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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 18.07.2005   

Glossar / Lexikon

A B C D E F G H I J K L M N O

P Q R S T U V W X Y Z

A - F

G
G
alenik
GA²LEN Global Allergy and Asthma European Network
Ganzkörper-Plethysmograf
Gelee Royale
Generika
GINA Global Initiative for Asthma
Global Burden of Asthma
Glukokortikoide
Glukokortikosteroide (GKS)
GMP-Richtlinien (Good Manufacturing Practice)
GOAL-Studie - Gaining Optimal Asthma Control (2004)
GOLD - Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease

H
H
euschnupfen
Histamin
Histamin-Intoleranz
Homöopathie
Hypertonie

I
IgE
Insuffizienz
Interferenz
Intermittierendes Asthma
Intestinal
Irreversibel
ISAAC-Studie - International Study of Asthma and Allergies in Childhood

K
K
apillaren
Kardiotoxisch
Kinesiologie
Klinisch
Konjunktivitis
Kortikoide
Kräuter
Kreuzreaktivität
Kurzentren Asthma/Atemwegserkrankungen in Österreich
Kyoto-Protokoll

L
L
aktoseintoleranz
L
atex
Lebensmittelallergie
Lebensmittelintoleranz
Lebensmittelunverträglichkeit
Leukotrien-Antagonisten
Lithotherapie
Lungenfunktionsprüfung
Lungenhochdruck

M
M
astzellen
Mediator
Mikrofaser

N
N
asale Hyperreaktivität
N
asale Obstruktion
N
asaler Provokationstest (NPT)
N
eurodermitis
Nickelallergie
NLP Neurolinguistisches Programmieren

O
Ö
GLUT Österreichische Gesellschaft für Lungenkrankheiten und Tuberkulose,
Name im Jahr 2004 geändert in:
ÖGP Österreichische Gesellschaft für Pneumologie

OPC Oligomere ProCyanidine
Ozon

P
P
eak-flow-Messungen
Persistierendes Asthma
Pharmakogenetik
Pimecrolimus
Placebo
Prähypertension
Prävalenz
Prävention
Prick-Test
Pseudo-Allergie
Psychosomatische Erkrankungen
Pulmonal
Pulmonale Hypertension

R
R
AST Radio Allergo Sorbent Test
REACH - Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals
Reliever
Resorption
Respiration
Rezeptor
Rhinitis
Rhinokonjunktivitis
"R im Kreis" ®
Rotbusch / Rooibos

S
S
almeterol
S
alzkristalllampe
S
APALDIA-Studie - Swiss Study on Air Pollution and Lung Diseases in Adults
Schüßler-Salze
Schwarzkümmel
Sedierung
Sensibilisierung
Serevent Nationwide Surveillance (SNS) Study (1990-1992)
Silikon
SMART-Studie - Salmeterol Multicenter Asthma Research Trial (1996-2003)
Sonnenallergie
Spätfolgen von Asthma bronchiale
Spezifische Immuntherapie (SIT)
Spirometrie
Status asthmaticus
Sympathomimetika

T
T
acrolimus
T
heophyllin
Topisch
Toxizität
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

U
U
rtikaria

V
V
entilation
Vitalkapazität

W
WAO World Allergy Organization

Z
Z
öliakie

 

 

 

G

Galenik
Lehre von der Zubereitung und Herstellung von Arzneimitteln (benannt nach dem griechischen Arzt und Apotheker Galenos von Pergamon)

GA²LEN Global Allergy and Asthma European Network / Network of Excellence
Globales Allergie- und Asthma-Netzwerk in Europa / Netzwerk der Exzellenz
Eine Initiative der EU-Kommission (Teil des 6. Rahmenprogramms für Forschung), benannt nach Galenos (129-201 n.Chr.), einem Arzt der Antike, der bereits den Zusammenhang zwischen Nase und Lunge beschrieb.
Am EU-Projekt GA²LEN mit Start im Februar 2004 nehmen 16 europäische Länder teil. An den Forschungsschwerpunkten sind 25 Forschungszentren beteiligt, für deren Projekte die EU 14,4 Millionen Euro für eine Forschungsperiode von fünf Jahren zur Verfügung stellt.
Auch die European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) und die EFA, eine europäische Patientenorganisation, sind Partner des Projekts.
Österreichischer Projektpartner ist die Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien, Univ.Prof. Dr. Georg Stingl.
GA²LEN-Koordinator ist Paul van Cauwenberge (Leiter der HNO-Klinik der Universität Gent), Büros befinden sich in Gent und Brüssel.
Ziele von GA²LEN sind es, ein internationales Netzwerk zur Stärkung der europäischen Forschung zu errichten, der Fragmentierung der euroäischen Forschung entgegenzuwirken, integrierende Aktivitäten zu fördern, über alle Aspekte von Allergien und Asthma zu informieren, mit dem Ziel, eine Verbesserung für die Patienten zu erreichen.
Die
neun Forschungsschwerpunkte sind:
• Ernährung (Koordination: Universität von Southampton, Großbritannien)
• Die Rolle der Infektionen (Koordination: Universität München, Deutschland)
• Luftverschmutzung (Koordination: Universität von Utrecht, Niederlande)
• Arbeitswelt (Koordination: IMAS, Barcelona, Spanien)
• Gender (Koordination: INSERM, Paris, Frankreich)
• IgE-Sensibilisierung (Koordination: INSERM, Paris, Frankreich)
• "Remodelling" der Luftwege (Koordination: Universität von Palermo, Italien)
• Klinische Pflege und Lebensqualität (Koordination: Karolinska Institut, Stockholm, Schweden)
• Genetik (Koordination: INSERM, Paris, Frankreich)
www.ga2len.net

Ganzkörper-Plethysmograf
Mit der Ganzkörper-Plethysmografie wird der Atemwegswiderstand gemessen. Der Widerstand in den Bronchien ist bei Asthmatikern durch die Verengung der Bronchien erhöht.
Der Ganzkörper-Plethysmograf ist eine luftdichte Kabine, vergleichbar mit einer Telefonzelle. Die Patienten atmen in ein Mundrohr. Die Atmung sollte ruhig und gleichmäßig sein. Gemessen wird ungefähr für zwei bis drei Minuten.

Gelee Royale
Futtersaft der Bienenköniginnen, der aufgrund seiner vitalisierenden und stärkenden Wirkung in zahlreichen Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika enthalten ist. Infolge der Einnahme bzw. Anwendung können auch unerwünschte Wirkungen auftreten, vor allem allergische Reaktionen, bis hin zum allergischen Schock. Allergiker und Asthmatiker werden von seriösen Anbietern vor der Anwendung von Gelee Royale gewarnt.
www.ddh-online.de/AMK-Stufen-010213.html

Generika
Generika sind die preisgünstigere Variante von Medikamenten, die bereits seit längerem im Einsatz sind (Patente gelten 20 Jahre). Generika haben den gleichen Wirkstoff wie die Ursprungs-Arznei. Sie sind mit dieser in allen Punkten ident, die für Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit eines Arzneimittels wichtig sind. Der Unterschied liegt im Namen und im Preis: Generika werden unter einem anderen Namen angeboten und sind bei Markteintritt um ca. die Hälfte preiswerter als das Original.
2003/04 lag der Generikaanteil bei Verordnungen in Österreich bei ca. 10 %, und damit weit unter dem EU-Durchschnitt. Bis 2006 soll der Generikaanteil in Österreich auf 20 % steigen.
www.generikaverband.at


GINA Global Initiative for Asthma
Weltweite Initiative für Asthma
GINA wurde 1989 vom amerikanischen staatlichen National Heart, Lung and Blood Institute (NIH National Institutes of Health) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert, um die Aufmerksamkeit auf die zunehmende Asthma-Problematik zu lenken. Lungenspezialisten aus aller Welt arbeiten in der Initiative zusammen, die auch den Weltasthmatag promotet. Die Experten von GINA haben u.a. Richtlinien zum Management von Asthma veröffentlicht. Zum Weltasthmatag 2004 verbreitete GINA den vollständigen Global Burden of Asthma Report.

Vorsitzender von GINA ist (2004) Paul O'Byrne, MD, McMaster University, Health Sciences Center, Ontario, Canada. Das Sekretariat von GINA befindet sich in London.
www.ginasthma.com

Global Burden of Asthma
Weltweite Bürde durch Asthma
Zum Weltasthmatag am 4. Mai 2004 gab GINA (Global Initiative for Asthma) alle Informationen des weltweiten Asthma-Reports „Global Burden of Asthma" zur Veröffentlichung frei.

Der Report wurde im Medical Research Institute of New Zealand, Wellington, Neuseeland, und an der britischen Universität von Southampton erstellt. Als Autoren zeichnen Matthew Masoli, Denise Fabian, Shaun Holt und Richard Beasley.

Die Autoren verarbeiteten Daten aus 80 Ländern und stützten sich auf zahlreiche nationale und internationale Studien, so die ISAAC-Studie (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) und die ECRHS-Studie (European Community Respiratory Health Survey). Kontaktperson in Österreich war Univ.Prof. Dr. Josef Riedler (Lungenambulanz, Salzburger Kinderspital).

Österreich rangiert mit 5,8 % von Erwachsenen mit klinischem Asthma im westeuropäischen Durchschnitt (5,9 %). Die Weltrangliste führt Schottland mit 18,4 Prozent an (England 15,3 %, Australien 14,7 %, USA 10,9 %, Deutschland 6,9 %, Schweiz 2,3 %, Russland 2,2 %).
www.ginasthma.com


Glukokortikoide (Kortisone)
Glukokortikoide werden auch als Kortikosteroide, Steroide oder Kortisone bezeichnet.
(Weitere Informationen siehe Kortikoide und Glukokortikosteroide)

Glukokortikosteroide (GKS)
GKS werden zur Therapie u.a. sowohl bei allergischem Schnupfen als auch bei Asthma bronchiale verwendet. Sie können topisch (örtlich) oder systemisch eingesetzt werden. Heute sind zahlreiche topische Steroide verfügbar: Budesonid, Fluticasonpropionat, u.a.
Durch die lokale Gabe kann bei kontinuierlicher Anwendung eine hohe Schleimhautkonzentration bei minimalem Risiko systemischer Nebenwirkungen erreicht werden. Der "Leitlinie der DGAI zur allergischen Rhinokonjunktivitis" (2003) zufolge, reduziert der regelmäßige Einsatz von topischen Kortikosteroiden alle nasalen Symptome einschließlich der Verstopfung der Nase stärker als orale Antihistaminika. Er reduziert auch nachhaltig die Konzentration verschiedener Entzündungsmediatoren (einschließlich Histamin) an der Nasenschleimhaut. Orale Antihistaminika wirken besser in der Unterdrückung allergischer Augensymptome.

