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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 16.02.2005   

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28. Mai 2004

Begünstigen Antibiotika Allergien?
Hinweis durch Mäuseexperiment von Mikrobiologen der Universität Michigan

New Orleans / Wien (w.j.) - Die Einnahme von Antibiotika begünstigt möglicherweise das Auftreten von Allergien. Mikrobiologen der Universität Michigan weisen auf diesen Zusammenhang hin, der durch einen Versuch mit Mäusen verdeutlicht wurde. Die Wissenschaftler präsentierten ihre Forschungsergebnisse bei der 104. Generalversammlung der American Society for Microbiology, die von 23. bis 27. Mai 2004 in New Orleans stattfand.

"In den vergangenen vier Jahrzehnten gab es einen explosiven Anstieg von Allergien und Asthma in der westlichen Welt, der mit der weitverbreiteten Verwendung von Antibiotika korreliert, welche Veränderungen in der Mikroflora des Magen-Darm-Bereichs bewirkt," so Mairi Noverr, einer der an der Studie beteiligten Forscher. "Wir nehmen an, dass die Verbindung zwischen der Einnahme von Antibiotika und der aus dem Gleichgewicht geratenen Abwehrkraft der Lunge durch die Veränderungen in der bakteriellen und fungalen Mikroflora des Magen-Darm-Bereiches entsteht, die der oftmalige Gebrauch von Antibiotika auslöst."

Antibiotika zerstören die bakterielle Mikroflora des Darms. Bevor diese wiederaufgebaut ist, können sich dort Pilze ansiedeln, was überschießende Reaktionen des Immunsystems zur Folge haben kann.

Garry Huffnagle, Mitglied der Forschergruppe der Universität Michigan, weist auf die Zusammenhänge zwischen Darmflora und den T-Zellen des Immunsystems hin, den das Mäuse-Experiment verdeutlichen soll. Werden Allergene verschluckt, verhindern die Pilze im Darm die Produktion regulärer T-Zellen zur Abwehr. Die T-Zellen in der Lunge werden auf die Allergene sensibilisiert. Das Ergebnis ist eine hyperaktive Immunantwort, die allergische Symptome oder Asthma produzieren kann.

Bei dem Experiment wurden Mäuse fünf Tage lang mit Antibiotika behandelt. Danach wurden sie mit Candida-Hefen infisziert, was einen Wiederaufbau der normalen Darmflora verhinderte. Schließlich wurden die Mäuse den Sporen eines Schimmelpilzes ausgesetzt und die Reaktion des Immunsystems untersucht.

Verglichen mit einer Gruppe von Tieren, die keine Antibiotika erhalten haben, soll es bei der infiszierten Gruppe zu einer verstärkten pulmonalen Hypersensibilisierung auf den Pilz gekommen sein.

Offen ist. ob die Entstehung einer Allergie durch Beseitigung von Candida im Darm verhindert werden kann. Es wird spekuliert, dass die Ernährung einen maßgeblichen Einfluss haben könnte. Huffnagle glaubt, dass die Mittelmeerkost mit ihren hohen Anteilen an Polyphenolen die Ausbreitung von Candida im Darm und damit möglicherweise auch von Allergien verhindern kann. Die kohlehydratreiche Kost der Industrieländer begünstige die Besiedlung mit Candida.

Weitere Informationen:
American Society for Microbiology www.asm.org/

 

26. Mai 2004

"Nonsmoking city" am Wiener Rathausplatz
Von 29. bis 31. Mai 2004 viele Informationen rund um das Rauchen

Wien - Tabakkonsum ist weltweit verantwortlich für einen von zehn Todesfällen der erwachsenen Bevölkerung und kostet somit jährlich rund fünf Millionen Menschen das Leben. Bleibt die Entwicklung konstant, werden im Jahre 2005 rund zehn Millionen Menschen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Anläßlich des Weltnichtrauchertages wird am Wiener Rathausplatz von 29. bis 31. Mai 2004 eine "nonsmoking city" eingerichtet, wo auch über Nikotinentwöhnung informiert wird.

Internationale Erfahrungen zeigen, dass sich eine nationale koordinierte Anti-Tabak-Politik bewährt, die vielschichtige Ebenen umfasst: nämlich bevölkerungsweite Strategien und zielgruppen- bzw. settingorientierte Kampagnen, die den Einstieg ins Rauchen verhindern sollen, sowie aufhörwilligen Raucher/innen Beratung und Behandlung bieten.

Aus diesem Grund setzt die Stadt Wien dieses Jahr auf breite Information und bietet allen interessierten Wienerinnen und Wienern vom 29. bis 31. Mai 2004 am Wiener Rathausplatz anlässlich des Welt-Nichtrauchertages (31. Mai) die Möglichkeit, sich über die Gefahren des Tabakkonsums sowie über die Möglichkeiten zur Nikotinentwöhnung zu informieren.

Wiens Gesundheits- und Sozialstadträtin Elisabeth Pittermann möchte möglichst viele Menschen dazu motivieren, sich über die schädlichen Wirkungen des Rauchens zu informieren: "Jeder Interessierte soll sich gründlich umsehen - ich bin überzeugt davon, dass ein Besuch der "nonsmoking city" für viele Menschen eine Motivation sein wird, auf den Glimmstengel zu verzichten. Die Nachteile des Rauchens liegen auf der Hand".

In der sogenannten "no smoking city" am Rathausplatz - organisiert von der Magistratsabteilung 15 - Gesundheitswesen - wird es Raucher- und Ernährungsberatung seitens der Wiener Gebietskrankenkasse geben. "Beim Stand des Institutes für Pulmologische Diagnostik können alle Interessierten ihre Lunge auf Zigarettenschädigung überprüfen lassen sowie eine Allergieberatung in Anspruch nehmen. Die Magistratsabteilung 51 - Sportamt bietet einen Fitness-Check an. Die Magistratsabteilung 15 - Gesundheitswesen führt Lungenfunktionsprüfung, Blutdruckmessung und Raucherberatung durch", führt Michael Banekovic, stv. Leiter der MA 15 aus.

Die überwältigende Mehrheit der Raucher/innen beginnt als Jugendliche mit ihrer Sucht. Und die meisten von ihnen werden aufgrund der damit verbundenen Nikotinabhängigkeit etliche Jahrzehnte rauchen - um später mit großer Wahrscheinlichkeit an den Folgen des Rauchens zu sterben. Tabakkonsum ist eine der häufigsten Todesursachen in der Europäischen Union und für mehr als eine halbe Million Todesfälle pro Jahr in Europa insgesamt verantwortlich.

Manfred Neuberger vom Institut für Umwelthygiene der Universität Wien plädiert für Rauchverbote und rauchfreie Zonen: "Vordergründig verhelfen diese Zonen Nichtrauchern zu einer sauberen Atemluft und verhindern Lungenkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Krankheiten. Rauchverbote helfen aber auch den Rauchern selbst, um sich von ihrer Fessel an die Zigarette zu befreien". So ergab eine repräsentative Studie in den USA., dass die Einführung rauchfreier Arbeitsplätze mehr Rauchern geholfen hat, von der Zigarette loszukommen, als alle medikamentös unterstützten Rauchertherapien zusammen.

