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| aktualisiert: 16.02.2005 |
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27. Juni 2003 Neu im Kurpark-Oberlaa: Der
Allergiegarten Wien (OTS) - Der Kurpark-Oberlaa (Wien-Favoriten) bietet nun eine Allergie-Info-Meile für Pollen-AllergikerInnen an. In einem der schönsten Bereiche des Parks kann man seine Kenntnisse in Botanik auffrischen und im Vorbeigehen auch Informationen über die Pollenflugzeiten der jeweiligen Pflanzen erfahren. Schautafeln geben Auskunft über Besonderheiten und über die Verbreitung der "Heuschnupfen-Pollen" in Europa - so lässt sich vielleicht auch ein sicherer Platz für den nächsten Urlaub finden. Eine Heuschnupfen-Attacke muss man deswegen nicht befürchten. Abgesehen von der Beschilderung der Bäume, Sträucher und Kräuter unterscheidet sich die Allergie-Meile kaum von anderen Teilen des Parks. Was sind nun diese Pollen, Auslöser unserer lästigen Nies- & Juckreize? Pollen sind Blütenstaub, der in Staubgefäßen der Blüten enthalten ist. Blütenstaub von "insektenbestäubten" Pflanzen ist keine Gefahr für AllergikerInnen. Nur "windbestäubte" Pflanzen tragen unauffällige männliche Blüten, die ungeheure Pollenmassen "produzieren" und dann vom Wind 50-300 km weit und bis 1.500 Meter vertragen werden. Eine gewisse Menge von Pollen in der Luft ist jedenfalls zur Sensibilisierung eines gesunden Körpers notwendig. Was geschieht nun im Körper eines Allergikers? Das Immunsystem des Körpers, das uns normalerweise gegen Krankheitserreger schützt, greift vollkommen ungefährliche Stoffe -zum Beispiel diese Pollen- an und löst so übersteigerte Reaktionen -Allergien- aus. In Österreich sind rund 20 Prozent der Bevölkerung von Allergien, zumeist Heuschnupfen, betroffen. Heuschnupfen ist keine Krankheit des 21.Jahrhunderts. Bereits seit Tausenden Jahren gibt es Berichte über Pollenallergien. Welche Pollen können Allergien auslösen? Die Pollenallergie unterliegt einem saisonalen Verlauf und wird in drei verschiedene Blühphasen gegliedert: o Frühling:
Blühperiode der Bäume (Hasel, Erle, Birke) Tipps für Pollenallergiker: PollenallergikerInnen haben es während der Hauptblühzeit "ihrer" Pflanzen besonders schwer. Allergenkontakte können praktisch nicht vermieden werden. Hier sind einige Tipps, die Ihnen das Leben während dieser Zeit erleichtern: o Halten Sie sich bei besonders warmem und trockenem
oder bei sehr Der Besuch des Allergiegarten lohnt sich! Sind Sie Allergiker? - Dann kommen Sie in den Allergiegarten und treten Sie Aug' in Aug' "Ihrer Pflanze" gegenüber. Lernen Sie Ihren "pflanzlichen Feind" endlich kennen. Sind Sie kein Allergiker, dann besuchen Sie in den Allergiegarten und erfreun' sich seiner schönen Kräuter. Und Ihrer Gesundheit! Der Allergiegarten befindet sich im Favoritner
Kurpark-Oberlaa, Zugang Filmteichstrasse, Parkeingang bei Panoramaschenke,
dann 150 Meter bergab. o Info-Tel. im Kurpark-Oberlaa und Zusendung des
Gratis-Folders: o Info: Allergiegarten: http://www.wien.at/ma42/parks/allergie.htm
19. Juni 2003 Von
