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Informationen über Asthma und Allergien
aktualisiert: 07.01.2005   
Asthma-ManagementAtemtests - Prävention und Kontrolle

Der Umgang mit Asthma kann gelernt werden. Die moderne Medizin ermöglicht heute fast allen Asthma-Patienten ein ganz normales Leben. Ohne Atemnot und praktisch ohne Einschränkungen bei den Alltagsaktivitäten. Allergenvermeidung wird jedoch empfohlen. Auch Schulungen können den Patienten weiterhelfen.

Es gibt Sportler und Sänger, die an Asthma leiden – sie sprechen darüber, sonst würde es niemand bemerken. Und im Nichtraucherbüro kann es jahrelang verborgen bleiben, dass der Kollege am Schreibtisch nebenan Asthmatiker ist.

Was leider auch vorkommt, ist der falsche Umgang mit Asthma. Jeder Lungenfacharzt müßte hier Abhilfe schaffen können (Therapie). 95 - 97% der Asthmatiker können erfolgreich behandelt werden. Jeder Asthma-Patient kann viel dazu beitragen, seine Krankheit, die ja chronisch ist, ihn also für den Rest seines Lebens in irgendeiner Form begleiten wird, zu kontrollieren und im Griff zu haben. Es gibt Patienten, die nach rund zweijähriger Anwendung moderner Asthma-Medikamente diese absetzen können und symptomfrei bleiben.

In Österreich stellt die Atemschule Atem-Leistungspässe für Asthma-Patienten zur Selbstkontrolle sowie Asthma-Notfall-Karten zur Verfügung, die bei Lungenfachärzten erhältlich sind. Außerdem finden in der Ordination von Lungenfachärzten dreiteilige Patientenschulungen statt. Die Atemschule ist ein Service österreichischer Lungenfachärzte gemeinsam mit der ÖGLUT, unterstützt von der Pharma-Firma GlaxoSmithKline.

Peak-flow-Messungen
Bei verengten Bronchien ist die Ausatmung erschwert und verlängert. Aus den Werten von Atemgeschwimdigkeit und Lungenvolumen läßt sich eine Fluß-Volumen-Kurve erstellen. Der Gipfel der Fluß-Volumen-Kurve ist die maximale Geschwindigkeit des Luftstroms, die als Peak-flow-Wert bezeichnet wird.
Die Zunahme des Peak-flows zeigt eine Erweiterung, die Abnahme eine Verengung der Bronchien an.
Mit dem
Peak-flow-Meter, einem einfachen Gerät, kann der Patient selbst durch Blasen in das Gerat seine Peak-flow-Werte messen und damit die täglichen Schwankungen erfassen. Die Ergebnisse können in einer Tabelle eingetragen werden. Der Bestwert sowie der Wert, ab dem Atemnot einsetzt, können so festgestellt werden.

Auf internationaler Ebene hat GINA (Global Initiative for Asthma) fünf Schritte entwickelt, die Asthma-Patienten beherzigen sollten:
1. Achten Sie auf die Faktoren, die Ihr Asthma verschlechtern
2. Lernen Sie es bewusst wahrzunehmen, wenn sich Ihre Symptome verschlimmern
3. Nehmen Sie Ihre Medikamente, wie sie vom Arzt verordnet wurden
4. Informieren Sie sich, was Sie bei einem Asthmaanfall tun müssen
5. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem schriftlichen und persönlichen Plan für Ihr Asthma-Management

In Europa haben sich Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen zu einer Organisation zusammengeschlossen, der European Federation of Asthma and Allergy Associations (EFA). Diese versucht Ärzte, Patienten und eine breite Öffentlichkeit für den richtigen Umgang mit Asthma zu sensibilisieren.

Im Jahr 2002 veröffentlichte die EFA ein Patientenmanifest: „Asthma: Adressing a Gobal Health Problem“ („Asthma: Über ein weltweites Gesundheitsproblem“).

Darin wird betont, dass Asthma-Patienten im Glauben bestärkt werden sollten, dass ein symptomfreies Leben erreichbar ist. Ein angemessen behandeltes Asthma stört nicht den Schlaf, verursacht keine Krankenstände und schränkt soziale sowie körperliche Aktivitäten nicht ein.

Ärzte sollten mit den Patienten die Ziele des Asthma-Managements besprechen und mittels persönlichem Aktionsplan die Therapie sowie Verhaltensweisen für den Notfall schriftlich festlegen.

Ärzte sollten mit Patienten über Asthma reden, vor allem auch über die Entzündung, die zum Asthma dazugehört. Diese kann und sollte durch die Inhalation von Steroiden (Glukokortikoiden) in Schach gehalten werden. Oft müssen Patienten erst davon überzeugt werden, dass die regelmäßige Anwendung dieser Medikamente auch über einen längeren Zeitraum für sie genau richtig ist.

Die EFA betont auch die Bedeutung der Prävention von Asthma, zu der die gesamte Gesellschaft beitragen kann. Aufhören mit dem Rauchen, nicht nur in der Umgebung von Asthma-Patienten, gehört ebenso dazu wie die Reduzierung der Luftverschmutzung weltweit.

Das EFA-Manifest im Wortlaut in englischer Sprache:www.efanet.org