Quelle:
PID-Rathauskorrespondenz / OTS

26. Mai 2004

Geschlecht des Kindes beeinflusst Asthma
Während der Schwangerschaft mit Söhnen weniger Symptome

Newcastle (pte, 26. Mai 2004 11:15) - Schwangere Asthmapatientinnen, die eine Tochter erwarten, leiden unter stärkeren Symptomen als jene, die einen Sohn bekommen werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des John Hunter Hospital gekommen. Die australischen Wissenschaftler nehmen an, dass der weibliche Fötus eine Substanz produziert, die das Asthma der Mütter verschlimmert. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der in Orlando (Florida) stattfindenden Konferenz der American Thoracic Society http://www.thoracic.org präsentiert. Derzeit sind die genauen Ursachen für diese Unterschiede noch nicht erforscht.

Die Mediziner begleiteten 118 schwangere Asthmatikerinnen. Es zeigte sich, dass fast zwei Drittel der Frauen, die ein männliches Kind erwarteten, während der Schwangerschaft symptomfrei waren. 61 Prozent der Mütter mit Töchtern waren in der 18. Woche beschwerdefrei und in der 30. Woche waren es nur noch 28 Prozent. Während der Nacht auftretende Symptome verstärkten sich bei diesen Frauen zwischen der 18. und 30. Schwangerschaftswoche deutlich. Bei mit einem männlichen Fötus Schwangeren wurden keine derartigen Symptome beobachtet. Zusätzlich erhöhte sich die Einnahme von inhalierten Steroiden bei der Gruppe mit weiblichen Föten mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft. Bei der anderen Gruppe konnten keine Veränderungen festgestellt werden.

Aussender: pressetext.austria

 

21. Mai 2004

Spitzensport: Doping oder Asthma?
WADA-Verbotsliste regelt den Einsatz von Asthma-Medikamenten bei Teilnehmern der Olympischen Sommerspiele in Athen im August 2004

Wien (w.j.) - Sportler, die an Asthma leiden, sind keine Seltenheit. Voraussichtlich ca. 10 Prozent der Spitzensportler, die bei den Olympischen Sommerspielen in Athen vom 13. -29. August 2004 an den Start gehen werden, brauchen Asthma-Medikamente. Deren Wirkstoffe fallen teilweise unter das Doping-Verbot. Seit 2004 gilt in vielen Ländern und auch bei den Olympischen Spielen der World Anti-Doping-Code der World Anti-Doping Agency (WADA). Der Einsatz u.a. von Beta-2-Antagonisten sowie von Glukokortikosteroiden – beide Substanzklassen werden in der Asthma-Therapie verwendet - ist darin geregelt.

Auf der „2004 Prohibited List“, der Verbotsliste 2004 (gültig seit 26. März 2004) der WADA, werden die Beta-2-Antagonisten und die Glukokortikosteroide als eigene Gruppen geführt.

Beta-2-Antagonisten unterlegen dem Doping-Verbot, mit Ausnahme von vier Wirkstoffen, die für Wettkämpfe zur Inhalation (mit Dosier-Aerosol, Pulver zur Inhalation, Diskus, u.ä.) zugelassen sind. Diese Wirkstoffe sind Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin. Die systemische Zufuhr dieser Wirkstoffe, z.B. als Tabletten, Kapseln, Injektion, Tropfen oder Saft, ist nicht gestattet.

Sollen die Beta-2-Antagonisten inhalativ zur Behandlung eines Sportlers eingesetzt werden, so muss ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt werden. Der Nachweis der Erkrankung ist durch eine Lungenfunktionsuntersuchung mit und ohne Medikation zu belegen.

Bei Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe werden Clenbuterol und Salbutamol als anabole (aufbauende) Wirkstoffe eingestuft. Clenbuterol ist grundsätzlich verboten. Salbutamol zählt ab einem Grenzwert von mehr als 1.000 ng/ml als anaboler Wirkstoff.

Der Einsatz von Kortikosteroiden in Form von Inhalationen ist meldepflichtig, mit Lungenfunktionstest mit und ohne Medikation. Die systemische Anwendung von Kortikosteroiden ist verboten.

Im Jahr 2002 hatten bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City, USA, von den 158 deutschen Athleten rund zehn Prozent beantragt, Asthma-Präparate vor einem Wettkampf nehmen zu dürfen. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta sollen von 700 befragten Athleten 117 angegeben haben, an Asthma zu leiden, darunter jeder zweite befragte Radsportler.

Gelegentlich geraten Leistungssportler in den Verdacht, Asthma vorzutäuschen, um Medikamente zur Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit benutzen zu dürfen. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass die Asthma-Raten bei Sportlern tatsächlich erhöht sind.

Möglicherweise begünstigt intensives Training und häufiger Kontakt mit Reizstoffen bei manchen Sportarten die Entwicklung eines überempfindlichen Bronchialsystems. Bei Schwimmern gilt der häufige Kontakt mit chlorid-haltigem Wasser als asthmafördernd. Marathon- und Schilangläufer atmen immer wieder große Mengen trockener und kalter Luft ein. Auch könnte sich die häufige und extreme körperliche Belastung negativ auf das Immunsystem auswirken. Auch Pollenbelastungen und andere Allergene spielen bei manchen Sportlern eine Rolle.

Quellen / Weitere Informationen:
World Anti-Doping Agency (WADA) www.wada-ama.org/
WADA-Liste 2004 www.antidoping.at/doc/wada_list.pdf
Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) (Deutschland) www.nada-bonn.de
Universität von Thessaloniki (in englischer Sprache) www.aereoallergen.gr
Athen 2004 - Offizielle Website der Olympischen Spiele www.athens2004.com/athens2004/
Asthma und Sport www.sportmedinfo.de/asthma-sport.htm

 

19. Mai 2004

Arme rauchen häufiger
Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2004 über "Rauchen und Armut"

Heidelberg - Wie in anderen Industrienationen besteht auch in Deutschland eine stark ausgepraegte soziale Polarisierung des Rauchverhaltens: Vor allem Personen mit geringerer Bildung, geringem Einkommen und niedrigerem beruflichen Status wie Arbeitslose und Sozialhilfeempfaenger weisen hohe Raucheranteile auf. In einer neuen Publikation des Deutschen
Krebsforschungszentrums wird deutlich, dass der Raucheranteil unter den
18- bis 19-Jaehrigen mit 64 Prozent bei den Hauptschuelern um 25 Prozent hoeher liegt als bei gleichaltrigen Gymnasiasten.


Grosse Unterschiede sind auch beim Rauchverhalten zwischen den
verschiedenen Berufsgruppen erkennbar: Maenner in einfachen manuellen
Berufen und Frauen in einfachen Dienstleistungsberufen rauchen im
Vergleich zu Personen in anderen Berufsgruppen am haeufigsten (bis zu 50
Prozent), dagegen rauchen Gymnasial- und Hochschullehrer sowie
Aerztinnen am seltensten (ca. 15 Prozent).

