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| aktualisiert: 16.02.2005 |
| Archiv Mai 2004 (17)
28. Mai 2004 Begünstigen
Antibiotika Allergien? New Orleans / Wien (w.j.) - Die Einnahme von Antibiotika begünstigt möglicherweise das Auftreten von Allergien. Mikrobiologen der Universität Michigan weisen auf diesen Zusammenhang hin, der durch einen Versuch mit Mäusen verdeutlicht wurde. Die Wissenschaftler präsentierten ihre Forschungsergebnisse bei der 104. Generalversammlung der American Society for Microbiology, die von 23. bis 27. Mai 2004 in New Orleans stattfand. "In den vergangenen vier Jahrzehnten gab es einen explosiven Anstieg von Allergien und Asthma in der westlichen Welt, der mit der weitverbreiteten Verwendung von Antibiotika korreliert, welche Veränderungen in der Mikroflora des Magen-Darm-Bereichs bewirkt," so Mairi Noverr, einer der an der Studie beteiligten Forscher. "Wir nehmen an, dass die Verbindung zwischen der Einnahme von Antibiotika und der aus dem Gleichgewicht geratenen Abwehrkraft der Lunge durch die Veränderungen in der bakteriellen und fungalen Mikroflora des Magen-Darm-Bereiches entsteht, die der oftmalige Gebrauch von Antibiotika auslöst." Antibiotika zerstören die bakterielle Mikroflora des Darms. Bevor diese wiederaufgebaut ist, können sich dort Pilze ansiedeln, was überschießende Reaktionen des Immunsystems zur Folge haben kann. Garry Huffnagle, Mitglied der Forschergruppe der Universität Michigan, weist auf die Zusammenhänge zwischen Darmflora und den T-Zellen des Immunsystems hin, den das Mäuse-Experiment verdeutlichen soll. Werden Allergene verschluckt, verhindern die Pilze im Darm die Produktion regulärer T-Zellen zur Abwehr. Die T-Zellen in der Lunge werden auf die Allergene sensibilisiert. Das Ergebnis ist eine hyperaktive Immunantwort, die allergische Symptome oder Asthma produzieren kann. Bei dem Experiment wurden Mäuse fünf Tage lang mit Antibiotika behandelt. Danach wurden sie mit Candida-Hefen infisziert, was einen Wiederaufbau der normalen Darmflora verhinderte. Schließlich wurden die Mäuse den Sporen eines Schimmelpilzes ausgesetzt und die Reaktion des Immunsystems untersucht. Verglichen mit einer Gruppe von Tieren, die keine Antibiotika erhalten haben, soll es bei der infiszierten Gruppe zu einer verstärkten pulmonalen Hypersensibilisierung auf den Pilz gekommen sein. Offen ist. ob die Entstehung einer Allergie durch Beseitigung von Candida im Darm verhindert werden kann. Es wird spekuliert, dass die Ernährung einen maßgeblichen Einfluss haben könnte. Huffnagle glaubt, dass die Mittelmeerkost mit ihren hohen Anteilen an Polyphenolen die Ausbreitung von Candida im Darm und damit möglicherweise auch von Allergien verhindern kann. Die kohlehydratreiche Kost der Industrieländer begünstige die Besiedlung mit Candida. Weitere Informationen:
26. Mai 2004 "Nonsmoking
city" am Wiener Rathausplatz Wien - Tabakkonsum ist weltweit verantwortlich für einen von zehn Todesfällen der erwachsenen Bevölkerung und kostet somit jährlich rund fünf Millionen Menschen das Leben. Bleibt die Entwicklung konstant, werden im Jahre 2005 rund zehn Millionen Menschen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Anläßlich des Weltnichtrauchertages wird am Wiener Rathausplatz von 29. bis 31. Mai 2004 eine "nonsmoking city" eingerichtet, wo auch über Nikotinentwöhnung informiert wird. Internationale Erfahrungen zeigen, dass sich eine nationale koordinierte Anti-Tabak-Politik bewährt, die vielschichtige Ebenen umfasst: nämlich bevölkerungsweite Strategien und zielgruppen- bzw. settingorientierte Kampagnen, die den Einstieg ins Rauchen verhindern sollen, sowie aufhörwilligen Raucher/innen Beratung und Behandlung bieten. Aus diesem Grund setzt die Stadt Wien dieses Jahr auf breite Information und bietet allen interessierten Wienerinnen und Wienern vom 29. bis 