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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 22.11.2005   

Glossar / Lexikon

A B C D E F G H I J K L M N O

P Q R S T U V W X Y Z

A
A
IRE-Studie - Asthma Insights and Reality in Europe (1999)
A
kupressur
A
kupunktur
A
llergen
Allergie
Allergische Rhinitis
Allergische Rhinokonjunktivitis
Anabolikum
Anaphylaktische Reaktion
Anaphylaktischer Schock
Antagonismus
Antihistaminika
Antikörper
ARIA Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma
Aromaöle / Ätherische Öle / Duftöle
ASS Acetylsalicylsäure
Asthma bronchiale
Asthma cardiale
Asthma-Gene
Asthma-Projekt für Kinder und Jugendliche in Salzburg
Atemfrequenz
Atemzugvolumen
Atopie
Aut-idem-Regelung

B
Bach-Blüten
BARGE-Studie
Beta-Agonisten
Betablocker
Betamimetika
Biofeedback
Bioresonanztherapie
Bronchodilatation
Bronchuskarzinom

C
C
EHAPE Children's Environment and Health Action Plan for Europe
C
hinesische Ernährungslehre / Fünf-Elemente-Ernährung
C
ontroller
C
OPD Chronic Obstructive Pulmonary Disease
C
romone

D
D
ekongestiva
D
ermatitis
Desloratadin
Doping
Dyspnoe

E
E
AACI European Academy of Allergology and Clinical Immunology
ECARF European Centre for Allergy Research Foundation
E
CRHS European Community Respiratory Health Survey
ELF European Lung Foundation
ERS European Respiratory Society
Exazerbation

F
F
einstaub
F
luticason
F
ruktosemalabsorption
F
ungal

G-Z

 

A

AIRE-Studie - Asthma Insights and Reality in Europe (1999/2000)
Asthma-Einblicke und Wirklichkeit in Europa
Für diese Studie von Prof. Klaus Rabe (Universität Leiden, Niederlande) ua.. wurden 2803 Patienten in sieben europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Italien, Spanien und Schweden) über ihr Asthma befragt. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt, dass viele Asthma-Patienten untertherapiert sind. 46 Prozent der Befragten hatten tagsüber Asthma-Beschwerden, 61 Prozent hatten Asthma-Anfälle und 63 Prozent gaben an, dass sie sich durch die Krankheit in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen.

Akupressur
Stimulierung von Akupunkturpunkten am Körper durch Druck (unterschiedlicher Stärke und Dauer), wobei zumeist die Finger oder Stäbchen eingesetzt werden. Durch die einfache Anwendung wird diese Technik, die den Körper ins Gleichgewicht bringen soll, oft für den Hausgebrauch empfohlen. Bei unsachgemäßer Anwendung sind aber auch unerwünschte Wirkungen nicht auszuschließen.
Die folgende Auswahl wurde dem Buch "Heilende Punkte" (Knaur Taschenbuch 1992) von Michael Reed Gach entnommen:
Bei Allergien:
Di 4 (4. Punkt auf dem Dickdarmmeridian, in der Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger),
Le 3 (3. Punkt auf dem Lebermeridian, in der Senke zwischen der großen und der zweiten Zehe),
N 27 (27. Punkt auf dem Nierenmeridian, in der Vertiefung unterhalb des Schlüsselbeins beim Brustbein),
Ma 36 (36. Punkt des Magenmeridians, vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe außen am Bein)
u.v.a.
Bei Asthma:
Lu 9 (9. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Furche der Handgelenkfalte unterhalb des Daumenballens)
Lu 10 (10. Punkt auf dem Lungenmeridian, in der Mitte des Daumenballens)
B 13 (13. Punkt auf dem Blasenmeridian, einen Fingerbreit unterhalb der oberen Spitze des Schulterblatts zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt)
u.v.a.

Akupunktur
Akupunktur als Regulationstherapie ist vor allem dann angezeigt, wenn eine Funktion gestört ist, wie es bei Asthma und Allergien der Fall ist. Akupunktur bedeutet primär das Einstechen von Nadeln in genau definierte Punkte des Körpers zu therapeutischen Zwecken.
Unter den Oberbegriff Akupunktur werden jedoch auch andere Reizmethoden als die alleinige Nadelung eingereiht, z.B. Laserakupunktur. Die klassischen Akupunkturpunkte liegen auf linearen Leitlinien, den "Meridianen".
Akupunktur ist eine Ergänzung, jedoch kein Ersatz für die schulmedizinische Diagnostik.
Ziel des Einsatzes von Akupunktur ist, den Körper in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen. Die Chinesen sprechen von der Balance zwischen Yin und Yang.
Akupunktur ist in Österreich seit 1986 vom obersten Sanitätsrat als Heilmethode offiziell anerkannt.
Österreichische Gesellschaft für Akupunktur www.akupunktur.at

Allergen
Stoff, der Überreaktionen des Immunsystems (Allergien) auslösen kann.
Inhalations-Allergene sind z.B. Hausstaub, Tierhaare, Pollen, Sporen von Schimmelpilzen;
Nahrungsmittel-Allergene können z.B. Weizen, Kuhmilch, Fisch, Eier, Fenchel- und Kamillentee sein;
Kontakt-Allergene werden über die Haut aufgenommen, z.B. über Farben, Modeschmuck, Reinigungsmittel, Latexprodukte, Kosmetika;
Injektions-Allergene können von Insekten unter die Haut gespritzt werden, vor allem von Bienen und Wespen;
Auch Medikamente können eine allergische Reaktion verursachen.
Allergene können Beschwerden wie Schnupfen, Asthma, Augenreizungen, Hautveränderungen (Neurodermitis, Ekzeme), Darmbeschwerden, etc. auslösen.
Schlimmstenfalls kann der ganze Organismus von einer allergischen Reaktion betroffen sein (anaphylaktische Reaktion).