GKS im Zusammenhang mit der Therapie von Asthma bronchiale siehe Kortikoide

GMP-Richtlinien (Good Manufacturing Practice)
Diese Richtlinien wurden auf Initiative der Weltgesundheitsbehörde (WHO) entwickelt, sind weltweit verbindlich und sollen die Erfüllung strengster Qualitätsstandards bei der Herstellung von Arzneimitteln sichern.

GOAL-Studie - Gaining Optimal Asthma Control
Optimale Asthma-Kontrolle erreichen
Von GlaxoSmithKline initiierte und unterstützte klinische Studie zur Ermittlung, wieviele Patienten eine vollständige Kontrolle der Asthma-Symptome erzielen konnten. In die GOAL-Studie (Prof. Eric D. Bateman, Universität Kapstadt, Südafrika, u.a.) wurden 3421 Patienten aus 326 Asthma-Therapiezentren in 44 Ländern einbezogen. In der einjährigen Studie wird die Kombination Salmeterol (lang wirkender bronchienerweiternder Wirkstoff) / Fluticason (Steroid) mit Fluticason Monotherapie verglichen.
Die Ergebnisse der Studie wurden in der Ausgabe vom 15. Oktober 2004 des American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht. In der Studie wird zwischen vollständig kontrolliertem und gut kontrolliertem Asthma unterschieden. Deutlich mehr Patienten bekamen die Asthma-Symptome mit der Kombination von Salmeterol / Fluticason unter Kontrolle als mit Fluticason allein. Nach einem Jahr hatten 41 % der Patienten mit der Kombinationstherapie ihr Asthma völlig unter Kontrolle gegenüber 28 % jener, die nur das Steroid Fluticason inhaliert hatten. Ein gut kontrolliertes Asthma hatten nach einem Jahr 71 Prozent der Patienten mit der Wirkstoffkombination und 59 % mit Fluticason allein. Mit der Wirkstoffkombination Salmeterol und Fluticason (Seretide®) war eine schnellere Kontrolle und mit einer geringeren Steroid-Dosis möglich.
www.goalstudy.com
http://ajrccm.atsjournals.org
(Ausgabe vom 15. Oktober 2004)

GOLD - Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
Globale Initiative für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung
GOLD ist eine 1997 gegründete, unabhängige gemeinnützige Organisation. Ihr Ziel ist die Zusammenarbeit mit Medizinern, öffentlichen Gesundheitsbehörden und COPD-Patienten auf der ganzen Welt, um mehr Aufmerksamkeit auf COPD zu lenken sowie die durch diese Lungenkrankheit hervorgerufene Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate zu verringern.
http://www.goldcopd.org/questions

H

Heuschnupfen
Saisonaler allergischer Schnupfen (Entzündung der Nasenschleimhaut), der durch Pollen ausgelöst wird. Symptome sind Niesen, Juckreiz, Rinnen der Nase, Fieber, u.a. Aus einem nicht oder nicht ausreichend behandelten Heuschnupfen kann sich Asthma entwickeln ("Etagenwechsel").

Histamin
Körpereigene Substanz und der wichtigste Mediator in der Frühphase allergischer Reaktionen, wenn große Mengen Histamin plötzlich freigesetzt werden. Histamin führt u.a. zum Zusammenziehen der glatten Muskulatur (z.B. Verkrampfung der Bronchien, Durchfall), zur Kapillarerweiterung (Rötung, Blutdruckabfall), und zum Austritt von Blutplasma (Schwellung). Histamin kommt auch in der Nahrung vor, z.B. in Käse, Wein, Sauerkraut und Tomaten.

Histamin-Intoleranz
Unverträglichkeit histaminhaltiger Speisen (Käse, Wein, Sauerkraut, Tomaten, u.a.), was zu Symptomen führt (siehe Histamin).

Homöopathie
In der Homöopathie geht man davon aus, dass Gleiches durch Gleiches geheilt werden kann. Naturstoffe, die beim gesunden Menschen ohne Verdünnung bestimmte Symptome auslösen, können genau diese Symptome beim Kranken zum Verschwinden bringen, sind Homöopathen überzeugt.

Homöopathische Arzneien werden hergestellt, indem Kräuter, Pflanzen und andere Naturprodukte potenziert, d.h. mit Wasser „verschüttelt“ werden. Dieser Prozess wird je nach gewünschter Potenz des Präparats mehrmals wiederholt. Je höher die Potenz, desto geringer ist der real messbare Wirkstoffanteil im Produkt. Umso größer sei jedoch die angenommene Wirkung.

Die Wirksamkeit der Homöopathie wird von Schulmedizinern oft bezweifelt. Als Homöopathen tätige Ärzte vertreten die Ansicht, dass homöopathische Mittel erfolgreich u.a. bei Asthma und Allergien eingesetzt werden können.

Die folgenden Beispiele bzgl. Asthma wurden dem Buch "Homöopathie heute" (Rowohlt Taschenbuch Verlag 1990) von Mathias Dorcsi entnommen, wobei auch die Leitsymptome/Situationen angeführt sind:

Bei Asthma:
Aconitum D 30 3x5 Kügelchen - Angst, Trockenheit
Belladonna D 30 3x5 Kügelchen - benommen, schweißbedeckt
Ambra D 3 3x5 Kügelchen - nervös
Lobelia D 4 alle 10 Minuten 5 Tropfen bei nächtlicher Atemnot
Spongia D 3 5 Kügelchen - Beim Niederlegen
Aralia racemosa D 4 3x5 Tropfen - Allergischer Kitzelhusten
Natrium sulfuricum D 12 3x5 Tropfen - Feuchtes Klima
u.v.a.

Bei Allergien:
In mehreren Büchern wird vor allem auf Allium cepa (Zwiebel) bei akutem allergischem Schnupfen hingewiesen. Weiters werden Euphrasia, Apis und Histaminum immer wieder genannt.

www.homoeopathie.at

Hypertonie
Bluthochdruck


I

IgE
Allergenspezifische Immunglobulin-E-Antikörper. Kann als Gesamtmenge sowie als Konzentration spezifischer Antikörper im Blut gemessen werden. Für die häufigsten IgE-vermittelten Reaktionen (Asthma, Heuschnupfen, atopisches Ekzem) spielt eine erbliche Veranlagung (genetische Disposition) eine Rolle. Es gibt auch Allergien, die nicht IgE-vermittelt sind (Kontaktekzem).
Bei IgE-vermittelten Reaktionen lagern sich die IgE-Antikörper mit hoher Bindungskraft an bestimmte Zellen (Mastzellen im Gewebe, basophile Leukozyten im Blut) an, wo sie nach erneutem Kontakt mit dem spezifischen Allergen die Freisetzung hochaktiver Botenstoffe, z.B. Histamin, auslösen. Die Symptome bei allergischen Erkrankungen (Gefäßerweiterung, Schleimhautschwellung, Sekretionssteigerung in den Bronchien und in der Nase, Verengung der Bronchien, Juckreiz, Kreislaufkollaps bis hin zum Schock) beruhen letztlich auf einer durch Botenstoffe hervorgerufenen Entzündung.
IgE-Normalwerte für Kinder und Erwachsene (kU/l):
6 Monate – 2 Jahre: 3,5 – 3,8
2 – 5 Jahre: 15 – 16
5 – 8 Jahre: 18 – 26
8 – 12 Jahre: 41 – 34
12 – 16 Jahre: unter 28
ab 16 Jahre: 10 – 120

Insuffizienz
Schwäche, ungenügende Leistung eines Organs oder Organsystems

Interferenz
Störung, Behinderung, Beeinträchtigung

Intermittierendes Asthma
Es wird zwischen intermittierendem (zeitweilig aussetzendem) und persistierendem (beharrendem) Asthma unterschieden, wobei das persistierende Asthma in persistierend leicht, persistierend mittelschwer und persistierend schwer eingeteilt wird.
• Intermittierend: Typische Asthma-Symptome weniger als zweimal pro Woche
• Persistierend leicht: Typische Asthma-Symptome weniger als einmal täglich
• Persistierend mittelschwer: Typische Asthma-Symptome täglich
• Persistierend schwer: Typische Asthma-Symptome ständig

Intestinal
Den Darm betreffend

Irreversibel
Nicht umkehrbar, nicht rückgängig

ISAAC-Studie
International Study of Asthma and Allergies in Childhood (1998)
Internationale Studie über Asthma und Allergien in der Kindheit

Internationale Studie über Asthma und Allergien in der Kindheit
Es wurden 460.000 Kinder im Alter von 13 - 14 Jahren in 56 Ländern befragt;
in Österreich gaben 12 % an, im vorangegangenen Jahr an Asthma gelitten zu haben; in Großbritannien waren es 20 - 37 %, in Neuseeland 27 - 33 %, in Indonesien nur 2 %.

K

Kapillaren
Haarfeine Blutgefäße, die ein riesiges Netz bilden, das den arteriellen und venösen Blutstrom verbindet. In den Kapillaren fließt das Blut langsam, so dass hier der Stoff- und Gasaustausch stattfinden kann.

Kardiotoxisch
Das Herz schädigend

Kinesiologie
Lehre von der Bewegung. Seit den 1960er Jahren entstanden mehrere Schulen, die durch Bewegungsübungen, Berührungen und "Balancen" dem Körper zu mehr Ausgeglichenheit und Harmonie verhelfen wollen und ihre Angebote speziell auch für Allergiker empfehlen. Unerwünschte Wirkungen durch die Übungen sind nicht auszuschließen.

Die folgenden Beispiele sind dem Buch "Gesundheit in unseren Händen. Mudras - die Kommunikation mit unserer Lebenskraft durch Anregung der Finger-Reflexzonen" (Knaur Taschenbuch 1991) von Kim da Silva entnommen:
Bei Asthma:
Rechten und linken Mittelfingernagel aneinanderlegen. 4 Minuten, 3xtäglich, 3 Minuten Mindestabstand. Im Krankheitsfall:18 Minuten, 5xtäglich, 7 Minuten Mindestabstand
Bei Allergien:
Zeigefinger in die Daumengrube, Fingerkuppen von Daumen und Mittelfinger aneinander legen. 7 Minuten, 4xtäglich, 15 Minuten Mindestabstand. Im Krankheitsfall: 17 Minuten, 8xtäglich, 16 Minuten Mindestabstand, mit beiden Händen.