31. Mai 2004 am Wiener Rathausplatz anlässlich des Welt-Nichtrauchertages (31. Mai) die Möglichkeit, sich über die Gefahren des Tabakkonsums sowie über die Möglichkeiten zur Nikotinentwöhnung zu informieren. Wiens Gesundheits- und Sozialstadträtin Elisabeth Pittermann möchte möglichst viele Menschen dazu motivieren, sich über die schädlichen Wirkungen des Rauchens zu informieren: "Jeder Interessierte soll sich gründlich umsehen - ich bin überzeugt davon, dass ein Besuch der "nonsmoking city" für viele Menschen eine Motivation sein wird, auf den Glimmstengel zu verzichten. Die Nachteile des Rauchens liegen auf der Hand". In der sogenannten "no smoking city" am Rathausplatz - organisiert von der Magistratsabteilung 15 - Gesundheitswesen - wird es Raucher- und Ernährungsberatung seitens der Wiener Gebietskrankenkasse geben. "Beim Stand des Institutes für Pulmologische Diagnostik können alle Interessierten ihre Lunge auf Zigarettenschädigung überprüfen lassen sowie eine Allergieberatung in Anspruch nehmen. Die Magistratsabteilung 51 - Sportamt bietet einen Fitness-Check an. Die Magistratsabteilung 15 - Gesundheitswesen führt Lungenfunktionsprüfung, Blutdruckmessung und Raucherberatung durch", führt Michael Banekovic, stv. Leiter der MA 15 aus. Die überwältigende Mehrheit der Raucher/innen beginnt als Jugendliche mit ihrer Sucht. Und die meisten von ihnen werden aufgrund der damit verbundenen Nikotinabhängigkeit etliche Jahrzehnte rauchen - um später mit großer Wahrscheinlichkeit an den Folgen des Rauchens zu sterben. Tabakkonsum ist eine der häufigsten Todesursachen in der Europäischen Union und für mehr als eine halbe Million Todesfälle pro Jahr in Europa insgesamt verantwortlich. Manfred Neuberger vom Institut für Umwelthygiene der Universität Wien plädiert für Rauchverbote und rauchfreie Zonen: "Vordergründig verhelfen diese Zonen Nichtrauchern zu einer sauberen Atemluft und verhindern Lungenkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Krankheiten. Rauchverbote helfen aber auch den Rauchern selbst, um sich von ihrer Fessel an die Zigarette zu befreien". So ergab eine repräsentative Studie in den USA., dass die Einführung rauchfreier Arbeitsplätze mehr Rauchern geholfen hat, von der Zigarette loszukommen, als alle medikamentös unterstützten Rauchertherapien zusammen. Quelle: 26. Mai 2004 Geschlecht
des Kindes beeinflusst Asthma Newcastle (pte, 26. Mai 2004 11:15) - Schwangere Asthmapatientinnen, die eine Tochter erwarten, leiden unter stärkeren Symptomen als jene, die einen Sohn bekommen werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des John Hunter Hospital gekommen. Die australischen Wissenschaftler nehmen an, dass der weibliche Fötus eine Substanz produziert, die das Asthma der Mütter verschlimmert. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der in Orlando (Florida) stattfindenden Konferenz der American Thoracic Society http://www.thoracic.org präsentiert. Derzeit sind die genauen Ursachen für diese Unterschiede noch nicht erforscht. Die Mediziner begleiteten 118 schwangere Asthmatikerinnen. Es zeigte sich, dass fast zwei Drittel der Frauen, die ein männliches Kind erwarteten, während der Schwangerschaft symptomfrei waren. 61 Prozent der Mütter mit Töchtern waren in der 18. Woche beschwerdefrei und in der 30. Woche waren es nur noch 28 Prozent. Während der Nacht auftretende Symptome verstärkten sich bei diesen Frauen zwischen der 18. und 30. Schwangerschaftswoche deutlich. Bei mit einem männlichen Fötus Schwangeren wurden keine derartigen Symptome beobachtet. Zusätzlich erhöhte sich die Einnahme von inhalierten Steroiden bei der Gruppe mit weiblichen Föten mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft. Bei der anderen Gruppe konnten keine Veränderungen festgestellt werden. Aussender: pressetext.austria
21. Mai 2004 Spitzensport:
Doping oder Asthma?
