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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 16.02.2005   

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September 2004 (9)

18. September 2004
15. September 2004
15. September 2004
13. September 2004
10. September 2004 Verbindung zwischen Serotonin und Allergien
Studie: Neue Medikamente vorstellbar, die Serotonin-Interaktion blockieren
09. September 2004 Allergien: Impfen statt Niesen
Günstiger Zeitpunkt für den Beginn einer spezifischen Immuntherapie
08. September 2004 COPD-Patienten: Häufig falsch oder gar nicht behandelt
ERS-Kongress: In Europa werden 75% der Fälle nicht richtig diagnostiziert
03. September 2004 Pulmologen tagen in Glasgow
14. ERS-Jahreskongress über das Neueste in der respiratorischen Medizin
01. September 2004 "Neue Medikamente für Österreicher Mangelware"
Zwei Drittel der erstattungsfähigen Arzneimittel sind bereits Generika - Die Kosten für innovative Medikamente werden kaum mehr von der Krankenkasse übernommen

 

 

 

18. September 2004

Höheres Asthma-Risiko durch Paracetamol und Antibiotika
Neuseeländische Studie stellt Gefährdung bei Kindern fest

Wellington - Kinder, die in den ersten Lebensjahren Antibiotika oder das Schmerzmittel Paracetamol verabreicht bekommen, haben ein um zehn Prozent höheres Risiko an Asthma zu erkranken, stellten Gesundheitsforscher der Massey Universität (Wellington/Neuseeland) http://publichealth.massey.ac.nz in einer Studie fest.

"Vorhergehende ausländische Studien zeigten bereits, dass bei Erwachsenen, die regelmäßig Paracetamol einnehmen, ein höheres Asthma-Risiko besteht. Aber in der neuen Studie wird nach dem Paracetamol-Gebrauch in den ersten Lebensjahren und nach einer Asthma-Erkrankung sechs Jahre später gefragt", so Neil Pearce vom Massey-Gesundheitszentrum.

Die Forscher fragten die Eltern von 1.584 Kindern, die im Alter von null bis vier Jahren eine ernsthafte Infektion hatten. Die Kinder hatten Paracetamol oder Antibiotika bereits genommen oder erhielten es verschrieben. Dann wurden die Asthma-Erkrankungsraten mit denen von 2.530 willkürlich aus der Bevölkerung gewählten Kindern verglichen.

In der ersten Gruppe hatten 25 Prozent ein erhöhtes Asthma-Risiko verglichen mit einer Rate von 15 Prozent in der Kontrollgruppe. Kinder, die Antibiotika früh in ihrem Leben bekamen, hatten ein 28 Prozent höheres Asthma-Risiko als die Kontrollgruppe mit einer Rate von 16 Prozent.

"Die Studie bedeutet aber nicht, dass man Antibiotika oder Paracetamol nicht nehmen soll, wenn es nötig ist. Aber sie ist ein weiterer Beweis, dass diese Medikamente bei der Entwicklung von Asthma eine Rolle spielen können. Daher muss der Mechanismus noch viel genauer untersucht werden", erklärte Pearce.

Aussender: pressetext.austria

Weitere Informationen:
Die Ergebnisse der neuseeländischen Studie wurden im "Journal of Epidemiology and Community Health" veröffentlicht: http://jech.bmjjournals.com/cgi/content/abstract/58/10/852

 

15. September 2004

Allergiker/Asthmatiker bei Berufswahl:
Risikojobs Bäcker, Tischler, Maler, Frisör


2.500 junge Berufstätige unter 25 Jahren entwickeln in Deutschland jedes Jahr eine Berufskrankheit. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um allergische Haut- oder Atemwegsleiden. Kein Wunder - gehören doch Allergien hierzulande in dieser Altersgruppe zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Das Problem wird sich weiter verschärfen, weil Allergien ständig zunehmen. Von den Kindern und Jugendlichen sind inzwischen etwa 20 Prozent betroffen. Die Veranlagung zu allergischen Erkrankungen ist noch weiter verbreitet.