Klinisch
Mit "klinisch" ist in der medizinischen Fachsprache oft nicht der Bezug zu Klinik/Krankenhaus gemeint, sondern die Gesamtheit von Symptomatik und Verlauf einer Erkrankung, also das gesamte Krankheitsbild

Konjunktivitis
Bindehautentzündung

Kortikoide
Kortikoide sind Substanzen, die sich chemisch vom Kortison, dem Hormon der Nebennierenrinde, ableiten. Es gibt Kortikoide in unterschiedlichen Stärken (Unterschied bis zum Faktor 10).
Die
erwünschten Wirkungen der Kortikoide sind:
An der Bronchialschleimhaut
Entzündungshemmung und Abschwellung - die Hyperreaktivität der Bronchialschleimhaut wird vermindert - sowie an der Bronchialmuskulatur Krampflösung. Beide Wirkungen treten frühestens 30 Minuten nach der Zufuhr des Medikamentes auf.
Die wichtigsten
Nebenwirkungen sind:
Wasserspeicherung im Gewebe (
Ödem) und Gewichtszunahme; Schwächung der Immunabwehr; Förderung der Entstehung von Magengeschwüren; Förderung der Entstehung und Verstärkung einer bestehenden Zuckerkrankheit; Förderung und Verstärkung eines bestehenden Knochenschwundes (Osteoporose); bei inhalativer Gabe Heiserkeit.
Spezielle Kortikoide, die die Eigenschaft haben, dass sie durch Schleimhäute schlecht in den Kreislauf gelangen, stehen heute als
Dosieraerosol oder Pulverinhalation zur Verfügung. Damit können in der Bronchialschleimhaut hohe Wirkstoffkonzentrationen erreicht werden, ohne dass nennenswerte Mengen in den Kreislauf und damit in den übrigen Organismus gelangen. Die meisten Nebenwirkungen - Ausnahme vor allem Heiserkeit - lassen sich dadurch weitgehend vermeiden. Nach der Inhalation sollte der Mund ausgespült werden.
Wird die inhalative Kortikoidtherapie bei Pollenasthma etwa zwei Wochen vor der Pollenflugsaison begonnen, dann kann das Auftreten des allergischen Asthmas und sogar die Hyperreaktivität selbst verhindert werden.
Wenn es bei schwerem Asthma zu einer raschen Verschlechterung des Zustandes kommt, muss Kortison in Tablettenform eingenommen werden, zusätzlich zu anderen Maßnahmen. Dabei wird mit einer hohen Dosis begonnen, um eine rasche und sichere Wirkung zu erzielen. Bei Erreichen der Beschwerdefreiheit wird die Dosis rasch und schrittweise reduziert. Gleichzeitig sollte ein Medikament zum Schutz des Magens eingenommen werden.
Eine intravenöse Gabe von Kortikoiden ist nur in Notfällen angebracht. Auch von einer Dauertherapie mit
Depotinjektionen wird abgeraten, weil in diesem Fall die Funktion der Nebenniere gestört wird und stärkere Nebenwirkungen, wie Zuckerkrankheit und Osteoporose, zu erwarten sind.
Bei längerer Einnahme von Kortikoiden sollte die sogenannte
Cushingschwelle von 8 mg (Prednisolon) pro Tag nach Möglichkeit unterschritten werden. Bei höheren Gaben über längere Zeit muss mit der Cushing´schen Krankheit, dem Auftreten der beschriebenen Nebenwirkungen, gerechnet werden.

(Die Informationen über "Kortikoide" entstammen dem Band "Asthma bronchiale und chronische Bronchitis - Ein Lehrbuch für Patienten" von P. Haber und G. Röggla, Universitätsklinik für Innere Medizin IV der Universität Wien, 7. Auflage 2002; der Band ist bei der Österreichischen Lungenunion erhältlich: www.lungenunion.at)

Kräuter
Mit Kräutern Asthma lindern zu wollen, hat eine lange Tradition. Seit der Zusammenhang von Asthma und Allergien bekannt ist, ist klar, dass dabei besondere Vorsicht geboten ist, vor allem wenn Kräuter - zumeist als Tee - ausprobiert werden.
In "Das große Handbuch der Heilkräuter" (Nikol-Verlag Sonderausgabe 1997, Originalausgabe 1959) von Richard Willfort wird empfohlen:
Bei Asthma:
Benediktenwurzel, Fenchel, Flachs, Gundelrebe, Holunder, Kren, Kraut-Weißkohl, Rossfenchel, Spitzwegerich, Thymian, Wacholder, Honig u.a.

Kreuzreaktivität
Reaktion eines Antikörpers oder einer sensibilisierten T-Zelle mit einem Stoff, der mit dem ursprünglich sensibiliserenden Allergen nicht identisch, ihm aber strukturell ähnlich ist. Kreuzreaktivität kann zwischen gänzlich unähnlichen Allergenquellen bestehen, etwa Birkenpollen - Apfel, Latex - Banane, Hausstaubmilbe - Shrimps.

Kurzentren Asthma/Atemwegserkrankungen in Österreich
• Heilstollen Oberzeiring (Steiermark), Kurzentrum für Atemwegserkrankungen (Silberstollen, Stollentherapie, Inhalationen, Atem-und Heilgymnastik, Heilmassagen, AtemQi-Spezialwochen mit Shaolin Mönch) www.heilstollen.at
• KaiserTherme Bad Ischl (Oberösterreich) (Inhalationen, Nasenspülungen, Druckkammern, Bäder, Atemgymnastik, Massagen) www.kaisertherme.co.at
• Kurtherme Bad Gleichenberg (Steiermark) (Sole-Inhalationen, Atemgymnastik) www.kurtherme.at
• Kurzentrum Bad Bleiberg (Kärnten) (Heilklimastollen, Kältetherapie, Bädertherapien mit Thermalwasser, Atemgymnastik, Inhalationen; Therapieangebote für Kinder und Jugendliche mit Lungen- und Atemwegserkrankungen) www.kurzentrum.at


Kyoto-Protokoll
Am 16. Februar 2005 ist das Kyoto-Protokoll der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) völkerrechtlich in Kraft getreten. Möglich wurde dies durch die Ratifizierung des Protokolls durch Russland, womit über 55% der weltweiten CO2-Emittenten der Industriestaaten die nationale Umsetzung beschlossen hatten. Allerdings verweigern die USA und Australien die Ratifizierung des Protokolls. Sie bemängeln, dass den Entwicklungsländern keine Beschränkungen der Emissionsmengen auferlegt werden und es durch diese Vereinbarung nicht zu einem effizienten globalen Klimaschutz kommen wird.

Zur Stabilisierung der Treibhausgasemissionen wurde 1992 die UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) beschlossen. 1997 wurden im Kyoto-Protokoll zum ersten Mal konkrete und verbindliche Reduktionsverpflichtungen festgelegt. Demnach müssen die Industrieländer im Zeitraum von 2008 bis 2012 ihre Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase gegenüber 1990 bzw.1995 um rund 5% reduzieren.

Österreich hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 2008 bis 2012 um 13% gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Im Bericht des Umweltbundesamtes vom Jänner 2005 zeigt sich allerdings ein deutlicher Anstieg der Treibhausgase im Jahr 2003 um 5,9% gegenüber 2002 auf insgesamt 91,6 Millionen Tonnen. Der Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) erhöhte sich von 2002 auf 2003 um 7,4% auf insgesamt 76,2 Millionen Tonnen.

 

L

Laktoseintoleranz
Als Laktoseintoleranz wird die Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet (fälschlich oft Milchallergie genannt). Laktoseintoleranz beruht auf Fehlen oder Mangel des für die Milchzuckerverdauung erforderlichen Enzyms Laktase. Symptome sind vor allem Verdauungsbeschwerden.

Latex
Latex, auch Naturkautschuk genannt, ist der milchige Saft des tropischen Kautschukbaums Hevea brasiliensis.
Zur Gewinnung von Latex wird die Rinde des Kautschukbaums angeritzt, wobei die Flüssigkeit heraustropft. Für Latex-Produkte wird der Saft durch Verdampfung oder Zentrifugierung eingedickt und mit Ammoniak stabilisiert. Durch Vulkanisierung wird aus Kautschuk Gummi.
Latex kann in aufgeschäumter Form für Matratzen und Schwämme verwendet werden, aber auch in sehr dünnen Filmen für Kondome, Handschuhe, Schnuller oder Luftballons.

Latex kann zu allergischen Reaktionen führen. Man schätzt, dass 10-17 Prozent des medizinischen Personals und etwa 3 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland allergisch auf Latex reagieren.

Lebensmittelallergie
Eine Lebensmittelallergie ist eine krankmachende Unverträglichkeitsreaktion auf normalerweise harmlose Bestandteile in Lebensmitteln, bei der das Immunsystem beteiligt ist und Antikörper vom Typ IgE gebildet werden. Allergieauslöser sind Eiweißverbindungen.
Bei Säuglingen treten vor allem Allergien gegen Kuhmilch, Hühnereier und Soja auf. Bei Kindern kommt es häufig auch zu Allergien gegen Nüsse, Getreide und Fisch. Bei Kindern treten Lebensmittelallergien vor allem in den ersten drei Lebensjahren auf und verschwinden in vielen Fällen bis zum Schulalter wieder. Von Lebensmittelallergien sind 1,7 - 6 % der Kinder betroffen.
Bei Erwachsenen überwiegen Allergien gegen Gemüse, Obst, Gewürze, Nüsse, Eier, Milch und Fisch. Nahrungsmittelallergien, die bei Erwachsenen auftreten, bestehen oft ein Leben lang. Von Lebensmittelallergien sind 0,8 - 2,4 % der Erwachsenen betroffen.
Am häufigsten sind dabei Symptome auf der Haut (Juckreiz, Rötung, Ekzem, Nesselausschlag), in den Atemwegen ( Husten, Asthma, Verschleimung, Heiserkeit), im Mund- und Rachenraum (Jucken, Schwellungen, Schluckbeschwerden), sowie im Magen-Darm-Trakt (Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall). Auch Herz-Kreislauf und zentrales Nervensystem können betroffen sein. In seltenen Fällen kann es zu einer lebensbedrohenden allergischen Schockreaktion kommen.
Lebensmittelallergiker sollten es vermeiden, die Nahrungsmittel, auf die sie allergisch reagieren, zu sich zu nehmen. Das ist oft schwierig, da manche Stoffe in versteckter Form in Lebensmitteln enthalten sind. Ab 25. November 2005 gelten strengere Deklarationspflichten (Allergenkennzeichnung) durch eine neue EU-Etikettierungsrichtlinie.
Quelle: Nicht alles ist eine Allergie. Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Broschüre der AKNÖ, Stand: Dezember 2004.
http://noe.arbeiterkammer.at