Auf der „2004 Prohibited List“, der Verbotsliste 2004 (gültig seit 26. März 2004) der WADA, werden die Beta-2-Antagonisten und die Glukokortikosteroide als eigene Gruppen geführt. Beta-2-Antagonisten unterlegen dem Doping-Verbot, mit Ausnahme von vier Wirkstoffen, die für Wettkämpfe zur Inhalation (mit Dosier-Aerosol, Pulver zur Inhalation, Diskus, u.ä.) zugelassen sind. Diese Wirkstoffe sind Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin. Die systemische Zufuhr dieser Wirkstoffe, z.B. als Tabletten, Kapseln, Injektion, Tropfen oder Saft, ist nicht gestattet. Sollen die Beta-2-Antagonisten inhalativ zur Behandlung eines Sportlers eingesetzt werden, so muss ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt werden. Der Nachweis der Erkrankung ist durch eine Lungenfunktionsuntersuchung mit und ohne Medikation zu belegen. Bei Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe werden Clenbuterol und Salbutamol als anabole (aufbauende) Wirkstoffe eingestuft. Clenbuterol ist grundsätzlich verboten. Salbutamol zählt ab einem Grenzwert von mehr als 1.000 ng/ml als anaboler Wirkstoff. Der Einsatz von Kortikosteroiden in Form von Inhalationen ist meldepflichtig, mit Lungenfunktionstest mit und ohne Medikation. Die systemische Anwendung von Kortikosteroiden ist verboten. Im Jahr 2002 hatten bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City, USA, von den 158 deutschen Athleten rund zehn Prozent beantragt, Asthma-Präparate vor einem Wettkampf nehmen zu dürfen. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta sollen von 700 befragten Athleten 117 angegeben haben, an Asthma zu leiden, darunter jeder zweite befragte Radsportler. Gelegentlich geraten Leistungssportler in den Verdacht, Asthma vorzutäuschen, um Medikamente zur Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit benutzen zu dürfen. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass die Asthma-Raten bei Sportlern tatsächlich erhöht sind. Möglicherweise begünstigt intensives Training und häufiger Kontakt mit Reizstoffen bei manchen Sportarten die Entwicklung eines überempfindlichen Bronchialsystems. Bei Schwimmern gilt der häufige Kontakt mit chlorid-haltigem Wasser als asthmafördernd. Marathon- und Schilangläufer atmen immer wieder große Mengen trockener und kalter Luft ein. Auch könnte sich die häufige und extreme körperliche Belastung negativ auf das Immunsystem auswirken. Auch Pollenbelastungen und andere Allergene spielen bei manchen Sportlern eine Rolle. Quellen / Weitere Informationen:
19. Mai 2004 Arme rauchen
häufiger Informationsdienst Wissenschaft - idw - -
Pressemitteilung
18. Mai 2004 Vor
hoher Konzentration an Gräserpollen in der Luft
14. Mai 2004
GA²LEN ist eine
Initiative der EU-Kommission (Teil des 6. Rahmenprogramms für Forschung),
benannt nach Galenos (129-201 n.Chr.), einem Arzt der Antike, der bereits
den Zusammenhang zwischen Nase und Lunge beschrieb.