Allergie
Krankmachende Überempfindlichkeit aufgrund immunologischer Sensibilisierung.
Unter Allergie versteht man eine verstärkte, spezifische Abwehrreaktion des Immunsystems gegenüber an sich harmlosen Substanzen, z.B. Pflanzenpollen, im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit. Die Überreaktion kann wenige Sekunden nach dem Kontakt, aber auch erst viel später (verzögerte Reaktion) auftreten. Eine allergische Reaktion erfolgt nicht gleich beim ersten Kontakt. Hat sich die Allergie entwickelt, reagiert der Körper schon auf kleinste Mengen des Allergens.
Allergische Erkrankungen können an verschiedenen Organsystemen auftreten. Häufig betroffen sind Haut und Schleimhäute. Zu den allergischen Erkrankungen gehören Schnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis), Nesselsucht (Urtikaria), Asthma bronchiale, allergische Alveolitis (Farmer- oder Vogelhalterlunge), Kontaktekzem, atopisches Ekzem (Neurodermitis), Nahrungs- und Arzneimittelallergien.

Allergische Rhinitis
Der allergische Schnupfen ist eine Überempfindlichkeitsreaktion der Nase, wobei es durch den Kontakt mit Allergenen zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut kommt. Hauptsymptome sind Niesen, Juckreiz, klare Sekretion und Verstopfung der Nase (nasale Obstruktion).

Allergische Rhinokonjunktivitis
Kombination aus Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut) und Konjunktivitis (Bindehautentzündung) durch Kontakt mit Allergenen, wie es beim Heuschnupfen der Fall ist.

Anabolikum
Substanz, die den Aufbaustoffwechsel anregt. Der Begriff wird meist für synthetische Steroide angewendet, die die Eiweißsynthese fördern.


Anaphylaktische Reaktion
Maximale, akute allergische Sofortreaktion des gesamten Organismus. Auslöser können Arzneimittel sein, z.B. eine Penizillinallergie, aber auch Bienen- und Wespenstiche. Sehr selten lösen auch andere Allergene eine anaphylaktische Reaktion aus.

Anaphylaktischer Schock
Extreme allergische Reaktion des gesamten Organismus, die sehr selten vorkommt. Sie endet unbehandelt mit Kreislaufversagen und Atemstillstand. Gefährdete Personen sollten stets eine Schockapotheke für den Notfall mit sich führen.

Antagonismus
Gegensatz; gegeneinander gerichtete Wirkungsweise

Antihistaminika
Arzneimittel erster Wahl - oral und topisch, also durch den Mund oder örtlich in Nase/Augen - zur Therapie von allergischem Schnupfen. Antihistaminika sind mittlerweile in der dritten Generation am Markt: Orale Antihistaminika der 1. Generation, die stark beruhigend wirkten, wurden ab den 80er Jahren durch Antihistaminika der 2. Generation ersetzt. Diese wirkten wenig oder gar nicht beruhigend und wiesen eine höhere Rezeptorspezifität auf. Dazu zählen Loratadin und Cetirizin. Bei Terfenadin und Astemizol zeigten sich kardinale Nebenwirkungen, wie Herzrhythmusstörungen.

Neuere orale Antihistaminika lösten eine Diskussion aus, ob sie als
3. Generation zu bezeichnen sind. Als Kriterien für eine dritte Generation von Antihistaminika wurden international (ARIA und EAACI) definiert:
• spezifischer, potenter H1-Rezeptorantagonismus
• Wirksamkeit über 24 Stunden, einmalige tägliche Gabe, schneller Wirkeintritt
• keine Interferenz (Störung) mit Nahrungsaufnahme / anderen Arzneistoffen / intestinalen (den Darm betreffenden) Transportproteinen
• additive antiallergische Effekte (nachgewiesen am Patienten)
• Wirkung auf alle Symptome der allergischen Rhinokonjunktivitis, einschließlich der nasalen Obstruktion (Verstopfung der Nase)
• keine Sedierung (Beruhigung, Dämpfung) oder Beeinträchtigung der psychomotorischen Leistungen
• keine kardiotoxischen (das Herz schädigenden) Effekte
• keine anderen Nebenwirkungen wie anticholinerge Effekte, Gewichtszunahme, Leber- und Nierentoxizität

Der "Leitlinie der DGAI zur allergischen Rhinokonjunktivitis" (Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, 2003) zufolge (www.pharmavista.ch) werden diese Punkte erfüllt durch
Desloratadin sowie überwiegend z.B. durch Levocetirizin und Fexofenadin. Levocetirizin weist eine höhere Sedierungsrate, Fexofenadin eine Interferenz (Störung) mit Transportproteinen bzw. eine verminderte Resorption (Aufnahme) auf.

Örtlich anzuwendende Antihistaminika stehen sowohl für die Anwendung an der Nase als auch am Auge zur Verfügung.

Antikörper
Antikörper sind Proteine, die von B-Lymphozyten gebildet werden und mit bestimmten Oberflächenstrukturen eines Antigens oder Allergens reagieren. Es gibt fünf Antikörper-Klassen mit unterschiedlichen Funktionen. IgE (Immunglobulin E) sind charakteristisch für Allergien.

ARIA Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma
Allergischer Schnupfen und sein Einfluss auf Asthma (ARIA)
Intiative, die unter Mitwirkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegründet wurde. Richtlinien für das Management des allergischen Schnupfens wurden erstmals im Jahr 2001 veröffentlicht. Im Jahr 2005 wurde ein aktualisiertes ARIA-Therapieschema für allergischen Schnupfen vorgestellt:
• Bei jenen 20 Prozent der Allergiker, deren Beschwerden leicht und kurzfristig sind und den Alltag nicht beeinträchtigen, kann eine alleinige Behandlung mit einem modernen Antiallergikum ausreichend wirksam sein.
• Bei den 40 Prozent der Allergiker mit kurzfristigen mäßig bis schweren Beschwerden, bedarf es gemäß ARIA zusätzlich eines entzündungshemmenden Nasensprays und eines Antiallergikums.
• Ganzjährige leichte Beschwerden, wie sie bei 5 Prozent der Allergiker auftreten, müssen mit einem entzündungshemmenden Nasenspray und einem Antiallergikum behandelt werden.
• Das gilt auch für jene 35 Prozent aller Allergiker, die ganzjährig unter mäßigen oder schweren Beschwerden leiden.