Lebensmittelintoleranz
Bei Lebensmittelintoleranzen werden keine Antikörper gebildet und es kommt zu keiner Sensibilisierung. Nahrungsmittelintoleranzen basieren meist auf einem angeborenen oder erworbenen Enzymdefekt. Am weitesten verbreitet ist die Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit), die oft fäschlicherweise als Milchallergie bezeichnet wird. Weitere Intoleranzen sind Fruktosemalabsorption (Fruchtzuckerunverträglichkeit) und Histaminintoleranz, wobei letztere auf einem eingeschränkten Abbau des biologischen Amins Histamin beruht. Bei der Milch- und Fruchtzuckerunverträglichkeit sind die Verdauung und/oder Verwertung von Milch- bzw. Fruchtzucker gestört, was vorwiegend zu Verdauungsbeschwerden führt.
Quelle: Nicht alles ist eine Allergie. Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Broschüre der AKNÖ, Stand: Dezember 2004.
http://noe.arbeiterkammer.at

Lebensmittelunverträglichkeit
Unter Lebensmittelunverträglichkeit versteht man krankhafte Reaktionen auf einzelne Lebensmittel oder Lebensmittelbestandteile. Dazu zählen echte Allergien, Pseudoallergien und Lebensmittelintoleranzen.

Leukotrien-Antagonisten
Diese neue Wirkstoffgruppe hemmt die Wirkung von ganz bestimmten Entzündungsmediatoren, den Leukotrienen.
Die Leukotriene sind an der Verengung der Bronchien ebenso beteiligt, wie an der Schwellung der Bronchialschleimhaut und an der Schleimproduktion.
Leukotrien-Antagonisten (Montekulast) werden - oft in Kombination mit anderen entzündungshemmenden Medikamenten - in der Therapie von Asthma und von allergischem Schnupfen eingesetzt.


Lithotherapie

Die Therapie mit Steinen ist umstritten, wird alternativ aber vor allem von an Esoterik Interessierten immer wieder angewendet. Dabei werden dem Auflegen sogenannter Heilsteine auf Energiezentren ("Chakren") des Körpers Wirkungen zugeschrieben. Dies gilt auch für das Tragen von Schmuck mit diesen Steinen.
Die Empfehlungen, welche Steine bei Asthma und Allergien günstig sind, variieren in der einschlägigen Literatur.
Empfehlungen einer "kleinen Edelsteinkunde" im Internet:
Asthma: Aventurin-Feldspat (Sonnenstein), Bernstein, Rutilquarz, Tigerauge
Allergie: Aquamarin, Aventurin, Bernstein, Hyazinth
Atemwege: Aquamarin, Bernstein, Gagat, Hyazinth
www.udiljak.de
Empfehlungen aus der Literatur:
Asthma: Apophyllit, Aquamarin, Falkenauge, Malachit, Rhodonit, Tigerauge, Zirkon
Allergien: Aquamarin(wasser), Aventurin, Bernstein, Dioptas, Perlen, Rhodonit
Quelle: Gaby Freiburg: Die heilende Kraft der Edelsteine. Gondrom Verlag 2001


Lungenfunktionsprüfung
Atemtests zur Messung von Luftmenge und Strömungsverhältnissen in der Lunge.
Drei Geräte spielen bei der Lungenfunktionsprüfung eine Rolle:
• Spirometer
• Ganzkörper-Plethysmograf
• Peak-Flow-Meter

Lungenhochdruck
In den vergangenen Jahren konnten bei Diagnostik und Therapie des Lungenhochdrucks Fortschritte erzielt werden. Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertension (PH)), eine Druckerhöhung im Lungenkreislauf, ist eine seltene Krankheit, von der Kinder und Erwachsene betroffen sein können. Die Krankheit galt lange als unbehandelbar, die Patienten starben unbehandelt meist nach drei bis fünf Jahren an Rechtsherzversagen.
Prinzipiell wird zwischen primärem und sekundärem Lungenhochdruck unterschieden. Bei der primären Form dieser Erkrankung konnten bereits genetische Faktoren nachgewiesen werden. Sie tritt entweder sporadisch oder in einzelnen Familien gehäuft auf. In Österreich sind davon rund
7 Neugeborene pro Jahr betroffen.
Auslöser der sekundären Formen des Lungenhochdrucks sind u.a. Bindegewebserkrankungen, chronischer Sauerstoffmangel, Linksherzschwäche, Herzklappenfehler oder Scheidewanddefekte des Herzens. Auch Medikamente, Drogen und Rauchen können einen sekundären Lungenhochdruck auslösen. Rund 15% aller Raucher entwickeln diese Form der Pulmonalen Hypertension.
Die Frühsymptome der Erkrankung - wie Müdigkeit, Herzklopfen (erhöhter Puls) sowie Atemnot bereits bei "normaler" Belastung - sind unspezifisch und werden deshalb oft nicht richtig zugeordnet bzw. als Folge einer "mangelnden Kondition" abgetan. Aufgrund der Mehrdeutigkeit dieser Erstsymptome und der für den niedergelassenen Arzt relativ seltenen Diagnose wird Lungenhochdruck oft übersehen oder erst sehr spät als Ursache der Beschwerden erkannt.
Neue Strategien in der Therapie des Lungenhochdrucks bieten etwa die Substanzen Prostazyklin und Bosentan (Endothelin 1-Antagonist). Medikamente mit diesen Wirkstoffen gibt es bereits.
Eine mögliche neue Lungenhochdruck-Therapie mit dem körpereigenen Transmitterstoff VIP (Vasoaktive intestinale Peptide) wurde federführend von Wissenschaftern am Wiener AKH entwickelt
VIP ist eine körpereigene Substanz, ein Peptid und Hormon, das eine regulierende Wirkung auf die Lungengefäße ausübt und auch gefäßerweiternd wirkt. In einer ersten Studie am AKH mit acht Patienten erwies sich die Substanz als erfolgreiches Medikament ohne relevante Nebenwirkungen. Weitere Studien mit mehr Patienten sind nun notwendig. Wenn sie erfolgreich verlaufen, wird die Substanz in einigen Jahren als Spray erhältlich sein, wobei eine Kombinationstherapie mit anderen Wirkstoffen möglich wäre.

 

M

Mastzellen
Mastzellen sind Zellen des Immunsystems, die bei vielen Allergien eine große Rolle spielen. Bei Kontakt mit einem Allergen kann es, veranlaßt durch IgE, zu bestimmten Reaktionen kommen, z.B. zur Freisetzung von Histaminen. Mastzellen sind im Bindesgewebe der Haut und der Schleimhäute besonders zahlreich.

Mediator
Von Zellen oder Geweben gebildete Substanz, die lokal oder im ganzen Körper biochemische oder physiologische Reaktionen beeinflußt.

Mikrofaser
Unter Mikrofaser versteht man Einzelfasern aus einer Polyester/Polyamid-Mischung, wobei 10 Kilometer Faden maximal 1 Gramm wiegen dürfen und somit
100 mal feiner als das menschliche Haar sind. Bettzeug, Handtücher etc. aus Mikrofaser sind fünfmal saugfähiger als Haushaltstextilien aus Baumwolle. Bettzeug aus Mikrofaser wird immer wieder speziell auch bei Asthma und Allergien empfohlen, da es als undurchlässig für Hausstaubmilben gilt. Weiters ist es pflegeleicht, trocknet schnell und muss nicht gebügelt werden.
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N

Nasale Hyperreaktivität
Bei der nasalen Überreaktion reagiert die Nasenschleimhaut auf unspezifische Reize, die in der gleichen Intensität vom Gesunden problemlos vertragen werden, mit Niesen, Juckreiz, Verstopfung, Übersekretion. Diese Überreaktion ist charakteristisch für allergischen und nichtallergischen Schnupfen.
Es gibt eine große Zahl möglicher Auslöser: U.a. auch Chemikalien, intensive Gerüche, körperliche Aktivität, Verzehr heißer Speisen...

Nasale Obstruktion
Verstopfung der Nase, z.B. bei Schnupfen

Nasaler Provokationstest (NPT)
Dabei wird ein vermutetes Allegen auf die Nasenschleimhaut gebracht und die Sofortreaktion dokumentiert.

Neurodermitis (Atopische Dermatitis, Atopisches Ekzem)
In Schüben auftretende Hautentzündung, die nervös macht und zum Kratzen reizt.
In den westlichen Industrieländern haben rund 20 % der Kinder Neurodermitis, bei 60 % verschwindet die Krankheit in der Pubertät wieder. Neurodermitis gehört zu den allergischen Krankheiten und ist nicht ansteckend. Wenn beide Eltern eines Kindes an Allergien leiden, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind an Neurodermitis erkrankt, bei über 50%. Seit 1970 hat die Zahl der Neurodermitisfälle um 30% zugenommen. Neurodermitits-Patienten sind besonders gefährdet, zusätzlich an Heuschnupfen und Asthma zu erkranken.
Um die Entzündungen zu unterdrücken, wurden bisher vor allem Kortisonsalben eingesetzt. Seit dem Jahr 2002 gibt es zwei kortisonfreie Salben, aus den Wirkstoffen Tacrolimus bzw. Pimecrolimus, die nun in vielen Fällen statt Kortison zum Einsatz kommen.

Nickelallergie
Wenn die Haut länger mit Nickel in Berührung kommt, können Ausschläge auftreten. Nickel ist Bestandteil vieler Metalle und kann sogar in niedrigkarätigem Gold- und in Silberschmuck vorkommen. Rostfreier Stahl enthält
Nickel in so kompakter Verbindung, daß es sich bei normalen Kontakt nicht löst und daher auch keine Ausschläge verursacht.
Allergieauslöser:
(Mode-) Schmuck, Uhrbänder, Brillenfassungen
Kleidungsstücke: BH-Formbügel, Reißverschlüsse, Hacken und Druckknöpfe an Unterwäsche, Schuh- und Gürtelschnallen, Knopfverschlüsse an Jeans.
Münzen und Schlüssel
Haushaltsgeräte: Nadeln, Scheren, Fingerhüte, Türgriffe, Heftklammern
Waschmittel, Weichspüler: diese enthalten Nickel als Verunreinigung, daher ist es ratsam, die Wäsche gut zu spülen und auf Weichspüler zu verzichten.
Nickelhaltige Nahrungsmittel: Tee, Kakao, Bier, Wein, Hering, Austern, Bohnen, Erbsen, Karotten, Tomaten, Kopfsalat, Mais, Spinat, Spargel, Zwiebel, Pilze, Birnen, Rhabarber, Schokolade, Nüsse.
Nickel ist auch in allen Konserven enthalten.