14. Mai 2004 Pollen im Kommen: Die reichlichen Die Belastungen durch Birkenpollen sind nun endgültig auch in höheren Gebieten Österreichs zu Ende gegangen. Pollen von Eiche, Buche, Ahorn und anderen Bäumen sind nur noch in kleinen Mengen vorhanden. Die massive Blüte der Kiefer, die unmittelbar bevorsteht, ist für Allergiepatienten weitgehend uninteressant. Die reichlichen Niederschläge nähren den Gräserwuchs beträchtlich. Die Hauptsaison für Gräserpollenallergiker ist schon in greifbarer Nähe. Nach der derzeitigen Wetterentwicklung müssen wir bereits in der Woche nach Christi Himmelfahrt (20.5.04) mit deutlichen Belastungen durch Gräserpollen rechnen. Wenn das Pfingstwochenende (29./30./31.5.04) nicht verregnet ist, müssen wir mit massiven Pollenkonzentrationen rechnen. Text: Aussendung des Allergiezentrums Wien-West vom 14. Mai 2004
14. Mai 2004 Ozonanstieg
über dem Atlantik Mainz - Ozonmessungen über dem Atlantischen Ozean, durchgeführt von Forschern des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie und des Deutschen Wetterdienstes im Zeitraum 1977-2002, zeigen, dass der Ozongehalt der Luft in den nördlichen mittleren Breiten nur gering angestiegen ist. Hingegen ist in niedrigen Breiten und in der südlichen Hemisphäre eine bemerkenswert starke Ozonzunahme zu beobachten. Dies bedeutet, dass sich das Problem des Ozonsmogs inzwischen weit über die bisher von photochemischer Luftverschmutzung betroffenen Gebiete in Europa und den USA hinaus ausgedehnt hat (Science Express, 13. Mai 2004).
Erstmals wurde Ozonsmog in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts über dem Becken von Los Angeles identifiziert, einem Gebiet, in dem Stickoxidemissionen (NO und NO2) aus dem Automobilverkehr die photochemische Ozonbildung stark begünstigen. Die Stickoxide, die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und auch durch Biomasseverbrennung freigesetzt werden, wirken als Katalysator der Ozonbildung. Dieses bodennahe Ozon wiederum verringert die Luftqualität und beeinträchtigt die menschliche Gesundheit, den landwirtschaftlichen Ertrag und natürliche Ökosysteme. Darüber hinaus ist Ozon ein Treibhausgas, so dass seine wachsende Konzentration in der Troposphäre zu Klimaveränderungen beiträgt. Durch die Industrialisierung nach dem zweiten Weltkrieg stieg bodennahes Ozon in Europa und den USA in den 1960er und 1970er Jahren stark an. Außer Los Angeles leiden besonders der östliche Teil der USA und Südeuropa unter den hohen Ozonkonzentrationen im Sommer, mit der Konsequenz, dass Luftqualitätsstandards hier oft verletzt werden. Nach 1980 schwächte sich die Ozonzunahme durch die Einführung von Abgaskatalysatoren für Automobile und die Herabsetzung der industriellen Emissionen ab. Der Artikel in "Science" basiert auf Ozonmessungen des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie und des Deutschen Wetterdienstes (Hohenpeißenberg und ehemaliges Meteorologisches Observatorium Hamburg), die im Zeitraum 1977-2002 von Schiffen aus im Atlantischen Ozean durchgeführt wurden. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Ozonkonzentrationen in mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre hoch sind, wenngleich die Zunahme seit etwa 1980 gering ist. In den Subtropen, Tropen und der südlichen Hemisphäre hingegen ist der Ozonanstieg überraschenderweise weitaus stärker. In einigen Gebieten haben sich die Ozonwerte innerhalb von zwei Jahren sogar verdoppelt. Das Gebiet, in dem die hohen Ozonkonzentrationen gemessen wurden, liegt überwiegend im Lee des afrikanischen Kontinents. Die Max-Planck-Forscher haben berechnet, dass Biomasseverbrennung und insbesondere der wachsende Energieverbrauch auf diesem Kontinent wesentlich zur Zunahme der Stickoxidemissionen beigetragen und damit die Ozonbildung katalysiert haben. Das bedeutet, dass der weltweit zunehmende Energieverbrauch zu einem Ozonanstieg in großem Maßstab führt und damit die Luftqualität global verringert. Originalveröffentlichung: Jos Lelieveld, John van Aardenne, Horst Fischer,
Marian de Reus, Jonathan Williams and Peter Winkler
12. Mai 2004 Auch allergische Kinder koennen
Impfstoffe enthalten verschiedene Substanzen, die
unter Umstaenden Bei Hühnereiweißallergie wird Eine Reihe von Studien haben gezeigt, dass Kinder
mit einer Huehnereiweissallergie problemlos gegen Masern, Mumps und
Roeteln geimpft werden koennen. Die beiden Mainzer Mediziner empfehlen
fuer die wichtige Masern-Mumps-Roeteln-Impfung, Kinder mit einer Huehnereiweißallergie
(HEA) stets unter stationaeren Bedingungen, d.h. in einer Einrichtung
mit Reanimationsbereitschaft, zu impfen. Dagegen wird fuer die Influenzaimpfung bei einer
HEA die Hauttestung vor Eine Impfung gegen die virale Fruehsommer-Meningoenzephalitis
(FSME), die durch Zecken uebertragen wird, ist nach Auffassung der beiden
Impfexperten bei allergischen Kindern wegen der fehlenden Datenlage
reiflich zu ueberlegen. Noch fraglicher ist die Gelbfieberimpfung bei allergischen
Kindern. Moeglicherweise sei es im Einzelfall angeraten, ein Kind mit
Huehnereiweissallergie gar nicht in Informationsdienst
Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung 12. Mai 2004 Ohrinfektionen
in der Kindheit Chicago/Wien (w.j.) - Einen Zusammenhang zwischen Ohrinfektionen in der Kindheit und dem Auftreten von Asthma haben amerikanische Forscher festgestellt. Je mehr Ohrinfektionen in der frühen Kindheit stattfanden, umso wahrscheinlicher ist demnach auch eine Asthma-Erkrankung. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie, in die 7.538 Kinder zwischen zwei und elf Jahren einbezogen waren. Die Ergebnisse sind Teil einer großangelegten nationalen Gesundheits- und Ernährungsstudie (Third National Health and Nutrition Survey) aus den Jahren 1988-1994. Über die Auswertungen zur Thematik Asthma und Ohrinfektionen durch die Forscher Dr. Kamal Eldeirawi und Dr. Victoria W. Persky von der Universität von Illinois, Chicago, USA, berichtet die Zeitschrift "Chest" in ihrer Ausgabe vom Mai 2004. Sowohl die Zahl von Ohrinfektionen als auch das Auftreten von Asthma sind über die Jahre parallel zueinander gewaltig angestiegen, besonders in den entwickelten Ländern. Drei oder mehr Infektionen der Ohren bedeutete ein doppeltes Asthma-Risiko verglichen mit den Kindern ohne Infektionen der Ohren, so Dr. Eldeirawi. Kinder mit Infektionen der Ohren litten, der amerikanischen Studie zufolge, viel häufiger an pfeifender Atmung (Giemen), auch wenn keine Asthma-Diagnose vorlag. Kinder in Tagesbetreuung hatten häufiger Infektionen der Ohren. Ein mögliches Szenario wäre, dass jener Virus, der häufige Infektionen des Mittelohrs hervorruft, auch bei Asthma und Giemen eine größere Rolle spielt, schreibt Dr. Eldeirawi. Im Rahmen der Studie, in die weiße, schwarze und Kinder mexikanischer Abstammung einbezogen waren, wurden auch die Eltern zu verschiedenen Gesundheitsthemen, inklusive Asthma, Giemen und Ohrinfektionen befragt. Dr. Eldeirawi weist auf die Notwendigkeit weiterer Studien zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Asthma und Infektionen der Ohren hin. Quelle: http://www.chestjournal.org/
