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Glossar / Lexikon
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J K L M
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P Q R
S T U
V W X Y
Z
A
AIRE-Studie - Asthma Insights
and Reality in Europe (1999)
Akupressur
Akupunktur
Allergen
Allergie
Allergische
Rhinitis
Allergische
Rhinokonjunktivitis
Anabolikum
Anaphylaktische
Reaktion
Anaphylaktischer
Schock
Antagonismus
Antihistaminika
Antikörper
ARIA
Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma
Aromaöle
/ Ätherische Öle / Duftöle
ASS
Acetylsalicylsäure
Asthma
bronchiale
Asthma
cardiale
Asthma-Gene
Asthma-Projekt
für Kinder und Jugendliche in Salzburg
Atemfrequenz
Atemzugvolumen
Atopie
Aut-idem-Regelung
B
Bach-Blüten
BARGE-Studie
Beta-Agonisten
Betablocker
Betamimetika
Biofeedback
Bioresonanztherapie
Bronchodilatation
Bronchuskarzinom
C
CEHAPE Children's Environment
and Health Action Plan for Europe
Chinesische Ernährungslehre
/ Fünf-Elemente-Ernährung
Controller
COPD Chronic Obstructive
Pulmonary Disease
Cromone
D
Dekongestiva
Dermatitis
Desloratadin
Doping
Dyspnoe
E
EAACI European Academy
of Allergology and Clinical Immunology
ECARF
European Centre for Allergy Research Foundation
ECRHS European Community
Respiratory Health Survey
ELF
European Lung Foundation
ERS
European Respiratory Society
Exazerbation
F
Feinstaub
Fluticason
Fruktosemalabsorption
Fungal
G-Z
A
AIRE-Studie
- Asthma Insights and Reality in Europe (1999/2000)
Asthma-Einblicke und Wirklichkeit in Europa
Für diese Studie von Prof. Klaus Rabe (Universität Leiden,
Niederlande) ua.. wurden 2803 Patienten in sieben europäischen
Ländern (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Niederlande,
Italien, Spanien und Schweden) über ihr Asthma befragt. Zu den
wichtigsten Ergebnissen zählt, dass viele Asthma-Patienten untertherapiert
sind. 46 Prozent der Befragten hatten tagsüber Asthma-Beschwerden,
61 Prozent hatten Asthma-Anfälle und 63 Prozent gaben an, dass
sie sich durch die Krankheit in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen.
Akupressur
Stimulierung von Akupunkturpunkten am Körper
durch Druck (unterschiedlicher Stärke und Dauer), wobei zumeist
die Finger oder Stäbchen eingesetzt werden. Durch die einfache
Anwendung wird diese Technik, die den Körper ins Gleichgewicht
bringen soll, oft für den Hausgebrauch empfohlen. Bei unsachgemäßer
Anwendung sind aber auch unerwünschte Wirkungen nicht auszuschließen.
Die folgende Auswahl wurde dem Buch "Heilende Punkte"
(Knaur Taschenbuch 1992) von Michael Reed Gach entnommen:
Bei Allergien:
Di 4
(4. Punkt auf dem Dickdarmmeridian, in der Hautfalte zwischen Daumen
und Zeigefinger),
Le 3
(3. Punkt auf dem Lebermeridian, in der Senke zwischen der großen
und der zweiten Zehe),
N 27
(27. Punkt auf dem Nierenmeridian, in der Vertiefung unterhalb des Schlüsselbeins
beim Brustbein),
Ma 36
(36. Punkt des Magenmeridians, vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe
außen am Bein)
u.v.a.
Bei Asthma:
Lu 9
(9. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Furche der Handgelenkfalte
unterhalb des Daumenballens)
Lu 10
(10. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Mitte des Daumenballens)
B 13
(13. Punkt auf dem Blasenmeridian, einen Fingerbreit unterhalb der oberen
Spitze des Schulterblatts zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt)
u.v.a.
Akupunktur
Akupunktur als Regulationstherapie ist vor
allem dann angezeigt, wenn eine Funktion gestört ist, wie es bei
Asthma und Allergien der Fall ist. Akupunktur
bedeutet primär das Einstechen von Nadeln in genau definierte Punkte
des Körpers zu therapeutischen Zwecken.
Unter den Oberbegriff Akupunktur werden jedoch auch andere Reizmethoden
als die alleinige Nadelung eingereiht, z.B. Laserakupunktur. Die klassischen
Akupunkturpunkte liegen auf linearen Leitlinien, den "Meridianen".
Akupunktur ist eine Ergänzung, jedoch kein Ersatz für die
schulmedizinische Diagnostik.
Ziel des Einsatzes von Akupunktur ist, den Körper in ein dynamisches
Gleichgewicht zu bringen. Die Chinesen sprechen von der Balance zwischen
Yin und Yang.
Akupunktur ist in Österreich seit 1986 vom obersten Sanitätsrat
als Heilmethode offiziell anerkannt.
Österreichische Gesellschaft für Akupunktur www.akupunktur.at
Allergen
Stoff, der Überreaktionen des Immunsystems (Allergien) auslösen
kann.
Inhalations-Allergene sind z.B.
Hausstaub, Tierhaare, Pollen, Sporen von Schimmelpilzen;
Nahrungsmittel-Allergene können
z.B. Weizen, Kuhmilch, Fisch, Eier, Fenchel- und Kamillentee sein;
Kontakt-Allergene werden über
die Haut aufgenommen, z.B. über Farben, Modeschmuck, Reinigungsmittel,
Latexprodukte, Kosmetika;
Injektions-Allergene können
von Insekten unter die Haut gespritzt werden, vor allem von Bienen und
Wespen;
Auch Medikamente können eine allergische Reaktion verursachen.
Allergene können Beschwerden wie Schnupfen, Asthma, Augenreizungen,
Hautveränderungen (Neurodermitis, Ekzeme), Darmbeschwerden, etc.
auslösen.
Schlimmstenfalls kann der ganze Organismus von einer allergischen Reaktion
betroffen sein (anaphylaktische Reaktion).
Allergie
Krankmachende Überempfindlichkeit aufgrund immunologischer Sensibilisierung.
Unter Allergie versteht man eine verstärkte,
spezifische Abwehrreaktion des Immunsystems gegenüber an sich harmlosen
Substanzen, z.B. Pflanzenpollen, im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit.