Ein aehnlich deutliches Bild zeigt sich in Bezug auf das durchschnittlich verfuegbare Haushaltseinkommen: Waehrend 43 Prozent aller Maenner mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 730 Euro pro Monat rauchen, sind dies nur 23 Prozent aller Maenner in der hoechsten Einkommensgruppe mit 3350 Euro und mehr. Mehr als die Haelfte der Unterschiede in den Sterberaten zwischen niedrigster und hoechster sozialer Schicht bei Maennern in Industrielaendern wird durch
das Rauchen verursacht.

Der Tabakkonsum ist nicht nur verantwortlich fuer eine Vielzahl weit
verbreiteter chronischer Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislaufkrankheiten und chronisch obstruktive Bronchitis, sondern auch fuer betraechtliche Aufwendungen der Privathaushalte.

Durchschnittlich 5,5 Prozent des Einkommens wird in deutschen
Privathaushalten fuer Tabakwaren ausgegeben. In einkommensschwachen
Gruppen und vor allem bei Alleinerziehenden kann dieser Ausgabenanteil
bis zu 20 Prozent betragen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum fordert deshalb die Politik auf,
Tabakkontrollmassnahmen staerker als bisher gezielt auf Personengruppen
mit niedrigem Einkommen und geringerer Bildung auszurichten. Die bereits
vollzogenen und geplanten Tabaksteuererhoehungen sind geeignet, die
sozialen Unterschiede im Tabakkonsum zu verringern, da aermere
Bevoelkerungsschichten sensibler als andere auf Preiserhoehungen
reagieren.

Eine zehnprozentige Steuererhoehung bewirkt einen Rueckgang
des Konsumverhaltens bei Personen mit Niedrigeinkommen um bis zu 13
Prozent im Vergleich zu 4 Prozent bei der Gesamtbevoelkerung. Neben
dieser wichtigsten Massnahme der Personensteuerung sollten sich jedoch
auch Beratungs- und Behandlungsmassnahmen zur Tabakentwoehnung und
massenmediale Kommunikationsstrategien staerker als bisher an sozial
benachteiligte Bevoelkerungsschichten wenden. Ferner ist dringend ein
umfassendes Tabakwerbeverbot umzusetzen, da Werbung und Marketing fuer
Tabakprodukte einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtnachfrage nach
Tabakwaren, insbesondere auch fuer sozial benachteiligte Personen mit
Niedrigeinkommen, haben.

Die Publikation "Rauchen und soziale Ungleichheit - Konsequenzen fuer
die Tabakkontrollpolitik" ist im Deutschen Krebsforschungszentrum direkt
zu beziehen unter who-cc@dkfz.de oder einzusehen unter
www.tabakkontrolle.de

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Deutsches Krebsforschungszentrum, 19.05.2004

 

18. Mai 2004

Vor hoher Konzentration an Gräserpollen in der Luft
Roggenblüte wird für weitere Verstärkung der Belastung sorgen

Wien - Wie angekündigt müssen wir im Laufe dieser Woche mit dem Start der Gräserpollen-Saison rechnen. In den nächsten Tagen steigt die Konzentration an Gräserpollen in der Luft rapide an. Vorerst sind nur die tieferen Lagen in Österreich betroffen, doch dort kommt vereinzelt auch schon die erste Roggenblüte dazu.

Roggen als Kulturgras enthält die gleichen Allergene wie unsere Wildgräser auf den Wiesen. Die Roggenblüte sorgt daher für eine deutliche Verstärkung der Belastung für Gräserpollen-Allergiker.

Es ist höchste Zeit, sich auf eine konsequente Therapie vorzubereiten!

Text: Aussendung des Allergiezentrums Wien-West vom 18. Mai 2004

 

14. Mai 2004

EU-Projekt GA²LEN:
Asthma und Allergien gemeinsam erforschen

Europäisches Netzwerk soll der Fragmentierung in der Forschung entgegenwirken - 14,4 Millionen Euro für 25 Forschungszentren

GA²LEN-LogoBrüssel/Gent/Wien (w.j.) - In der europäischen Forschung soll es künftig weniger Fragmentierung geben. Wie der Aufwand für die Forschung optimiert werden kann, verdeutlicht ein neues EU-Projekt, GA²LEN - Global Allergy and Asthma European Network / Network of Excellence, an dem 25 Forschungszentren in 16 Ländern beteiligt sind, für deren Projekte die EU 14,4 Millionen Euro für eine Forschungsperiode von fünf Jahren zur Verfügung stellt. Die Initiative wurde im Februar 2004 gestartet. Am 11. Mai 2004 stellte der EU-Forschungskommissar Philippe Busquin bei der "Communicating European Research"-Konferenz GA²LEN als Beispiel eines der neuen europäischen Netzwerke der Exzellenz vor.

GA²LEN ist eine Initiative der EU-Kommission (Teil des 6. Rahmenprogramms für Forschung), benannt nach Galenos (129-201 n.Chr.), einem Arzt der Antike, der bereits den Zusammenhang zwischen Nase und Lunge beschrieb.

Ziele von GA²LEN sind es, ein internationales Netzwerk zur Stärkung der europäischen Forschung zu errichten, der Fragmentierung der euroäischen Forschung entgegenzuwirken, integrierende Aktivitäten zu fördern, über alle Aspekte von Allergien und Asthma zu informieren, mit dem Ziel, eine Verbesserung für die Patienten zu erreichen.

Die
neun Forschungsschwerpunkte sind:
• Ernährung (Koordination: Universität von Southampton, Großbritannien)
• Die Rolle der Infektionen (Koordination: Universität München, Deutschland)
• Luftverschmutzung (Koordination: Universität von Utrecht, Niederlande)
• Arbeitswelt (Koordination: IMAS, Barcelona, Spanien)
• Gender (Koordination: INSERM, Paris, Frankreich)
• IgE-Sensibilisierung (Koordination: INSERM, Paris, Frankreich)
• "Remodelling" der Luftwege (Koordination: Universität von Palermo, Italien)
• Klinische Pflege und Lebensqualität (Koordination: Karolinska Institut, Stockholm, Schweden)
• Genetik (Koordination: INSERM, Paris, Frankreich)


Am EU-Projekt GA²LEN mit Start im Februar 2004 nehmen 16 europäische Länder teil. An den Forschungsschwerpunkten sind 25 Forschungszentren mit mehr als 600 Wissenschaftlern beteiligt, für deren Projekte die EU 14,4 Millionen Euro für eine Forschungsperiode von fünf Jahren zur Verfügung stellt.

Auch die European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) und die EFA, eine europäische Patientenorganisation, sind Partner des Projekts.

Österreichischer Projektpartner ist die Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien, Univ.Prof. Dr. Georg Stingl.