Aromaöle / Ätherische Öle / Duftöle
Aromaöle werden mit diversen Verfahren aus den duftenden Bestandteilen von Früchten, Kräutern, Blumen, Bäumen, Gewürzpflanzen gewonnen. Sie werden mittels Duftlampen zum Inhalieren verwendet, aber u.a. auch für Massagen und Bäder eingesetzt. Die Öle sind hoch konzentriert, reizen die Schleimhäute und sollten nur in kleinsten Mengen angewendet werden. Für Allergiker und Asthmatiker ist der Umgang mit aromatischen Ölen oft problematisch. Allergische Reaktionen und Asthmaanfälle können durch die Inhaltsstoffe ausgelöst werden. In einigen Ratgeber-Büchern über Duftöle wird bei einzelnen Ölen speziell darauf hingewiesen. Manchmal werden jedoch bestimmte Düfte für Asthmatiker sogar empfohlen, während in anderen Büchern vor genau diesen Düften bei der Anwendung bei Asthma gewarnt wird (z.B. Eukalyptusöl).
Warnungen für Asthmatiker/Allergiker wurden gefunden u.a. für die Anwendung von Citrusölen, für Salbei-, Thymian- und Rosmarinöl, Teebaumöl, Zimt- und Nelkenöl, bei Asthma speziell auch für Pfefferminz- und Eukalyptusöl.
Literaturhinweis:
Ingeborg Stadelmann: Bewährte Aromamischungen, 3. Auflage 2003.



ASS Acetylsalicylsäure
Acetylsalicylsäure ist seit mehr als 100 Jahren als Schmerzmittel und zur Fiebersenkung in Verwendung. Eine weitere Anwendung der Acetylsalicylsäure erfolgt seit einiger Zeit zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen im Gefäßsystem des Herzens und des Gehirns, wodurch ein drohender Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindert werden soll. Acetylsalicylsäure vermindert im arteriellen Gefäßsystem das Auftreten von Zusammenballungen der Blutplättchen und senkt dadurch das Risiko eines Gefäßverschlusses.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Acetylsalicylsäure betreffen den Magen. Es kann aber auch zu allergischen Reaktionen kommen, die sich beispielsweise in Form von Hautausschlägen oder Atemwegsverkrampfungen äußern. Zusätzlich kann das so genannte Analgetikaasthma auftreten, wobei entsprechend vorbelastete Patienten durch die Abnahme der Prostaglandinkonzentration im Körper mit Asthma reagieren.

Asthma bronchiale
Plötzliche oder chronische, durch Verengung der Atemwege bedingte Atemnot. Diese tritt in der Folge von Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur, Schleimhautschwellung und / oder übermäßiger Schleimproduktion auf.
Die Atemwegsverengung bildet sich im allgemeinen spontan oder nach Behandlung vollständig zurück. Sie tritt meist in Form von Anfällen auf und ist mit einer Überempfindlichkeit der Atemwege verbunden.
Die Auslöser der asthmatischen Entzündung sind die eigentlichen Verursacher von Asthma. Es sind dies Atemwegsinfekte und Allergene, manchmal auch aggressive chemische Substanzen. Sobald eine bronchiale Überempfindlichkeit vorhanden ist, können Asthmaanfälle u.a. durch kalte Luft, durch emotionalen Stress ebenso wie z.B. durch Küchendünste, Autoabgase, Farbdämpfe oder Haarspray ausgelöst werden.

Hochwirksame Medikamente können die Patienten beschwerdefrei machen und das Auftreten von Asthmafolgeschäden verhindern. Für manche Asthmatiker bedeutet das, dass sie auf Dauer, auch vorbeugend, Medikamente inhalieren müssen.
Wenn in dieser Website von "Asthma"(ohne Zusatz) berichtet wird, ist stets Asthma bronchiale gemeint.

Arten von Asthma bronchiale:

Asthma-Art Beschreibung Auslöser Betroffene
Allergisches Asthma Atemwegserkrankung, die mit Allergien gekoppelt ist und von Allergenen ausgelöst wird

• Pollen
• Schimmel
• Tierhaare und
-produkte
• Hausstaubmilben

Ca. 60 % der Asthmatiker
Nicht-Allergisches Asthma Asthma, das durch Viren, Medikamente oder Reizstoffe in der Luft verursacht wird

• Partikel in der Luft (z.B. von Kohlen)
• Luftver-schmutzung
(z.B. durch Rauch)
• Düfte und Sprays
(z.B. Parfum, Haushaltsreiniger, Kochdünste, Farben und Lacke)
• Virusinfektionen (z.B. Erkältungen, Grippe, Schnupfen, Nasenpolyen)
• Aspirin-
Überempfindlichkeit
• Reflux (Rückfluss vom Magen)

Ca. ein Drittel der Asthmatiker
Belastungs-
induziertes Asthma
Auftreten von Asthma-Syptomen bei physischer Aktivität (z.B. beim Sport), die durch das Einatmen kalter trockener Luft während der körperlichen Betätigung ausgelöst werden

• Einatmen von Pollen während körperlicher Betätigung
• Einatmen von verschmutzter Luft während körperlicher Betätigung
• Körperliche Betätigung während Atemwegsinfekt
• Körperliche Betätigung
in kalter trockener Luft

Ca. 80 % der Asthmatiker;

35-40 % der Pollenallergiker

Berufs-bedingtes Asthma Diese Art von Asthma entsteht durch das Einatmen von Reizstoffen und anderer potenziell schädlicher Substanzen am Arbeitsplatz • Rauch
• Chemikalien
• Abgase
• Harze
• Metalle
• Stäube und Dämpfe
• Insektizide
Ca. 15 % der Asthmatiker
Nächtliches Asthma Symptome treten während des Schlafes auf (zu jeder Tageszeit), verschlechtern sich zwischen Mitternacht und vier Uhr früh • Temperaturver-
änderungen im Körper
• Allergene im
Schlafbereich
• Reflux (Rückfluss vom Magen)
• Wenig Adrenalin
• Kontakt mit Allergenen
im Laufe des Tages
Ca. 75% der Asthmatiker

Der Prozentsatz der betroffenen Personen bezieht sich auf die USA.
Quelle: http://www.aaaai.org/patients/allergic_asthma/types.htm

Asthma cardiale
Asthma cardiale tritt bei Linksherzinsuffizienz auf.
Bei Linksherzinsuffizienz kann es, meist im Schlaf, zu einer Verschiebung von tagsüber aus der Blutbahn ins Gewebe ausgetretener Ödemflüssigkeit in die Lunge kommen. Der Patient wacht mit Herzklopfen, Angst und starker Atemnot auf, hat starken Husten mit Auswurf und eine verlängerte Ausatmung.
Wenn in dieser Website von "Asthma"(ohne Zusatz) berichtet wird, ist stets Asthma bronchiale gemeint.