Die Überreaktion kann wenige Sekunden nach dem Kontakt, aber auch
erst viel später (verzögerte Reaktion) auftreten. Eine allergische
Reaktion erfolgt nicht gleich beim ersten Kontakt. Hat sich die Allergie
entwickelt, reagiert der Körper schon auf kleinste Mengen des Allergens.
Allergische Erkrankungen können an verschiedenen Organsystemen
auftreten. Häufig betroffen sind Haut und Schleimhäute. Zu
den allergischen Erkrankungen gehören Schnupfen
(allergische Rhinokonjunktivitis), Nesselsucht
(Urtikaria), Asthma bronchiale,
allergische Alveolitis (Farmer- oder
Vogelhalterlunge), Kontaktekzem, atopisches
Ekzem (Neurodermitis), Nahrungs- und Arzneimittelallergien.
Allergische
Rhinitis
Der allergische Schnupfen ist eine Überempfindlichkeitsreaktion
der Nase, wobei es durch den Kontakt mit Allergenen zu einer Entzündung
der Nasenschleimhaut kommt. Hauptsymptome sind Niesen, Juckreiz, klare
Sekretion und Verstopfung der Nase (nasale Obstruktion).
Allergische
Rhinokonjunktivitis
Kombination aus Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut)
und Konjunktivitis (Bindehautentzündung) durch Kontakt mit Allergenen,
wie es beim Heuschnupfen der Fall ist.
Anabolikum
Substanz, die den Aufbaustoffwechsel anregt. Der Begriff wird meist
für synthetische Steroide angewendet, die die Eiweißsynthese
fördern.
Anaphylaktische Reaktion
Maximale, akute allergische Sofortreaktion
des gesamten Organismus. Auslöser können Arzneimittel sein,
z.B. eine Penizillinallergie, aber auch Bienen- und Wespenstiche. Sehr
selten lösen auch andere Allergene eine anaphylaktische Reaktion
aus.
Anaphylaktischer
Schock
Extreme allergische Reaktion des gesamten
Organismus, die sehr selten vorkommt. Sie endet unbehandelt mit Kreislaufversagen
und Atemstillstand. Gefährdete Personen sollten stets eine Schockapotheke
für den Notfall mit sich führen.
Antagonismus
Gegensatz; gegeneinander gerichtete Wirkungsweise
Antihistaminika
Arzneimittel erster Wahl - oral und topisch,
also durch den Mund oder örtlich in Nase/Augen - zur Therapie von
allergischem Schnupfen. Antihistaminika sind mittlerweile in der dritten
Generation am Markt: Orale Antihistaminika der 1. Generation, die stark
beruhigend wirkten, wurden ab den 80er Jahren durch Antihistaminika
der 2. Generation ersetzt. Diese wirkten wenig oder gar nicht beruhigend
und wiesen eine höhere Rezeptorspezifität auf. Dazu zählen
Loratadin
und Cetirizin.
Bei Terfenadin
und Astemizol
zeigten sich kardinale Nebenwirkungen, wie Herzrhythmusstörungen.
Neuere orale Antihistaminika lösten eine Diskussion aus, ob sie
als 3. Generation
zu bezeichnen sind. Als Kriterien für eine dritte Generation von
Antihistaminika wurden international (ARIA und EAACI) definiert:
• spezifischer, potenter H1-Rezeptorantagonismus
• Wirksamkeit über 24 Stunden, einmalige tägliche Gabe,
schneller Wirkeintritt
• keine Interferenz (Störung) mit Nahrungsaufnahme / anderen
Arzneistoffen / intestinalen (den Darm betreffenden) Transportproteinen
• additive antiallergische Effekte (nachgewiesen am Patienten)
• Wirkung auf alle Symptome der allergischen Rhinokonjunktivitis,
einschließlich der nasalen Obstruktion (Verstopfung der Nase)
• keine Sedierung (Beruhigung, Dämpfung) oder Beeinträchtigung
der psychomotorischen Leistungen
• keine kardiotoxischen (das Herz schädigenden) Effekte
• keine anderen Nebenwirkungen wie anticholinerge Effekte, Gewichtszunahme,
Leber- und Nierentoxizität
Der "Leitlinie der DGAI zur allergischen Rhinokonjunktivitis"
(Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie,
2003) zufolge (www.pharmavista.ch)
werden diese Punkte erfüllt durch Desloratadin
sowie überwiegend z.B. durch Levocetirizin und Fexofenadin. Levocetirizin
weist eine höhere Sedierungsrate, Fexofenadin
eine Interferenz (Störung) mit Transportproteinen bzw. eine verminderte
Resorption (Aufnahme) auf.
Örtlich anzuwendende Antihistaminika
stehen sowohl für die Anwendung an der Nase als auch am Auge zur
Verfügung.
Antikörper
Antikörper sind Proteine, die von B-Lymphozyten
gebildet werden und mit bestimmten Oberflächenstrukturen eines
Antigens oder Allergens reagieren. Es gibt fünf Antikörper-Klassen
mit unterschiedlichen Funktionen. IgE (Immunglobulin E) sind charakteristisch
für Allergien.
ARIA Allergic Rhinitis
and its Impact on Asthma
Allergischer Schnupfen und sein Einfluss
auf Asthma (ARIA)
Intiative, die unter Mitwirkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
gegründet wurde. Richtlinien für das Management des allergischen
Schnupfens wurden erstmals im Jahr 2001 veröffentlicht. Im Jahr
2005 wurde ein aktualisiertes ARIA-Therapieschema für allergischen
Schnupfen vorgestellt:
• Bei jenen 20 Prozent der Allergiker, deren Beschwerden leicht
und kurzfristig sind und den Alltag nicht beeinträchtigen, kann
eine alleinige Behandlung mit einem modernen Antiallergikum ausreichend
wirksam sein.
• Bei den 40 Prozent der Allergiker mit kurzfristigen mäßig
bis schweren Beschwerden, bedarf es gemäß ARIA zusätzlich
eines entzündungshemmenden Nasensprays und eines Antiallergikums.
• Ganzjährige leichte Beschwerden, wie sie bei 5 Prozent
der Allergiker auftreten, müssen mit einem entzündungshemmenden
Nasenspray und einem Antiallergikum behandelt werden.
