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| aktualisiert: 16.02.2005 |
| Archiv Oktober 2003 (5)
26. Oktober 2003 Neurodermitis-Patienten werden befragt Lebensqualität, Erfahrungen und Bedürfnisse sollen festgestellt werden Wien - Lebensqualität, Erfahrungen und Bedürfnisse von Neurodermitis-Patienten will eine großangelegte Umfrage erkunden, die vom Neurodermitis Forum und der "Aktion Zufriedener Patient" initiiert wurde. Ziel der Umfrage ist es, konkrete Erfahrungen von Menschen festzustellen, die unter der beeinträchtigenden Hautkrankheit Neurodermitis leiden. Die Informationen sollen Ärzten helfen, auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen und anderen Betroffenen, besser mit ihrer Krankheit umgehen zu können. Die Ergebnisse der Umfrage "Lebensqualität bei Neurodermitis" sollen Anfang 2004 veröffentlicht werden. Es gibt einen Fragebogen für Erwachsene und einen für Kinder. Wie Prof. Radvan Urbanek von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien erläutert, wurde ein kindgerechter Fragebogen entwickelt, um die Wünsche der Kinder aus erster Hand zu bekommen. Die Fragebögen können unter der Hotline
des Neurodermitis Forums Neurodermitis gehört zu den allergischen Krankheiten. Die Haut ist trocken, rau und schuppig, juckt zeitweise stark und weist entzündete Stellen auf. In den westlichen Induistriestaaten haben etwa 20 Prozent aller Kinder Neurodermitis, aber auch jeder zwölfte Erwachsene leidet unter dieser Krankheit, die die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen schwer beeinträchtigen kann.
23. Oktober 2003 Spezifische
Immuntherapie halbiert Therapiekosten bei Allergikern Die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache: Pollenallergie-Patienten, die mittels SIT behandelt wurden, kamen den Krankenkassen um rund die Hälfte billiger. Die Diskussion um Einsparungspotentiale im Gesundheitswesen wird angesichts der explodierenden Behandlungskosten in den letzten Jahren immer häufiger geführt. Gerade im Allergiebereich, wo die Anzahl der Patienten ständig steigt - in den letzten Jahren in Österreich um rund 30 Prozent - stellt sich die Frage, wo Einsparungen möglich sind. Experten der Uni Hannover haben in einer aktuellen Studie die direkten Kosteneffekte bei der Therapie von Pollenallergikern mit und ohne SIT verglichen. Die Ergebnisse wurden kürzlich publiziert und zeigen große Einsparungspotentiale. Studiendesign Mit dem Ziel einer ökonomischen Bewertung wurden die Behandlungskosten von 177 Patienten in der lungenfachärztlichen oder hausärztlichen Praxis über drei Jahre hinweg erfasst. Die Studienteilnehmer waren alle an allergischem Asthma und/oder Heuschnupfen erkrankt. 102 Patienten hatten eine spezifische Immuntherapie gerade beendet. Die 75 Patienten der Kontroll-Gruppe hatten trotz Indikation eine Immuntherapie abgelehnt. Ergebnisse Sowohl Arzneimittelkosten als auch ambulante Behandlungskosten konnten durch die spezifische Immuntherapie um ca. die Hälfte gesenkt werden. Die Gesamtkosten der Behandlung über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren wurden durch die SIT von € 1.179,15 auf € 569,57 sogar mehr als halbiert. Insbesondere die Reduktion des Verbrauches an symptomlindernden Medikamenten trug zu der Einsparung von 51,7 Prozent der Behandlungskosten bei. Relevante Einsparungen zeigten sich auch bei den indirekten Kosten. In der SIT-Gruppe fielen im Beobachtungszeitraum durchschnittlich nur 0,5 Krankenstandstage bei den Berufstätigen an (in der Kontrollgruppe 5,4 Tagen). Die indirekten Kosten der Erkrankung pro berufstätigen Patienten betrugen € 46,20 in der SIT- und € 356,40 in der Vergleichsgruppe. SIT wirksam und kostensparend Die vorliegende Studie belegt neben der Wirtschaftlichkeit auch ein weiteres Mal die Wirksamkeit der SIT. Der Asthmaschweregrad der SIT-behandelten Patienten verbesserte sich während der dreijährigen Therapie deutlich. Der Anteil der Patienten mit nur mehr leichtem Asthma (Stufe 1) stieg von 11,8 Prozent zu Beginn auf 53,9 Prozent nach Ende der SIT-Therapie. In der Kontrollgruppe ohne SIT verschlechterte sich dagegen das Krankheitsbild. Statt 42,7 Prozent zu Beginn hatten 65,3 Prozent der Patienten nach Ende des Beobachtungszeitraumes ohne kausale Therapie die Asthma-Stufe 2 erreicht. Andere Studien zeigten bereits, dass die SIT mit standardisierten Allergen-Präparaten bei Pollenallergikern langfristig zur Beschwerdefreiheit führen kann. Die kausale Therapieform ist bei bis zu 97 Prozent der Patienten mit Heuschnupfen und bei 89 Prozent der Patienten mit allergischem Asthma erfolgreich . Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigen zusammengefasst, dass die SIT bei sorgfältiger Indikationsstellung und korrekter Anwendung eine wirksame und zugleich kostensparende Therapieform darstellt. Dazu Univ. Doz. Dr. Reinhart Jarisch, Leiter des Allergieambulatoriums Wien-Floridsdorf: "Die spezifische Immuntherapie ist die bisher einzige Behandlungsform, die die Fehlsteuerung des Immunsystems im Sinne einer Toleranz zu korrigieren versucht. Die Erfolge treten bereits nach vier Monaten Behandlung ein und sind eindrucksvoll. Voraussetzung ist allerdings die genaue Selektion von Patienten und vor allen Dingen die Sicherheit, die einerseits durch die Qualität des Produktes, andererseits durch sicherheitserhöhende Maßnahmen erreicht werden konnte." Text: ALK-Abelló Allergie-Service GmbH /
Agentur comm.in 14. Oktober 2003 Alter
und Geschlecht bei schwerem Asthma entscheidend Denver (pte) - Zwei von drei Kindern, die an schwerem Asthma leiden, sind Jungen. Mehr als zwei Drittel der erwachsenen Asthma-Patienten sind Frauen. Die Ursachen dafür sind derzeit nicht erforscht. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des National Jewish Medical and Research Center http://www.njc.org gekommen. Das Team von Joseph Spahn konnte zusätzlich nachweisen, dass Kinder mit schwerem Asthma einen überraschend guten Luftfluss in und aus ihren Lungen haben können. Dieser Umstand könnte laut der im Fachmagazin Chest http://www.chestjournal.org publizierten Studie zu Fehldiagnosen und Nichtbehandlung von ernsthaft Erkrankten führen. Es wurde bisher angenommen, dass sich schweres Asthma im Kindesalter deutlich von der Erkrankung in späteren Jahren unterscheidet. Die größten Unterschiede konnten jetzt im Verhältnis der Geschlechter nachgewiesen werden. Unter 18 Jahren waren 62 Prozent der Patienten männlich, 68 Prozent der älteren Patienten jedoch weiblich. Als mögliche Ursachen werden von Wissenschaftlern die weiblichen Hormone und die unterschiedliche Größe der männlichen und weiblichen Lunge angenommen. Das Team untersuchte zahlreiche demographische und biologische Daten von 275 Asthma-Patienten, die im National Jewish Medical and Research Center behandelt wurden. Aussender: pressetext.austria 2. Oktober 2003 Die Ragweedpollen-Saison geht zwar zu Ende, doch
sind in der zweiten Wochenhälfte in den Tieflagen im Osten Österreichs
immer noch gelegentlich geringe Belastungen zu erwarten. Im Norden und Westen wie auch im Südwesten
ist die Pollensaison vorüber.
1. Oktober 2003 Antibiotika
erhöhen Asthma-Risiko bei Kleinkindern Detroit - Kleinkinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten Antibiotika erhielten, sind deutlich asthmagefährdeter. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Henry Ford Health System http://www.henryford.com gekommen. Derzeit ist noch nicht erforscht, warum es zu dieser Risikosteigerung kommt. Das Team geht jedoch davon aus, dass Antibiotika zum Teil für das stetige Ansteigen von Asthma-Erkrankungen in der westlichen Welt sind. Kinder, die im ersten halben Lebensjahr mit Antibiotika behandelt wurden, erkrankten mit 2,6 fach höherer Wahrscheinlichkeit an einem allergischen Asthma. Bei der Einnahme von Breitbandantibiotika steigerte sich die Wahrscheinlichkeit auf 8,9 fach. Die leitende Wissenschaftlerin Christine Johnson geht laut New Scientist http://www.newscientist.com davon aus, dass diese Medikamente die Entwicklung des Immunsystems beeinträchtigen. Durch die Veränderung der Bakterienkulturen im Darm könnte es für das Immunsystem schwerer zu erkennen sein, welche Bakterien schädlich sind und welche nicht. Je häufiger die Antibiotika verabreicht wurden, desto höher wurde auch das Asthmarisiko. Bekannte Risikofaktoren, wie eine asthmakranke Mutter oder das Vorhandensein von weniger als zwei Haustieren, schienen diesen Effekt noch zu verstärken. Bei einem Kind, das Breitbandantibiotika einnahm und keine Haustiere hatte, erhöhte sich das Risiko auf das 11,5 fache, wie Johnson auf dem derzeit in Wien stattfindenden Kongress der European Respiratory Society http://www.ersnet.org/0/0/0.asp berichtete. Die Wissenschaftler begleiteten 448 Kinder von der Geburt bis zum siebenten Geburtstag medizinisch. In regelmäßigen Abständen wurde der Gesundheitszustand der Teilnehmer überprüft. Fast die Hälfte der Kinder erhielt in den ersten sechs Lebensmonaten Antibiotika. Einem Viertel wurden sie ein zweites Mal verschrieben, einem Fünftel drei Mal oder noch häufiger. Die Auswertungen zeigten, dass 21 Kinder an Bronchialasthma erkrankten, bei dem Anfälle durch Umweltreize ausgelöst werden. Aussender: pressetext.austria
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