NLP Neurolinguistisches Programmieren
Neuro - neuron (griechisch) = Nerv
Linguistisch - lingua (lateinisch) = Sprache
Programmieren - Prozess der Organisation von Systemkomponenten

Das Neurolinguistische Programmieren wurde in den Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Kalifornien von John Grinder (Linguistik-Professor) und Richard Bandler (Informatik-Student und Gestalttherapeut) begründet. Sie wollten die Hintergründe erfolgreicher Kommunikation erforschen, herausfinden, was erfolgreiche Therapeuten erfolgreich macht. Dazu nutzten sie die Methode des Master Modeling. Sie beobachteten u.a. Viriginia Satir (Systemische Familientherapie), Frederick Perls (Gestaltherapie) und Milton H. Erickson (Hypnotherapie) bei der therapeutischen Arbeit und analysierten die Video- und Tonbandmitschnitte bis ins kleinste Detail. Dabei konnten sie gemeinsame sprachliche Muster herausfiltern und formalisieren.
In der Folge entstand ein psychologischer Werkzeugkoffer therapeutisch nützlicher Verhaltensweisen, der sich als sehr effizient erwies und schnelle Verbreitung fand.
Techniken des NLP können in allen Bereichen angewendet werden, in denen Kommunikation stattfindet. Eine Vielzahl effizienter Techniken kann man sich freilich nur in aufwendiger Kleinarbeit und mit langfristigem Verhaltenstraining aneignen.
Einige Grundannahmen des NLP:
Die Landkarte ist nicht das Gebiet (jeder Mensch hat seine innere Landkarte von der Welt als Modell im Gehirn, das optimiert werden kann)
Geist und Körper beeinflussen sich gegenseitig
Wahlfreiheit ist besser als keine Wahlfreiheit (Ziel ist es, möglichst viele Verhaltensweisen zu erwerben. Wer am flexibelsten ist, erreicht am meisten)
Wir können nicht nicht kommunizieren
Alle benötigten Ressourcen sind vorhanden (die vorhandenen Ressourcen könen neu organisiert werden, so dass sie zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Zusammenhang verfügbar werden)
Hinter jedem Verhalten gibt es eine positive Absicht
Jede Reaktion ist ein wertvolles Feddback
Jedes Verhalten ist eine Ressource
Veränderung ist nur gut, wenn sie ökologisch ist

Von den Mit-Begründern des NLP hat sich Robert Dilts auf die Entwicklung von Techniken zur Therapie von Krankheiten spezialisiert, wobei er sich vor allem auch mit Allergien ausführlich beschäftigt hat. Aus dem von Dilts entwickelten "Drei Anker Allergie-Prozess" haben seine Mitarbeiter Tim Hallbom und Susi Smith den "Schnellen Allergie-Prozess" herauskristallisiert.
Die folgende Zusammenfassung wird zitiert aus:
Robert B. Dilts: Identität, Glaubenssätze und Gesundheit. Höhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit. 2. Auflage, Junfermann Verlag 1993, S 205 f.:
Schneller Allergie-Prozess:
1. Kalibrieren Sie sich. Fragen Sie (den/die Klienten/in):"Wie ist es für Sie, in der Gegenwart des Allergens zu sein?"...
2. Erklären Sie den Fehler des Immunsystems. Erklären Sie, dass sein/ihr Immunsystem einen Fehler gemacht hat, indem es davon ausging, daß etwas gefährlich sei, was es in Wirklichkeit nicht ist. Es kann ziemlich schnell umtrainiert werden und umlernen.
3. Testen Sie die Ökologie/den sekundären Gewinn. Wie würde sein/ihr Leben ohne Allergie sein? Gibt es irgendwelche positiven oder negativen Konsequenzen?...
4. Finden Sie eine geeignete Gegenbeispiel-Ressource. Finden Sie ein Gegenbeispiel, das dem Allergen so ähnlich wie möglich ist; eines, auf das das Immunsystem angemessen reagiert (bei Kuhmilchallergie also z.B. Soyamilch oder Kokossaft). Ankern Sie die Reaktion und halten Sie den Anker während des ganzen Prozesses. Stellen Sie sicher, dass die Person assoziiert ist, wenn Sie den Anker setzen.
5 . Lassen Sie die Person dissoziieren.
Eine imaginierte Plexiglasscheibe von Wand zu Wand ist ein einfacher Weg, Dissoziation aufzubauen. Während Sie den Anker halten, veranlassen Sie die Person, sich selbst auf der anderen Seite des Plexiglases zu sehen, wie sie die Ressource hat....
6. Nach und nach führen Sie das Allergen ein. Während die Person sich selbst dort drüben hinter dem Schirm aus Plexiglas beobachtet, lassen Sie sie langsam das Allergen in die Situation einbringen, die Sache, die früher das Problem machte. Warten Sie an diesem Punkt, bis sie eine physiologische Veränderung sehen, in dem Sinn, als würde das Immunsysten sagen, daß es kapiert hat.
7. Reassoziieren Sie. Bringen Sie die Person in ihren eigenen Körper zurück und veranlassen Sie sie, sich vorzustellen, dass sie in der Gegenwart des Allergens ist, während sie weiterhin den Ressource-Anker halten.
8. Futur Pace. Veranlassen Sie die Person, sich einen Zeitpunkt in ihrer Zukunft vorzustellen, an dem sie in der Gegenwart des Stoffes ist, der früher eine allergische Reaktion auslöste.
9. Testen Sie. Wenn Sie in der Situation vorsichtig einen realen Test machen können, tun sie das. ...

Erklärung der verwendeten NLP-Fachausdrücke:
Anker: auslösende Reize für bestimmte innere Reaktionen. Anker können im NLP gezielt installiert und bei Bedarf aktiviert werden. Ein Anker ist ein äußerer Reiz, der im Gehirn eines Menschen eine bestimmte Erinnerung aktiviert (z.B. der Knoten im Taschentuch, der an etwas erinnern soll).
dissoziiert: Wahrnehmungsmodus, der innere Distanz erzeugt und das Erleben relativiert
Future Pace: Gezieltes Gestalten der Zukunft, indem Ideen, Ziele oder Pläne konkret benannt und zur Transfersicherung neurologisch verankert werden
kalibrieren: Die Wahrnehmung auf bestimmte Aspekte der Realität einstellen, um sie konzentriert zu beobachten und später wiederzuerkennen
Ökologie: Im NLP Bezeichnung für das gesunde Gleichgewicht des Menschen als psycho-physiologisches System und als interagierendes Element von sozialen Systemen
Ressourcen: Das vorhandene Potential für die persönliche Lebensgestaltung; viele Fähigkeiten schlummern im Unbewußten und können gezielt organisiert werden


O

ÖGLUT Österreichische Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose,
im Jahr 2004 umbenannt in
ÖGP Österreichische Gesellschaft für Pneumologie

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg gegründet, hat sich die Österreichische Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose (ÖGLUT) als unabhängiges Organ das wesentliche Ziel gesetzt, eine gemeinsame wissenschaftliche und fachärztliche Betreuung des medizinischen Bereichs 'Lungenerkrankungen’ zu entwickeln.
Als wissenschaftliche Gesellschaft hält die ÖGP ihre Mitglieder durch internationale Kontakte, Austausch von Wissen, Techniken und aktiven Meinungsaustausch, im eigenen Fachgebiet "up to date".
Adresse:
Wiener Medizinische Akademie für Ärztliche Fortbildung und Forschung
Alser Straße 4, A-1090 Wien
Tel (+43-1) 405138321
Fax (+43-1) 405138323
associations@medacad.org

www.ogp.at

OPC Oligomere ProCyanidine
OPC, ein Naturstoff, der u.a. in den Kernen von Weintrauben enthalten ist, gilt als mächtiges Antioxidans, mit dem die sogenannten Freien Radikalen im Körper bekämpft werden können. OPC gehört zu den Flavonolen. Diese werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt, die von den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen schädliche äußere, umweltbedingte Belastungen eingesetzt werden. OPC ist hochkonzentriert in verschiedenen Pflanzenteilen vorhanden. Eine sehr hohe Konzentration befindet sich in Weintraubenkernen.
OPC wird als Anti-Aging-Produkt und Nahrungsergänzungsmittel angeboten, wobei es starke Konkurrenzkämpfe um diesen lukrativen Markt gibt.
Die Wirkungen des OPC, die Rotwein gesund für die Gefäße machen sollen, wurden von Prof. Dr. Masquelier in Frankreich entdeckt. Sein Name schmückt die OPC-Packungen, die als Original OPC Anthogenol, 25% isoliert aus Pinus Maritima/Strandkiefer und 75 % isoliert aus Vitis Vinifera/Weinrebe, in Apotheken und Fachdrogerien relativ teuer verkauft werden. Wie es auf der Packung heißt, kann dieses OPC die Struktur und Funktion von Venen, Haut und Augen optimal unterstützen und die Durchblutung, Sehkraft und Mobilität fördern.
Sehr gerühmt wird das Masquelier-OPC in einem Buch von Anne Simons/Alexander Rucker: Gesund länger leben durch OPC, 1999, 6. Auflage 2004. Einige Beispiele darin legen nahe, dass OPC auch hilfreich bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Allergien bis hin zu Asthma sein könnte.
OPC aus Traubenkernen wird als Nahrungsergänzungsmittel von diversen Herstellern auch zu günstigeren Preisen angeboten. Auch in zahlreichen Kosmetika ist OPC inzwischen zu finden, siehe z.B. www.asambeauty.de