• Das gilt auch für jene 35 Prozent aller Allergiker, die
ganzjährig unter mäßigen oder schweren Beschwerden leiden.
Aromaöle / Ätherische
Öle / Duftöle
Aromaöle werden mit diversen Verfahren
aus den duftenden Bestandteilen von Früchten, Kräutern, Blumen,
Bäumen, Gewürzpflanzen gewonnen. Sie werden mittels Duftlampen
zum Inhalieren verwendet, aber u.a. auch für Massagen und Bäder
eingesetzt. Die Öle sind hoch konzentriert, reizen die Schleimhäute
und sollten nur in kleinsten Mengen angewendet werden. Für Allergiker
und Asthmatiker ist der Umgang mit aromatischen Ölen oft problematisch.
Allergische Reaktionen und Asthmaanfälle können durch die
Inhaltsstoffe ausgelöst werden. In einigen Ratgeber-Büchern
über Duftöle wird bei einzelnen Ölen speziell darauf
hingewiesen. Manchmal werden jedoch bestimmte Düfte für Asthmatiker
sogar empfohlen, während in anderen Büchern vor genau diesen
Düften bei der Anwendung bei Asthma gewarnt wird (z.B. Eukalyptusöl).
Warnungen für Asthmatiker/Allergiker wurden gefunden u.a. für
die Anwendung von Citrusölen, für Salbei-, Thymian- und Rosmarinöl,
Teebaumöl, Zimt- und Nelkenöl, bei Asthma speziell auch für
Pfefferminz- und Eukalyptusöl.
Literaturhinweis:
Ingeborg Stadelmann: Bewährte Aromamischungen, 3. Auflage 2003.
ASS Acetylsalicylsäure
Acetylsalicylsäure ist seit mehr als 100 Jahren als Schmerzmittel
und zur Fiebersenkung in Verwendung. Eine weitere Anwendung der Acetylsalicylsäure
erfolgt seit einiger Zeit zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen
im Gefäßsystem des Herzens und des Gehirns, wodurch ein drohender
Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindert werden soll. Acetylsalicylsäure
vermindert im arteriellen Gefäßsystem das Auftreten von Zusammenballungen
der Blutplättchen und senkt dadurch das Risiko eines Gefäßverschlusses.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Acetylsalicylsäure betreffen
den Magen. Es kann aber auch zu allergischen Reaktionen kommen, die
sich beispielsweise in Form von Hautausschlägen oder Atemwegsverkrampfungen
äußern. Zusätzlich kann das so genannte Analgetikaasthma
auftreten, wobei entsprechend vorbelastete Patienten durch die Abnahme
der Prostaglandinkonzentration im Körper mit Asthma reagieren.
Asthma bronchiale
Plötzliche oder chronische, durch Verengung
der Atemwege bedingte Atemnot. Diese tritt in der Folge von Verkrampfung
der Atemwegsmuskulatur, Schleimhautschwellung und / oder übermäßiger
Schleimproduktion auf.
Die Atemwegsverengung bildet sich im allgemeinen spontan oder nach Behandlung
vollständig zurück. Sie tritt meist in Form von Anfällen
auf und ist mit einer Überempfindlichkeit der Atemwege verbunden.
Die Auslöser der asthmatischen Entzündung sind die eigentlichen
Verursacher von Asthma. Es sind dies Atemwegsinfekte und Allergene,
manchmal auch aggressive chemische Substanzen. Sobald eine bronchiale
Überempfindlichkeit vorhanden ist, können Asthmaanfälle
u.a. durch kalte Luft, durch emotionalen Stress ebenso wie z.B. durch
Küchendünste, Autoabgase, Farbdämpfe oder Haarspray ausgelöst
werden.
Hochwirksame Medikamente können die Patienten
beschwerdefrei machen und das Auftreten von Asthmafolgeschäden
verhindern. Für manche Asthmatiker bedeutet das, dass sie auf Dauer,
auch vorbeugend, Medikamente inhalieren müssen.
Wenn in dieser Website von "Asthma"(ohne Zusatz) berichtet
wird, ist stets Asthma bronchiale gemeint.
Arten von Asthma bronchiale:
| Asthma-Art |
Beschreibung |
Auslöser |
Betroffene |
| Allergisches Asthma |
Atemwegserkrankung, die mit Allergien gekoppelt
ist und von Allergenen ausgelöst wird |
• Pollen
• Schimmel
• Tierhaare und
-produkte
• Hausstaubmilben
|
Ca. 60 % der Asthmatiker |
| Nicht-Allergisches Asthma |
Asthma, das durch Viren, Medikamente oder
Reizstoffe in der Luft verursacht wird |
• Partikel in der Luft (z.B. von
Kohlen)
• Luftver-schmutzung
(z.B. durch Rauch)
• Düfte und Sprays
(z.B. Parfum, Haushaltsreiniger, Kochdünste, Farben und Lacke)
• Virusinfektionen (z.B. Erkältungen, Grippe, Schnupfen,
Nasenpolyen)
• Aspirin-
Überempfindlichkeit
• Reflux (Rückfluss vom Magen)
|
Ca. ein Drittel der Asthmatiker |
Belastungs-
induziertes Asthma |
Auftreten von Asthma-Syptomen bei physischer
Aktivität (z.B. beim Sport), die durch das Einatmen kalter
trockener Luft während der körperlichen Betätigung
ausgelöst werden |
• Einatmen von Pollen während
körperlicher Betätigung
• Einatmen von verschmutzter Luft während körperlicher
Betätigung
• Körperliche Betätigung während Atemwegsinfekt
• Körperliche Betätigung
in kalter trockener Luft
|
Ca. 80 % der Asthmatiker;
35-40 % der Pollenallergiker
|
| Berufs-bedingtes Asthma |
Diese Art von Asthma entsteht durch das Einatmen
von Reizstoffen und anderer potenziell schädlicher Substanzen
am Arbeitsplatz |
• Rauch
• Chemikalien
• Abgase
• Harze
• Metalle
• Stäube und Dämpfe
• Insektizide |
Ca. 15 % der Asthmatiker |
| Nächtliches Asthma |
Symptome treten während des Schlafes
auf (zu jeder Tageszeit), verschlechtern sich zwischen Mitternacht
und vier Uhr früh |
• Temperaturver-
änderungen im Körper
• Allergene im
Schlafbereich
• Reflux (Rückfluss vom Magen)
• Wenig Adrenalin
• Kontakt mit Allergenen
im Laufe des Tages |
Ca. 75% der Asthmatiker |
Der Prozentsatz der betroffenen Personen bezieht
sich auf die USA.