11. Mai 2004 Luftreiniger
als Gesundheitsgefahr Washington (pte, 11. Mai 2004 12:27) - Die US-Environmental Protection Agency EPA warnt vor einem möglicherweise gefährlichen Giftcocktail für Menschen, der durch Luftreiniger in Verbindung mit Ozon entsteht. Durch chemische Reaktion kann es nämlich zur Bildung des Krebserregers Formaldehyd kommen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com . Bei den Luftreinigern, die von den Forschern des EPA National Risk Management Research Laboratory in North Carolina untersucht worden waren, handelt es sich um Produkte, die direkt in die Stromsteckdose gedrückt werden und dann die Düfte verbreiten. Die chemischen Reaktionen sind auf die Moleküle von Pinenen und Limonenen (angenehm nach Zitrusfrüchten riechende Terpenlösemittel, die aus Schalen der Früchte gewonnen werden) gemeinsam mit bodennahem Ozon, das durch Abgase entsteht, zurückzuführen. "Wenn das Fenster an einem Tag, an dem die Ozonbelastung besonders hoch ist, geöffnet wird, kann es zu den unerwünschten chemischen Reaktionen kommen", so Studienleiter Mark Mason. "Wer sich um die Luftqualität in seinen eigenen vier Wänden Sorgen macht, sollte keine chemischen Luftreiniger verwenden", rät Frank Princotta, Direktor der EPA Air Pollution Prevention and Control Division. Formaldehyd (HCOH) wirkt sensibilisierend, allergisierend und Allergie-verstärkend. Bei erhöhter Raumluftbelastung steht die akut schleimhautreizende Wirkung im Vordergrund. Die Reizung der Atemwege kann zu Asthma bronchiale führen. Im Tierversuch (Inhalationsstudien) gilt die kanzerogene Wirkung als ausreichend gesichert. Sowohl die EPA als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) werten Formaldehyd als wahrscheinliches Kanzerogen mittlerer Gefährlichkeit. Darüber hinaus kann es bei längerfristiger Exposition zu Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit und des Schlafverhaltens kommen. Masons Team hat in den Versuchen eine Formaldehyd Konzentration von etwa 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Raumluft gemessen. Das entspricht dem Limit der EPA für Messwerte im Freien. Aussender: pressetext.austria
8. Mai 2004 "Frischer
Wind für Deutschlands Lungen" Die Lunge steht mit ihrer großen, etwa der eines Tennisplatzes entsprechenden Oberfläche in ständigem Kontakt mit der Außenwelt und ist dabei zahlreichen Angriffen aus der Umwelt ausgesetzt. Effektive Abwehrmechanismen sorgen dafür, dass die allermeisten Attacken von außen abgewehrt werden. Dennoch gehören Lungenkrankheiten zu den weltweit am häufigsten zum Tode führenden Erkrankungen. Dabei könnten viele Atemwegserkrankungen durch die Beachtung einfacher Regeln verhindert oder deren Folgen durch Früherkennung gelindert werden, so Prof. Heinrich Worth, Fürth, Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga. * Vermeiden Sie Tabakrauchen und Passivrauchen! Die meisten Asthma-Kinder ahnungslos Zürich (pts) - Am Welt-Asthma-Tag vom 4. Mai 2004 organisierte die Lungenliga Zürich gemeinsam mit dem Kinderspital Zürich und der Schweizerischen Elternvereinigung für asthma- und allergiekranke Kinder (SEAAK) Lungenfunktionsmessungen in einem der grössten Zürcher Schulhäuser. Die teilnehmenden Schüler wurden zudem auf typische Asthmasymptome befragt. Bei rund 11% der Kinder wurde Asthma diagnostiziert. Erschreckend: Lediglich 10% der