Wiener Eichen weichen In Wiener Parkanlagen sowie im Wiener Wald droht derzeit vor allem für Asthmatiker und Allergiker Gefahr: Die Haare der Raupen des Eichenprozessionsspinners lösen bei Spaziergängern immer wieder starke allergische Reaktionen und auch Asthmaanfälle aus. Die drei Zentimeter großen Raupen des Eichenprozessionsspinners schlüpfen Ende April / Anfang Mai aus den Eiern. Die Raupen des unscheinbaren Nachtfalters leben tagsüber in gesponnenen Nestern in Astgabeln oder auf der Borke von Eichen. Abends ziehen die Raupen in „Prozessionen“ in die Baumkronen, um sich an den Blättern satt zu fressen. Die Raupen sind rötlich-braun, längs gestreift und auffällig dicht behaart. Ungefähr Anfang Juli kommt es zur Verpuppung der Raupen, etwa vier Wochen später schlüpfen die Falter. Bei starkem Wind brechen die feinen Raupenhaare, die etwa einen Zentimeter lang werden, ab und werden verweht. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetoporin. Bei Hautkontakt verursacht dieses beim Menschen starken Juckreiz, Nesselausschläge, auch Asthmaanfälle, vor allem durch Einatmen. Die MA 49 – Forstamt der Stadt Wien ersucht Erholungssuchende im Wienerwald, derzeit auf den Wegen und Lagerwiesen zu bleiben, die Raupen in ihren Nestern keinesfalls zu stören und bei starkem Wind nicht im Umkreis von befallenen Bäumen zu verweilen. Ein Einsatz von chemischen Mitteln gegen die Raupen sei derzeit weder vom Forstamt noch vom Stadtgartenamt vorgesehen. Etwa 800 Wiener Eichenbäume seien im Mai gegen den Eichenprozessionsspinner behandelt worden. Im Mai kann der Eichenprozessionsspinner mit einem Häutungshemmer oder bestimmten biologischen Präparaten bekämpft werden. Die Wiener Berufsfeuerwehr hat neue Bekämpfungstechniken entwickelt, die nun bei einzelnen Bäumen eingesetzt werden. Bei Einsätzen mit Schutzanzügen werden die Raupennester mechanisch entfernt. Herabgefallene Raupen und Raupenhüllen sollten
von Spaziergängern nicht berührt werden. Auch vor händischem
Abnehmen der Raupen und Raupennester wird gewarnt. In den vergangenen
Jahren wurden in den Wäldern von Jahr zu Jahr mehr und immer intensiver
befallene Areale beobachtet.
17. Juni 2003 Kiwi-Allergie
bei Kindern extrem riskant Highfield (pte) - Laut aktuellen Studienergebnissen stieg Zahl der unter fünf-jährigen Kinder mit Kiwi-Allergie in den letzten Jahren signifikant. Das berichteten Forscher der University of Southampton http://www.soton.ac.uk am 17. Juni 2003 via BBC-Online http://news.bbc.co.uk . Die Symptome der Allergie seien aus noch unbekannten Gründen bei Kindern viel stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen; bei einigen jungen Patienten nähmen sie ein lebensbedrohendes Ausmaß an, so Forschungsleiterin Jane Lucas. Die Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen eines Treffens der European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI) in Paris vorgestellt. Lucas und ihr Team von der Infection, Inflammation and Repair Division der Universität erhoben die Krankengeschichte von 300 Kindern und Erwachsenen, die unter der Kiwi-Allergie leiden. Die Daten beinhalteten u.a. Angaben zum Auftreten der ersten Symptome und zu deren Ausprägung. 40% der Kinder unter fünf Jahren hatten demnach bereits lebensbedrohende Situationen erlebt, die durch die Allergie ausgelöst wurden. Darunter z.B. Atemschwierigkeiten und der anaphylaktische Schock. "Die Kinder reagierten sehr früh - das jüngste war vier Monate alt - und hatten häufig schwere Symptome", so Lucas über die Ergebnisse. Zwei Drittel der Kinder zeigten die ersten Reaktionen bereits nach dem ersten Verzehr der Frucht, während nur ein Fünftel der Erwachsenen schon beim ersten Mal allergische Reaktionen zeigte. Weitere Tests zeigten, dass viele der Kinder auch unter Allergien gegen Erdnüsse, Milch und Eier litten. Lucas sagte, es sei nicht klar, ob der in den letzten zehn Jahren vermehrte Verzehr von Kiwi für die steigende Zahl allergischer Kinder verantwortlich