Quelle: http://www.aaaai.org/patients/allergic_asthma/types.htm
Asthma cardiale
Asthma cardiale tritt bei Linksherzinsuffizienz
auf.
Bei Linksherzinsuffizienz kann es, meist im
Schlaf, zu einer Verschiebung von tagsüber aus der Blutbahn ins
Gewebe ausgetretener Ödemflüssigkeit in die Lunge kommen.
Der Patient wacht mit Herzklopfen, Angst und starker Atemnot auf, hat
starken Husten mit Auswurf und eine verlängerte Ausatmung.
Wenn in dieser Website von "Asthma"(ohne Zusatz) berichtet
wird, ist stets Asthma bronchiale gemeint.
Asthma-Gene
Mit zahlreichen Studien und Forschungsprojekten
wurde und wird vor allem in den USA, Großbritannien, Kanada und
Skandinavien Genforschung bzgl. Asthma betrieben, wobei bereits mehrere
Asthma-Gene entdeckt wurden, z.B. ADAM 33 auf Chromosom 20, PhF11 auf
Chromosom 13, AAA1 und GPRA auf Chromosom 7. Von der Erforschung dieser
und weiterer Gene und ihrer Mutationen versprechen sich die Wissenschaftler
Erkenntnisse, die die Entwicklung neuer Therapien beschleunigen könnten.
Asthmaprojekt
für Kinder und Jugendliche in Salzburg
Jedes zehnte Kind in Salzburg hat Asthma, jedoch nur bei der Hälfte
ist die Diagnose bekannt. Daher wurde in Zusammenarbeit mit dem Kinderspital
Salzburg, der Landessanitätsdirektion und AVOS (Arbeitskreis Vorsorgemedizin
Salzburg) ein umfangreiches Aufklärungsprogramm ausgearbeitet:
Rund 80000 Kinder und Jugendliche in Salzburg erhielten den "asthma
check" - eine vom Team konzipierte Informationsbroschüre.
Spezielle Informationen, wie Videos, Plakate und ein Notfallset ergingen
an PädagogInnen und KindergärtnerInnen. Für Eltern und
Kinder wurde eine Asthmaschulung und für Ärzte Fortbildungsveranstaltungen
organisiert.
Kinder und Jugendliche mit mittelschwerem
und schwerem Asthma lernen durch das Asthmaverhaltenstraining (AVT)
mit ihrer Erkrankung umzugehen und den Krankheitsverlauf positiv zu
beeinflussen. Die Inhalte werden in
10 Einheiten zu je 90 Minuten von einer ausgebildeten Asthmaverhaltenstrainerin
in Kleingruppen vermittelt. Die Anmeldung erfolgt in der Kinderlungenambulanz
(Tel. 0662/4482-2614). Seit Herbst
2002 wird ein Selbstbehalt von € 50 eingehoben.
Kinder und Jugendliche mit leichtem Asthma haben
die Möglichkeit an der sogenannten Asthma-Basis-Schulung (ABS)
teilzunehmen.
Dabei schulen niedergelassene Kinderärzte mit Zusatzausbildung
in Kooperation mit einer Asthmaverhaltenstrainerin der Kinderlungenambulanz
an drei Nachmittagen je 1,5 Stunden Kinder und ihre Eltern im Umgang
mit Asthma.
Die Kosten teilen sich das Land Salzburg, Gesundheitsressort und GKK.
Von den Eltern ist ein Selbstbehalt von € 16 zu tragen.
Ärztlicher Leiter: Univ-Prof. Dr. Josef Riedler www.avos.at/unsereangebote/asthma.htm
Atemfrequenz
Anzahl der Atemzüge in einer Minute:
Neugeborene: 40 - 45
Kleinkinder: 25 - 30
Erwachsene: 16 - 20
Atemzugvolumen
Durchschnittliches Atemzugvolumen: ca. 500 ml Luft (ein halber Liter)
pro Atemzug
Atopie
Familiär auftretende Neigung zur Entwicklung
bestimmter Krankheiten (allergisches Asthma bronchiale, allergische
Rhinokonjunktivitis, atopisches Ekzem) auf dem Boden einer immunologischen
Überempfindlichkeit von Haut und Schleimhäuten gegen Umweltstoffe,
assoziiert mit vermehrter igE-Produktion und/oder veränderter unspezifischer
Reaktivität.
Aut-Idem-Regelung
Aut idem kommt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich übersetzt:
oder das gleiche.
Seit Juli 2002 ist die Aut-Idem-Regelung in Deutschland Bestandteil
des Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetzes. Demnach sind Apotheken
verpflichtet, von Medikamenten für denselben Zweck bei identischer
Wirkungsstärke, Darreichungsform und Packungsgröße das
preiswerteste auszuwählen.
In Österreich gibt es diese - sehr umstrittene - Regelung nicht,
es wird aber darüber diskutiert.
B
Bach-Blüten
Das System der 38 Blüten, das
auf den englischen Arzt Dr. Edward Bach zurückgeht, versteht sich
als "feinstoffliche Methode zur Selbstharmonisierung der menschlichen
Persönlichkeit".
Im Standardwerk "Bach-Blütentherapie" (Hugendubel
Verlag 1981) von Mechthild Scheffer heißt es weiters: "Zielsetzung
ist die seelische Reinigung, Selbsterkenntnis, harmonische Entfaltung,
damit eine größere Stabilität der Persönlichkeit.
Daraus folgt dann indirekt auch eine höhere Resistenz gegenüber
seelischen und gegebenenfalls psychosomatischen Störungen. Es wäre
deshalb falsch, die Wirkung der 38 Bach-Blüten in direktem Zusammenhang
mit körperlichen Krankheitssymptomen zu betrachten und zu bringen."
In "Das neue Bach-Blüten-Buch" (Bauer Verlag 1992)
von Götz Blome wird empfohlen:
Bei Asthma:
Rescue Remedy, von dem im akuten Anfall
alle paar Minuten einige Tropfen genommen werden sollten, um Panik zu
bekämpfen.