Ozon
Ozon ist ein natürlicher wie auch vom Menschen verursachter Bestandteil der Atmosphäre, der in verschiedenen Höhen unterschiedliche Funktionen und Wirkungen hat:
• in der Stratosphäre in 12 bis 50 Kilometern Höhe filtert Ozon die schädlichen Anteile der UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht und schützt dadurch das Leben auf der Erde
• in der Troposphäre bis circa 12 Kilometer über dem Boden wirkt Ozon dagegen wie ein Treibhausgas, das die Wärmestrahlung der Erde zum Boden zurückstrahlt und dadurch die Erderwärmung verstärkt
• in Bodennähe beeinträchtigt Ozon die menschliche Gesundheit und die Vegetation
Entstehung
Im Gegensatz zu vielen anderen Schadstoffen wird das bodennahe Ozon nicht direkt z. B. aus Fabrikschornsteinen oder Auspuffrohren ausgestoßen, sondern entsteht erst durch komplizierte photochemische Reaktionen, die an heißen Tagen durch das Sonnenlicht als Energiequelle verstärkt werden.
Dabei bildet sich Ozon aus den Vorläufersubstanzen Stickstoffoxide und leicht flüchtige organische Substanzen. Dieser Entstehungsprozess ist sehr komplex und findet während des Transportes der Vorläuferstoffe über längere Strecken statt, so dass die höchsten Ozonwerte häufig mehrere Kilometer entfernt von der Freisetzung der Vorläuferstoffe auftreten.
Wirkung auf die Menschen
Die durch kurzzeitig erhöhte Ozonkonzentrationen ausgelösten körperlichen Symptome beim Menschen sind z. B. Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen, brennende Augen und Asthmaanfälle sowie Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit. Bei abnehmender Ozonbelastung bilden sich die Symptome meist wieder zurück.
Wirkung auf die Vegetation
Bei Pflanzen kann Ozon den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll angreifen, was ihr Wachstum hemmen und zu Blattschäden (bis hin zum Ernteausfall) führen kann.
Maßnahmen zur Verringerung der Ozonbelastung:
• Auto stehen lassen und statt dessen Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel
benutzen
• Beim Fahrzeugkauf auf verbesserte Abgastechnik achten
• Beim Autofahren die Geschwindigkeit reduzieren
• Nur lösungsmittelarme Lacke und Reinigungsmittel verwenden.
Gesetzliche Schwellenwerte für Ozon
Am 1. Juli 2003 trat eine Novelle des Ozongesetzes in Kraft. Mit dieser wurden u.a. die Schwellen- und Zielwerte einer EU-Richtlinie in österreichisches Recht umgesetzt. Die
Informationsschwelle wird bei einer einstündigen Ozonkonzentration von mehr als 180 µg/m³, die Alarmschwelle wird bei einer einstündigen Ozonkonzentration von mehr als 240 µg/m³ erreicht.
Empfohlene Verhaltensweisen
• bei Überschreitung der Informationsschwelle von 180 µg/m³
Ozonkonzentrationen über der Informationsschwelle können bei einzelnen, besonders empfindlichen Personen und bei erhöhter körperlicher Belastung geringfügige Beeinträchtigungen hervorrufen. Der normale Aufenthalt im Freien (z. B. Spaziergang, Baden, Picknick) ist auch für empfindliche Personen unbedenklich. Diese sollten sich besonders über den weiteren Verlauf der
Ozonkonzentration im Aufenthaltsbereich informieren. Weitere individuelle
Schutzmaßnahmen sind bei Überschreiten der Alarmschwelle erforderlich.
• bei Überschreitung der Alarmschwelle von 240 µg/m
Ozonkonzentrationen über der Alarmschwelle können zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atemwegsbeschwerden führen. Ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, sind zu vermeiden. Gefährdete Personen - wie beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens, sowie Asthmakranke - sollen sich bevorzugt in Innenräumen aufhalten, in denen nicht geraucht wird.

Ozon-Informationen:
Umweltbundesamt / Ozonbelastung in Österreich www.umweltbundesamt.at/luft
OZON!Sofort / mobilcom austria www.a1.net/ozonsofort
Burgenland www.luft-bgld.at
Kärnten www.umwelt.ktn.gv.at/luft
Niederösterreich www.noel.gv.at/Umwelt/Luft.htm
Oberösterreich www.ooe.gv.at/umwelt/luft
Salzburg www.salzburg.gv.at/luft
Steiermark www.umwelt.steiermark.at
Tirol www.tirol.gv.at/luft
Vorarlberg www.vorarlberg.at/umweltinstitut
Wien www.wien.gv.at/ma22/luftgue.html

Die Grünen / Sommer ohne Ozon! www.wien.gruene.at/ozon/
Global 2000 www.global2000.at/pages/verkehr_ozon.htm
Weitere Informationen über Ozon:
http://www.asthma-info.at/archiv.html#ozon

P

Peak-flow-Messungen
Bei verengten Bronchien ist die Ausatmung erschwert und verlängert. Aus den Werten von Atemgeschwindigkeit und Lungenvolumen läßt sich eine Fluß-Volumen-Kurve erstellen. Der Gipfel der Fluß-Volumen-Kurve ist die maximale Geschwindigkeit des Luftstroms, die als Peak-flow-Wert bezeichnet wird.
Die Zunahme des Peak-flows zeigt eine Erweiterung, die Abnahme eine Verengung der Bronchien an.
Mit dem
Peak-flow-Meter, einem einfachen Gerät, kann der Patient selbst seine Peak-flow-Werte messen und damit die täglichen Schwankungen der Bronchialwerte erfassen.
Gemessen wird, wie viel Luft ein Betroffener maximal ausatmen kann. Zuerst wird so viel Luft wie möglich eingeatmet. Dann wird so viel Luft wie möglich in das Mundstück des Peak-Flow-Meters ausgeatmet. Dabei wird ein Kolben im Inneren des Gerätes bewegt und die Anzeige zeigt den maximalen Luftstrom.
Die Werte können in einem Protokoll eingetragen werden. Der Bestwert sowie der Wert, ab dem Atemnot einsetzt, können so festgestellt werden. So ist auch eine frühzeitiges Erkennen von Verschlechterungen des Asthma möglich.

Persistierendes Asthma
Es wird zwischen intermittierendem (zeitweilig aussetzendem) und persistierendem (beharrendem) Asthma unterschieden, wobei das persistierende Asthma in persistierend leicht, persistierend mittelschwer und persistierend schwer eingeteilt wird.
• Intermittierend: Typische Asthma-Symptome weniger als zweimal pro Woche
• Persistierend leicht: Typische Asthma-Symptome weniger als einmal täglich
• Persistierend mittelschwer: Typische Asthma-Symptome täglich
• Persistierend schwer: Typische Asthma-Symptome ständig

Pharmakogenetik
Aufstrebende Wissenschaft, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Genetik und Medikamenten beschäftigt. Von Interesse ist dabei speziell auch die Asthma-Therapie. Die im Oktober 2004 publizierte BARGE-Studie wies nach, dass Patienten je nach Genotypus unterschiedlich auf ein Asthma-Medikament (kurz wirksames Beta-2-Mimetikum) reagierten.
Viele Forscher glauben, dass die Pharmakogenetik die Gesundheitsversorgung revolutionieren wird, da sie zur Entwicklung von Medikamenten führen wird, die genauer auf spezifische Moleküle abzielen werden als die gegenwärtig verfügbaren Wirkstoffe, was sie stärker wirksam und Nebenwirkungen unwahrscheinlicher machen wird.

Pimecrolimus
Wirkstoff, der bei Neurodermitis zur vorübergehenden Besserung und Abheilung eingesetzt wird. Die Substanz ist ein Ascomycin-Derivat, sie wird von einem Pilz gebildet. Die Salbe mit dem Wirkstoff wird bei leichteren Fällen eingesetzt, die Salbe mit dem Wirkstoff Tacrolimus bei schwereren.
mai03.html#neuro

Placebo
Unwirksame Substanz, wird als Vergleichssubstanz bei klinischen Tests von Medikamenten eingesetzt

Prähypertension
"Vor-Bluthochdruck-Phase"
Galt lange ein Wert von bis zu 140/90 mm Hg als "noch normal", wird auf Grund neuer Erkenntnisse jetzt bei einem Blutdruck zwischen 120 und 140 mm Hg von einer "Vor-Bluthochdruck-Phase", der Prähypertension, gesprochen

Prävalenz
Häufigkeit des Auftretens einer Krankheit

Prävention
Verhinderung, Verhütung, Vorbeugung; vorbeugende Gesundheitspflege

Pricktest
Hauttest, bei dem ein kleiner Tropfen einer Allergenlösung auf die Haut getropft wird. Dann wird die Haut unter dem Tropfen oberflächlich angeritzt, um das Eindringen des Allergens zu ermöglichen. Eine Sensibilisierung zeigt sich nach 20 Minuten als Quaddel mit Rötung. Es können gleichzeitig viele verschiedene Allergene getestet werden.

Pseudo-Allergie
Nicht-immunologische Überempfindlichkeit mit Symptomen, die allergischen Erkrankungen entsprechen oder ähneln. Typische Verursacher von Peudo-Allergien durch Lebensmittel sind
• Salizylate und Benzoate natürlicher Herkunft
• Zusatzstoffe:
Konservierungsmittel Benzoesäure (E 210 - E 219),
Konservierungsmittel Schwefeldioxid und Sulfite (E 220 - E 228),
Azofarbstoffe (E 102, 104, 122, 129),
Aromastoff Glutamat.
Pseudoallergien sind oft dosisabhängig und können nach einiger Zeit wieder verschwinden ("Spontanheilungen").

Psychosomatische Erkrankungen
Gruppe von Störungen, die mit körperlichen Symptomen einhergehen, wobei psychische Einflüsse als Ursache, Teilursache oder den Krankheitsverlauf aufrechterhaltende Faktoren diskutiert werden.
Über mögliche psychosomatische Aspekte des Asthma bronchiale gibt es zahlreiche Theorien und Spekulationen.
www.zwisler.de/scripts/Psychosomatik.html
http://home.t-online.de/home/Mackenthun/lect/psysom/psysom10.htm

Pulmonal
Die Lunge betreffend

Pulmonale Hypertension (PH)
Lungenhochdruck


R

RAST - Radio Allergo Sorbent Test
Sammelbezeichnung für Labortests zum Nachweis von IgE-Antikörpern gegen bestimmte Allergene.