ist oder ob die Menschen generell empfindlicher werden. Aussender: pressetext.austria 5. Juni 2003 Für die nächsten Wochen ist grundsätzlich keine wesentliche Änderung der starken Belastung mit Gräserpollen zu erwarten. Auch Gewitter und kurze Regenschauer reduzieren den Pollengehalt der Luft nicht wesentlich. Im Gegenteil: kurz vor dem Gewitterschauer kommt es zu einem Anstieg der Pollenkonzentration in Bodennähe. Nach dem Regen ist nur für kurze Zeit eine Reduktion der Konzentration zu erwarten. Parallel dazu aber steigt nach dem Regen die Anzahl der Pilzsporen der Gattung Alternaria und Cladosporium sprunghaft an. Viele Gräserpollenallergiker reagieren auch auf diese Pilzsporen mit deutlichen, häufig sogar bronchialen Beschwerden! Noch blüht die Grün-Erle in den Zentralalpen. Sie kann bei Birkenpollenallergikern Symptome verursachen. (Aussendung des Allergiezentrums Wien-West vom 5. Juni 2003)
4. Juni 2003 Eine
halbe Million Österreicher 130.000 Kinder und 380.000 Erwachsene leiden in Österreich an diagnostizierter Neurodermitis (das sind 6 % der Erwachsenen und 7 % der Kinder). Rund die Hälfte der Kinder mit Neurodermitis und zwei Drittel der erwachsenen Patienten fühlen sich durch die Hauterkrankung in ihrem Wohlbefinden und Alltagsleben stark oder mittel beeinträchtigt. Hauptprobleme sind Juckreiz, Schlafstörungen, Angst vor Kortison, Einschränkungen im Alltag und psychosoziale Probleme. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Dezember 2002 bei 69 erwachsenen Erkrankten und 35 Personen, die ein Kind haben, das an Neurodermitis leidet. Parallel zur Bevölkerungsumfrage wurde eine telefonische Befragung von 44 Hautärzten und 56 Kinderärzten durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse (Spectra Marktforschung) wurden am 4. Juni 2003 bei einem Pressegespräch in Wien präsentiert. Neue Kommunikationsplattform Gleichzeitig wurde eine neue Kommunkationsplattform vorgestellt: Das Neurodermitis Forum. Mittels verschiedener PR-Aktivitäten (Folder, Website www.neurodermitisforum.at , Hotline, Pressekonferenz, etc.) wird Aufklärungsarbeit über die Krankheit geleistet. Geldgeber der neuen Plattform ist der Pharma-Konzern Novartis, der erst kürzlich eine neue Salbe zur Therapie von Neurodermitis auf den Markt gebracht hat. Durchgeführt werden die PR-Aktivitäten von der Kommunikationsagentur Trimedia. Univ.-Prof. Dr. Klaus Wolff (Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie im AKH Wien) sowie Univ.-Prof. Dr. Radvan Urbanek (Vorstand der Abteilung für allgemeine Pädiatrie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde im AKH Wien) sind in die Aktivitäten ebenso eingebunden wie Betroffene bzw. Angehörige. Wolle, Seife, Tierhaare, Staub, Von den Ärzten und einer Mutter eines Neurodermitis-Patienten wurde der große Leidensdruck betont, dem die Betroffenen und meist auch ihre Angehörigen ausgesetzt sind. Oft verbringt die ganze Familie viele schlaflose Nächte, werden die Kinder von Gleichaltrigen sozial ausgegrenzt, gilt es ganze Lebensbereiche radikal einzuschränken. Durch Hausstaubmilben kann jeder Kontakt mit Staub einen neuen Schub auslösen, ebenso alle Tierhaare, Seifen, Wolle, Chemikalien, verschiedene Nahrungsmittel. Neurodermitis gehört ebenso wie Asthma und Heuschnupfen zu den allergischen Krankheiten und ist meist erblich bedingt. Bisher wurden die Entzündungen bei starken Schüben oft mit Kortisonsalben behandelt. Seit kurzem sind Salben mit den Wirkstoffen Tacrolimus und Pimecrolimus erhältlich, die sich als sehr wirkungsvoll erwiesen haben und die in vielen Fällen das Kortison ersetzen können. Text: Dr. Waltraud Jakob