Rescue ist das Notfallmittel der Bach-Blüten-Therapie, das in einer
Standardkombination von fünf Blüten am Markt ist: Star
of Bethlehem, Rock Rose, Impatiens, Cherry Plum und Clematis.
(Anmerkung: Die meisten Menschen, die über Erfahrungen mit den
Bach-Blüten berichten, konnten nach der Einnahme von Rescue-Tropfen
eine Beruhigung feststellen. Wird Rescue über einen längeren
Zeitraum eingenommen, wurden aber auch Antriebslosigkeit und vorübergehende
Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis als mögliche Nebenwirkungen
beobachtet.)
Bei Atemstörungen:
Aspen und
Mimulus,
zwei Mittel gegen Ängste
Bei Allergien:
Beech
(gegen Unverträglichkeiten),
Crab Apple (Reinigungsblüte),
Holly
(bei schweren Niesanfällen).
Bei allergischen Schockreaktionen die Kombination von Beech und Holly.
BARGE-Studie - The Beta Adrenergic
Response by Genotype (2004)
Die Beta-adrenerge Antwort nach dem Genotypus
Studie aus den USA, die unterschiedliche Reaktionen
von Patienten je nach ihrem Genotypus auf den Wirkstoff eines Asthma-Medikaments
(kurz wirksames Beta-2-Mimetikum) ergab.
Beta-Agonisten
Gruppe von bronchienerweiternden Wirkstoffen, die in der Asthma-Therapie
eingesetzt werden. Kurz wirkende Beta-Agonisten, z.B. Albuterol oder
Salbutamol, werden vor allem für Notfallmedikamente beim akuten
Asthma-Anfall eingesetzt. Sie wirken vier bis sechs Stunden. Bei sehr
häufiger Anwendung von kurz wirkenden Beta-Agonisten können
Gewöhnungseffekte auftreten, die die Wirkung beeinträchtigen.
In der modernen Asthma-Therapie werden als Dauertherapie lang wirkende
Beta2-Agonisten eingesetzt, Salmeterol und Formoterol. Damit ist nur
alle 12 Stunden eine Inhalation erforderlich. Die Lebensqualität
vieler Patienten konnte damit beträchtlich verbessert werden. In
der Folge vor allem der SMART-Studie kam es aber auch zu Sicherheitsbedenken.
Details siehe
SMART-Studie
Serevent Nationwide Surveillance (SNS) Study
GOAL-Studie
Betablocker
Betablocker sind Substanzen, die zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden.
Bei Asthma bronchiale sind sie kontraindiziert, d.h. sie sollen nicht
eingenommen werden, da sie eine Asthma-Verschlechterung bewirken können.
Betamimetika
Betamimetika sind Substanzen in Medikamenten,
die die Bronchien erweitern. Es gibt zwei Gruppen, die kurzfristig wirksamen
Betamimetika und die lang wirkenden Betamimetika. Betamimetika werden
auch ß2-Sympathomimetika genannt. Sie werden oft mit Glukokotikoiden
kombiniert, das sind Medikamente, die die Entzündung hemmen.
Die lang wirkenden Betamimetika (eine Dosis wirkt mindestens zwölf
Stunden) werden zur Dauertherapie von Asthma und COPD eingesetzt, z.B.
Salmeterol. Als Notfallsmedikament sind sie nicht geeignet.
Kurz wirkende Betamimetika, z.B. Salbutanol, wirken innerhalb weniger
Minuten bronchialerweiternd. Der Wirkstoff setzt an den ß2-Rezeptoren
in der Muskulatur der Bronchien an und führt zu einer Entspannung.
Die Wirkung hält etwa vier Stunden an. Ein Gewöhnungseffekt
ist möglich, dann kann es zu einer verkürzten Wirkungsdauer
kommen. Kurz wirkende Betamimetika werden bei Bedarf inhaliert. Von
Asthma Betroffene sollten sie immer griffbereit haben.
Biofeedback
Die Kombination von Herzfrequenz-Variabilitäts-Biofeedback
und Atemtraining ist eine höchst effektive Therapieform bei Asthma.
Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Paul Lehrer, Präsident
der Amerikanischen Gesellschaft für Biofeedback.
Bei einer Biofeedback-Sitzung werden Körperfunktionen,
wie etwa Herzfrequenz, Muskelspannung oder Durchblutung, gemessen und
dem Klienten zurückgemeldet. Er lernt dadurch sehr rasch, diese
Funktionen zu beeinflussen und "behandelt" seine Störung
selbst. Biofeedback ist u.a. bereits erprobt bei Kopf- und Rückenschmerzen,
bei Hypertonie (zu hohem Blutdruck), zur Verbesserung der Stressverarbeitung
etc. Biofeedback ist wissenschaftlich überprüft und anerkannt.
http://www.austria-biofeedback.at
Bioresonanztherapie
Die Bioresonanztherapie
wird der Komplementär- oder Alternativmedizin zugeordnet und ist
umstritten. Besonders verbreitet ist die Bioresonanztherapie in der
Behandlung von Allergien und chronischen Schmerzen. Andere Bezeichnungen
für die Bioresonanztherapie sind Mora-Therapie,
Biophysikalische Informationstherapie
oder Mutiresonanztherapie.
Der deutsche Arzt Franz Morell und sein Schwiegersohn
Erich Rasche brachten 1977 erstmals ihr "MORA"-Gerät
zur Bioresonanztherapie auf den Markt. Ihre Grundidee war, dass viele
Krankheiten durch Störungen körpereigener elektromagnetischer
Schwingungen verursacht werden.
Ihre Geräte seien in der Lage,
diese krankmachenden Schwingungen zu registrieren und in gesunde Schwingungen
umzuwandeln. Die umgewandelten Schwingungen würden den Patienten
zurückgegeben und sollen so eine Heilung bewirken.
Während der Sitzung bekommt der Patient zwei Elektroden in die
Hand, die mit dem Bioresonanz-Gerät verbunden sind. Über die
eine Elektrode sollen die körpereigenen Schwingungen zum Gerät
geleitet werden. Nach der Umwandlung leitet das Gerät die Schwingungen
über die Elektrode der anderen Hand zurück in den Körper.
In einer Variante des Verfahrens sollen Schwingungen von Edelsteinen,
Farben, Metallen oder Spurenelementen über die Elektrode in den
Körper geleitet werden.