Betroffenen wussten von ihrer Krankheit und sind in Behandlung. Die Ärzte des Kinderspitals Zürich stellten basierend auf den Lungenfunktionsmessungen und den Befragungen bei 18 von insgesamt 163 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe des Schulhauses Kappeli die Diagnose Asthma. Nur zwei Schülern war bekannt, dass sie Asthma haben. Die übrigen 16 hörten zum erstenmal von dieser Diagnose. Sie wurden an ihren Kinderarzt überwiesen. Für die Ärzte kam der Befund wenig überraschend. Laut PD Dr. med. Johannes Wildhaber, Leiter der Pneumologie am Kinderspital, wird die Hälfte der asthmatischen Kinder in der Schweiz nicht zufrieden stellend behandelt. "Die Folgen eines unbehandelten Asthmas können schlimm sein", so Dr. med. Wildhaber. Dazu können Verhaltensauffälligkeiten und Lernprobleme, eine eingeschränkte körperliche Aktivität und ein vermindertes Selbstwertgefühl gehören. Zudem vermindert ein ungenügendes Asthmamanagementnachweislich die Lebensqualität. Deshalb riefen führende internationale Asthma-Experten kürzlich an einer Tagung, dem so genannten MetaForum in London dazu auf, die Patientenaufklärung und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu verbessern. Dafür setzen sich Lungenliga und SEAAK mit Aktionen wie am Welt-Asthma-Tag ein. Die Experten fordern zudem, dass die Kontrolle der Atemwegsentzündung, die Ursache des Asthmas, durch die Anwendung sich ergänzender entzündungshemmender Medikamente optimiert wird. PD Dr. med. Johannes Wildhaber kann nur bestätigen, dass damit eine Verbesserung der Lebensqualität für Betroffene und ihre Familien erreicht wird. Sportliche Topleistung trotz Asthma
Asthma bei Kindern: www.singuline.ch
4. Mai 2004 5,8
% der Österreicher: Diagnose Asthma
Der Report wurde im Medical Research Institute of New Zealand, Wellington, Neuseeland, und an der britischen Universität von Southampton erstellt. Als Autoren zeichnen Matthew Masoli, Denise Fabian, Shaun Holt und Richard Beasley. Die Autoren verarbeiteten Daten aus 80 Ländern und stützten sich auf zahlreiche nationale und internationale Studien, so die ISAAC-Studie (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) und die ECRHS-Studie (European Community Respiratory Health Survey). Kontaktperson in Österreich war Univ.Prof. Dr. Josef Riedler (Lungenambulanz, Salzburger Kinderspital).
Österreich rangiert mit 5,8 % von Erwachsenen mit klinischem Asthma im westeuropäischen Durchschnitt (5,9 %). Die Weltrangliste führt Schottland mit 18,4 Prozent an (England 15,3 %, Australien 14,7 %, USA 10,9 %, Deutschland 6,9 %, Schweiz 2,3 %, Russland 2,2 %). Beim Asthma von Kindern und Jugendlichen liegen die Zahlen noch um einiges höher. Die Autoren weisen auf die Schwierigkeit der Vergleichbarkeit der Daten aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Studien hin. So zeigt sich ein großer Unterschied, ob diagnostiziertes Asthma angeführt wird oder Umfrageergebnisse bei der Bevölkerung, wo nach dem Auftreten von Husten, Atemnot, etc. gefragt wurde. Im Folgenden ein übersetzter Auszug aus dem Report: Globale Bürde Asthma – Zusammenfassung 1. Asthma ist eine der häufigsten chronischen
Erkrankungen auf der Welt. Es wird geschätzt, dass gegenwärtig
etwa 300 Millionen Menschen auf der Welt Asthma haben. Zu wesentlich
höheren Schätzungen kann man gelangen, wenn man weniger strenge
Kriterien für die Diagnose von klinischem Asthma anlegt.
1. Zu generellen Hindernissen zählen Armut,
schlechte Bildung und ungenügende Infrastruktur.