Risiken für Allergiker gibt es in der Berufswelt jede Menge. Stäube in der Backstube und in der Tischlerwerkstatt, Tierhaare und Pollen in der Landwirtschaft, Umgang mit hautreizenden und allergieauslösenden Substanzen beim Frisör, im Krankenhaus oder in der Lackiererei sind nur einige Beispiele. Besonders gefährdet, allergische Beschwerden am Arbeitsplatz zu entwickeln, sind Menschen, die schon vor Aufnahme der Beschäftigung an einer Allergie leiden. Bei 50 Prozent der Bäcker, die durch den Kontakt mit Mehlstaub an allergischem Schnupfen oder allergischem Asthma erkranken, bestand zum Beispiel vor Antritt der Beschäftigung eine Pollenallergie.

Allergiekranke Jugendliche sollten sich also bei der Berufswahl besonders gründlich über mögliche Risiken für ihre Gesundheit informieren. "Wer an einer Allergie leidet und darüber nachdenkt, welchen Ausbildungsweg er einschlägt, darf nicht nur Karrierechancen und Gehalt, sondern muss auch seine Gesundheit im Blick haben", so Professor Gerhard Schultze-Werninghaus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI). "Er sollte Berufe mit erhöhtem Allergie-Risiko meiden und sich überlegen, ob nicht auch eine andere Beschäftigung in Frage kommt. Das ist besser, als nach der Hälfte der Ausbildung oder nach einigen Jahren im Beruf frustriert festzustellen, dass die Gesundheit nicht mitspielt."

Für fachkundige Beratung und Behandlung empfiehlt Schultze-Werninghaus Allergikern, sich in die Hand eines allergologisch geschulten Facharztes zu begeben. Der Spezialist kann durch gezielte Diagnostik erkennen, gegen welche Substanzen sich die Allergie richtet und eine angemessene Therapie in die Wege leiten. Inzwischen stehen Medikamente zur Verfügung, die die Allergiesymptome wirkungsvoll lindern. Durch eine spezifische Immuntherapie (SIT) lassen sich allergische Atemwegserkrankungen sogar heilen. Deshalb kann es zum Beispiel einem Pollenallergiker nach einer SIT möglich sein, problemlos als Gärtner zu arbeiten.

Gut informieren und schützen

Als besonders Allergie-trächtig gilt die Arbeit im Frisörhandwerk, Gesundheitswesen, Reinigungswesen, Baugewerbe, Maler- und Lackierhandwerk sowie in der Metallverarbeitung. Zwei mögliche Gefahrenquellen stehen dabei im Vordergrund. Der Kontakt mit Allergie-auslösenden Substanzen über die Haut spielt zum Beispiel bei Frisören, Malern und in der Metallverarbeitung eine wichtige Rolle.

Hauterkrankungen wie das allergische Kontaktekzem können die unangenehme Folge sein. Im Bäckerhandwerk und Gesundheitswesen erfolgt der Kontakt mit Allergenen wie Mehlstaub oder Latexpartikeln zusätzlich über die Atemluft. Das Wissen um diese Gefahren kann bei der Berufswahl eine Entscheidungshilfe sein. Für einen jungen Menschen, der an ausgeprägter Neurodermitis leidet, sind zum Beispiel der Frisörsalon, die Lackiererei, das Krankenhaus oder das Fotolabor häufig wenig geeignete Arbeitsstellen.

"Wer trotz der möglichen Allergie-Risiken auf seinen Traumberuf nicht verzichten möchte, sollte sich wenigstens über die Gefahren gut informieren und sich schützen," fordert Schultze-Werninghaus. "Dazu gehören das Tragen von geeigneten Schutz-Handschuhen, die Hautpflege mit speziellen Cremes, das Erlernen von Arbeitstechniken, die die Risiken minimieren und gegebenenfalls das Anlegen von Staubschutzmasken."