3. Juni 2003 Revolution in der Bluthochdruck-Definition Wien (OTS) - Über aufsehenerregende Erkenntnisse in der Hypertonie-Diagnostik informierten Experten des Lipidforum austriacum (LFA) bei einer Pressekonferenz am 3. Juni 2003 in Wien. Eine in Amerika durchgeführte Metaanalyse von über 60 epidemiologischen Studien, in die fast eine Million Menschen eingebunden waren, zeigte eindeutig: Blutdruck beginnt die Gefäßwände bereits viel früher zu schädigen als bisher angenommen! Deshalb gab die oberste amerikanische Gesundheitsbehörde neue verbindliche Richtlinien für die Definition der Hypertonie heraus. Galt bis jetzt ein Wert von bis zu 140/90 mm Hg als "noch normal", muss auf Grund der neuen Erkenntnisse jetzt bereits ab einem Blutdruck zwischen 120 und 140 mm Hg von einer "Vor-Bluthochdruck-Phase", der Prähypertension gesprochen werden. Österreich ist das erste europäische Land, das daran geht, die neuen amerikanischen Richtlinien zu adaptieren und umzusetzen. Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak, Vizepräsident des LFA: "Das Ziel ist, Menschen in einer frühen Phase der Hypertonie zu erfassen und die drohende Hypertonie-Erkrankung mit all ihren Folgen rechtzeitig in den Griff zu bekommen. Und zwar nicht durch eine medikamentöse Therapie, sondern durch eine Lebensstiltherapie." Lebensstiländerung wichtiger Nach heutigem Wissensstand kann davon ausgegangen werden, dass Bluthochdruck - ähnlich wie Diabetes - eine Folge von Störungen im Fettstoffwechsel und der Gefäßregulation ist. Prof. Toplak: "Wir essen zuviel, bewegen uns zuwenig und durch das Bemühen unseres Körpers, mit diesem permanenten Überangebot fertig zu werden, entsteht das Metabolische Syndrom: Bauchfettsucht, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes und Bluthochdruck. Atherosklerotische Gefäßkomplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sind die gefürchteten Folgen. Kurz gesagt: Bluthochdruck muss als Wohlstandskrankheit betrachtet werden!" Das Lipidforum austriacum empfiehlt daher einen modifizierten Fettkonsum und vermehrte Bewegung: eine Reduktion der gesättigten Fette in der Nahrung auf nicht mehr als 30 g Landtierfett pro Tag, vermehrter Fischkonsum, die Verwendung von Oliven- und Rapsöl sowie mehr Obst und Gemüse. 5% weniger gesättigtes Fett in der Nahrung bedeutet eine Reduktion des Herz-Kreislauferkrankungs-Risikos um 42%! Kardiologe Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl: "Das Positive daran ist, dass sich die Lebensstiländerung gleichzeitig günstig auf die oft begleitenden Risikofaktoren Cholesterin und Blutzucker auswirkt." Jeder vierte Österreicher Univ.-Prof. Dr. Gert Mayer, Präsident der österreichischen Hypertoniegesellschaft: "Jeder vierte Österreicher leidet an Bluthochdruck. Das sind 2 Millionen Österreicher! Von diesen 2 Millionen weiß aber nur die Hälfte, also rund 1 Million, von ihrer Erkrankung. Während die Zahl der Hypertoniker in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren abgenommen hat, ist die Häufigkeit der Erkrankung in Europa nach wie vor sehr hoch." Auf Grund der neuen Erkenntnisse muss die Empfehlung lauten: Auf Bluthochdruck früher und effizient reagieren (mit einer Lebensstiländerung) und - bei fehlendem Erfolg - rechtzeitig pharmakologisch behandeln. Text: Barbara Urban, Medienberaterin des
Lipidforum austriacum
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