1. Asthma sollte weltweit als wichtiger Verursacher
von Morbidität, Kosten und Mortalität erkannt werden. Übersetzung der Abschnitte aus dem "Global Burden of Asthma"-Report aus dem Englischen: Dr. Waltraud Jakob
3. Mai 2004 Studie:
Allergie-Impfung zeigt Wirkung Southampton (pte, 3. Mai 2004 15:13) - Die Universität Southampton http://www.soton.ac.uk/ hat neue Ergebnisse über die Kurzzeitwirkung der spezifischen Immuntherapie (SIT) in Spritzenform für Allergiker vorgestellt. Insgesamt wurden 410 Patienten mit schwerer Gräserpollenallergie über einen Zeitraum von einem Jahr untersucht. Nach Ablauf der Studie zeigten alle SIT-Patienten eine Reduktion der Allergiesymptome um mehr als 30 Prozent in der darauffolgenden Pollensaison. Gleichzeitig konnte auch ein Rückgang des Verbrauches von symptomlindernden Medikamenten um rund 40 Prozent gemessen werden. Die vorliegende Studie wurde an 27 Allergiezentren in ganz Großbritannien durchgeführt. Die Ergebnisse der einjährigen Untersuchung wurden anlässlich eines internationalen Allergiesymposiums Ende April präsentiert. Das Resultat belegt neben der guten Verträglichkeit nun auch eindeutig die Kurzzeitwirkung der Allergieimpfung bei Gräserpollenallergie. Ziel der wissenschaftlichen Studie war es, die Wirkung der SIT bei Patienten mit starker allergiebedingter Beiträchtigung durch Gräserpollenallergie zu untersuchen. Von den 410 Probanden beendeten 347 (85 Prozent) die Studie. Während des Beobachtungszeitraumes in der darauffolgenden Pollensaison zeigten sich folgende Ergebnisse: Patienten aus der Gruppe mit starker Dosierung zeigten bereits in der ersten Pollensaison nach Therapiestart um 28 Prozent weniger Symptome und einen um 32 Prozent geringeren Medikamentenverbrauch als die Placebo-Gruppe. Dieses Ergebnis stieg während der Hauptpollensaison sogar noch an (32 Prozent weniger Symptome und 41 Prozent weniger Medikamente). Die Patienten nahmen zudem eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität wahr. Die Allergieimpfung wird von Fachärzten und in Allergieambulanzen nach eingehender Diagnose durchgeführt. Aussender: pressetext.austria
3. Mai 2004 Pollenbelastung durch Birke
abnehmend, Seit dem Wochenende 24./25. April nimmt die Belastung durch Birkenpollen im Flach- und Hügelland stetig ab. Nur in höheren Lagen und in den Gebirgstälern können noch gelegentlich nennenswerte Konzentrationen auftreten. Der Schwerpunkt der Birkensaison ist damit vorüber. Die Blüte der Buche, der Eiche und der Hainbuche sorgen wegen der Kreuzreaktivität der Allergene gelegentlich für einen Niesanfall oder mehr. Wenn in den nächsten Tagen ein deutlicher Pollenniederschlag erkennbar wird, so stammt dieser von der Kiefer und der Fichte. Beide Pollenarten sind für Allergiker völlig unbedeutend. Bis zum Beginn der Gräserblüte gibt es eine "Verschaufpause". Leider ist diese kurz, denn wir müssen heuer mit einem frühen Start der Gräsersaison rechnen! Noch vor Christi Himmelfahrt (20. Mai) kann es losgehen. Die Wetterentwicklung der nächsten Tage wird zeigen, ob wir vielleicht schon am 16.Mai mit dem Beginn der Gräsersaison zu rechnen haben. Jedenfalls wird der erste Höhepunkt der Blüte deutlich vor Pfingsten (29./30./31. Mai) erwartet. Text: Aussendung des Allergieambulatoriums Wien-West vom 3. Mai 2004
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