Viele Schulmediziner halten die Bioresonanztherapie für wirkungslos,
andere bieten sie in ihrer Praxis an. Ebenso berichten manche Patienten
von Erfolgen, die sie auf diese Methode zurückführen, andere
konnten keine Wirkung festellen.
Bronchodilatation
Erweiterung der Bronchien. Kurz- und langwirksame Beta2-Antagonisten,
wie z.B. Salbutanol oder Salmeterol, wirken bronchodilatatorisch, also
die Bronchien erweiternd. Bronchodilatatoren werden auch als Reliever
(Linderer) bezeichnet.
Bronchuskarzinom
Lungenkrebs
Mehr als 3000 Menschen sterben in Österreich im Jahr an Lungenkrebs.
Das Karzinom wurde bisher oft erst in einem zu späten Stadium erkannt.
Ein neues Screening-Verfahren ermöglicht nun, auch kleinste Tumorherde
bereits zu erfassen. Mittels LowDose
Spiral CT, einer speziellen Art der
Computertomographie, können Lungenkarzinome so frühzeitig
(schon bei Größen unter 3 mm) entdeckt werden, dass ein erfolgreiches
radikales Entfernen des Tumors möglich ist.
90 Prozent der Lungenkrebspatienten sind Raucher, die meisten über
60 Jahre alt. Zwar ist die Zahl der Männer, die rauchen, in den
vergangenen Jahren zurückgegangen, doch immer noch rauchen etwa
40 Prozent aller Männer und Frauen.
Wer einmal an Lungenkrebs erkrankt ist, hatte in Europa bisher –
alle Tumorstadien zusammengefasst - eine durchschnittliche Chance von
5 bis 14 %, davon geheilt zu werden. Wird die Krankheit bereits im ersten
Stadium erkannt, beträgt die Chance, mehr als fünf Jahre zu
überleben, um die 80 %.
C
CEHAPE
-
Children's Environment and Health Action Plan for Europe
Europäischer Aktionsplan bezüglich
Umwelt und Gesundheit der Kinder
Annahme des Aktionsplans durch die Teilnehmer der Vierten Ministerkonferenz
Umwelt und Gesundheit des WHO-Regionalbüros für Europa, Budapest,
Ungarn, 23.-25.Juni 2004 (Vorsitz Österreich).
www.euro.who.int/budapest2004
Chinesische Ernährungslehre
/ Fünf-Elemente-Ernährung
Im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat sich auch
eine Ernährungslehre entwickelt, die jedes Nahrungsmittel in den
Kreislauf der fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser)
einbindet. Entsprechend wird jedem Nahrungsmittel ein Bezug zu einem
oder mehreren Organen zugeschrieben (Blase, Dickdarm, Dünndarm,
Gallenblase, Herz, Leber, Lunge, Magen, Milz/Pankreas, Nieren), weiters
eine Wirkrichtung (steigend, fallend, schwebend, hebend), ein Geschmack
(süß, salzig, scharf, bitter, sauer) und ein Temperament/Temperatur
(kalt, kühl, neutral, warm, heiß).
Aus dem Zusammenspiel dieser Komponenten werden die Wirkungen von Nahrungsmitteln
abgeleitet und auch Kräutermischungen (aus in Europa meist kaum
bekannten Kräutern) zusammengestellt, die Krankheiten energetisch
entgegenwirken sollen.
Zu Nahrungsmitteln, die bei Asthma günstig sein sollen, zählen
Walnüsse, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer, Senfkörner, Kürbisse,
Aprikosen.
Quelle: Christoph Kunkel: Chinesische Fünf-Elemente-Ernährung,
Falken Verlag 1997
Controller
Für die medikamentöse Behandlung
des Asthma bronchiale werden (bronchienerweiternde) Bronchodilatatoren
(Reliever) und Entzündungshemmer (Controller) eingesetzt.
In die Gruppe der bronchienerweiternden Reliever (Linderer) gehören
• kurz wirksame Beta-2-Agonisten, wie Fenoterol, Salbutamol, Terbutalin,
Albuterol,
• lang wirksame Beta-2-Agonisten, wie Formoterol und Salmeterol
• inhalierbare Anticholinergika, wie Ipratropiumbromid
In die Gruppe der entzündungshemmenden Controller gehören
• Kortikosteroide, wie Beclometason, Budesonid, Fluticason
• Leukotrienantagonisten, wie Motelukast
• Theophylline
COPD
- Chronic Obstructive Pulmonary Disease
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
ist eine der epidemiologisch bedeutsamsten Erkrankungen der Lunge, die
stark im Steigen ist. Rund 10% der Bevölkerung, in Österreich
also rund 800.000 Menschen, sind von ihr betroffen. Dennoch ist sie
eine in der Bevölkerung weitgehend unbekannte Erkrankung. Die Gründe:
COPD beginnt 'schleichend’ d.h. die Betroffenen sind viele Jahre
daran erkrankt ohne dadurch eine Leistungslimitierung zu erleben. Dazu
kommt, dass sie sehr unspezifische Symptome (Husten, Auswurf, Kurzatmigkeit)
aufweisen, die bei vielen anderen Erkrankungen auch vorkommen. Und:
90% der Betroffenen sind Raucher.
„Unbehandelt“, warnt die Lungenfachärztin
und Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft für
Lungenerkrankungen und Tuberkulose (ÖGLUT), OA Dr. Sylvia H a r
t l, Oberärztin der Pulmologischen Abteilung am Otto Wagner Spital,
„ist COPD eine Erkrankung, die zu Invalidität und Tod der
Erkrankten führt“. Die Betroffenen, so Hartl, leiden unter
chronischer Atemnot und werden in der Regel berufsunfähig. Sie
benötigen aufwändige medizinische Betreuung inklusive Atemhilfsmittel
wie Sauerstoff und künstliche Beatmung.
Die effektivste Methode, um die Entstehung der
Erkrankung bereits im Jugendalter zu vermeiden, ist die Prävention.
„Prävention heißt hier: Bekämpfung der Tabakabhängigkeit,
denn COPD entsteht zu fast 100% durch Rauchen“, betonte Hartl.