REACH - Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals
Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien
Nach umfangreichen Vorarbeiten hat die Europäische Kommission am 29. Oktober 2003 den Vorschlag für eine neue EU-Verordnung für Chemikalien vorgelegt. Die REACH-Verordnung soll mehr als 40 bestehende Richtlinien und Verordnungen ersetzen.
Ihr Kernstück ist das REACH-System, ein integriertes System zur Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Stoffe. Unternehmen, die Chemikalien herstellen oder importieren, sollen verpflichtet werden, die mit ihrer Verwendung verbundenen Risiken zu bewerten und Maßnahmen zur Behrrschung der von ihnen erkannten Risiken zu treffen.
Der REACH-Verordnung zufolge sollen Unternehmen, die einen chemischen Stoff in einer Menge von mehr als einer Tonne pro Jahr herstellen importieren, diesen Stoff in einer zentralen Datenbank registrieren lassen.
Die Verordnung soll vom Europäischen Parlament und dem Ministerrat im Mitentscheidungsverfahren verabschiedet werden. Details des Vorschlages fanden viel Kritik, verbunden mit Forderungen für Abänderungen, sowohl von Umweltschutzorganisationen als auch seitens der Wirtschaft.
REACH-Informationen der EU: http://europa.eu.int/comm/enterprise/chemicals/chempol/index.htm
Deutsche Info-Seite zu REACH: www.umweltbundesamt.de/reach/
Forderungskatalog österreichischer Umweltorganisationen: www.umweltberatung.at/
Positionspapier der Wirtschaftskammer Österreich: http://wko.at/up/enet/REACHPositionWKO.pdf


Reliever
Für die medikamentöse Behandlung des Asthma bronchiale werden (bronchienerweiternde) Bronchodilatatoren (Reliever) und Entzündungshemmer (Controller) eingesetzt.
In die Gruppe der bronchienerweiternden Reliever (Linderer) gehören
• kurz wirksame Beta-2-Agonisten, wie Fenoterol, Salbutamol, Terbutalin, Albuterol,
• lang wirksame Beta-2-Agonisten, wie Formoterol und Salmeterol
• inhalierbare Anticholinergika, wie Ipratropiumbromid
In die Gruppe der entzündungshemmenden Controller gehören
• Kortikosteroide, wie Beclometason, Budesonid, Fluticason
• Leukotrienantagonisten, wie Motelukast
• Theophylline

Resorption
Aufnahme, Aufsaugung

Respiration
Atmung

Rezeptor
Struktur zur Aufnahme von Reizen;
Definierter Bindungsort für Moleküle auf Membranoberflächen

Rhinitis
Schnupfen

Rhinokonjunktivitis
Kombination von Entzündung der Nasenschleimhaut und Bindehautentzündung

"R im Kreis" ®
® ist ein Markensymbol (registered trademark), das darauf hinweisen soll, dass ein Markenschutz (z.B. eines Medikamentes) besteht. Getippt wird ® durch gleichzeitiges Betätigen der Tasten Strg - Alt - R

Rotbusch
Die Rooibos Sträucher (Rotbusch) wachsen in Südafrika, wo Rooibos-Tee zu den traditionellen Getränken der einheimischen Bevölkerung zählt. Der Tee, der seit einiger Zeit auch in Europa erhältlich ist, enthält kein Koffein, dafür aber Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium, Fluor und Kupfer. Aspalathin und Nothofagin sollen antiallergisch wirken.

S

Salmeterol
Lang wirkender bronchienerweiternder Wirkstoff (Beta2-Agonist). Markteinführung 1990 in Großbritannien, 1994 in den USA. Von GlaxoSmithKline zur effizienten Asthma-Kontrolle vor allem in Kombination mit dem Steroid Fluticason zur Inhalation empfohlen. Die Eregebnisse der SNS-Studie ebenso wie vor allem die Ergebnisse der SMART-Studie führten zu Bedenken bzgl. der Sicherheit des Wirkstoffes. Details siehe
SMART-Studie
Serevent Nationwide Surveillance (SNS) Study
GOAL-Studie

Salzkristalllampe
Salzkristalle als Lampen sind ein Modetrend aus dem Grenzbereich zur Esoterik. Sie werden mitunter als günstig bei Asthma beworben, da sie Luft und Raumklima verbessern sollen. Durch das meist angenehm empfundene orange Licht wird ihnen auch eine positive Wirkung auf die Psyche zugeschrieben.


SAPALDIA-Studie - Swiss Study on Air Pollution and Lung Diseases in Adults

Schweizer Studie über Luftverschmutzung und Lungenkrankheiten bei Erwachsenen
Studie, die die Auswirkungen der Umwelt auf die Gesundheit derm Lunge erforscht. Sapaldia 1: 1990/1991; Sapaldia 2: 2001/2002
www.sapaldia.ch/

Schüßler-Salze
Die (Selbst)Therapie mit Mineralsalzen geht auf den deutschen Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 - 1898) zurück. Demnach soll Fehlendes aufgefüllt werden, mit positiven Auswirkungen auf Körper und Psyche. Basis sind die folgenden 12 Salze:
Nr. 1 Calcium fluoratum D12 - "Macht Weiches hart und Hartes weich"
Nr. 2 Calcium phosphoricum D 6 - Aufbau-, Kräftigungs- und Nervenmittel
Nr. 3 Ferrum phosporicum D12 - Erste-Hilfe-Mittel bei Schmerz und Wunden
Nr. 4 Kalium chloratum D6 - Zur Ausleitung von Giften
Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 - Nervenmittel, anregend
Nr. 6 Kalum sulfuricum D6 - Zur Förderung des Stoffwechsels, bei chronischen Entzündungen
Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 - Zur Beruhigung und bei Krämpfenl
Nr. 8 Natrium chloratum D6 - Zur Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes
Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 - Bei Übersäuerung
Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 - Zur Entschlackung
Nr. 11 Silicea D12 - Zur Stärkung von Bindegewebe und Nerven
Nr. 12 Calcium sulfuricum D6 - Zur Reinigung, Katalysator
Die Salze sind vor allem in Form von Pastillen und Salben erhältlich. In einigen österreichischen Apotheken werden umfangreiche kostenlose Beratungsgespräche angeboten, wobei die Antlitzdiagnostik nach Dr. Kurt Hickethier zur Ermittlung der benötigten Salze eingesetzt wird. (Verzeichnis der Apotheken siehe www.schuessler-mineralstoffe.at)
Es gibt zahlreiche Bücher über die Schüssler-Salze, in denen jedes einzelne Salz ausführlich beschrieben ist. Dosisempfehlungen sowie die Empfehlungen der Mischungen bei diversen Beschwerden variieren. Mitunter werden von einem Mittel 10-30 Pastillen pro Tag empfohlen, wobei diese langsam gelutscht werden sollen.
Empfehlung aus "Lebensquell Schüßlersalze - Die 12 bewährten Selbstheilungsmittel" (Taschenbuch Goldmann Verlag 2003) von Monika Helmke Hausen:
Bei Asthma: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 6, Nr. 10
Bei Allergien: Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 7, Nr. 8, Nr. 10
Empfehlung aus "Gesund durch Schüßler-Salze" (Knaur Taschenbuch 2000) von Vistara Heike Haiduk:
Bei Asthma: Nr. 5; bei akuten Anfällen: Nr. 4; bei akuten Anfällen und Nervosität: Nr. 2 und Nr. 7; nach nächtlichen Anfällen: Nr. 6 im Wechsel mit Nr. 5 und Nr. 7
Bei Allergien: Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4, Nr. 6, Nr. 8, Nr. 10
Empfehlung aus "Schüßler-Salze kurz & bündig" (Haug Verlag 2001) von Thomas Feichtinger und Susanna Niedan:
Bei Asthma: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 6, Nr. 7, Nr. 8
Bei Allergien: Nr. 3, Nr. 4, Nr. 6, Nr. 8, Nr. 10 (plus Ergänzungsmittel Nr. 24 Arsenum jodatum)
www.schuessler-mineralstoffe.at

Schwarzkümmel / Nigella sativa
Schwarzkümmelöl wird aus den Samen der u.a. in Ägypten angebauten Schwarzkümmelpflanze gewonnen. Zu den zahlreichen Inhaltsstoffen gehören Linolsäure, Saponine und Nigellon. In der Literatur über Schwarzkümmelöl wird über positive Wirkungen des Öls u.a. im Zusammenhang mit Asthma und Allergien berichtet.

Sedierung
Beruhigung, Dämpfung

Sensibilisierung
Allergiebereitschaft, d.h. erhöhte Empfindlichkeit nach wiederholtem Kontakt

Serevent Nationwide Surveillance (SNS) Study (1990-1992)
Studie, die von GlaxoSmithKline in den Jahren 1990-92 in Großbritannien durchgeführt wurde, der Markteinführung des Wirkstoffes Salmeterol (lang wirkender Beta2-Agonist zur Therapie von Asthma und COPD) folgend.
25.180 Asthma-Patienten nahmen über 16 Wochen an der Studie teil, wobei die Reaktionen der Patienten auf Salmeterol mit den Reaktionen einer gleich großen Patientengruppe auf Albuterol (kurz wirkender Beta2-Agonist) verglichen wurden. Insgesamt gab es 12 Asthma-bezogene Todesfälle unter Salmeterol gegenüber zwei unter Albuterol.

Silikon
Unter den Sammelbegriff Silikon (Silicone) fallen unterschiedliche synthetische Polymere, die im Gegensatz zum gewohnten Kunststoff Silizium enthalten. Fugendíchtungsmasse, Hydrauliköl, Brustimplantate, medizinische Schläuche, Kuchenbackformen, Hautcreme u.a. enthalten Silicone.
Fugenmasse für Abdichtungen mit Silikonen wird häufig im Sanitärbereich verwendet. Bei der Anwendung für Abdichtungen wird Essigsäure freigesetzt, die einen stechenden Geruch erzeugt und Haut sowie Schleimhäute stark reizt, was nicht nur bei Asthma problematisch ist. Auch bei guter Lüftung dauert es ca. 48 Stunden, bis der Geruch abgeklungen ist. Für Asthmatiker empfiehlt es sich, zumindest in den ersten 24 Stunden (besser: 48 Stunden) nach der Anwendung von Silikon den betroffenen Raum zu meiden. Überempfinglichkeitsreaktionen der Schleimhäute sind oft noch Tage nach der Anwendung von Silikon feststellbar.
Die meisten Fugenmassen für den Sanitärbereich enthalten auch Fungizide, Stoffe, mit denen Schimmelpilze bekämpft werden.
Es wird auch empfohlen, Silikon bei der Anwendung nicht mit den bloßen Fingern zu verstreichen, um Hautreizungen zu vermeiden.

