| asthma-info.at Informationen über Asthma und Allergien |
| aktualisiert: 16.06.2005 |
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Zur Therapie von Asthma Asthma bronchiale (übersetzt heißt das "Enge der Atmung") ist eine Krankheit der Atemwege, die bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen auftreten kann. In Österreich sind etwa sechs Prozent der Erwachsenen, also etwa eine halbe Million Menschen, davon betroffen.
Asthma ist durch wiederkehrende Anfälle charakterisiert; es können aber auch dauernde Atemwegsprobleme über einen längeren Zeitraum vorhanden sein. Bei einem Asthmaanfall schwillt die Oberfläche der Atemwege an. Dadurch wird der Querschnitt der Bronchien verringert und der Atemfluss behindert. Die Auslöser der asthmatischen Entzündung sind die eigentlichen Verursacher von Asthma. Es sind dies Atemwegsinfekte und Allergene, manchmal auch aggressive chemische Substanzen. Sobald eine bronchiale Überempfindlichkeit vorhanden ist, können Asthmaanfälle u.a. durch kalte Luft, durch emotionalen Stress ebenso wie z.B. durch Küchendünste, Autoabgase, Farbdämpfe oder Haarspray ausgelöst werden. Schwere Asthmaanfälle ("Status asthmaticus"),
die zur Notfallsaufnahme in ein Spital führen, sind in den vergangenen
Jahren immer seltener geworden. Die Zahl der Todesfälle
durch Asthma ist in Österreich in den vergangenen 30 Jahren
von etwa 1600 im Jahr weit zurückgegangen. In Wien verstarben im
Jahr 2001 exakt 44 Personen an Asthma (17 Männer, 27 Frauen), österreichweit
waren es 185 Personen (92 Männer, 93 Frauen). Im Jahr 2000 waren
je 0,4 Prozent der stationären Aufenthalte derWohnbevölkerung
Wiens und Österreichs auf Asthma zurückzuführen. In der Therapie gibt es klare Richtlinien, die eine für jeden Asthmatiker maßgeschneiderte therapeutische Strategie ermöglichen. Solche Richtlinien wurden von Fachärzten der Österreichischen Gesellschaft für Lungenkrankheiten und Tuberkulose (ÖGLUT) für das Asthma des Erwachsenen, des Kindes und für die chronisch obstruktiven Lungenerkankungen (COPD) entwickelt. Die Initiative Arznei & Vernunft, ein Projekt-Zusammenschluss der Pharmawirtschaft und des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, hat diese Richtlinien als Therapie-Empfehlung, die speziell Allgemeinmedizinern zur Orientierung dienen sollen, im Mai 2001 präsentiert. Überarbeitete
Asthma-Richtlinien wurden im Jahr 2004 von der Österreichischen
Gesellschaft für Pneumologie (vormals ÖGLUT) präsentiert.
Die Neufassung orientiert sich stark an den GINA-Richtlinien, den Richtlinien
der "Global Initiative on Asthma". Schwergrade: Für die medikamentöse
Behandlung des Asthma bronchiale werden (bronchienerweiternde)
Bronchodilatatoren (Reliever) und Entzündungshemmer (Controller)
eingesetzt. Prinzipien der medikamentösen
Asthma-Therapie: Schon bisher galt in der Asthma-Therapie: Wenn die Symptome weniger als einmal pro Woche auftreten und die Lungenfunktion grenzwertig bis normal ist, werden bei Bedarf inhalative Bronchodilatatoren eingesetzt. Diese kurzwirksamen, die Bronchien erweiternden Medikamente (Betamimetika) gibt es als Dosieraerosole, Trockenpulverinhalationen oder Inhalationslösungen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Händezittern und innere Unruhe. Bei häufigen und / oder schweren Symptomen mit gestörter Lungenfunktion werden weiter Medikamente eingesetzt, die die Bronchien erweitern, wobei es auch Präparate mit Langzeitwirkung und meist weniger deutlichen Nebenwirkungen gibt. Dazu kommen inhalative Glukokortikoide (Kortisone)
zur Therapie der Entzündung. Auch da gibt es kurz- und langwirksame
Präparate, die Dosierung variiert der Stärke der Symptome
entsprechend. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Heiserkeit
und Pilzbefall des Rachens. Weitere Medikamente, Leukotrien-Antagonisten,
manchmal auch Theophylline, können
dazukommen, bei Stabilisierung die Glukokortikoide teilweise auch ersetzen. "Permanente Remission" von Asthma möglich Die neuen Asthma-Medikamente verschaffen nicht nur Symptomfreiheit durch Unterdrückung der Symptome, sie bewirken in vielen Fällen auch eine "permanente Remission" der Entzündung, wie es Prim. Dr. Norbert Vetter, Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe Otto-Wagner-Spital in Wien, im November 2003 bei einer Pressekonferenz in Wien formulierte. Diese dauerhafte Rückbildung des Entzündungsprozesses in den Bronchien könnte auch als Heilung von Asthma bezeichnet werden. Die Asthma-Medikamente werden stufenweise reduziert. Nach etwa zweijähriger Therapie zeige sich bei einem Auslassversuch in vielen Fällen, dass auch ohne weitere Gabe von Asthma-Medikamenten keine Symptome mehr auftreten. "Oft entscheiden das die Patienten selbst", berichtete Vetter auf eine Journalistenfrage. "Sie lassen irgendwann die Medikamente weg und bleiben symptomfrei."
Lungenheilkunde für Kinder und Jugendliche: www.asthma-lunge.at Asthma-Medikamente: |