Asthma-Gene
Mit zahlreichen Studien und Forschungsprojekten wurde und wird vor allem in den USA, Großbritannien, Kanada und Skandinavien Genforschung bzgl. Asthma betrieben, wobei bereits mehrere Asthma-Gene entdeckt wurden, z.B. ADAM 33 auf Chromosom 20, PhF11 auf Chromosom 13, AAA1 und GPRA auf Chromosom 7. Von der Erforschung dieser und weiterer Gene und ihrer Mutationen versprechen sich die Wissenschaftler Erkenntnisse, die die Entwicklung neuer Therapien beschleunigen könnten.

Asthmaprojekt für Kinder und Jugendliche in Salzburg
Jedes zehnte Kind in Salzburg hat Asthma, jedoch nur bei der Hälfte ist die Diagnose bekannt. Daher wurde in Zusammenarbeit mit dem Kinderspital Salzburg, der Landessanitätsdirektion und AVOS (Arbeitskreis Vorsorgemedizin Salzburg) ein umfangreiches Aufklärungsprogramm ausgearbeitet: Rund 80000 Kinder und Jugendliche in Salzburg erhielten den "asthma check" - eine vom Team konzipierte Informationsbroschüre. Spezielle Informationen, wie Videos, Plakate und ein Notfallset ergingen an PädagogInnen und KindergärtnerInnen. Für Eltern und Kinder wurde eine Asthmaschulung und für Ärzte Fortbildungsveranstaltungen organisiert.

Kinder und Jugendliche mit mittelschwerem und schwerem Asthma lernen durch das Asthmaverhaltenstraining (AVT) mit ihrer Erkrankung umzugehen und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Die Inhalte werden in 10 Einheiten zu je 90 Minuten von einer ausgebildeten Asthmaverhaltenstrainerin in Kleingruppen vermittelt. Die Anmeldung erfolgt in der Kinderlungenambulanz (Tel. 0662/4482-2614). Seit Herbst 2002 wird ein Selbstbehalt von € 50 eingehoben.

Kinder und Jugendliche mit leichtem Asthma haben die Möglichkeit an der sogenannten Asthma-Basis-Schulung (ABS) teilzunehmen.
Dabei schulen niedergelassene Kinderärzte mit Zusatzausbildung in Kooperation mit einer Asthmaverhaltenstrainerin der Kinderlungenambulanz an drei Nachmittagen je 1,5 Stunden Kinder und ihre Eltern im Umgang mit Asthma.
Die Kosten teilen sich das Land Salzburg, Gesundheitsressort und GKK. Von den Eltern ist ein Selbstbehalt von € 16 zu tragen.
Ärztlicher Leiter: Univ-Prof. Dr. Josef Riedler www.avos.at/unsereangebote/asthma.htm


Atemfrequenz

Anzahl der Atemzüge in einer Minute:
Neugeborene: 40 - 45
Kleinkinder: 25 - 30
Erwachsene: 16 - 20

Atemzugvolumen
Durchschnittliches Atemzugvolumen: ca. 500 ml Luft (ein halber Liter) pro Atemzug

Atopie
Familiär auftretende Neigung zur Entwicklung bestimmter Krankheiten (allergisches Asthma bronchiale, allergische Rhinokonjunktivitis, atopisches Ekzem) auf dem Boden einer immunologischen Überempfindlichkeit von Haut und Schleimhäuten gegen Umweltstoffe, assoziiert mit vermehrter igE-Produktion und/oder veränderter unspezifischer Reaktivität.

Aut-Idem-Regelung
Aut idem kommt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich übersetzt: oder das gleiche.
Seit Juli 2002 ist die Aut-Idem-Regelung in Deutschland Bestandteil des Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetzes. Demnach sind Apotheken verpflichtet, von Medikamenten für denselben Zweck bei identischer Wirkungsstärke, Darreichungsform und Packungsgröße das preiswerteste auszuwählen.
In Österreich gibt es diese - sehr umstrittene - Regelung nicht, es wird aber darüber diskutiert.

 

B

Bach-Blüten
Das System der 38 Blüten
, das auf den englischen Arzt Dr. Edward Bach zurückgeht, versteht sich als "feinstoffliche Methode zur Selbstharmonisierung der menschlichen Persönlichkeit".
Im Standardwerk "Bach-Blütentherapie" (Hugendubel Verlag 1981) von Mechthild Scheffer heißt es weiters: "Zielsetzung ist die seelische Reinigung, Selbsterkenntnis, harmonische Entfaltung, damit eine größere Stabilität der Persönlichkeit. Daraus folgt dann indirekt auch eine höhere Resistenz gegenüber seelischen und gegebenenfalls psychosomatischen Störungen. Es wäre deshalb falsch, die Wirkung der 38 Bach-Blüten in direktem Zusammenhang mit körperlichen Krankheitssymptomen zu betrachten und zu bringen."