Würden solche Sicherheitsmaßnahmen bei allergiekranken Arbeitnehmern konsequent umgesetzt, ließe sich auch der immense volkswirtschaftlichen Schaden verringern, den Allergien verursachen. Immerhin 5,2 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage gingen allein 1993 in Deutschland auf das Konto allergischer Erkrankungen.

 

15. September 2004

Belastungen durch Ragweed-Pollen

Wien - Die Belastungen durch Ragweed-Pollen betreffen nach wie vor die östlichen Landesteile, den Donauraum, das steirische Hügelland und gelegentlich (bei Südostwind) auch das Waldviertel. Im Bergland kommt es kaum zu Belastungen.

Am stärksten wird der Pollenflug im Marchfeld und östlich von Wien sein, besonders wenn der Wind aus östlichen Richtungen weht, ab Mitte der Woche lassen die Konzentrationen mit Winddrehung auf Nord bzw. West deutlich nach.

Pilzsporen bringen geringe bis mäßige Belastung.

Text: Aussendung des Allergiezentrums Wien-West vom 14. September 2004

 

13. September 2004

Heliox hilft bei Asthma und COPD
ERS-Kongress: Zwei Studien testeten das Gas für Tiefseetaucher

Sheffield / Metz-Thionville / Glasgow - Ein Gemisch aus Helium und Sauerstoff, Heliox, kann bei Asthma und COPD therapeutische Erfolge erzielen. Das Gas kann Asthma-Anfälle erleichtern und das Ausmaß körperlicher Anstrengung verbessern, zu dem COPD-Patienten in der Lage sind. Zu diesem Ergebnis kommen, unabhängig voneinander, zwei Studien, eine britische mit COPD-Patienten und eine französische mit Asthma-Patienten, die beim 14. Jahreskongress der European Respiratoriy Society (ERS) vergangene Woche in Glasgow präsentiert wurden.

Das Gas für Tiefseetaucher ist viermal weniger dicht als Luft. Es kann vier Mal leichter eingeatmet werden. Es entsteht dadurch, dass der Stickstoff-Anteil der Luft durch Helium ersetzt wird.

Die Forscher vom Bel Air Hospital in Metz-Thioville, Frankreich, gaben 203 Patienten während eines Asthma-Anfalls entweder Heliox oder Sauerstoff plus die übliche Behandlung mit bronchialerweiternden Medikamenten. Nach einer Stunde zeigten beide Gruppen eine ähnliche Verbesserung der Asthma-Symptome. Die Heloix-Gruppe zeigte bei einem wichtigen Wert, der maximalen Geschwindigkeit bei der Ausatmung, bessere Test-Ergebnisse. Zusätzlich mußten weniger als halb so viele Patienten dieser Gruppe länger als vier Tage intensivmedizinisch betreut werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Beatmungsschlauch brauchten, war ebenfalls um sieben Mal geringer.

In der britischen Studie (Royal Hallamshire Hospital in Sheffield) bekamen 82 Patienten mit mittelschwerer COPD vier verschiedene Gasmischungen.Es handelte sich dabei um Mischungen mit entweder 21 Prozent oder 28 Prozent Sauerstoff und zwei Heliox-Mischungen, Heliox 21 und Heliox 28. Die Wissenschafter verglichen dann, wie weit die Teilnehmer gehen konnten, die Sauerstoffkonzentration im Blut im Ruhezustand und wie schwer es für sie war, nach einer Anstrengung mit den vier Gasen zu atmen. Es zeigte sich, dass Heliox 21 der Mischung mit 28 Prozent Sauerstoff hinsichtlich der Verbesserung der Gehstrecke entsprach. Eine leichte Verbesserung konnte hinsichtlich der Verringerung der Atemnot nach einer Anstrengung festgestellt werden. Heliox 28 ermögliche deutlich bessere Ergebnisse als die anderen Mischungen. Es erlaubte eine durchschnittliche Verbesserung in der zurückgelegten Distanz und erhielt eine bessere Sauerstoffkonzentration im Blut aufrecht, auch wenn die zurückgelegte Strecke länger war.