SMART-Studie - Salmeterol Multicenter Asthma Research Trial (1996-2003)
Salmeterol-Studie (26.000 Teilnehmer), die 2003 von GlaxoSmithKline abgebrochen wurde. Bei 13.000 Teilnehmern, die mit Salmeterol behandelt wurden, gab es 13 Asthma-Tote, gegenüber drei Asthma-Toten bei den 13.000 Personen der Kontrollgruppe, die Placebo erhielten. Dabei war eine gravierende Asthma-Verschlechterung für Patienten afro-amerikanischer Herkunft, die Salmeterol erhalten hatten, viermal wahrscheinlicher als für Patienten afro-amerikanischer Herkunft unter Placebo. Dabei dürften auch genetische Ursachen eine Rolle gespielt haben.
In den USA gab die FDA (U.S. Food and Drug Administration) aufgrund der Vorergebnisse der Studie den Auftrag, dass ab August 2003 den Medikamenten-Packungen eine Black-Box-Warnung hinzugefügt werden musste.
Das Labeling für Serevent und das Kombinationsprodukt Advair (Salmeterol/Fluticason) wurde im September 2004 revidiert, um Daten aus der SMART-Studie einzubinden, die bei Gebrauch von Salmeterol im Vergleich zu Placebo ein 1.71 relatives Risiko eines Asthma-Todes oder lebensbedrohenden Ereignisses zeigten. Im Juli 2005 entschied das fachärztliche Beratergremium der FDA, dass die Medikamente incl. Black-Box-Warnung weiterhin am US-Markt bleiben dürfen.
www.fda.gov/medwatch/SAFETY/2003/serevent.htm
www.fda.gov/ohrms/dockets/ac/05/briefing/2005-4148B1_01_01-GSK-Serevent.pdf
http://www.fdaadvisorycommittee.com/FDC/AdvisoryCommittee/Committees/
Pulmonary-Allergy+Drugs/071305_betasafety/071305_SereventR.htm

Sonnenallergie
Unter dem Begriff Sonnenallergie werden in der Alltagssprache diverse, meist allergieähnliche Hautreaktionen verstanden, die im Zusammenhang mit der Wirkung von Sonnenstrahlen stehen. Meist kommt es zu Juckreiz, Bläschen und Quaddeln auf der Haut. Lichtallergie, Lichturtikaria, polymorphe Lichtdermatose PMD, photoallergische Reaktionen, Mallorca-Akne sind verschiedene Formen und Bezeichnungen.
Bei polymorphen Lichtdermatosen (PMD) kommt es zu einem Aussschlag, vor allem, wenn der Körper an Sonne noch nicht gewöhnt ist.
Bei Mallorca-Akne entstehen akneartige Knötchen im Bereich der Körperhaare als eine Reaktion zwischen UV-Licht und Sonnenschutzkosmetika.
Photoallergische bzw. -toxische Reaktionen sind ebenfalls auf eine Reaktion zwischen Sonnenlicht und Kosmetika (z.B. Parfum), Arzneien oder Pflanzen (Sellerie, Petersilie, Zitrusfrüchte, Wiesengräser) zurückzuführen.
Auch Allergien auf die chemischen Filter von Lichtschutzpräparaten sind möglich.
www.medizinfo.de/allergie/sonnenallergie.htm

www.netdoktor.de/ratschlaege/fakten/sonnenallergie.htm

Spätfolgen von Asthma bronchiale
Folgende Spätfolgen können auftreten, insbesondere wenn Asthma unzureichend behandelt wird:
• nicht mehr rückbildungsfähige Einengung der Atemwege durch Umbau der Lungenstruktur ("Remodeling");
• Überblähung und Funktionsverlust der Lunge;
• chronische Überlastung des rechten Herzens (Rechtsherzschwäche).
Asthmatiker haben auch ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Spezifische Immuntherapie (SIT)
Auch Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung genannt. In zunehmenden zeitlichen Abständen werden steigende Dosen des jeweiligen Allergens unter die Haut gespritzt, um einen Gewöhnungseffekt auszulösen. Alternativ kann das Allergen auch in Tropfenform oral zugeführt werden. SIT ist u.a. geeeignet bei Allergien auf Pollen, Hausstaubmilben und Katzen.
SIT sollte bei allergischem Schnupfen im Krankheitsverlauf möglichst früh eingesetzt werden. SIT reduziert die Gefahr der Entwicklung eines Asthma bronchiale. SIT kann aber auch bei gleichzeitig bestehendem Asthma eingesetzt werden und reduziert die nasalen und bronchialen Symptome. SIT sollte nur von allergologisch erfahrenen Ärzten durchgeführt werden. Notfallbehandlungsmaßnahmen müssen unmittelbar zur Verfügung stehen. Mit einer mindestens dreijähriger Therapiedauer ist zu rechnen.

Spirometrie
Messung der Lungenvolumina und Ventilationsgrößen mit einem Spirometer (Gerät zur Messung der ein- und ausgeatmeten Gasmengen).
Der Test der Lungenfunktion mit dem Spirometer (von spirare = atmen) ist eine schonende Untersuchung. Ein Spirometer ist ein Messgerät mit einem Mundstück, in das geblasen werden muss.
Gemessen werden zwei unterschiedliche Werte:
• Die Vitalkapazität ist die Luft, die ein Mensch maximal ausatmen kann, nachdem er vorher soviel Luft wie möglich eingeatmet hat. Mit der Vitalkapazität kann gemessen werden, wieviel Luft die Lunge maximal aufnehmen kann.
• Die Einsekundenkapazität misst dagegen, wieviel Luft ein Betroffener nach maximaler Einatmung in einer Sekunde ausatmen kann. Dazu wird möglichst tief eingeatmet. Danach aber muss die Luft so schnell wie möglich wieder ausgeatmet werden. Die Genauigkeit der Untersuchung ist von der Mitarbeit der Betroffenen abhängig.
Die Einsekundenkapazität wird auch FEV1 abgekürzt. Bei verengten Bronchien ist der FEV1 -Wert zu niedrig.

Status asthmaticus
Schwerer Asthmaanfall oder Serie von Asthmaanfällen, die sich über Stunden oder Tage hinziehen und lebensbedrohend sein können. Notfallbehandlung notwendig. Durch die modernen hochwirksamen Asthma-Medikamente sind Notfälle, die zur Spitalseinweisung durch den Notarzt führen, selten geworden.
Gefährdete Patienten sollten von ihrem Arzt einen Notfallplan erhalten und Medikamente speziell für Notfälle zur Verfügung haben.

Sympathomimetika
Das sympathische System anregende Substanzen. In abschwellenden Medikamenten (Nasentropfen) enthalten.


T

Tacrolimus
Wirkstoff, der bei Neurodermitis vorübergehende Besserung und Abheilung bringt. Tacrolimus ist das Produkt eines japanischen Bodenpilzes. Die Wirksamkeit der seit 2002 in Österreich erhältlichen Salbe wird mit jener starker Kortisonsalben verglichen, ohne deren Nebenwirkungen. Die behandelten Hautstellen sollten vor Sonne und UV-Licht geschützt werden.
mai03.html#neuro

Theophyllin
Traditionelles Asthma-Medikament, bei dem jedoch auch mit Nebenwirkungen gerechnet werden muss. Wichtig ist bei längerfristiger Einnahme, dass immer ein etwa gleich hoher Blutspiegel vorhanden ist. Regelmäßige Einnahme ist daher erforderlich.
Theophyllin führt langfristig zu einer Erweiterung der Bronchien und hat zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung. Außerdem aktiviert es den Abtransport von Schleim über die Flimmerhärchen. Der Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge wird gesenkt und die Freisetzung von Entzündungsmediatoren gehemmt.
Das Medikament wird meistens in Kombination mit anderen langfristig wirkenden entzündungshemmenden Präparaten eingenommen. Alleine ist es nicht wirksam genug.
Mögliche Nebenwirkungen sind Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit, Angstzustände. Es sind regelmäßige Blutkontrollen notwendig.

Topisch
Örtlich, lokal, äußerlich (wirkend)

Toxizität
Normale Giftigkeit einer Substanz

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Einer Erklärung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zufolge ist bei Asthma das Zusammenspiel von Lunge, Niere und Abwehr-Qi gestört, mit Ansammlung von Wind in der Lunge. Der Lunge wird als Emotion Trauer zugeordnet, der Niere Angst.
Zur Therapie setzt die TCM vor allem Akupunktur und Kräutermischungen ein.
www.drplatsch.de/VortragPsychosomatikAsthma.html

U

Urtikaria
Nesselsucht (allergische Erkrankung der Haut)
www.medizinfo.de/hautundhaar/allergie/nesselsucht.htm

V

Ventilation
Lungenbelüftung

Vitalkapazität
Luftmenge, die nach maximaler Einatmung ausgeatmet wird:
2,5 bis 3 Liter bei Schreibtischarbeitern, 6 bis 8 Liter bei Extremsportlern

W

WAO World Allergy Organization
Weltallergieorganisation
Die WAO wurde im Jahr 1951 gegründet und hieß damals International Association of Allerlogy and Clinical Immunology (IAACI). Im Jahr 2000 wurde der Namen in World Allergy Association – IAACI geändert. Seit 2003 heißt die Organisation World Allergy Organization (WAO).
Die WAO ist eine internationale Dachorganisation, deren Mitglieder 70 regionale und nationale allergologische und klinische immunologische Gesellschaften aus der ganzen Welt sind. Österreich ist durch die Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie in der WAO vertreten.
Präsident der WAO von 2003-2005: Prof. Carlos E. Baena-Cagnani, MD, Argentinien. Das Sekretariat der WAO befindet sich in Milwaukee, USA.
Laut Formulierung der WAO ist es Aufgabe der Organisation, eine globale Allianz allergologischer Gesellschaften zu bilden, um zu Exzellenz in der klinischen Betreuung, Forschung, Schulung und im Training zu erlangen.
Alle zwei Jahre ist die WAO Mitveranstalter eines Welt-Allergie-Kongresses. Im Juni 2005 fand der Welt-Allergie-Kongress in München statt, wo der erste Welt-Allergie-Tag für 8. Juli 2005 angekündigt wurde.
Der WAO sind zwei Fachzeitschriften angegliedert: Allergy and Clinical Immunology International – Journal of the World Allergy Association sowie International Archives of Allergy and Immunology.
www.worldallergy.org


Z

Zöliakie
Zöliakie, auch Sprue genannt, ist eine Erkrankung der Darmschleimhaut, die durch eine vererbte Unverträglichkeit auf Gluten, einer Eiweißverbindung in bestimmten Getreidesorten, verursacht wird. Die Zöliakie nimmt eine Zwischenstellung zwischen Allergie und Intoleranz ein.


Glossar A-H