In "Das neue Bach-Blüten-Buch" (Bauer Verlag 1992) von Götz Blome wird empfohlen:

Bei Asthma:
Rescue Remedy
, von dem im akuten Anfall alle paar Minuten einige Tropfen genommen werden sollten, um Panik zu bekämpfen.
Rescue ist das Notfallmittel der Bach-Blüten-Therapie, das in einer Standardkombination von fünf Blüten am Markt ist:
Star of Bethlehem, Rock Rose, Impatiens, Cherry Plum und Clematis.
(Anmerkung: Die meisten Menschen, die über Erfahrungen mit den Bach-Blüten berichten, konnten nach der Einnahme von Rescue-Tropfen eine Beruhigung feststellen. Wird Rescue über einen längeren Zeitraum eingenommen, wurden aber auch Antriebslosigkeit und vorübergehende Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis als mögliche Nebenwirkungen beobachtet.)
Bei Atemstörungen:
Aspen und Mimulus, zwei Mittel gegen Ängste
Bei Allergien:
Beech (gegen Unverträglichkeiten), Crab Apple (Reinigungsblüte), Holly (bei schweren Niesanfällen).
Bei allergischen Schockreaktionen die Kombination von Beech und Holly.

 

BARGE-Studie - The Beta Adrenergic Response by Genotype (2004)
Die Beta-adrenerge Antwort nach dem Genotypus
Studie aus den USA, die unterschiedliche Reaktionen von Patienten je nach ihrem Genotypus auf den Wirkstoff eines Asthma-Medikaments (kurz wirksames Beta-2-Mimetikum) ergab.

Beta-Agonisten
Gruppe von bronchienerweiternden Wirkstoffen, die in der Asthma-Therapie eingesetzt werden. Kurz wirkende Beta-Agonisten, z.B. Albuterol oder Salbutamol, werden vor allem für Notfallmedikamente beim akuten Asthma-Anfall eingesetzt. Sie wirken vier bis sechs Stunden. Bei sehr häufiger Anwendung von kurz wirkenden Beta-Agonisten können Gewöhnungseffekte auftreten, die die Wirkung beeinträchtigen.
In der modernen Asthma-Therapie werden als Dauertherapie lang wirkende Beta2-Agonisten eingesetzt, Salmeterol und Formoterol. Damit ist nur alle 12 Stunden eine Inhalation erforderlich. Die Lebensqualität vieler Patienten konnte damit beträchtlich verbessert werden. In der Folge vor allem der SMART-Studie kam es aber auch zu Sicherheitsbedenken. Details siehe
SMART-Studie
Serevent Nationwide Surveillance (SNS) Study
GOAL-Studie


Betablocker
Betablocker sind Substanzen, die zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden. Bei Asthma bronchiale sind sie kontraindiziert, d.h. sie sollen nicht eingenommen werden, da sie eine Asthma-Verschlechterung bewirken können.


Betamimetika
Betamimetika sind Substanzen in Medikamenten, die die Bronchien erweitern. Es gibt zwei Gruppen, die kurzfristig wirksamen Betamimetika und die lang wirkenden Betamimetika. Betamimetika werden auch ß2-Sympathomimetika genannt. Sie werden oft mit Glukokotikoiden kombiniert, das sind Medikamente, die die Entzündung hemmen.
Die lang wirkenden Betamimetika (eine Dosis wirkt mindestens zwölf Stunden) werden zur Dauertherapie von Asthma und COPD eingesetzt, z.B. Salmeterol. Als Notfallsmedikament sind sie nicht geeignet.
Kurz wirkende Betamimetika, z.B. Salbutanol, wirken innerhalb weniger Minuten bronchialerweiternd. Der Wirkstoff setzt an den ß2-Rezeptoren in der Muskulatur der Bronchien an und führt zu einer Entspannung. Die Wirkung hält etwa vier Stunden an. Ein Gewöhnungseffekt ist möglich, dann kann es zu einer verkürzten Wirkungsdauer kommen. Kurz wirkende Betamimetika werden bei Bedarf inhaliert. Von Asthma Betroffene sollten sie immer griffbereit haben.


Biofeedback
Die Kombination von Herzfrequenz-Variabilitäts-Biofeedback und Atemtraining ist eine höchst effektive Therapieform bei Asthma. Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Paul Lehrer, Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Biofeedback.

Bei einer Biofeedback-Sitzung werden Körperfunktionen, wie etwa Herzfrequenz, Muskelspannung oder Durchblutung, gemessen und dem Klienten zurückgemeldet. Er lernt dadurch sehr rasch, diese Funktionen zu beeinflussen und "behandelt" seine Störung selbst. Biofeedback ist u.a. bereits erprobt bei Kopf- und Rückenschmerzen, bei Hypertonie (zu hohem Blutdruck), zur Verbesserung der Stressverarbeitung etc. Biofeedback ist wissenschaftlich überprüft und anerkannt.
http://www.austria-biofeedback.at


Bioresonanztherapie

Die Bioresonanztherapie wird der Komplementär- oder Alternativmedizin zugeordnet und ist umstritten. Besonders verbreitet ist die Bioresonanztherapie in der Behandlung von Allergien und chronischen Schmerzen. Andere Bezeichnungen für die Bioresonanztherapie sind Mora-Therapie, Biophysikalische Informationstherapie oder Mutiresonanztherapie.

Der deutsche Arzt Franz Morell und sein Schwiegersohn Erich Rasche brachten 1977 erstmals ihr "MORA"-Gerät zur Bioresonanztherapie auf den Markt. Ihre Grundidee war, dass viele Krankheiten durch Störungen körpereigener elektromagnetischer Schwingungen verursacht werden.
Ihre Geräte seien in der Lage, diese krankmachenden Schwingungen zu registrieren und in gesunde Schwingungen umzuwandeln. Die umgewandelten Schwingungen würden den Patienten zurückgegeben und sollen so eine Heilung bewirken.

Während der Sitzung bekommt der Patient zwei Elektroden in die Hand, die mit dem Bioresonanz-Gerät verbunden sind. Über die eine Elektrode sollen die körpereigenen Schwingungen zum Gerät geleitet werden. Nach der Umwandlung leitet das Gerät die Schwingungen über die Elektrode der anderen Hand zurück in den Körper.
In einer Variante des Verfahrens sollen Schwingungen von Edelsteinen, Farben, Metallen oder Spurenelementen über die Elektrode in den Körper geleitet werden.