Quelle: BBC-News

 

10. September 2004
Verbindung zwischen Serotonin und Allergien
Studie: Neue Medikamente vorstellbar, die Serotonin-Interaktion blockieren

La Jolla, San Diego, Kalifornien - Wissenschaftler des La Jolla Institute for Molecular Medicine haben entdeckt, dass Serotonin, ein Neurotransmitter, der im Blut von Asthmatikern erhöht vorkommt, direkt einen Zustrom von Eosinophilen verursachen kann. Eosinophile sind Zellen, die im Knochenmark gebildet werden. Sie tauchen an allergisch entzündeten Gewebestellen auf, also auch in der Lunge, wo sie toxische Substanzen freigeben, worauf die Symptome allergischer Reaktionen produziert werden, inklusive Asthma. Die Studie zeigt, dass Serotonin Eosinophile anzieht, weil es mit einem Serotonin spezifischen Rezeptor namens 5-HT2A interagieren kann. Die Autoren der Studie schlagen vor, dass eine Blockierung der Interaktion zwischen Serotonin und dem 5-HT2A-Rezeptor bezogen auf die Eosinophilen mit speziellen Medikamenten die Symptome allergischer Erkrankungen vermindern und damit die Lebensqualität der Patienten verbessern könnte. Diese Forschungsergebnisse werden in der Fachzeitschrift "The Journal of Immunology", Ausgabe vom 15. September 2004, veröffentlicht.

Als Autoren zeichnen vom La Jolla Institute for Molecular Medicine die Doktoren P. Sriramarao, Stefen A. Boehme, Terlika S. Pandit, Savita P. Rao und Lyudmila Sikora sowie Francisco Lio und Karine Lavrador von Neurocrine Biosciences, San Diego. Mit diversen Forschungsmethoden fanden sie heraus, dass es eine der zahlreichen zellulären Funktionen von Serotonin ist, Eosinophile chemisch anzuziehen, die im Blut zu entzündeten Gewebezellen strömen, inklusive asthmatischen Lungen. Diese Forschungsergebnisse könnten dazu führen, dass ein Weg gefunden wird, die Verstärkung der Eosinophilen durch Serotonin zu blockieren und damit auch die folgende Freigabe von Entzündungs-Mediatoren, die die Symptome der allergischen Entzündung verschlechtern, inklusive Asthma.

"Diese neuen Beobachtungen könnten den Weg für eine neue Serie von Medikamenten eröffnen, die auf den Serotonin-Rezeptor zielen, und die, allein oder zusammen mit anderen antiallergischen Wirkstoffen, die Symptome einer allergischen Entzündung, inklusive Asthma, weiter vermindern könnten", kommentiert der Senior-Autor der Studie, Prof. Dr. Sriramarao.

Das La Jolla Institute for Molecular Medicine (LJIMM) ist ein unabhängiges, biomedizinisches Nonprofit-Forschungsinstitut, das im Jahr 1989 gegründet wurde. Seit seiner Gründung hat sich das Institut zu einem innovativen Forschungs-, Partner- und Trainingszentrum entwickelt, mit einer umfangreichen Themenstellung, inklusive der Erforschung von allergischen Erkrankungen /Asthma, Herzleiden und Krebs.

Weitere Informationen:

La Jolla Institute for Molecular Medicine www.ljimm.org/
The Journal of Immunology www.jimmunol.org/

 

9. September 2004

Allergien: Impfen statt Niesen
Günstiger Zeitpunkt für den Beginn einer spezifischen Immuntherapie

Linz (pts, 9. September 2004 10:00) - Wissenschaftler schlagen Alarm. Immer mehr Österreicher leiden an allergischem Schnupfen. Bleibt die Allergie allerdings unbehandelt, können sich schwere Atemwegserkrankungen bilden. Auch wenn die heurige Pollensaison durch das wechselhafte Wetter in manchen Teilen des Landes etwas schwächer ausgefallen ist: Allergiepatienten sollten jetzt schon an das nächste Frühjahr denken. Der Herbst ist nämlich der beste Zeitpunkt mit einer kausalen Impftherapie zu beginnen. In der pollenfreien Zeit wird der Körper unter fachärztlicher Kontrolle an das Allergen gewöhnt und der Körper für die nächste Pollenattacke - und die gibt es bereits ab Jänner - immunisiert. Einem Frühjahrsspaziergang ohne Triefnase steht dann nichts mehr im Wege.