GA²LEN-Koordinator ist Prof. Paul van Cauwenberge (Leiter der HNO-Klinik der Universität Gent), Büros befinden sich in Gent und Brüssel.


www.ga2len.net

 

14. Mai 2004

Pollen im Kommen: Die reichlichen
Niederschläge nähren den Gräserwuchs

Die Belastungen durch Birkenpollen sind nun endgültig auch in höheren Gebieten Österreichs zu Ende gegangen. Pollen von Eiche, Buche, Ahorn und anderen Bäumen sind nur noch in kleinen Mengen vorhanden. Die massive Blüte der Kiefer, die unmittelbar bevorsteht, ist für Allergiepatienten weitgehend uninteressant.

Die reichlichen Niederschläge nähren den Gräserwuchs beträchtlich. Die Hauptsaison für Gräserpollenallergiker ist schon in greifbarer Nähe. Nach der derzeitigen Wetterentwicklung müssen wir bereits in der Woche nach Christi Himmelfahrt (20.5.04) mit deutlichen Belastungen durch Gräserpollen rechnen. Wenn das Pfingstwochenende (29./30./31.5.04) nicht verregnet ist, müssen wir mit massiven Pollenkonzentrationen rechnen.

Text: Aussendung des Allergiezentrums Wien-West vom 14. Mai 2004

 

14. Mai 2004

Ozonanstieg über dem Atlantik
Mainzer Max-Planck-Forscher belegen, dass die Luftverschmutzung durch Ozon zu einem weltweiten Problem wird

Mainz - Ozonmessungen über dem Atlantischen Ozean, durchgeführt von Forschern des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie und des Deutschen Wetterdienstes im Zeitraum 1977-2002, zeigen, dass der Ozongehalt der Luft in den nördlichen mittleren Breiten nur gering angestiegen ist. Hingegen ist in niedrigen Breiten und in der südlichen Hemisphäre eine bemerkenswert starke Ozonzunahme zu beobachten. Dies bedeutet, dass sich das Problem des Ozonsmogs inzwischen weit über die bisher von photochemischer Luftverschmutzung betroffenen Gebiete in Europa und den USA hinaus ausgedehnt hat (Science Express, 13. Mai 2004).

Im Bild : "Meteor" und "Polarstern", zwei der deutschen Forschungsschiffe, auf denen die Ozonmessungen durchgeführt wurden, unterwegs im tropischen Atlantik.


Foto: Prof. Arne Körtzinger, Leibniz-Institut für Meereswissenschaften

Erstmals wurde Ozonsmog in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts über dem Becken von Los Angeles identifiziert, einem Gebiet, in dem Stickoxidemissionen (NO und NO2) aus dem Automobilverkehr die photochemische Ozonbildung stark begünstigen. Die Stickoxide, die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und auch durch Biomasseverbrennung freigesetzt werden, wirken als Katalysator der Ozonbildung. Dieses bodennahe Ozon wiederum verringert die Luftqualität und beeinträchtigt die menschliche Gesundheit, den landwirtschaftlichen Ertrag und natürliche Ökosysteme.

Darüber hinaus ist Ozon ein Treibhausgas, so dass seine wachsende Konzentration in der Troposphäre zu Klimaveränderungen beiträgt. Durch die Industrialisierung nach dem zweiten Weltkrieg stieg bodennahes Ozon in Europa und den USA in den 1960er und 1970er Jahren stark an.

Außer Los Angeles leiden besonders der östliche Teil der USA und Südeuropa unter den hohen Ozonkonzentrationen im Sommer, mit der Konsequenz, dass Luftqualitätsstandards hier oft verletzt werden.

Nach 1980 schwächte sich die Ozonzunahme durch die Einführung von Abgaskatalysatoren für Automobile und die Herabsetzung der industriellen Emissionen ab.

Der Artikel in "Science" basiert auf Ozonmessungen des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie und des Deutschen Wetterdienstes (Hohenpeißenberg und ehemaliges Meteorologisches Observatorium Hamburg), die im Zeitraum 1977-2002 von Schiffen aus im Atlantischen Ozean durchgeführt wurden. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Ozonkonzentrationen in mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre hoch sind, wenngleich die Zunahme seit etwa 1980 gering ist.

In den Subtropen, Tropen und der südlichen Hemisphäre hingegen ist der Ozonanstieg überraschenderweise weitaus stärker. In einigen Gebieten haben sich die Ozonwerte innerhalb von zwei Jahren sogar verdoppelt. Das Gebiet, in dem die hohen Ozonkonzentrationen gemessen wurden, liegt überwiegend im Lee des afrikanischen Kontinents.

Die Max-Planck-Forscher haben berechnet, dass Biomasseverbrennung und insbesondere der wachsende Energieverbrauch auf diesem Kontinent wesentlich zur Zunahme der Stickoxidemissionen beigetragen und damit die Ozonbildung katalysiert haben. Das bedeutet, dass der weltweit zunehmende Energieverbrauch zu einem Ozonanstieg in großem Maßstab führt und damit die Luftqualität global verringert.

Originalveröffentlichung:

Jos Lelieveld, John van Aardenne, Horst Fischer, Marian de Reus, Jonathan Williams and Peter Winkler
Increasing ozone over the Atlantic Ocean
Science Express, 13. Mai 2004

12. Mai 2004

Auch allergische Kinder koennen
geimpft werden - mit Ausnahmen
Bei Allergie, z.B. gegen Neomycin, Hühnereiweiß oder Gelatine,
kann eine Impfung schlimme Folgen haben

Mainz - Immer wieder werden Kinder mit allergischen
Erkrankungen aus Angst vor schwerwiegenden Reaktionen nicht geimpft.
Auch koennen Impfstoffe selbst eine allergische Reaktion, in
sehr seltenen Faellen (1:1 Million) bis hin zu einem anaphylaktischen
Schock, hervorrufen. Dies ist jedoch nach Auffassung der beiden
Mediziner Dr. med. Markus Knuf und Dr. med. Pirmin Habermehl von der
Kinderklinik und Kinderpoliklinik der Johannes Gutenberg-Universitaet
Mainz kein Grund, auf die empfohlenen Impfungen vollstaendig zu
verzichten. Stattdessen sollten Kinderaerzte bei vorliegender Allergie
differenziert vorgehen und immer Massnahmen zur Behandlung einer
etwaigen allergischen Reaktion bereithalten.

Impfstoffe enthalten verschiedene Substanzen, die unter Umstaenden
schwere allergische Reaktionen ausloesen koennen. Dazu gehoeren Hilfs-
und Konservierungsstoffe, Reste von Kulturmedien, auf denen der
Impfstoff gezuechtet wurde, aber auch die Antigene selbst. Eine Impfung
sollte nach dem Rat von Knuf und Habermehl unterbleiben, wenn ein Kind
nachweislich auf solche Inhaltsstoffe, wie z.B. das Antibiotikum
Neomycin, allergisch reagiert. Auch Gelatine ist als Ausloeser von
Ueberempfindlichkeitsreaktionen bekannt, weshalb auch in diesem Fall bei
einer bekannten Allergie gegen Gelatine von Impfungen abgeraten wird.