Viele Schulmediziner halten die Bioresonanztherapie für wirkungslos, andere bieten sie in ihrer Praxis an. Ebenso berichten manche Patienten von Erfolgen, die sie auf diese Methode zurückführen, andere konnten keine Wirkung festellen.


Bronchodilatation
Erweiterung der Bronchien. Kurz- und langwirksame Beta2-Antagonisten, wie z.B. Salbutanol oder Salmeterol, wirken bronchodilatatorisch, also die Bronchien erweiternd. Bronchodilatatoren werden auch als Reliever (Linderer) bezeichnet.

Bronchuskarzinom
Lungenkrebs
Mehr als 3000 Menschen sterben in Österreich im Jahr an Lungenkrebs. Das Karzinom wurde bisher oft erst in einem zu späten Stadium erkannt. Ein neues Screening-Verfahren ermöglicht nun, auch kleinste Tumorherde bereits zu erfassen.
Mittels LowDose Spiral CT, einer speziellen Art der Computertomographie, können Lungenkarzinome so frühzeitig (schon bei Größen unter 3 mm) entdeckt werden, dass ein erfolgreiches radikales Entfernen des Tumors möglich ist.
90 Prozent der Lungenkrebspatienten sind Raucher, die meisten über 60 Jahre alt. Zwar ist die Zahl der Männer, die rauchen, in den vergangenen Jahren zurückgegangen, doch immer noch rauchen etwa 40 Prozent aller Männer und Frauen.
Wer einmal an Lungenkrebs erkrankt ist, hatte in Europa bisher – alle Tumorstadien zusammengefasst - eine durchschnittliche Chance von 5 bis 14 %, davon geheilt zu werden. Wird die Krankheit bereits im ersten Stadium erkannt, beträgt die Chance, mehr als fünf Jahre zu überleben, um die 80 %.

 

C

CEHAPE -
Children's Environment and Health Action Plan for Europe

Europäischer Aktionsplan bezüglich Umwelt und Gesundheit der Kinder
Annahme des Aktionsplans durch die Teilnehmer der Vierten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit des WHO-Regionalbüros für Europa, Budapest, Ungarn, 23.-25.Juni 2004 (Vorsitz Österreich).
www.euro.who.int/budapest2004


Chinesische Ernährungslehre / Fünf-Elemente-Ernährung
Im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat sich auch eine Ernährungslehre entwickelt, die jedes Nahrungsmittel in den Kreislauf der fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) einbindet. Entsprechend wird jedem Nahrungsmittel ein Bezug zu einem oder mehreren Organen zugeschrieben (Blase, Dickdarm, Dünndarm, Gallenblase, Herz, Leber, Lunge, Magen, Milz/Pankreas, Nieren), weiters eine Wirkrichtung (steigend, fallend, schwebend, hebend), ein Geschmack (süß, salzig, scharf, bitter, sauer) und ein Temperament/Temperatur (kalt, kühl, neutral, warm, heiß).
Aus dem Zusammenspiel dieser Komponenten werden die Wirkungen von Nahrungsmitteln abgeleitet und auch Kräutermischungen (aus in Europa meist kaum bekannten Kräutern) zusammengestellt, die Krankheiten energetisch entgegenwirken sollen.
Zu Nahrungsmitteln, die bei Asthma günstig sein sollen, zählen Walnüsse, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer, Senfkörner, Kürbisse, Aprikosen.
Quelle: Christoph Kunkel: Chinesische Fünf-Elemente-Ernährung, Falken Verlag 1997

Controller
Für die medikamentöse Behandlung des Asthma bronchiale werden (bronchienerweiternde) Bronchodilatatoren (Reliever) und Entzündungshemmer (Controller) eingesetzt.
In die Gruppe der bronchienerweiternden Reliever (Linderer) gehören
• kurz wirksame Beta-2-Agonisten, wie Fenoterol, Salbutamol, Terbutalin, Albuterol,
• lang wirksame Beta-2-Agonisten, wie Formoterol und Salmeterol
• inhalierbare Anticholinergika, wie Ipratropiumbromid
In die Gruppe der entzündungshemmenden Controller gehören
• Kortikosteroide, wie Beclometason, Budesonid, Fluticason
• Leukotrienantagonisten, wie Motelukast
• Theophylline

COPD - Chronic Obstructive Pulmonary Disease
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine der epidemiologisch bedeutsamsten Erkrankungen der Lunge, die stark im Steigen ist. Rund 10% der Bevölkerung, in Österreich also rund 800.000 Menschen, sind von ihr betroffen. Dennoch ist sie eine in der Bevölkerung weitgehend unbekannte Erkrankung. Die Gründe: COPD beginnt 'schleichend’ d.h. die Betroffenen sind viele Jahre daran erkrankt ohne dadurch eine Leistungslimitierung zu erleben. Dazu kommt, dass sie sehr unspezifische Symptome (Husten, Auswurf, Kurzatmigkeit) aufweisen, die bei vielen anderen Erkrankungen auch vorkommen. Und: 90% der Betroffenen sind Raucher.

„Unbehandelt“, warnt die Lungenfachärztin und Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose (ÖGLUT), OA Dr. Sylvia H a r t l, Oberärztin der Pulmologischen Abteilung am Otto Wagner Spital, „ist COPD eine Erkrankung, die zu Invalidität und Tod der Erkrankten führt“. Die Betroffenen, so Hartl, leiden unter chronischer Atemnot und werden in der Regel berufsunfähig. Sie benötigen aufwändige medizinische Betreuung inklusive Atemhilfsmittel wie Sauerstoff und künstliche Beatmung.