Die Entdeckung der Erkrankung schon im frühesten Stadium –
die Patienten haben hier noch fast keine Symptome! – wäre
durch Lungenfunktionsmessungen im Rahmen von Gesundenuntersuchungen
möglich. Mit einem einfachen und kostengünstigen Spirometrie-Test
werde die Atemkapazität überprüft. Eine beginnende COPD
könnte damit zu einem so frühen Zeitpunkt, wo die Patienten
selbst noch kaum Beschwerden haben, erkannt und behandelt werden. Die
Ergebnisse der Kopenhagen City Health Study aus dem Jahr 2002 weisen
nach, dass bei 19% der Probanden, die unter Husten mit Auswurf litten,
sonst aber gesund waren, 5 bis 10 Jahre später eine COPD diagnostiziert
wurde.
„Bereits Erkrankte mit manifesten Symptomen
müssen das Rauchen aufgeben“, unterstrich Hartl, „denn
diese Maßnahme stoppt am effektivsten den Erkrankungsverlauf,
weil damit der Lungenabbau zum Stillstand kommt“. Und: „Die
Therapie der Tabakabhängigkeit zahlt sich auch in fortgeschrittenen
Stadien der Erkrankung aus!“ Immerhin seien 30% bis 40% der Raucher
– zunehmend Frauen! – von COPD betroffen. Daher sollte jede/r
RaucherIn durch einen Lungenfunktionstest abklären, ob sie/er dazu
gehört. In diesem Sinn, sei jeder länger bestehende Husten
abzuklären.
Den Konsequenzen der COPD-Erkrankung im späteren
Stadium – Invalidität und deren Folgen – beugen regelmäßige
Medikamenteneinnahme, vor allem der inhalativen Medikamente sowie die
Rehabilitation durch körperliches Training vor, wobei auch wichtig
ist, die Atemwege konsequent vor Infektionen zu schützen. Die modernen
Präparate schützen die Patienten 24 Stunden vor quälenden
Husten- und Atemnotsymptomen.
Aufklärung und Bewusstsein für die Bevölkerung sind erforderlich:
„Jeder COPD-Erkrankte muss sein Erkrankungsstadium
und die dafür erforderlichen Therapiemaßnahmen kennen“,
fordert Hartl. Die Schulung der Patienten im Managen der Erkrankung
sei daher eine ganz wichtige Maßnahme. Ebenso beeinflusst werde
der Erkrankungsverlauf auch durch einen aktiven Lebensstil mit bewusstem
Bewegungsprogramm und richtiger Ernährung.
Cromone
Zur Wirkstoffgruppe der Cromone gehören die Cromoglicinsäure
(DNCG) und Nedocromil. Als Medikamente sind sie weniger wirksam bei
Allergien als Antihistaminika und Glukokortikosteroide. Sie werden z.B.
in der Schwangerschaft eingesetzt, z.B. als Augentropfen.
D
Dekongestiva
Abschwellende Mittel. Sympathomimetika können gegen die Verstopfung
der Nase bei Schnupfen eingesetzt werden.
Dermatitis
Hautentzündung
Desloratadin
Wirkstoff eines Antihistaminikums der "3. Generation" - wird
zur Behandlung von allergischem Schnupfen eingesetzt
Doping
Versuch der Leistungssteigerung mit für diesen Zweck nicht zugelassenen
Substanzen und Methoden. Dazu zählen auch Asthma-Medikamente, wobei
es seit Jahresbeginn 2004 eine Liste der World Anti-Doping Agency (WADA)
gibt, die das für Sportler im Detail regelt.
World Anti-Doping Agency (WADA): www.wada-ama.org/
Dyspnoe
Atemnot
E
EAACI European Academy
of Allergology and Clinical Immunology
Europäische Akademie für Allergologie
und klinische Immunologie (EAACI)
www.eaaci.org
ECARF European Centre for Allergy Research Foundation
Europäisches Zentrum für
Allergieforschung (Stiftung)
Das European Centre for Allergy Research Foundation – ECARF wurde
im Jahr 2003 durch das Engagement des in England lebenden, gründenden
Stifters
Jørgen Philip-Sørensen, CBE, ins Leben gerufen. Anfang
2004 erhielt ECARF eine Zustiftung von der REWE Handelsgruppe. Die Stiftung
hat ihren Sitz im Universitätsklinikum Charité, im Hause
der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Campus
Mitte, Berlin. ECARF wird im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
verwaltet. Ziel der Stiftung ist die Verbesserung des Wissenstandes
und der Aufmerksamkeit gegenüber Allergien in Europa.
ECARF unterstützt die klinische Arbeit des Allergie-Centrum-Charité,
eine interdisziplinäre Einrichtung der Klinik für Pädiatrie
mit Schwerpunkt für Pneumologie und Immunologie und der Klinik
für Dermatologie, Venerologie und Allergologie.Weiterhin werden
Maßnahmen zur Erforschung und Prävention allergischer Erkrankungen
gefördert. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird zudem auf die Verbreitung
von neuen Erkenntnissen bei Ärzten, Patienten und in der allgemeinen
Öffentlichkeit gesetzt.
www. ecarf.org
ECRHS
European Community Respiratory Health
Survey in Adults
Atemwegsgesundheitsstudie bei Erwachsenen
der Europäischen Gemeinschaft
In dieser großen europäischen Studie wurde in zwei Teilen
das Auftreten von Asthma, Allergien und Atemwegssymptomen bei Erwachsenen
im Alter von 20 bis 44 Jahren in 22 Ländern untersucht. ECRHS II
erstreckt sich über den Zeitraum 2000 - 2004.
www.ecrhs.org/
ELF European Lung Foundation
Europäische Lungenstiftung
Die European Lung Foundation (ELF)wurde von
der Europäischen Gesellschaft für Atemwegserkrankungen (European
Respiratory Society - ERS) mit dem Auftrag ins Leben gerufen, den auf
diesem Gebiet tätigen Forschern zu helfen wird und ihre Fachkenntnisse
verstärkt an die Öffentlichkeit zu bringen. ELF ist die einzige
im gesamten europäischen Raum tätige Stiftung, die sich mit
Fragen der Lungengesundheit beschäftigt. In ihr ist das Fachwissen
der führenden Forscher und Mediziner Europas konzentriert, um Hilfestellung
in den folgenden Bereichen leisten zu können:
- das Bewusstsein der Öffentlichkeit für
Atemwegserkrankungen und die damit in Zusammenhang stehenden Risken
zu wecken
- neue Verbindungen zwischen den Behörden in der Europäischen
Gemeinschaft und den Experten auf dem Gebiet der Lungengesundheit zu
schaffen
- in Europa die Qualität der medizinischen Versorgung bei Atemwegserkrankungen
zu verbessern
Die ELF wird von mehr als 6000 europäischen
Ärzten, Wissenschaftern und anderen im Gesundheitswesen tätigen
Fachkräften getragen, die alle auf freiwilliger Basis für
die Stiftung ihre Zeit zur Verfügung stellen.
