkenntnisse verfügbar gemacht. Richtig umgesetzt könnten sie für viele allergiekranke Patienten Linderung oder Heilung bringen. Derzeit werden aber nur etwa zehn Prozent der Allergiker in Deutschland ausreichend versorgt.

Die Herausgeber fordern die Gesundheitspolitiker von Bund und Ländern auf, an einer breiten Debatte zur Bekämpfung der Volkskrankheit Allergie und damit an einer Trendwende für eine bessere Versorgung der Patienten mitzuwirken.

Sofortprogramm für eine bessere Versorgung Allergiekranker

• Entbagatellisierung allergischer Krankheiten und finanzielle Sicherung der notwendigen Therapie
• Förderung der Allergiefrüherkennung durch Vorsorgeuntersuchungen und breite Aufklärung in Kindergärten und Schulen
• Umfassende Information der Öffentlichkeit über allergische Erkrankungen und die Möglichkeiten zur Prävention
• Qualitätssicherung der allergologischen Weiterbildung und der Weiterbildungsermächtigten
• Fachgebietsüberschreitende Kompetenz für Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Allergologie
• Aufbau von Lehrstühlen oder Abteilungen für Allergologie und experimentelle Allergologie an deutschen Hochschulen
• Verstärkung der Forschungsanstrengungen zur Epidemiologie, Pathogenese, Diagnostik, Therapie und Prävention von Allergien
Aufnahme der Allergologie als Pflicht-Querschnittsfach in die medizinische Ausbildung
• Konsequente Umsetzung der WHO-Empfehlungen: Verstärkter Einsatz der kausal wirkenden spezifischen Immuntherapie
• Verbesserter Verbraucherschutz durch geeignete Deklarationsregeln allergierelevanter Produkte

 

European Lung White Book

European Lung White BookDas Anfang des Jahres 2004 erschienene European Lung White Book, herausgegeben von der European Respiratory Society (ERS) und der European Lung Foundation (ELF), stellt die erste umfassende Studie zum Thema Lunge und Lungenerkrankungen in Europa vor und demonstriert, wie respiratorische Krankheiten das europäische Gesundheitssystem nachhaltig beeinflussen.

Das Buch umfaßt ca. 200 Seiten und kann bei der ERS um 20 Euro (plus Versandkosten) bestellt werden.
www.ersnet.org/1/6/1_6asp

Zusätzlich zu epidemiologischen Daten, die in 51 WHO-Staaten gesammelt wurden, präsentiert das Europäische Weißbuch eine Einschätzung der finanziellen Auswirkungen von Lungenkrankheiten auf die Gesellschaft, sowohl hinsichtlich der Pflegekosten als auch bezüglich des Verlustes an Produktivität.

Enorme finanzielle Belastung der Gesundheitssysteme

Die jährlichen Gesamtkosten von Lungenkrankheiten werden auf € 102 Milliarden geschätzt, eine Summe vergleichbar mit dem BIP Irlands. COPD stellt dabei mit jährlichen Kosten von geschätzten € 38,7 Milliarden die kostenintensivste respiratorische Krankheit Europas dar.


European Respiratory Society (ERS)
Die 1990 gegründete ERS (European Respiratory Society) ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete internationale medizinische Organisation mit mehr als 6.000 Mitgliedern, unter denen sich Wissenschafter, Ärzte und andere auf diesem Gebiet des Gesundheitswesens tätige Fachkräfte aus mehr als 90 Ländern befinden.
Der Auftrag der Gesellschaft liegt vor allem in der Förderung der respiratorischen Medizin, indem Aktivitäten ihrer Mitglieder angeregt und koordiniert werden. Ziel ist, den höchstmöglichen medizinischen, paramedizinischen und sozialen Standard bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen zu erreichen.

European Lung Foundation (ELF)
Die European Lung Foundation wurde vor kurzem von der Europäischen Gesellschaft für Atemwegserkrankungen (European Respiratory Society - ERS) mit dem Auftrag ins Leben gerufen, die auf diesem Gebiet tätigen Forscher zu unterstützen und die Ergebnisse ihrer Arbeit verstärkt in die Öffentlichkeit zu bringen. ELF ist die einzige im gesamten europäischen Raum tätige Stiftung, die sich mit Fragen der Lungengesundheit beschäftigt.