Erle, Hasel und Birke sind jene Gewächse, die für Allergiker die Pollensaison eröffnen. Bereits Ende Jänner sind diese Frühblüher aktiv und können zu allergischen Reaktionen führen. Laut Messungen der Polleninformationsdienste, gesammelt an der HNO-Klinik am AKH-Wien, ist die heurige Birkenpollensaison recht moderat verlaufen. Nur in drei von sieben österreichischen Regionen gab es einen Anstieg der Pollenkonzentration (siehe Grafik).

Der Biologe Prof. Dr. Siegfried Jäger sieht darin aber keinen Trend: "Durch das wechselhafte Wetter verlief die heurige Birkenpollensaison durchschnittlich moderater als im Vorjahr. Die langjährigen Aufzeichnungen unserer Kollegen in der gemeinsamen europäischen Pollendatenbank zeigen jedoch, dass durch die Klimaerwärmung die Pollensaisonen generell immer länger werden und meist auch stärker verlaufen." (Ausführliche Daten über die Intensität der heurigen Pollensaison und die tagesaktuellen Pollenbelastungen können unter http://www.pollenwarndienst.at abgerufen werden).

Immer mehr Allergiker unter
den österreichischen Jugendlichen

Eine Untersuchung von Wissenschaftlern des SMZ Ost-Donauspitals Wien und der Landesklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Salzburg liefert einen weiteren Beweis, dass die Zahl der Allergiker unter Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren stark gestiegen ist. So haben bereits rund 13 Prozent der 6-8jährigen der Testgruppe allergie-bedingte Beschwerden (Rhinokonjunctivitis). Noch alarmierender ist die Verbreitung von allergischem Schnupfen bei 13-15jährigen Jugendlichen. In dieser Altersklasse wurde sogar bei 23 Prozent gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt. Birkenpollen zählten bei den untersuchten Gruppen zu den häufigsten Allergieauslösern.

Carpe diem - JETZT ist der richtige Zeitpunkt
zur Therapie von Pollenallergien

Mit Beginn des Herbstes geht die Pollensaison zu Ende. Dies ist der ideale Zeitpunkt um mit einer kausalen Allergietherapie - also einer spezifischen Immuntherapie - zu beginnen. Die sogenannte Allergieimpfung ist lt. Empfehlung der WHO die einzige Therapieform, die die Ursache der Allergie bekämpft und sich nicht nur auf die Abschwächung der Symptome beschränkt. Nur mit ihr kann eine chronische Schädigung der Lunge durch allergisches Asthma verhindert werden.

Patienten wird daher von Allergologen geraten, mit einer Impftherapie möglichst bald nach Diagnose der Allergie zu beginnen. Besonders bei Kindern sollte bei Verdacht auf eine Allergie umgehend ein Facharzt aufgesucht werden. Ein rascher Therapiebeginn erhöht nachweislich die Chancen, die Allergie ohne bleibende Schädigung der Lunge zu überstehen und sogar Beschwerdefreiheit zu erzielen.

Allergien nicht auf die
leichte Schulter nehmen

Durchschnittlich wird die Allergieimpfung nach ausführlicher Diagnose über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt. Der Therapieerfolg hält dann dauerhaft an. Die Therapie wird durch eine Injektion beim Arzt im 1-2 monatlichen Intervall oder durch tägliche Verabreichung von Sublingualtropfen durchgeführt. Die Allergiediagnose und eine Beratung über die geeignete Form der Immuntherapie bekommen Allergiker von allergologisch ausgebildeten niedergelassenen Ärzten, in den Allergieambulanzen von Krankenhäusern und in Allergieambulatorien. Die Kosten für Diagnose und Therapie werden nach fachärztlicher Indikation im Allgemeinen von den Krankenkassen übernommen.