Als wichtigste Gruppe von Allergenen in Impfstoffen gelten Reste von
Kulturmedien, also Substrate wie etwa Huehnereiweiß, auf denen die
unschaedlichen Erreger fuer die Impfungen gezuechtet werden.
Huehnereiweiß ist in Spuren im Masern-Mumps-Roeteln-Impfstoff enthalten
sowie in FSME- und Tollwutvakzin. Ausserdem findet sich die Substanz in
Influenza-A-Impfstoffen und der Gelbfiebervakzine. Ob nun Kinder mit
einer bekannten Allergie gegen Huehnereiweiss geimpft werden sollen oder
nicht, wird von Gesundheitsbehoerden und Impfstoffherstellern
unterschiedlich beurteilt.

Bei Hühnereiweißallergie wird
Hauttest vor Grippeimpfung empfohlen

Eine Reihe von Studien haben gezeigt, dass Kinder mit einer Huehnereiweissallergie problemlos gegen Masern, Mumps und Roeteln geimpft werden koennen. Die beiden Mainzer Mediziner empfehlen fuer die wichtige Masern-Mumps-Roeteln-Impfung, Kinder mit einer Huehnereiweißallergie (HEA) stets unter stationaeren Bedingungen, d.h. in einer Einrichtung mit Reanimationsbereitschaft, zu impfen.
Tests, um die Risikokinder fuer schwerste allergische Reaktionen vorab
herauszufiltern, haben sich nicht bewaehrt und sind unter Umstaenden
sogar gefaehrlich.

Dagegen wird fuer die Influenzaimpfung bei einer HEA die Hauttestung vor
der Impfung empfohlen.

Zeckenimpfung und "Reiseimpfung"
sind reiflich zu überlegen

Eine Impfung gegen die virale Fruehsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch Zecken uebertragen wird, ist nach Auffassung der beiden Impfexperten bei allergischen Kindern wegen der fehlenden Datenlage reiflich zu ueberlegen.
Insbesondere sei das begrenzte Verbreitungsgebiet des FSME-Virus zu
beruecksichtigen sowie der meist schwaechere Verlauf einer
FSME-Virus-Infektion im Kindesalter.

Noch fraglicher ist die Gelbfieberimpfung bei allergischen Kindern. Moeglicherweise sei es im Einzelfall angeraten, ein Kind mit Huehnereiweissallergie gar nicht in
ein Gelbfieberendemiegebiet reisen zu lassen. Generell sollte diese
"Reiseimpfung" nur nach strenger Indikationsstellung von spezialisierten
Zentren verabreicht werden.

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Johannes Gutenberg-Universitaet Mainz, 12.05.2004


12. Mai 2004

Ohrinfektionen in der Kindheit
können Asthma-Risiko
erhöhen
Amerikanische Studie weist auf Zusammenhänge hin

Chicago/Wien (w.j.) - Einen Zusammenhang zwischen Ohrinfektionen in der Kindheit und dem Auftreten von Asthma haben amerikanische Forscher festgestellt. Je mehr Ohrinfektionen in der frühen Kindheit stattfanden, umso wahrscheinlicher ist demnach auch eine Asthma-Erkrankung. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie, in die 7.538 Kinder zwischen zwei und elf Jahren einbezogen waren.

Die Ergebnisse sind Teil einer großangelegten nationalen Gesundheits- und Ernährungsstudie (Third National Health and Nutrition Survey) aus den Jahren 1988-1994. Über die Auswertungen zur Thematik Asthma und Ohrinfektionen durch die Forscher Dr. Kamal Eldeirawi und Dr. Victoria W. Persky von der Universität von Illinois, Chicago, USA, berichtet die Zeitschrift "Chest" in ihrer Ausgabe vom Mai 2004.

Sowohl die Zahl von Ohrinfektionen als auch das Auftreten von Asthma sind über die Jahre parallel zueinander gewaltig angestiegen, besonders in den entwickelten Ländern. Drei oder mehr Infektionen der Ohren bedeutete ein doppeltes Asthma-Risiko verglichen mit den Kindern ohne Infektionen der Ohren, so Dr. Eldeirawi.

Kinder mit Infektionen der Ohren litten, der amerikanischen Studie zufolge, viel häufiger an pfeifender Atmung (Giemen), auch wenn keine Asthma-Diagnose vorlag. Kinder in Tagesbetreuung hatten häufiger Infektionen der Ohren.

Ein mögliches Szenario wäre, dass jener Virus, der häufige Infektionen des Mittelohrs hervorruft, auch bei Asthma und Giemen eine größere Rolle spielt, schreibt Dr. Eldeirawi.

Im Rahmen der Studie, in die weiße, schwarze und Kinder mexikanischer Abstammung einbezogen waren, wurden auch die Eltern zu verschiedenen Gesundheitsthemen, inklusive Asthma, Giemen und Ohrinfektionen befragt.

Dr. Eldeirawi weist auf die Notwendigkeit weiterer Studien zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Asthma und Infektionen der Ohren hin.

Quelle: http://www.chestjournal.org/
Chest.2004;125:1685-1692

 

11. Mai 2004

Luftreiniger als Gesundheitsgefahr
US-Forscher warnen vor chemischer Reaktion mit Ozon

Washington (pte, 11. Mai 2004 12:27) - Die US-Environmental Protection Agency EPA warnt vor einem möglicherweise gefährlichen Giftcocktail für Menschen, der durch Luftreiniger in Verbindung mit Ozon entsteht. Durch chemische Reaktion kann es nämlich zur Bildung des Krebserregers Formaldehyd kommen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com .

Bei den Luftreinigern, die von den Forschern des EPA National Risk Management Research Laboratory in North Carolina untersucht worden waren, handelt es sich um Produkte, die direkt in die Stromsteckdose gedrückt werden und dann die Düfte verbreiten. Die chemischen Reaktionen sind auf die Moleküle von Pinenen und Limonenen (angenehm nach Zitrusfrüchten riechende Terpenlösemittel, die aus Schalen der Früchte gewonnen werden) gemeinsam mit bodennahem Ozon, das durch Abgase entsteht, zurückzuführen. "Wenn das Fenster an einem Tag, an dem die Ozonbelastung besonders hoch ist, geöffnet wird, kann es zu den unerwünschten chemischen Reaktionen kommen", so Studienleiter Mark Mason.

"Wer sich um die Luftqualität in seinen eigenen vier Wänden Sorgen macht, sollte keine chemischen Luftreiniger verwenden", rät Frank Princotta, Direktor der EPA Air Pollution Prevention and Control Division. Formaldehyd (HCOH) wirkt sensibilisierend, allergisierend und Allergie-verstärkend. Bei erhöhter Raumluftbelastung steht die akut schleimhautreizende Wirkung im Vordergrund. Die Reizung der Atemwege kann zu Asthma bronchiale führen. Im Tierversuch (Inhalationsstudien) gilt die kanzerogene Wirkung als ausreichend gesichert. Sowohl die EPA als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) werten Formaldehyd als wahrscheinliches Kanzerogen mittlerer Gefährlichkeit. Darüber hinaus kann es bei längerfristiger Exposition zu Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit und des Schlafverhaltens kommen.