Die effektivste Methode, um die Entstehung der Erkrankung bereits im Jugendalter zu vermeiden, ist die Prävention. „Prävention heißt hier: Bekämpfung der Tabakabhängigkeit, denn COPD entsteht zu fast 100% durch Rauchen“, betonte Hartl. Die Entdeckung der Erkrankung schon im frühesten Stadium – die Patienten haben hier noch fast keine Symptome! – wäre durch Lungenfunktionsmessungen im Rahmen von Gesundenuntersuchungen möglich. Mit einem einfachen und kostengünstigen Spirometrie-Test werde die Atemkapazität überprüft. Eine beginnende COPD könnte damit zu einem so frühen Zeitpunkt, wo die Patienten selbst noch kaum Beschwerden haben, erkannt und behandelt werden. Die Ergebnisse der Kopenhagen City Health Study aus dem Jahr 2002 weisen nach, dass bei 19% der Probanden, die unter Husten mit Auswurf litten, sonst aber gesund waren, 5 bis 10 Jahre später eine COPD diagnostiziert wurde.

„Bereits Erkrankte mit manifesten Symptomen müssen das Rauchen aufgeben“, unterstrich Hartl, „denn diese Maßnahme stoppt am effektivsten den Erkrankungsverlauf, weil damit der Lungenabbau zum Stillstand kommt“. Und: „Die Therapie der Tabakabhängigkeit zahlt sich auch in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung aus!“ Immerhin seien 30% bis 40% der Raucher – zunehmend Frauen! – von COPD betroffen. Daher sollte jede/r RaucherIn durch einen Lungenfunktionstest abklären, ob sie/er dazu gehört. In diesem Sinn, sei jeder länger bestehende Husten abzuklären.

Den Konsequenzen der COPD-Erkrankung im späteren Stadium – Invalidität und deren Folgen – beugen regelmäßige Medikamenteneinnahme, vor allem der inhalativen Medikamente sowie die Rehabilitation durch körperliches Training vor, wobei auch wichtig ist, die Atemwege konsequent vor Infektionen zu schützen. Die modernen Präparate schützen die Patienten 24 Stunden vor quälenden Husten- und Atemnotsymptomen.
Aufklärung und Bewusstsein für die Bevölkerung sind erforderlich: „Jeder COPD-Erkrankte muss sein Erkrankungsstadium und die dafür erforderlichen Therapiemaßnahmen kennen“, fordert Hartl. Die Schulung der Patienten im Managen der Erkrankung sei daher eine ganz wichtige Maßnahme. Ebenso beeinflusst werde der Erkrankungsverlauf auch durch einen aktiven Lebensstil mit bewusstem Bewegungsprogramm und richtiger Ernährung.

Cromone
Zur Wirkstoffgruppe der Cromone gehören die Cromoglicinsäure (DNCG) und Nedocromil. Als Medikamente sind sie weniger wirksam bei Allergien als Antihistaminika und Glukokortikosteroide. Sie werden z.B. in der Schwangerschaft eingesetzt, z.B. als Augentropfen.


D

Dekongestiva
Abschwellende Mittel. Sympathomimetika können gegen die Verstopfung der Nase bei Schnupfen eingesetzt werden.

Dermatitis

Hautentzündung

Desloratadin
Wirkstoff eines Antihistaminikums der "3. Generation" - wird zur Behandlung von allergischem Schnupfen eingesetzt

Doping
Versuch der Leistungssteigerung mit für diesen Zweck nicht zugelassenen Substanzen und Methoden. Dazu zählen auch Asthma-Medikamente, wobei es seit Jahresbeginn 2004 eine Liste der World Anti-Doping Agency (WADA) gibt, die das für Sportler im Detail regelt.
World Anti-Doping Agency (WADA): www.wada-ama.org/

Dyspnoe
Atemnot

 

E

EAACI European Academy of Allergology and Clinical Immunology
Europäische Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI)
www.eaaci.org


ECARF European Centre for Allergy Research Foundation
Europäisches Zentrum für Allergieforschung (Stiftung)
Das European Centre for Allergy Research Foundation – ECARF wurde im Jahr 2003 durch das Engagement des in England lebenden, gründenden Stifters
Jørgen Philip-Sørensen, CBE, ins Leben gerufen. Anfang 2004 erhielt ECARF eine Zustiftung von der REWE Handelsgruppe. Die Stiftung hat ihren Sitz im Universitätsklinikum Charité, im Hause der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Campus Mitte, Berlin. ECARF wird im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltet. Ziel der Stiftung ist die Verbesserung des Wissenstandes und der Aufmerksamkeit gegenüber Allergien in Europa.

ECARF unterstützt die klinische Arbeit des Allergie-Centrum-Charité, eine interdisziplinäre Einrichtung der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt für Pneumologie und Immunologie und der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie.Weiterhin werden Maßnahmen zur Erforschung und Prävention allergischer Erkrankungen gefördert. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird zudem auf die Verbreitung von neuen Erkenntnissen bei Ärzten, Patienten und in der allgemeinen Öffentlichkeit gesetzt.
www. ecarf.org

ECRHS
European Community Respiratory Health Survey in Adults
Atemwegsgesundheitsstudie bei Erwachsenen der Europäischen Gemeinschaft
In dieser großen europäischen Studie wurde in zwei Teilen das Auftreten von Asthma, Allergien und Atemwegssymptomen bei Erwachsenen im Alter von 20 bis 44 Jahren in 22 Ländern untersucht. ECRHS II erstreckt sich über den Zeitraum 2000 - 2004.
www.ecrhs.org/

ELF European Lung Foundation
Europäische Lungenstiftung
Die European Lung Foundation (ELF)wurde von der Europäischen Gesellschaft für Atemwegserkrankungen (European Respiratory Society - ERS) mit dem Auftrag ins Leben gerufen, den auf diesem Gebiet tätigen Forschern zu helfen wird und ihre Fachkenntnisse verstärkt an die Öffentlichkeit zu bringen. ELF ist die einzige im gesamten europäischen Raum tätige Stiftung, die sich mit Fragen der Lungengesundheit beschäftigt. In ihr ist das Fachwissen der führenden Forscher und Mediziner Europas konzentriert, um Hilfestellung in den folgenden Bereichen leisten zu können:

- das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Atemwegserkrankungen und die damit in Zusammenhang stehenden Risken zu wecken
- neue Verbindungen zwischen den Behörden in der Europäischen Gemeinschaft und den Experten auf dem Gebiet der Lungengesundheit zu schaffen
- in Europa die Qualität der medizinischen Versorgung bei Atemwegserkrankungen zu verbessern

Die ELF wird von mehr als 6000 europäischen Ärzten, Wissenschaftern und anderen im Gesundheitswesen tätigen Fachkräften getragen, die alle auf freiwilliger Basis für die Stiftung ihre Zeit zur Verfügung stellen.