In den Jahren 2002 und 2003 unterstützte die
ELF, gemeinsam mit anderen Partnern, nationale Kampagnen in Schweden
und Österreich, um die Verhütung und Frühdiagnose von
COPD zu fördern. Diese Initiativen sind Teil einer gesamteuropäischen
Kampagne, der sogenannten “Breath of Life”-Aktion, die zum
Ziel hat, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Lungengesundheit
zu stärken.
ERS European Respiratory Society
Europäische Atemwegsgesellschaft
Die 1990 gegründete ERS (European Respiratory
Society) ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete internationale medizinische
Organisation mit mehr als 7.000 Mitgliedern, unter denen sich Wissenschafter,
Ärzte und andere auf diesem Gebiet des Gesundheitswesens tätige
Fachkräfte aus über 100 Ländern befinden.
Der Auftrag der Gesellschaft liegt vor allem in
der Förderung der respiratorischen Medizin, indem Aktivitäten
ihrer Mitglieder angeregt und koordiniert werden, um so den höchstmöglichen
medizinischen, paramedizinischen und sozialen Standard bei der Behandlung
von Atemwegserkrankungen zu erreichen.
Der Jahreskongress der ERS ist das wichtigste wissenschaftliche
Ereignis auf dem Gebiet der respiratorischen Medizin in Europa. Dieser
Kongress bietet eine Plattform für die Verbreitung wichtiger Verbesserungen
im Verständnis und bei der Behandlung von Lungenkrankheiten, mit
einer Referentenliste von auf diesem Gebiet weltweit führenden
Experten. Im Jahr 2002 nahmen am 12. Jahreskongress der ERS in Stockholm
mehr als 13.000 Delegierte teil. 13. Jahreskongress der ERS: September
2003 in Wien (15.000 Teilnehmer). 14. Jahreskongress der ERS: September
2004 in Glasgow, Schottland.
Im Zeitraum 2002–2003 vergab die ERS im Rahmen
ihres Förderprogrammes für Forschernachwuchs Mittel in der
Höhe von EUR 1,4 Mio. an junge europäische Ärzte und
Wissenschafter sowohl für spezifische Projekte als auch zur Fortsetzung
ihrer Fachausbildung in Europa. Die ERS fühlt sich auch der medizinischen
Weiterbildung verpflichtet. Jedes Jahr organisiert die ERS School, der
Aus- und Weiterbildungsarm der Gesellschaft, mehr als 40 Postgraduate-Kurse
zu bestimmten Themen in ganz Europa. Experten in verschiedenen Bereichen
der respiratorischen Medizin haben sich verpflichtet, Kurse an der ERS
School abzuhalten, um auf diese Weise den Wissensaustausch in Europa
voranzutreiben.
www.ersnet.org
Exazerbation
Verschlimmerung, Verschärfung, Steigerung
F
Feinstaub
Als Feinstaub (PM10 - Particulate Matter 10
Mikrogramm)werden jene Teilchen von Luftschadstoffen bezeichnet, deren
Durchmesser weniger als 10 Mikrometer (10 µm = 0,01mm) beträgt.
Der Grenzwert für Feinstaub ist im österreichischen Immissionsschutzgesetz
- Luft festgelegt. Er beträgt 50 µg/m³ als Tagesmittelwert
und darf derzeit noch 35mal pro Kalenderjahr überschritten werden.
Im Jahr 2003 wurden in Österreich in zahlreichen Städten PM10-Werte
über dem im Immissionsschutzgesetz - Luft (IG-L) festgelegten Grenzwert
registriert. Besonders betroffen sind Orte in Tal- und Beckenlagen wie
z.B. Graz, Klagenfurt und das Inntal, aber auch Wien und niederösterreichische
Städte. Ab dem Jahr 2010 werden maximal 25 Überschreitungen
pro Jahr toleriert, Maßnahmen der österreichischen Bundesländer
sind somit notwendig.
Feinstaubbelastung ist mit etwa 2.500 Todesfällen jährlich
die dritthäufigste Todesursache in Österreich hinter Rauchen
(12.000) und Alkohol (8.000) - Asthma, Bronchitis und Lungenkrebs können
durch Feinstaub ausgelöst werden. Weitere mögliche Folgen
sind: Atemnot, Husten, Einschränkung der Lungenfunktion und Atemwegs-
(u. a. Entzündungen) sowie Herz- und Kreislauferkrankungen.
Hauptverursacher des Feinstaubes ist in den
Städten der Straßenverkehr, vor allem der Ruß-Ausstoß
von Diesel-Fahrzeugen. Weiters wird Feinstaub verursacht durch Staubaufwirbelung,
Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb, Hausbrand und Industrie.
Seit 1990 sind die österreichischen Feinstaub-Emissionen
um 5% auf etwa 47.000 Tonnen angestiegen.
Weitere Informationen:
Grazer Initiative www.feinstaub.at
Land Steiermark www.umwelt.steiermark.at/cms/ziel/2054558/DE/
Stadt Wien www.wien.gv.at/ma22/umweltber0203/pdf/061-feinstaub.pdf
www.wien.gv.at/ma22/luftgue.html
Umweltbundesamt www.umweltbundesamt.at/umwelt/luft/luftschadstoffe/staub/pm10/
www.umweltbundesamt.at/umwelt/luft/luftguete_aktuell/tgl_bericht/
WHO-Studie "Health Aspects of Air Pollution", 2004 www.euro.who.int/document/E83080.pdf
Fluticason
Steroid, das in Kombination mit Salmeterol,
aber auch allein, zur Behandlung von Asthma inhaliert wird. Details
siehe
GOAL-Studie
Fruktosemalabsorption
Fruchtzuckerunverträglichkeit.
Durch einen Enzymdefekt ist die Verdauung/Verwertung von Fruchtzucker
gestört, was vor allem zu Verdauungsproblemen führt.
Fungal
Pilz (fungus) betreffend
Glossar G-Z
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