Masons Team hat in den Versuchen eine Formaldehyd Konzentration von etwa 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Raumluft gemessen. Das entspricht dem Limit der EPA für Messwerte im Freien.

Aussender: pressetext.austria

 

8. Mai 2004

"Frischer Wind für Deutschlands Lungen"
Weltasthmatag: Lungenfunktionsmessungen für deutsche Parlamentarier

Stand der Atemwegsliga vor Reichstag in BerlinBerlin (idw) - Mit der Aktion "Frischer Wind für Deutschlands Lungen" unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Zöller, MdB, Stv. Vorsitzender des "Ausschusses für Gesundheit und Soziale Sicherung" hat die Deutsche Atemwegsliga am 5. Mai 2004 vor dem Reichstag in Berlin anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums und des Weltasthmatages mit Lungenfunktionsmessungen für Parlamentarier auf die Bedrohung durch Erkrankungen der Atemwege aufmerksam gemacht und auf die Möglichkeiten der Früherkennung durch moderne Lungenfunktionsdiagnostik hingewiesen. Mehr als 180 Abgeordnete des Deutschen Bundestages ließen Messungen der Lungenfunktion durchführen und nutzten das Informationsangebot.

Die Lunge steht mit ihrer großen, etwa der eines Tennisplatzes entsprechenden Oberfläche in ständigem Kontakt mit der Außenwelt und ist dabei zahlreichen Angriffen aus der Umwelt ausgesetzt. Effektive Abwehrmechanismen sorgen dafür, dass die allermeisten Attacken von außen abgewehrt werden. Dennoch gehören Lungenkrankheiten zu den weltweit am häufigsten zum Tode führenden Erkrankungen. Dabei könnten viele Atemwegserkrankungen durch die Beachtung einfacher Regeln verhindert oder deren Folgen durch Früherkennung gelindert werden, so Prof. Heinrich Worth, Fürth, Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga.

* Vermeiden Sie Tabakrauchen und Passivrauchen!
* Schützen Sie sich vor Luftverschmutzung wie Stäube, Gase und sonstige Auslöser von Atemwegserkrankungen durch geeignete Schutzmaßnahmen zuhause und an Ihrem Arbeitsplatz.
* Lassen Sie Zeichen eines Heuschnupfens (Fließschnupfen z.B. zur Zeit des Pollenfluges) unbedingt von einem Arzt abklären und behandeln, um einen Etagenwechsel mit Auftreten eines Asthma bronchiale vorzubeugen.
* Richtiges Lüften kann dazu beitragen, die Schimmelpilzbildung im häuslichen Bereich zu verhindern und somit potenziellen Auslösern eines allergischen Asthma bronchiale vorzubeugen.
* Durch Schutzimpfungen können Sie Grippe (Influenza) und schweren Pneumokokkeninfektionen vorbeugen. Empfehlenswert sind Schutzimpfungen besonders für Personen im Alter von mehr als 60 Jahren sowie auch bei Patienten mit chronischen Erkrankungen der Lunge.
* Sportliche Betätigung trainiert die Muskulatur und führt zu einer besseren Lebensqualität. Gerade für Lungenerkrankte sind Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen und Wandern empfehlenswert. Vermeiden Sie Sportarten mit Gesundheitsrisiken wie z.B. Tauchen und Extremsport.

Deutsche Atemwegsliga: www.atemwegsliga.de

Die meisten Asthma-Kinder ahnungslos
Weltasthmatag: Lungenfunktionsmessungen in Züricher Schule

Zürich (pts) - Am Welt-Asthma-Tag vom 4. Mai 2004 organisierte die Lungenliga Zürich gemeinsam mit dem Kinderspital Zürich und der Schweizerischen Elternvereinigung für asthma- und allergiekranke Kinder (SEAAK) Lungenfunktionsmessungen in einem der grössten Zürcher Schulhäuser. Die teilnehmenden Schüler wurden zudem auf typische Asthmasymptome befragt. Bei rund 11% der Kinder wurde Asthma diagnostiziert. Erschreckend: Lediglich 10% der Betroffenen wussten von ihrer Krankheit und sind in Behandlung.

Die Ärzte des Kinderspitals Zürich stellten basierend auf den Lungenfunktionsmessungen und den Befragungen bei 18 von insgesamt 163 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe des Schulhauses Kappeli die Diagnose Asthma. Nur zwei Schülern war bekannt, dass sie Asthma haben. Die übrigen 16 hörten zum erstenmal von dieser Diagnose. Sie wurden an ihren Kinderarzt überwiesen.

Für die Ärzte kam der Befund wenig überraschend. Laut PD Dr. med. Johannes Wildhaber, Leiter der Pneumologie am Kinderspital, wird die Hälfte der asthmatischen Kinder in der Schweiz nicht zufrieden stellend behandelt. "Die Folgen eines unbehandelten Asthmas können schlimm sein", so Dr. med. Wildhaber. Dazu können Verhaltensauffälligkeiten und Lernprobleme, eine eingeschränkte körperliche Aktivität und ein vermindertes Selbstwertgefühl gehören. Zudem vermindert ein ungenügendes Asthmamanagementnachweislich die Lebensqualität. Deshalb riefen führende internationale Asthma-Experten kürzlich an einer Tagung, dem so genannten MetaForum in London dazu auf, die Patientenaufklärung und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu verbessern. Dafür setzen sich Lungenliga und SEAAK mit Aktionen wie am Welt-Asthma-Tag ein. Die Experten fordern zudem, dass die Kontrolle der Atemwegsentzündung, die Ursache des Asthmas, durch die Anwendung sich ergänzender entzündungshemmender Medikamente optimiert wird. PD Dr. med. Johannes Wildhaber kann nur bestätigen, dass damit eine Verbesserung der Lebensqualität für Betroffene und ihre Familien erreicht wird.

Sportliche Topleistung trotz Asthma
Dass asthmatische Kinder sportliche Topleistungen erbringen können, bewiesen Betroffene am 5. Mai an einem Fussballtraining bei den Zürcher Grasshoppers. Diese Aktion der Lungenliga Zürich, des Kinderspitals Zürich und der SEAAK bewies eindrücklich, dass Kinder bei adäquater Behandlung trotz Asthma sportlich aktiv sein können - und sollen. Die Kinder werden diesen Nachmittag mit den Profifussballern sicherlich nie mehr vergessen.

Asthma bei Kindern: www.singuline.ch

 

4. Mai 2004

5,8 % der Österreicher: Diagnose Asthma
Weltasthmatag 2004: GINA-Report „Global Burden of Asthma" zeigt weltweite Behandlungsmängel von Asthma und notwendige Maßnahmen auf – Übersetzte Auszüge aus dem Report

Global Burden of Asthma ReportWien (w.j.) - Etwa 300 Millionen Menschen leiden an Asthma und ihre Zahl steigt sprunghaft. Zum Weltasthmatag, 4.Mai 2004, hat GINA (Global Initiative for Asthma) alle Informationen des weltweiten Asthma-Reports „Global Burden of Asthma" zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Report wurde im Medical Research Institute of New Zealand, Wellington, Neuseeland, und an der britischen Universität von Southampton erstellt. Als Autoren zeichnen Matthew Masoli, Denise Fabian, Shaun Holt und Richard Beasley.