Eine Broschüre mit wichtigen Informationen zum Thema Pollenallergie kann kostenlos unter info@at.alk-abello.com oder 0732/38 53 72 angefordert werden.
http://www.alk-abello.at

Text: ALK-Abelló Allergie-Service GmbH / Agentur comm.in
Aussender: pts - Presseinformation (A)

 

8. September 2004

COPD-Patienten: Häufig falsch oder gar nicht behandelt
ERS-Kongress: In Europa werden 75% der Fälle nicht richtig diagnostiziert

Glasgow (pte, 8. September 2004 08:25) - Patienten, die an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD leiden, werden häufig falsch diagnostiziert oder überhaupt nicht behandelt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der European Respiratory Society (ERS) http://www.ersnet.org , die derzeit in Glasgow tagt. Die Erkrankung zählt in der Zwischenzeit allerdings zu den Volkskrankheiten. Weltweit sterben etwa 2,7 Mio. Menschen daran, in Deutschland gibt es geschätzte drei bis fünf Mio. Patienten.

COPD oder "Chronic Obstructive Pulmonary Disease", wie der internationale Fachausdruck heißt, steht für Krankheitsbilder, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Luftstrom vor allem beim Ausatmen behindert ist und sich im Lauf der Jahre neben der Atemnot ein Gefühl der "Überblähung" entwickelt. Husten und übermäßige Schleimproduktion sind weitere Symptome. Obwohl die Erkrankung mit ihrer Todesrate zur vierthäufigsten Todesursache zählt, schätzen die Experten, werden 75 Prozent der Fälle in Europa und 50 Prozent der Fälle in den USA nicht richtig diagnostiziert. "Der Grad an falschen Diagnosen ist extrem beunruhigend", so David Price, Experte von der University of Aberdeen.

Die Diagnose COPD bedeutet einen belastenden Einschnitt ins Leben, da die Erkrankung per se nicht heilbar ist. Sie gehört aber dennoch zu den Lungenerkrankungen, die medizinisch in den Griff zu bekommen sind. Dazu zählen unter anderem die Aufgabe des Rauchens, körperliches Training, Atemgymnastik und gesunde Ernährung. Zusätzlich werden Medikamente verabreicht. Die Experten fordern, dass die Mediziner genauere Diagnosen stellen, um die Therapien zu verbessern und dabei den Patienten mehr Chance zur Linderung zu geben.

Weitere Informationen:
http://www.copd-aktuell.de

http://www.goldcopd.com

Aussender: pressetext.austria

 

Ausführliche Informationen über COPD liefert ein neuer Teil der Site der European Respiratory Society (ERS), der anläßlich des ERS-Kongresses 2004 präsentiert wurde und auch in deutscher Sprache erscheint:

http://www.ersnet.org/ers/viewer_COPD/mainFrame/default.aspx?
langueNav=2&p=1

 

 

3. September 2004

Pulmologen tagen in Glasgow
14. ERS-Jahreskongress über das Neueste in der respiratorischen Medizin

Glasgow - Tausende Experten für Erkrankungen der Atemwege treffen am Wochende in Glasgow zum 14. Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS) zusammen, der bis kommenden Mittwoch dauern wird (4.-8. September 2004).

Pulmologen (65% der Teilnehmer), Wissenschaftler, Physiotherapeuten, Hersteller medizinischer Geräte und Repräsentanten der Pharma-Industrie aus mehr als 100 Ländern werden Informationen austauschen über ihre neuesten Entdeckungen, Experimente, Ideen und Projekte, um das Management dieser Krankheiten, zu denen auch Asthma zählt, zu verbessern.

Der Kongress, der am Samstag im Schottischen Ausstellungs- und Konferenzzentrum in Glasgow eröffnet wird, ist Europas größte jährliche wissenschaftliche Veranstaltung über respiratorische Erkrankungen. Im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung in Wien mit 15.000 TeilnehmerInnen statt. Sie war damit die größte Konferenz der Welt über Respirationsmedizin (diesen Rang hatte bisher der Jahreskongress der American Thoracic Society inne).