In den Jahren 2002 und 2003 unterstützte die ELF, gemeinsam mit anderen Partnern, nationale Kampagnen in Schweden und Österreich, um die Verhütung und Frühdiagnose von COPD zu fördern. Diese Initiativen sind Teil einer gesamteuropäischen Kampagne, der sogenannten “Breath of Life”-Aktion, die zum Ziel hat, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Lungengesundheit zu stärken.


ERS European Respiratory Society
Europäische Atemwegsgesellschaft

Die 1990 gegründete ERS (European Respiratory Society) ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete internationale medizinische Organisation mit mehr als 7.000 Mitgliedern, unter denen sich Wissenschafter, Ärzte und andere auf diesem Gebiet des Gesundheitswesens tätige Fachkräfte aus über 100 Ländern befinden.

Der Auftrag der Gesellschaft liegt vor allem in der Förderung der respiratorischen Medizin, indem Aktivitäten ihrer Mitglieder angeregt und koordiniert werden, um so den höchstmöglichen medizinischen, paramedizinischen und sozialen Standard bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen zu erreichen.

Der Jahreskongress der ERS ist das wichtigste wissenschaftliche Ereignis auf dem Gebiet der respiratorischen Medizin in Europa. Dieser Kongress bietet eine Plattform für die Verbreitung wichtiger Verbesserungen im Verständnis und bei der Behandlung von Lungenkrankheiten, mit einer Referentenliste von auf diesem Gebiet weltweit führenden Experten. Im Jahr 2002 nahmen am 12. Jahreskongress der ERS in Stockholm mehr als 13.000 Delegierte teil. 13. Jahreskongress der ERS: September 2003 in Wien (15.000 Teilnehmer). 14. Jahreskongress der ERS: September 2004 in Glasgow, Schottland.

Im Zeitraum 2002–2003 vergab die ERS im Rahmen ihres Förderprogrammes für Forschernachwuchs Mittel in der Höhe von EUR 1,4 Mio. an junge europäische Ärzte und Wissenschafter sowohl für spezifische Projekte als auch zur Fortsetzung ihrer Fachausbildung in Europa. Die ERS fühlt sich auch der medizinischen Weiterbildung verpflichtet. Jedes Jahr organisiert die ERS School, der Aus- und Weiterbildungsarm der Gesellschaft, mehr als 40 Postgraduate-Kurse zu bestimmten Themen in ganz Europa. Experten in verschiedenen Bereichen der respiratorischen Medizin haben sich verpflichtet, Kurse an der ERS School abzuhalten, um auf diese Weise den Wissensaustausch in Europa voranzutreiben.
www.ersnet.org


Exazerbation

Verschlimmerung, Verschärfung, Steigerung

F

Feinstaub
Als Feinstaub (PM10 - Particulate Matter 10 Mikrogramm)werden jene Teilchen von Luftschadstoffen bezeichnet, deren Durchmesser weniger als 10 Mikrometer (10 µm = 0,01mm) beträgt.
Der Grenzwert für Feinstaub ist im österreichischen Immissionsschutzgesetz - Luft festgelegt. Er beträgt 50 µg/m³ als Tagesmittelwert und darf derzeit noch 35mal pro Kalenderjahr überschritten werden.
Im Jahr 2003 wurden in Österreich in zahlreichen Städten PM10-Werte über dem im Immissionsschutzgesetz - Luft (IG-L) festgelegten Grenzwert registriert. Besonders betroffen sind Orte in Tal- und Beckenlagen wie z.B. Graz, Klagenfurt und das Inntal, aber auch Wien und niederösterreichische Städte. Ab dem Jahr 2010 werden maximal 25 Überschreitungen pro Jahr toleriert, Maßnahmen der österreichischen Bundesländer sind somit notwendig.
Feinstaubbelastung ist mit etwa 2.500 Todesfällen jährlich die dritthäufigste Todesursache in Österreich hinter Rauchen (12.000) und Alkohol (8.000) - Asthma, Bronchitis und Lungenkrebs können durch Feinstaub ausgelöst werden. Weitere mögliche Folgen sind: Atemnot, Husten, Einschränkung der Lungenfunktion und Atemwegs- (u. a. Entzündungen) sowie Herz- und Kreislauferkrankungen.

Hauptverursacher des Feinstaubes ist in den Städten der Straßenverkehr, vor allem der Ruß-Ausstoß von Diesel-Fahrzeugen. Weiters wird Feinstaub verursacht durch Staubaufwirbelung, Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb, Hausbrand und Industrie. Seit 1990 sind die österreichischen Feinstaub-Emissionen um 5% auf etwa 47.000 Tonnen angestiegen.
Weitere Informationen:
Grazer Initiative www.feinstaub.at

Land Steiermark www.umwelt.steiermark.at/cms/ziel/2054558/DE/
Stadt Wien www.wien.gv.at/ma22/umweltber0203/pdf/061-feinstaub.pdf
www.wien.gv.at/ma22/luftgue.html

Umweltbundesamt www.umweltbundesamt.at/umwelt/luft/luftschadstoffe/staub/pm10/
www.umweltbundesamt.at/umwelt/luft/luftguete_aktuell/tgl_bericht/
WHO-Studie "Health Aspects of Air Pollution", 2004 www.euro.who.int/document/E83080.pdf

Fluticason
Steroid, das in Kombination mit Salmeterol, aber auch allein, zur Behandlung von Asthma inhaliert wird. Details siehe
GOAL-Studie

Fruktosemalabsorption
Fruchtzuckerunverträglichkeit. Durch einen Enzymdefekt ist die Verdauung/Verwertung von Fruchtzucker gestört, was vor allem zu Verdauungsproblemen führt.

Fungal

Pilz (fungus) betreffend

 

Glossar G-Z