Die Autoren verarbeiteten Daten aus 80 Ländern und stützten sich auf zahlreiche nationale und internationale Studien, so die ISAAC-Studie (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) und die ECRHS-Studie (European Community Respiratory Health Survey). Kontaktperson in Österreich war Univ.Prof. Dr. Josef Riedler (Lungenambulanz, Salzburger Kinderspital).

Österreich rangiert mit 5,8 % von Erwachsenen mit klinischem Asthma im westeuropäischen Durchschnitt (5,9 %). Die Weltrangliste führt Schottland mit 18,4 Prozent an (England 15,3 %, Australien 14,7 %, USA 10,9 %, Deutschland 6,9 %, Schweiz 2,3 %, Russland 2,2 %). Beim Asthma von Kindern und Jugendlichen liegen die Zahlen noch um einiges höher. Die Autoren weisen auf die Schwierigkeit der Vergleichbarkeit der Daten aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Studien hin. So zeigt sich ein großer Unterschied, ob diagnostiziertes Asthma angeführt wird oder Umfrageergebnisse bei der Bevölkerung, wo nach dem Auftreten von Husten, Atemnot, etc. gefragt wurde.

Im Folgenden ein übersetzter Auszug aus dem Report:

Globale Bürde Asthma – Zusammenfassung

1. Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen auf der Welt. Es wird geschätzt, dass gegenwärtig etwa 300 Millionen Menschen auf der Welt Asthma haben. Zu wesentlich höheren Schätzungen kann man gelangen, wenn man weniger strenge Kriterien für die Diagnose von klinischem Asthma anlegt.
2. Die internationalen Muster des Auftretens von Asthma werden durch das gegenwärtige Wissen über die Ursachen von Asthma nicht erklärt. Ursachenforschung bzgl. Asthma und bzgl. der Wirksamkeit von primären und sekundären Interventionsstrategien sind die Schüsselbereiche mit Priorität in der Asthmaforschung.
3. Asthma ist bei Kindern und Erwachsenen in den vergangenen Jahrzehnten in der ganzen Welt häufiger geworden. Der Anstieg im Auftreten von Asthma war verbunden mit einem Anstieg der atopischen Sensibilisierung und läuft parallel zur ähnlichen Zunahme allergischer Erkrankungen wie Ekzeme und Schnupfen.
4. Die Asthma-Rate steigt, wenn Gemeinschaften den westlichen Lebensstil annehmen und urbanisiert werden. Der Prozentsatz der Weltbevölkerung, die in Städten lebt, wird bis 2025 voraussichtlich von 45 % auf 59 % steigen, sodass ein Ansteigen der Zahl der weltweiten Asthmatiker in den nächsten zwei Jahrzehnten wahrscheinlich ist. Es wird geschätzt, dass es bis 2025 weitere 100 Millionen Asthmatiker geben könnte.
5. In vielen Regionen der Welt haben Menschen mit Asthma keinen Zugang zu Asthma-Basismedikamenten oder zu medizinischer Versorgung. Den ökonomischen Wohlstand zu steigern und die Verteilung der Ressourcen zwischen und innerhalb von Staaten zu verbessern, zählt zu den vorrangigen Prioritäten, um eine bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.
6. Die Zahl von Lebensjahren (DALYs - dissability-adjusted live years), die behinderungsbedingt durch Asthma weltweit verloren werden, wird gegenwärtig auf 15 Millionen pro Jahr geschätzt. Weltweit sind rund 1% aller verlorenen DALYs auf Asthma zurückzuführen, was das häufige Vorkommen und die Schwere von Asthma widerspiegelt. Die Zahl der aufgrund von Asthma verlorenen DALYs ist ähnlich der von Diabetes, Leberzirrhose oder Schizophrenie.
7. Die Belastung durch Asthma ist in vielen Ländern von ausreichender Größe, um sie als vorrangiges Problem bei den Gesundheitsstrategien der Regierungen wahrzunehmen. Spezielle Mittel sollten bereitgestellt werden, um die Versorgung benachteiligter Gruppen mit hoher Morbidität zu verbessern, wozu Gruppen verschiedener Ethnien gehören sowie Menschen von geringer Bildung, die in großen Städten leben oder arm sind. Auch sollten Mittel für die Prävention vermeidbarer Faktoren bereitgestellt werden, beispielsweise gegen die Luftverschmutzung, die Verschlechterungen von Asthma auslöst.
8. Es wird geschätzt, dass einer von 250 Todesfällen weltweit auf Asthma zurückzuführen ist. Viele dieser Todesfälle wären zu verhindern, da sie auf schlechte medizinische Langzeitversorgung oder auf fehlende Hilfe während des letzten Anfalls zurückzuführen sind.
9. Die wirtschaftlichen Kosten von Asthma sind beträchtlich, sowohl was die direkten Kosten der medizinischen Versorgung betrifft (wie stationäre Aufenthalte und Kosten für Medikamente) als auch bezüglich der indirekten Kosten (wie verlorene Arbeitszeit und vorzeitiger Tod).
10. Bis die Faktoren, die Asthma verursachen, besser verstanden werden und die öffentliche Gesundheit novellieren und bis pharmakologische Mittel verfügbar werden, um das Auftreten von Asthma zu reduzieren, hat es Priorität sicherzustellen, dass ein kosteneffektiver Zugang zu einem Management der Erkrankung, der erwiesenermaßen Morbidität und Mortalität reduziert, so vielen Menschen mit Asthma auf der ganzen Welt wie möglich offen steht.


Hindernisse für die Reduzierung der Belastung durch Asthma

1. Zu generellen Hindernissen zählen Armut, schlechte Bildung und ungenügende Infrastruktur.
2. Zu den Barrieren durch Umweltfaktoren gehören Luftverschmutzung in Gebäuden und im Freien, Rauchen und Belastungen am Arbeitsplatz.
3. Ein Hindernis ist auch die geringe Priorität bei den Regierenden, zurückzuführen auf die Bedeutung anderer Erkrankungen der Atmungsorgane, wie Tuberkulose oder Lungenentzündung, und ein Fehlen von Daten über Morbidität und Mortalität an Asthma.
4. Das Fehlen von auf Symptomen basierenden statt auf Krankheit basierenden Zugängen zum Management von Atemwegserkrankungen, inklusive Asthma.
5. Unstatthafte Generalisierungen für verschiedene Kulturen und Gesundheitssysteme, wodurch Richtlinien, die für das Asthma-Management in Ländern mit hohen Einkommen entwickelt wurden, in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen schwer durchgeführt werden können.
6. Hindernisse innerhalb der Dienste der Gesundheitsversorgung, abhängig von
a) geografischen Gegebenheiten
b) der Art der professionellen Reaktion
c) dem Erziehungs- und Ausbildungssystem
d) öffentlicher und privater Versorgung
e) eher Notfall- als Routineversorgung
7. Beschränkte Verfügbarkeit und Gebrauch von Medikamenten, inklusive
a) Weglassen von Basismedikamenten der WHO oder wichtiger nationaler Medikamentenlisten
b) schlechte Versorgungs- und Verteilungsstruktur
c) Kosten
d) kulturell bedingte Ablehnung von Systemen zur Medikamenteneinnahme, z.B. von Inhalatoren
8. Barrieren durch den Patienten, inklusive
a) kulturelle Faktoren
b) Informationsmangel
c) mangelndes Selbstmanagement
d) sich zuviel auf Notfallversorgung verlassen
e) Verwendung alternativer, unbewährter Therapien
9. Unzulängliche Mittel der Regierungen für die Gesundheitsversorgung, inklusive Asthma.
10. Die Anforderungen an Lungenspezialisten und verwandte Einrichtungen, die sich um eine große Bandbreite von Erkrankungen kümmern müssen, was in einigen Regionen zum Versäumnis führte, sich adäquat um die Bewusstseinsbildung bzgl. Asthma zu kümmern.