Für die Teilnehmer des ERS-Kongresses werden 110 wissenschaftliche Sitzungen angeboten. In 250 Kommunikationssitzungen werden an die 4.000 noch unveröffentliche Abstracts präsentiert und diskutiert. Die neuesten Forschungen und Entwicklungen im Zusammenhang mit Asthma, COPD, Tuberkulose, Lungenentzündung und Lungenkrebs werden dabei ebenso besprochen wie Spezialthemen, etwa nächtliche Atemprobleme im Zusammenhang mit Schnarchen oder ethische Überlegungen bezüglich der Therapie der die Atmung betreffenden Erkrankungen.

Im Zusammenhang mit dem ERS-Kongress wird auch die erste Nummer einer neuen Fachzeitschrift veröffentlicht. "Breathe", eine Initiative der European Respiratory Society und der European Respiratory Society School, soll Informationen auf hohem Niveau liefern.

Die 1990 gegründete ERS (European Respiratory Society) ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete internationale medizinische Organisation mit mehr als 7.000 Mitgliedern, unter denen sich Wissenschaftler, Ärzte und andere auf diesem Gebiet des Gesundheitswesens tätige Fachkräfte aus über 100 Ländern befinden.

www.ersnet.org/ers/

 

1. September 2004

"Neue Medikamente für Österreicher Mangelware"
Zwei Drittel der erstattungsfähigen Arzneimittel sind bereits
Generika - Die Kosten für innovative Medikamente werden kaum
mehr von der Krankenkasse übernommen

Wien (OTS) - Der Branchenverband der österreichischen Pharma-Industrie, Pharmig, schlägt Alarm: Innovative Arzneimittel haben im derzeitigen System kaum mehr eine Chance ins Heilmittelverzeichnis, also der Liste der erstattungsfähigen Präparate, aufgenommen zu werden. Der jüngste Auszug aus dem Heilmittelverzeichnis des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger belegt: Im Juli 2004 wurde exakt ein innovatives Medikament in den Erstattungskodex aufgenommen. Dem stehen 91 Neuaufnahmen von Generika, sogenannten Nachahmepräparaten und 14 Neuaufnahmen von Me Too-Präparaten, also Klassenvertretern ohne wesentliche Innovation, gegenüber. Insgesamt sind von derzeit 3.013 erstattungsfähigen Medikamenten (Stand: Juli 2004, Quelle: Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger) 2.000 Generika und 1.013 innovative Arzneimittel.

Hubert Dreßler, Pharmig-Präsident und Geschäftsführer von Aventis, warnt vor den negativen Folgen für die österreichischen Patienten:
"Durch die restriktive Aufnahmepraxis des Hauptverbands werden neue Medikamente zur Mangelware. Das geht zu Lasten der österreichischen Patienten." Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber ergänzt: "Die Zwei-Klassen-Medizin ist längst Realität, aber die Kluft zwischen betuchten und weniger betuchten Patienten wird sich in Zukunft noch mehr vergrößern. Innovative Medikamente wird es nur noch für jene Patienten geben, die es sich auch leisten können. Alle anderen drohen, auf der Strecke zu bleiben."

Die Pharmig kennt Beispiele von mindestens 30 Medikamenten, die in vielen oder allen EU-Staaten frei verschreibbar sind - nur in Österreich nicht. Zum Beispiel Xefo Rapid von der Firma Nycomed, ein rasch wirkendes Anti-Rheumatikum. Oder Ketek von Aventis, ein neues Antibiotikum gegen Atemwegsinfektionen. Oder Kepra von UCB Pharma, ein modernes und hochwirksames Arzneimittel gegen Epilepsie. Die Statistik spricht jedenfalls eine klare Sprache: Wurden 1981 noch 47 Prozent aller zugelassenen Medikamente von der Krankenkasse bezahlt, waren es 2002 nur noch 25 Prozent.

Text: Aussendung der Pharmig / OTS