Erforderliche Maßnahmen, um die Belastung durch Asthma zu reduzieren

1. Asthma sollte weltweit als wichtiger Verursacher von Morbidität, Kosten und Mortalität erkannt werden.
2. Das Auftreten von Asthma sollte registriert und beobachtet werden, ebenso wie die Morbidität und Mortalität, die in der ganzen Welt aus Asthma resultieren.
3. Die ökonomischen und politischen Faktoren, die den Zugang zur Gesundheitsversorgung begrenzen, sind zu identifizieren und anzusprechen.
4. In Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen ist der Zugang zu wichtigen Medikamenten für das Management von Asthma zu verbessern.
5. Umweltfaktoren wie Verschmutzung in und außerhalb von Gebäuden sind zu identifizieren und anzusprechen, da sie zu Atemwegserkrankungen führen, inklusive Asthma.
6. Einsatz und Durchführung von gesundheitspolitischen Maßnahmen gegen das Rauchen, um den Tabakkonsum zu reduzieren.
7. Internationale Asthma-Richtlinien sind für Entwicklungsländer zu modifizieren, um sicherzustellen, dass sie praktisch und realistisch für die Umsetzung in unterschiedlichen Systemen der Gesundheitsversorgung sind.
8. Die GINA-Richtlinien sind mit anderen globalen entsprechenden Richtlinien für Kinder und Erwachsene zu vereinbaren. Schlüsselelemente der einzelnen Richtlinien sollten vermischt werden, um sofort eingesetzt zu werden, sobald ein Asthma-Patient erstmals Kontakt mit Gesundheitsdiensten aufnimmt.
9. Kosteneffektive Maßnahmen des Asthma-Managements, die Morbidität und Mortalität nachweislich reduziert haben, sollten verbreitet werden, wobei sichergestellt sein sollte, dass die optimale Behandlung für so viele Asthmatiker wie möglich weltweit verfügbar ist.
10. Zu erforschen gilt es die Ursachen von Asthma, primäre und sekundäre Interventionsstrategien und Management-Programme, inklusive jener für den Einsatz in der Dritten Welt.

Übersetzung der Abschnitte aus dem "Global Burden of Asthma"-Report aus dem Englischen: Dr. Waltraud Jakob

www.ginasthma.com

 

3. Mai 2004

Studie: Allergie-Impfung zeigt Wirkung
410 Patienten mit schwerer Gräserpollenallergie untersucht

Southampton (pte, 3. Mai 2004 15:13) - Die Universität Southampton http://www.soton.ac.uk/ hat neue Ergebnisse über die Kurzzeitwirkung der spezifischen Immuntherapie (SIT) in Spritzenform für Allergiker vorgestellt. Insgesamt wurden 410 Patienten mit schwerer Gräserpollenallergie über einen Zeitraum von einem Jahr untersucht. Nach Ablauf der Studie zeigten alle SIT-Patienten eine Reduktion der Allergiesymptome um mehr als 30 Prozent in der darauffolgenden Pollensaison. Gleichzeitig konnte auch ein Rückgang des Verbrauches von symptomlindernden Medikamenten um rund 40 Prozent gemessen werden.

Die vorliegende Studie wurde an 27 Allergiezentren in ganz Großbritannien durchgeführt. Die Ergebnisse der einjährigen Untersuchung wurden anlässlich eines internationalen Allergiesymposiums Ende April präsentiert. Das Resultat belegt neben der guten Verträglichkeit nun auch eindeutig die Kurzzeitwirkung der Allergieimpfung bei Gräserpollenallergie. Ziel der wissenschaftlichen Studie war es, die Wirkung der SIT bei Patienten mit starker allergiebedingter Beiträchtigung durch Gräserpollenallergie zu untersuchen.

Von den 410 Probanden beendeten 347 (85 Prozent) die Studie. Während des Beobachtungszeitraumes in der darauffolgenden Pollensaison zeigten sich folgende Ergebnisse: Patienten aus der Gruppe mit starker Dosierung zeigten bereits in der ersten Pollensaison nach Therapiestart um 28 Prozent weniger Symptome und einen um 32 Prozent geringeren Medikamentenverbrauch als die Placebo-Gruppe. Dieses Ergebnis stieg während der Hauptpollensaison sogar noch an (32 Prozent weniger Symptome und 41 Prozent weniger Medikamente). Die Patienten nahmen zudem eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität wahr. Die Allergieimpfung wird von Fachärzten und in Allergieambulanzen nach eingehender Diagnose durchgeführt.

Aussender: pressetext.austria

 

3. Mai 2004

Pollenbelastung durch Birke abnehmend,
kurze Verschnaufpause bis zur Gräserblüte

Seit dem Wochenende 24./25. April nimmt die Belastung durch Birkenpollen im Flach- und Hügelland stetig ab. Nur in höheren Lagen und in den Gebirgstälern können noch gelegentlich nennenswerte Konzentrationen auftreten. Der Schwerpunkt der Birkensaison ist damit vorüber. Die Blüte der Buche, der Eiche und der Hainbuche sorgen wegen der Kreuzreaktivität der Allergene gelegentlich für einen Niesanfall oder mehr.

Wenn in den nächsten Tagen ein deutlicher Pollenniederschlag erkennbar wird, so stammt dieser von der Kiefer und der Fichte. Beide Pollenarten sind für Allergiker völlig unbedeutend.

Bis zum Beginn der Gräserblüte gibt es eine "Verschaufpause". Leider ist diese kurz, denn wir müssen heuer mit einem frühen Start der Gräsersaison rechnen! Noch vor Christi Himmelfahrt (20. Mai) kann es losgehen. Die Wetterentwicklung der nächsten Tage wird zeigen, ob wir vielleicht schon am 16.Mai mit dem Beginn der Gräsersaison zu rechnen haben. Jedenfalls wird der erste Höhepunkt der Blüte deutlich vor Pfingsten (29./30./31. Mai) erwartet.

Text: Aussendung des Allergieambulatoriums Wien-West vom 3. Mai 2004